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Kr. 10

Samskag den 12. Januar 1929

HANDEL UND WIRTSCHAFT

Kerchsbankauswers

X Der Ausweis der Reichsbank vom 7. Jan. seiq: in der ersten Jahreswoche einen Rückgang ber gesamten Kapitalanlage der Bank in Wechseln imh Schecks, Lombards und Effekten um 699,1 (i S. 548,4) auf 2247,7 (2752,0) Mill. RM. Im einzelnen haben die Bestände an Wechseln und Schecks um 526,3 (493,2) auf 2101,1 (2635,5) Mill. RM, die Lombardbestände um 121,9 (55,2) auf 54 2 (23,1) Mill. RM und die Bestände an Reichs­schatzwechseln um 51,0 auf 0,1 Mill. RM abgenom- men Die Anlage in Effekten ist mit 92,3 (93,4) Mill. RM anähernd unverändert geblieben. An Reichsbanknotei und Rentenbankscheinen zusam­men sind 480,7 (429 4) Mill. RM aus dem Verkehr zurückaeflossen, und zwar hat sich der Umlauf an Reichsbanknoten um 445,9 (393,1) auf 4484,2 (4170 9) Mill. RM, derjenige an Rentenbankschei­nen um 34 8 (36,3) auf 495,1 (679,9) Mill. RM verengert. 7,1 (15,0) Mill. RM an Rentenbank­scheinen wurden in der Berichtswoche getilgt. Dementsprechend haben sich die Bestände der Reichs­bank an Rentenbankscheinen auf 35,1 (44,9) Mill. RM erhöht. Die fremden Gelder zeigen mit 619,3 (675,0) Mill. RM eine Abnahme um 196,8 (104,1)

daß mit einer Senkung des Reichsbankdiskontes nun der Weg für eine erneute starke Inanspruchnahme des Kapitalmarktes geöffnet würde.

werke etwas nach. Einiges Interesse machte sich für Waldhof bemerkbar, doch war der Kurs wenig ver­ändert. Anleihen blieben vernachlässigt. 3. G. Far-

den 262%, Waldhof 290, Hapag 133%, 183'/«, Siemens 416%, Aschersleben 290.

AEG.

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Mill. RM.

Die Bestände an Gold und deckungsfähigen De­visen zusammen haben um 2,1 (3,7) auf 2886,7 (21501) Mill. RM zu genommen; im einzelnen sind die Goldbestände mit 2729,3 (1864,5) Mill. RM und die Bestände an deckungsfähigen Devisen mit 157,4 (285,6) Mill. RM ausgewiesen. Die Deckung der Noten durch Gold allein besserte sich von 55,4 (40,9) Prozent in der Vorwoche auf 60,9 44,7) Prozent, diejenige durch Gold und bectum, s"' Devisen qpn 58,5 (47,0) Prozent auf 64,4 (51,5)

X Frankfurt a. M., 11. Jan. Tendenz: zurück- ; haltend. Im vorbörslichen Verkehr war die Stim­mung freundlich und es machte sich eine weitere Befestigung bemerkbar. Als jedoch die Senkung des Reichsbankdiskonlsatzes besannt wurde trat eine allgemeine Zurückhaltung ein. Die Herabsetzung um % Prozent enttäuschte verschiedentlich, da in Börsenkreison vielfach die Hoffnung gehegt wurde, die Reichsbank würde sich entschließen, den Satz evtl. um sogar 1 Prozent zu ermäßigen. Die Ten­denz war jedoch im allgemeinen nicht unfreund­lich, das Geschäft bewegte sich aber in kleinstem Rahmen. Eine Stütze erfuhr der Markt durch die sehr feste gestrige Newyorker Börse und die starke Entspannung des Reichsbankausweises für die erste Januar-Woche. Gegenüber der gestrigen Abendbörse war die Kursgestaltung uneinheitlich und die Ver­änderungen gingen kaum über 1 Prozent hinaus. In verschiedenen Werten schritt die Spekulation zu einigen Deckungen. Etwas lebhafter gefragt waren Schuckèrt mit plus 2 Prozent, Harpener plus 1 Prozent und Kali Aschersleben, auf den günstigen ! Geschäftsbericht, plus 1 % Prozent. Von Zellstoff- werden waren Wahldhof mit minus 1 Prozent an- 1 geboten, Aschaffenburger dagegen wieder etwas erholt. Banken nur wenig gefragt, Reichsbank 1 Prozent niedriger, Commerzbank ca. 1 Prozent

X Dividendenhalbierung bei Wanderer, am 30. September beendete Geschäftsjahr

Das 1927

. Prozent.

igsfShi'ge gebessert. J. G. Farben blieben weiter vernach- ,4 (51,5) lässigt, waren jedoch gehaGon. Am Automarkt bâe-

