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Nr. 12

Dienstag den 18. Januar 1929

Seil ?

SANDEL UN©

WIRTSCHAFT

Svan-,umev Sorte

X Frankfurt a. M., 14. Jan. Tendenz: be­hauptet. Zu Beginn der neuen Wuchs zeichnete sich die Börse infolge der bestehenden Orderlosigkeit wie­der durch große Geschäftsstille aus Die Tendenz war jedoch nicht unfreundlich, da der Markt durch einige vorliegende günstige Meldungen eine Stütze erfuhr. Die Ausgabe von preußischen Schatzan- weisungcn wodurch der öffentliche Markt nicht be­ansprucht wird, statt der Auflegung einer preußischen Anleihe und die Erklärung Coolidge, wonach seine Rede in Bezug der Reparationszahlungen, mißver- ftalfiTen worden sei, befriedigten. Auf der anderen Seite drückten der schwache Schluß der Newyorker Börse vom Samstag und der wieder etwas ange­spannte hiesige Geldmarkt aus die Stimmung, so daß auch die Spekulation nur in einzelnen Fällen zu Deckungen schritt. Bei allgemein großer Zurück­haltung und Lustlosigkeit treuen jedoch vereinzelte Papiere mit einem Gewinn bis zu 4 Prozent gegen­über den Samstagsschlußkursen in den Vordergrund. Lebhafter verlangt und an der Spitze standen am Elektromarkt Bergmann mit plus 414 Proz. und von Kaliwerten Westerregeln und Aschersleben mit detsurth mit plus 3 Prozent und Aschersleben mit plus 2% Prozent. I. G. Farben blieben bei unver­ändertem Kurs weiter eher vernachlässigt. Bis zu 1% Prozent gebessert waren noch: Klöckner, Zellstoff Waldhof, AEG., Schocken und Siemens. Auto­werte waren gut behaupte!. Angeboten und etwas niedriger eröffneten Commerzbank, Rheinstahl, Ce­ment Heidelberg und Deutsche Erdöl. Montecatini- attien weiter etwas gefragt. An den Renten­märkten waren die Umsätze ebenfalls bescheiden Deutsche Anleihen etwas erholt. Von Ausländern, Anatolier gedrückt.

Im Verlaufe neigte die Tendenz auf Abgaben der Kulisse etwas zur Schwäche. Es traten bei fast völliger Geschäftsstille durchweg Verluste bis zu 1% Prozent ein.

Am Geldmarkt erfuhr Tagesgeld-mit 5 Prozent eine Ermäßigung.

2fm Devisenmarkt nannte man Mark gegen ' Dollar 4.2095 gegen Pfunde 20.413. London-Kabel 4.8503, Paris 124.17, Madrid 29.70, Mailand 92.70 und Holland 1209

Die Abendbörse war fast vollkommen ge- schäftslos. Bei anhaltendem Ordermangel herrschte weiterhin große Zurückhaltung, doch blieb die Hal­tung gegen den Berliner Schluß im allgemeinen behauptet. Auf kleine Deckungskäufe waren J. G Farben etwas erholt, Kali Salzdetfurth konnten sich 2% Prozent im Kurse bessern. Elektrowerte blieben dagegen weiter vernachlässigt und nur knapp gehalten. Im Freiverkehr nannte man Glanz­stoff mit 500 Prozent Von den amerikanischen Kunstseidèwerten waren American Glanzstoff mit 80 Dollar ebenfalls schwächer. Die Rentenmärkte lagen still.

J. ®. Farben 257%, A. E. G. 179%, Schuckert 246%, Siemens 405%, Salzdetfurth 523, Wester­egeln 289.

schaftsrationalisierung. Die Bewertung der Aktiven und Passiven ist auf der Grundlage der im Herbst vorgelegten Berechnungen der Preußenkassen erfolgt. Die endgültige Liquidation der Raiffeisenbank ist in absehbarer Zeit zu erwarten. Die Einzelgenossen­schasten, die Aktionäre der Bank sind, müssen ihren Aktienbesitz abschreiben, werden aber andererseits von der Haftung für den 40-Millionen-Uebergangs- krcdit entlastet.

