Nr. 5
Montag den 7. Januar 1929
Seife 7
HANDEL UND
WIRTSCHAFT
Gsivewe- und NvodnStenmSvtte
X Mannheim, 3. Ian. Die Geschäftstätigkeit in Auslandsweizen war diese Woche belanglos. Durch die Unterbrechung der _ .. . ,
wende kam das Geschäft noch nicht in Gang. Für einzelne Artikel zeiglc sich zwar etwas mehr Nachfrage, doch halten die Käufer zu den gegenwärtigen Forderungen mit 21 rf Raffungen noch zurück, Mwai die Auslandskurse keine Anregung brachten. Das Hauptinteresse konzentriert sich augenblicklich auf die billigeren Angebote in La-PlataWeizen. Wahrend im vergangenen Jahre für Bahia Blanca- Weizen wegen des größeren Klebergehalts gegenüber den anderen argentinischen Weizensorte r Aufgeld bezahlt werden mußte, scheint in diesem Jahre der Bahia-Blanca-Weizen an Qualität wesentlich geringer zu sein, als im Vorjahre. Authentische Muster liegen aber bis jetzt noch kaum vor. Man verlangt heute für 79 Kilogr. Barusso per Januar bis März lieferbar 11,65, für dergl. 80 Kilogr. 11,72%, und für 80 Kilogr. Rosafè 11,77% hfl. cif Rotterdam. Die Preise für nordamerikanischen
diese Woche belanglos. Durch r Feiertage und der Iahres-
Weizen sind kaum verändert. Man offeriert Manitoba 4 seeschwimmend, zu 12,25, besgl. 5 zu 11,22% Manitoba 2 Januar und Februax 13,07%, März 13,17%, Maiitoba 3 Januar 12,67%, Februar 12,75, März 12,85, Manitoba 4 Janauar 12,22%, Februar 12,25, März 12,35, Manitoba Pacific 3, seeschwimmend, 12,57% hfl. per 100 Kilogr. cif Rotterdam. Roggen lag die ganze Woche hin- durch ruhig. Nr. 2 Western Rye per Januar ver- schisfbar, ist zu 11,75, per Februar-Abladung zu 11,85 hfl cif Rotterdam angeboten. Auch Gerste hatte ruhigen Markt. La-Plata-Gerste 72 Kilogr., Januar-Verschiffung, ist zu 10,25%—10,30 hfl. cif Rotterdam offeriert. Für in Hamburg greifbare Kanada-Western-Gerste 4 fordert man 10 hfl. cif Hamburg. Mais hatte ebenfalls ruhigen Markt. Mixev-Mais per Januar-Februor-Abladung, wird direkt zu 10,67% hfl offeriert, während aus zweiter Hand zu 10,55 hfl. cif Rotterdam etwas handelte Für La-Plata-Mais per Mai-Juni-Derfchiffung fordert man 9,75 hfl. cif Rotterdam.
An unseren süddeutschen Produktenmärkten konnte sich das Geschäft so unmittelbar während der Jahreswechsels noch nicht entwickeln. Die Umsätze
blieben in allen Getreidearten klein. Inlands- weizen ist immer knapper angeboten, was vielleicht durch die Feiertage seine Erklärung findet. Man forderte heute für rheinischen Weizen per Januar und Februar-Lieferung 23,25 RM cif Mannheim und offeriert mitteldeutschen Weizen per Februar lieferbar zu 23,50—23,75 und süddeutschen Weizen per prompte Lieferung zu 23,25 RM franko Mannheim. Auslandsweizen, per prompt, ist, je nach Qualität und Herkunft zu 26 bis 28 RM maggonfrei Mannheim offeriert. Rogge 1 hatte ruhigen Markt und Inlandsware war zu 22,50 RM maggonfrei Mannheim offeriert.