Vegründ ttts dsv D!Skoni- hevavketzuna

X Berlin, 11. Jan. In der Sitzung des Zentral­ausschusses der Reichsbank begründet der Vor­sitzende die vom Reichsbankdirektorium beschlossene Diskontherabsetzung von 7 auf 6% Prozent mit nachstehenden Ausführungen:

Nach der Diskonterhöhung vom 4. Oktober 1927 von 6 auf 7 Prozent haben sich vom 7. Oktober 1927 bis zum 7. Januar 1929 die Hauptpositionen wie folgt verändert: (in Millionen RM): Gold und : deckungsfähIge Devisen: Zunahme 879, gesamte I Kapitalanlage: Abnahme 512; Reichsbanknoten­umlauf: Zunahme 480; gesamter Zahlungsmittel­umlauf: Zunahme 205. Es zeigt sich, daß die Ent­wicklung der wirtschaftlichen Konjunktur inzwischen zu einem nicht unerheblichen Rückgang der gesam­ten Kapitalanlage der Reichsbank geführt hat. Die trotzdem zu beobachtende Zunahme des Notenum-

den Kleyer knapp behauptet. Schzfahrtswerts waren auf das Aus- und Umbaupragramm bei der Hapag weiter etwas verlangt und bis 1 Prozent erhöht. Anleihen fast ohne Geschäft. Im Verlaufe blieb das Geschäft sehr klein, da die Lustlosigkeit der Spekulation gefchäftshemmend wirkte. Die Grundstimmung war jedoch nicht unfreundlich, es traten verschiedentlich kleine Erholungen ein, die jedoch kaum 1 Prozent überschritten. Etwas ge­fragt waren Deutsche Erdöl, I. G. Farben und Harpener. Auch das Fehlen segücher Orders machte sich störend bemerkbar. Am Geldmarkt blieb Tages- geiDb mit 5% Prozent unverändert. Am Devisen­markt nannte man Mark gegen Dollar 4.2076, ge­gen Pfunde 20.419. London-Kabel 4.8510, Paris 124.09, Madrid 29.70, Mailand 92.70, Holland fest 12.08. Die Mark erfuhr eine erneute Abschwächung.

Auch die Abendbörse ließ sich von der Herabsetzung des Reichsbankdiskontes nicht an­regen und verkehrte in außerordentlich stiller und zurückhaltender Stimmung. Umsätze kamen nur vereinzelt zustande. Die Kurie blieben im allgemei­nen gegen den Berliner Schluß gehalten, wobei die Veränderungen meist nur belanglos waren. I. G. Farben lewen bei leicht abbröckel idem Kurs

bis 28 der Wanderer-Werke vorm. Winklhofer u. Jaenicke in Schönau bei Chemnitz erbrachte einen Uebeyschuß von 2 090 438 (i..V. 2 031321) RM, aus dem für Abschreibungen 983 900 (775 284) RM angefordert werden. Zu den verbleibenden 1 106 538 (1256 037) RM treten 189 021 (576 024) RM Ge­winnvortrag Aus den verfügbaren Reingewinn' von 1295 559 (1832 061) RM wird der GV. am 14. Februar eine Dividende von 6 (12) Prozent vorgeschlagen, die auf das nunmehr in Höhe von 15,734 Mill. RM voll dividendenberechtigte Aktien­kapital 944 040 (1 643 040) RM erfordern wird und einen Gtzwinnvortrag von 351 519 (189 021) RM beläßt.

X 3. ®. Farbenindustrie A.-G., Frankfurt a. M. Aus betriebstechnischen Gründen hat es sich als notwendig und zweckmäßig erwiesen, das Gips­werk Neckarzimmern der I. G. Farbeninduftris stillzulegen. Mit Rücksicht auf die Belegschaft (193 Arbeiter und 32 Angestellte) wird der Betrieb noch die Wintermonate hindurch im bisherigen Umfange aufrecht erhalten. Es ist beabsichtigt, einen Teil der Belegschaft im Rahmen des Möglichen bei anderen Werken der Gesellschaft unterzubringen.

X Schneider u. Hanau A.G., Frankfurt a. 7N. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 1927 28 konnte zwar der Umsatz erhöht werden, doch war die Ge­samtgeschäftslage ungünstig und die Preise waren sehr gedrückt. Eine Dividendenverteilung kann des­halb wieder nicht vorgenommen werden.

X Gothaer Lebensversicherungsbank A.-G., Gotha. Das Institut hatte in 1928 einen Neumaang an Versicherungen von mehr als RM 100 Mill. zu verzeichnen, d. i. erheblich mehr als 1927. Nach vor­läufigen Feststellungen treten an beitragsfreien auf- gewerteten Verstchsrunam auf Grund des Aufwer- tungsverfabrens rund RM 47 Mill. Versicherungs- Summe hinzu. Der Gesamtversicherungs-Be^and wird sich für Ende 1928 auf rund RM 460 Mill, stellen.