Frankfurter Schlachtviehmarkt

Frankfurt a. M., 14. Jan. Der Auftrieb des heutigen Hauptmarktes bestand aus 1654 Rindern, darunter 439 Ochsen, 69 Bullen, 694 Kühen, 440 Färsen, ferner aus 478 Kälbern, 244 Schafen und 4890 Schweinen. Verglichen mit dem Auftrieb des Hauptmarktes der vergangenen Woche waren 272 Rinder 36 Kälber, 65 Schafe und 430 Schweine mehr angetrieben. Piarktverlauf: Rinder ruhig, Ueberftanö. Schweine ruhig, Ueberstand. Kälber und Schafe ruhig, ausoerkauft. Bezahlt wurde pro Zentner Lebendgewicht: Ochsen A1 5154, 2 47 bis 50, 81 4246. Bullen 21 4952, B 4548, Kühe A 4245, B 3641, C 3035, D 2529. Färsen A 5256, B 4751. C 4046. Kälber B 7276, C 6.571, D 5864, Schafe A 5256, Schweine A 7376, B 7476, C 7477, D 7477, E 7074. Verglichen' mit den Notierungen des Hauptmarktes der vergangenen Woche waren Rin­der bis zu 3 Mark billiger, gegenüber den Notie­rungen des Nebenmarktes der vergangenen Woche waren Schafe bis 2 Mark teurer. Schweine dageoen bis 2 Mark billiger und Kälber gut behauptet. Fleischorohmarkt: Ochsenfleisch 1 8792. 2 80 bis 86, Bullensleisch 8084. Kubfleisch 2 5060. 3 30 bis 50. Kalbfleisch 1 100110. 2 90100. Hammel­fleisch 95105. Schweinefleisch 1 9095 Gefrier­fleisch Rindfleisch, Vorderviertel zollfrei 52, ver­zollt 65, Hinterviertel 58 bzw. 76.

Mannheimer Produktenbörse.

Anaereeit durch die weiter erhöhten Forderunaen des A"°san8?s verkehrt- die Börse in fester Hal­tung. Die Preise für Waggonware ab Mannheim

X Die Auflösung der Raiffeisenbank. Die Be- Ehungen zur Vereinheitlichung der landwirlschaft- ächen Genossenschaften stehen nunmehr vor ihrem Abschluß. Die endgültigen Einzelheiten für die in Aussicht genommene Liquidation der Raiffeise'n- Bank sind noch nicht festgelegt Im übrigen wird die tatsächliche Durchführung noch von den weiter zu treffenden Vereinbarungen mit der Rentenbank- kreditanstalt und dem Reich abhängen Dabei han­delt es sich um die Heranziehung von Mitteln des landwirtschaftlichen Notprogramms zur Eenossen-

6^ Reichsanleibe d 1927 Rbloiunggfdtulb o. A.

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sind für Weizen, Roggen, Hafer und Mehle um % RM erhöht, die übrigen sind unverändert. In seeschwimmendem Weizen lagen Angebote vor in holländischen Gulden per 100 Kilo cif Rotterdam: Manitoba 3 zu 13.12%, Manitoba 4 zu 12,62%, Barruso 79 Kilo zu 11,85, Rosafe 79 Kilo zu 11.90. Im Waggongeschäft nannte man im nichtoffiziellen Verkehr gegen 12.30 Uhr per 100 Kilo waggonfrei Mannheim in RM: Weizen inL mit 2424%, ausl. mit 26%28%, Roggen inL mit 23, Hafer int, mit 22%23%, Braugerste badische, hessische und würt- tembergische mit 25%26, pfälzische mit 26% bis 27, Futtergerste mit 2022, Mais mit Sack mit 23%, südd. Weizenmehl Spezial Null mit 33%, Roggenmehl mit 2931%, Kleie mit 13 %13%, Biertreber mit 20%20%.