Vom Hafermarkte ist ebenfalls nichts neues zu melden. Inlandsware wurde, je nach Qualität, mit 22—23,25 RM maggonfrei Mannheim bewertet. Am Brau g e r st e n markte herrschte weiter ruhiger Verkehr. Badische, hessische und württembergische Braugerste blieb zu 25,50—25,75, Pfälzer Gerste zu 26,25—26,75 und Futtergerste zu 20— 22 RM maggonfrei Mannheim erhältlich. Mais lag ruhig und der Preis für in Mannheim greifbaren Mais, der sich auf 22,25—22,50 RM stellte, hat einen kleinen Rückgang erfahren.
Futtermittel lagen fest, doch blieben die Umsätze klein. Für promptes Futtermehl forderte man heute 14,65, für grobe Weizenkleie per Januar- Juli-Lieferung 14,25, für mittelgrobe 14 und für feine Weizenkleie 13.75 RM, Biertreber waren zu 20,35—20,50 RM käuflich. Oelkuchen, Trockenschnitzel und Melasse hatten vollkommen unveränderten Preis.
Hopfen Die Lage an den Hopfenmärkten ist unverändert; die Umsatztätigkeit blieb bei unveränderten Preisen klein
Mehl. Am Mehlmarkte blieb bas Geschäft klein. Der Preis für süddeutsches Weizenmehl, Spezial Null, ist mit 32,75 RM 0,25 RM niedriger als in der Borwoche. Süddeutsches Roggenmehl stellt sich, je nach Fabrikat urd Ausmahlung, auf 28,75—31,25 RM maggonfrei Mühle. Die niederrheinischen Mühlen fordern für Weizenmehl 32,25—32,50 und für Roggenmehl 30,50 RM per 100 Kilogr franko Mannheim.
Tabak lag ruhig. Die Käufer sind zu den geforderten hohen Preisen im Einkauf zurückhaltend.
Amsterdamer Diamantmarkk.
(Wochenbericht unseres Sonderberichterstatters.)
Amsterdam, 5. Jan. Das neue Jahr hat günstig angefangen. Zwar war die Zahl der fremden Käufer nicht groß, aber trotzdem lag für fast alle Sorten Nachfrage vor. Fantastemodelle und Baguettes konnten sich zunehmender Kauflust erfreuen. Große Steine tendierten sehr fest Rosen kaum gehandelt. Auch am Rohmarkt war zunehmende Nachfrage zu verzeichnen. Ordinäre und Bürgersortenkappen wurden lebhaft begehrt. Senate zogen etwas an. Boort war in besseren Sorten fest.
Antwerpen, 5. Ian. Am Roh- und am geschliffenen Markt war eine leichte Verbesserung zu verzeichnen. Verkäufer beobachten größere Zurückhaltung als im Dezember, so daß für mehrere Artikel etwas höhere Preise erwartet werden. Anläßlich des Jahreswechsels war der Umsatz zunächst gering.
der Kaliwerke für di« Exportlagrr des SyddSats mitenthalten. Der tatsächliche Absatz an Kalisalz«» im Jahr« 1928 betrug 13 899 574 Dz. Reinkâ
X Doch Verhandlungen Opel— General Vlokoe». Wie die „DHD. von anderweitiger gut unterrlcht«- ter Seite bestätigt wird, schweben tatsächlich zwischen der Finna Opel und dem General Motors Verhandlungen über eine gemeinsame TLi^eit. Die bisher verbreiteten Erüchte, nach denen ein Vertrag bereits abgeschlossen sei, eilten allerdings den Tatsachen voraus.
X Ruhrtohlenförderung. In der Zeit vom 23. bis 29. Dezember wurden in 4 (Vorwoche 6) Arbeitstagen 1 377 753 (2 349 502) Tonnen Kohle gefordert. Die Kokserzeugung stellte sich auf 517 668 (536 138) Tonnen, die Prehkohlenherstellung ans 38 198 (62 848) Tonnen. Die arbeitstägliche Kohlenförderung betrug 344 438 (391^84) Tonnen, die
tägliche Kokserzeugung 73 953 (76 591) Tonnen, die arbeitstägliche Prehkohlenherstellung 9550 (10 475) Tonnen. Wegen Absatzmangels wurden 43 456 (27 784) Feierschichten eingelegt.