X Reue Insolventen. Der Creditoren-Derein teilt uns folgende Neuanmeldungen non Insolven­zen und Konkursen mit: Jos. Bechtold Nachf, Offenbach a. M.; Max Glaß, Beuthen; Georg Michaelis. Brandenburg; Fritz Klose. Potsdam: A. Norbell, Norrköping; Rakowski u. Schönholz, Ber­lin: Auanst Frevtag, Elberfeld. Konkurse: Albert Engel, Stettin.

Haltung. Am gestrigen Tag» wie auch heute früh kamen größere Abschlüße in Manitoba wie auch in La-Plata-Weizen zustande. In seeschwimmenden Weizen lagen heute Angebote vor in holländischen Gulden per 100 Kg. cif Rotterdam: Manitoba 3 zu 12.95, Manitoba 4 zu 12.45, Kansas 2 zu 12.35, Barusso 78 Kg. zu 11.50 und Rosafe 78 Kg. zu 11.55 hfl. Im Waggongeschäft nannte man im nicht offiziellen Verkehr gegen 12% Uhr p. 100Kg. alles in Reichsmark, woggonfrei Mannheim: Wei­zen inl. mit 23.75, ausl. mit 2628, Roggen inL mit 22.75, Hafer inl. mit 2223.25, Braugerste, badische, hessische und württembergische mit 25,50 bis 26, pfälzische Gerste 26,2527, Futtergerste mit 2022, Mais mit Sack mit 2323.25, südd. Wei­zenmehl, Spezial Null, mit 33, südd. Roggenmehl mit 28,7531,50, Kleie mit 13,5013,75, Biertreber mit 20,2520,50.

Frankfurter Getreidebörse

vom 11. Jan. «Amtlich).

Je 100 kg Ul Golvmark- Weizen 1. Qualität 23.25

Weizen 2.

Roggen linländilch.st fester . 23.00

Sommergerste für Brannvecke . 24.00

Hake, tinländiichert neue Ernte 234023.21 Mais (gelb) neue Ernte . . z2.75 - 23.00

Weizenmelv «südd. Snei 3 >.00

, (Niederrhein. Spezial) . 32.09-32.50 Noggenmebl. fester . . . 29/030.25

Weizenkleie.......13.6113.75

Roggenkleie....., . 14.25-14.50

Erbicn, ie nach Qual. 6 Speisezw.

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Heu, lübb., gut, gc>. trocken, neues Weiten-». Roggenstr,drah;gepreßt Treber, aetroefnet . . . . .

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Mannheimer Produktenbörse.

Mannheim, 10. Jan. Auf wesentlich höhere

iichèn Bènnehrung des Gold- und De­visenbestandes, die wiederum aus die "««ter- erhöhte kurz- und langfristige Aus­landsverschuldung zurückzuführen ist. Gleichwohl sieht das Reichsbankdirektorium in der Entwicklung der Anlagekonten die Voraussetzungen für eine Lenkung des Diskontsatzes von 7 Prozent auf 6% Prozent und des Lombardsatzes von 8 Prozent auf 7^ Prozent als gegeben an. Dabei wird angenom* Min, daß von einer solchen Ermäßigung ein UN- | günstiger Einfluß auf das allgemeine Preisniveau

nicht ausgeübt wird, da weniger mit einer Ver­mehrung des Notenumlaufes als mit einer ziffern­mäßigen Verschiebung der Notendeckungsbestände zu rechnen sein dürfte. Welches Ausmaß diese Ver­schiebungen annehmen werden, bleibt abzuwarten. Jedensalls erschien bei dieser Ungewißheit und der Gegensätzlichkeit der sonstigen Entwicklungsfaktoren eine Ermäßigung in größerem Umfange als % Dozent nicht angezeigt. Daß die Ermäßigung der Diskontrate in der schwierigen Lage des Kapital­marktes eine Aenderung hcrbeiführen oder gär stimulierend auf diesen wirken wird, kann nicht er­wartet werden. Es würde eine vollkommene Ver­kennung der überaus gespannten Verhältnisse dieses -Marktes, der nach wie vor der größten Schonung ^orf, bedeuten, wenn angenommen werden sollte,

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Qesanpsrein Harmons Klein-Suhelm

Geerflndet 1899 Dirigent: Herr Cnormeisier K Kem m er er

Anläßlich des 30jährigen Bestehens

Sonntag den 13. Januar 1989, nachm. 7,4 Uhr imKai sersaal* 1542

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