Amsterdamer Diamanlmarkl.

Amsterdam, 12. Jan. Für Kleinbrillant lag in der vergangenen Woche große Nachfrage vor. Auch große Steine wurden begehrt. Für kleine Fantasie­modelle hat die Nachfrage gleichfalls zugenommen. Melees kaum behauptend. Der Umsatz in Rosen gab zu Zufriedenheit Anlaß. Am Rohmarkt herrschte eine sehr feste Tendenz; kleine Kappen waren aber träge. Erwähnt sei noch, daß die Zahl der Fremden nicht groß war.

Antwerpen, 12. Jan. Die Woche verlief ruhig. Die Zahl der ausländischen Käufer blieb gering. Die Preise der verschiedenen Qualitäten haben sich kaum geändert. Am Rohmarkt war der Umsatz weni­ger umfangreich als in der vorigen Woche. Das An­gebot von prima Material ist sehr knapp, so daß die Nachfrage hier die Ueberband hat. In Achtkant­kappen liegt dageoen ein reichliches Angebot vor. Hier beobachten Käufer aber größte Zurückhaltung.

Der Diamantexpork nach Amerika.

Amsterdam, 12. Jan. Der Diamantervort von

Holland nach den Vereinigten

geschliffen roh Industrie Pulver

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57 173 Karat

7 845 Karat

13115 Karat

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Staaten betrug 1998: Wert St 22 403 422

Wort $ 989 989

Wert 5 232 139

Wert $ 7199

Frankfurter «etreidebSrse

vom 14 Jan, (Amtlich).

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Weizen 2.

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23.00

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, (Niederrhein. Spezial) . 32,25.U3.GO

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Weizenkleie . . . 13.6t13.75

"oggenkleie ... . 14.25 -1450

22.75 -3.00

32.7531.25

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Heu, 'üdd.. aut, geb trocken, neues

Weizen-u.Noggenstr.,drah^aevreßt gebündelt

Treber, getrocknet . . .

Tendenz: befestigt.

35 0062.00

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4 00 4.50

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Berliner Metallmarlt. «Vom 14. Jan.)

Kupfer

Nov. . .

Dez. . . . Januar Februar . März.

April. . .

Mai . . "um . . . 3uli ...

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März .

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Mai . ..

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Juni. -

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Juli . . .

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Die Ausgabe der neuen Qnittungskarien und die ersten Einzahlungen für 1929 finden wie folgt statt:

Donnerstag den 17. Januar von 81 Uhr

für die Buchstaben A und B

Freitag den 18. Januar von 81 Uhr

für die Buchstaben C, D, E und F Montag den 21. Januar von 81 Uhr

für die Buchstaben G und H

Dienstag den 22. Januar von 81 Uhr

für die Buchstaben J und K

Mittwoch den 28 Januar von 81 Uhr

iür die Buchstaben L und M

Donnerstag den 24. Januar von 81 Uhr

für die Buchstaben N. 0, P. Q und R Freitag den 23. Januar von 81 Uhr

für die Buchstaben S und Sdi

Montag den 28. Januar von 81 Uhr

für die Buchstaben St, T, U, V, W und L

Diese Einteilung nach Buchstaben gilt nur für die erste Einzahlung in bleiern Jahr, um Andrang zu vermeiden. Von Dienstag den 29. Januar ab ist wieder täglich für alle Buch­staben geöffnet. 553x

Die Mitglieder werden gebeten, die Termine genau einzuhalten und zur Zahlung jeweils schon tn den frühen Morg »stunden zu ericheinen. da gegen Mittag erfahruiigegemätz der Andrang stärter ist.

Dev Dovstand

Schreiber, Vorsitzender.

Am Mittwoch den 16. Januar 1929, von 2 Uhr nachmittags ab, werde ich im Versteigerung»!«!«!. Sleinftratze 1, bezw. an Ori unv Stelle, öffentlich meistbietend gegen Barz ihlung versteigern

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Schwedhelm,

Odergerich, svollzteher.