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X Amtlicher Großhandelsindex. Die Groß' Handelsindexziffer des Statistischen Reichsamtes ist am 27. 12. 28 um 0,4 v. H. auf 139,7 und am 2. 1. 29 um weitere 0,5 v. H. auf 139,0 gesunken. Von den Hauptgruppen hat die Indexziffer für Agrarstoffe am 27. 12. um 1,2 v. H. aus 133,4 und am 21. 1. um 1,6 vom Hundert auf 131,3 nachgegeben. Die Indexziffer für Kolonialwaren stellte sich auf 126,1 und 125,5. Die Indexziffer für in- dustrielle Rohstoffe und Halbwaren ist am 27. 12. um 0,2 v. H. auf 134,1 zurückgegangen und am 2.1. wieder auf 134,3 gestiegen. Die Indexziffern für Fertigwaren hat mit 159,3 keine Veränderung erfahren.
X Saliabsatz. Die Abladungen der zum Deutschen Kalisyndikat gehörenden Kaliwerke im Dezember 1928 betrugen 1071 460 (i. D. 1004 418) Dz. Reinkali und in den ersten acht Monaten des laufenden Düngejahres (Mai-Dezember) 7 819 958 (6 503996) Dz. Im Kalenderjahr 1928 wurden von den Kaliwerken insgesamt 14 213 785 (12 393 772) Dz. versandt. In diesen Zahlen sind die Abladungen
X Ueber ein Drittel aller amerikanische» Äw- iandsauleihen für Deutschland. Wie aus iltemgort gemeldet wird, sind nicht weniger als 35 Prozent der gesamten ausländischen in Amerika im Jahre 1928 untergebrachten Anleihen nach einer privaten Statistik des Vizepräsidenten der Bertron Griscom Comp. nach Deutschland geflossen. Im Laufe be Jahres 1928 wurde mit 2 175 396 000 Dollar ein neuer Rekord in Ausländsanleihen erreicht, der den Gesamtbetrag der Anleihen des Jahres 1927 um rund 100 Mill. Dollar übertrifft. Da weitere 18 Prozent der gesamten Anleihesumme an autzer- deutsche europäische Länder gegangen sind, hat also Europa den Löwenanteil erhalten. 80 Prozent der gewährten Anleihen entfallen auf Privatwirtschaft» liche Unternehmungen, während in den früheren Jahren Staats- und Kommunalanleiben einen großen prozentualen Anteil hatten. Am End« des Saures 1928 betrugen die Investierungen amerikanischen Kapitals im Auslande 15 911 Mill. Doll., im Vergleich zu 14 500 Mill. Doll. am Ende des Jahres 1927 und 2625 Mill. Doll. vor dem Weltkriege.
-Die guten Erjolge unserer operationrlosen
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von meinem
flrientiil. NBA
Bekanntmachung
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den
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im Alter von 73 Jahren.
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jhema :g faustgrotzen Bruch. den ich e:wa 25 Jahre lang batte. ist lidjts mehr zu vemerten. Ich binvollfländig geheilt. F,an Theres« Sinn, Wiesbaden. 12 9. 28.
find bestätigt.
Hunderte von notariell beglaubigten Referenzen Gebellter stehen auf Ansorderung zur Beriügung. (Doppeltes Rückporto erwünscht.) Z. B.
DormevStas ro. 1.1929 vorm. 10 u. nach«. 3 Uhr
Freitag, H. 11929
nachm. 3 Uhr
Der unterzeichnete Jagdvorsteher wird am Dienstag Januar 1929, um 3 Uhr nachmittags, im Rathaus zu Marköbel
Seit *R' 5äbre gehe ich vollständig ohne Band und ehern a ig faustgroßen Bruch, den ich e wa 25 Jahre lt
Wim-TeviiiA
Ms i® sie SM ■ Htt Besitzer Wilhelm Ungermann
SeliLne GsSssettheLLr
Haus einen faustgroße» Bruch weicher bis in den tz. . . . ging. Habe mehrere Band r gebab . waren aber wertlos. Ich bin jetzt 75 Jahre alt und durch „Hermes“ vollständig geheilt. S. R.. Mainz. _
Sprechstunde unseres approbierten Vertrauensarztes in: Wt
I • Donnerstag, 10. Januar, vorm. 9—1 Uhr, Hotel
I zum Riese .
: Gelnhausen: Donnerstag. 10. Januar. nachm. 3—7 Uhr, Hote. Deulicher Haus.
„Hermes“ Aerztl. Institut t. orthopädische Bruchbehandlung, i 6. in. b. H., Hamburg. Esplanade 6. i Nerzll. Letter: Dr. H. L.
Meyer) — vielte es u. grobles ärztliches InstUut dieser Art.
dis Lasd«uH«ns
der aemeinlchastltchcn Jagdbezirks der G-meinoe Marköbel öffentlich meistbietend auf 6 Jahre und zwar vom 1. Januar 1929 bis 31. Dez. IM verpachten.
I Pachtlunige werden hiermit eingeladen.
. Die Pachibedingungcii lieg n vom 5. bis 19. Januar öffentlich auf dem Rathaus zu Marköbel aus und werden im Termin nochmals bekannt gemacht.
Marköbel, den 4. Januar 1929. 190g
Der Iagdvorfleher.
N3. Dar Revier ist von der Station Ditbeim der Strecke Hanan- Friedberg und der Station Hütl.ngemß der Strecke Hanau—Hü ten- aeläg in einer halben Stunde zu erreichen. Auch Auwoerbindung Lithstm-Marlo el. m ,
Die Jagdnutzung besteht aus 760 ha »selb und 370 ha Wald.
Der Bürgermeister: Goldacker.
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Diens ag den 8. Januar md Mit woch den 9. Januar 1929 WIMilM
LNsvgen Dßenstag roww h) Visnsiaz vov Fastnacht ab M Uhr la MMW kl. M ferner rägl. frische Kreppel Kaffee- u. Teegebäck Bäckerei Jünger, Hirsch tratze 23
MakulaturMler hat abzugeben mssnhaus - BushäruGksrei
bür d e zahlreiche Ehrung zu unserer
Silberhochzeit
herzlichen Dank
L Weimer u. Frau
Gestern vormittag entschlief nach längerem Leiden in Steinau meine frühere Stütze
Fräulein Karoline Fink
Wahrend 53 Jahren von der Verstorbenen umgeben, betraute ich in ihr eine Lebensgefährtin von seltener Treue und Ergebenheit, der ich stets liebend und ehrend gedenken werde.
Hanau, den 7. Januar 1929.
Gräfin Marie Ferrari,
Me Versteigerung
(mit Genehmigung der Behörde)
infolge vollständiger Auflösung einer bestbekannten
Persel AM- n. MAMm-ZMW
«Schis PevssV - Teppiche
aller gesuchten Grützen u. besten Provenienzen Ztmmerlepptche, Läufer Brücken, Verbinder
flrifiitfll. KMgMkbe
Blackwood-lrSbel. Bronzen, Porzellane (Figuren, Vasen re.) Elfenbeinschnitzereien, kunstvoll« Handarbeiten, Seidenstickereien, Gewänder
150 Meter Rohseide rc.
MMim
Dienstag, 8.1.1929 3 7 Uhr
LMttworb, 9.1.1929
10-4 Uhr
Weigerung
im sv-Se« GalevZssaal LunghofsLs. 19 i.
2 ROTE <y ■ MÜHLE -