Sekte 6
Samstag den 5. Januar 1929
____________________________ Nr. 4
einem Ott auf. Wenn nun ein Zünftiger die Stadt verläßt, geben ihm die anderen Kameraden das Geleite und singen dabei rührende, tränenselige Ab- jchieüslicder. Selbverstänülich wird aus diesem Anlaß kräftig getrunken, einer der Begleiter trägt auf dem Rücken eine Flasche Schnaps, die in ein Taschentuch gehüllt ist an jeder «Straßenkreuzung wird ein feierlicher Umtrunk veranstaUet, und keiner der Teilnehmer vergißt, die Flasche dreimal über seinen Kopf herumzuschwenken, bevor er ihr einen kräftigen Schluck entnimmt. Don einer anderen merkwürdigen Zeremonie weiß Eugen Weiß in feinem Buch »Die Entdeckung des Volkes der Zim- leute" zu berichten. Wenn ein .Fremdgeschriebener" unterwegs stirbt, so schreiten dem Sarg einige Ka« meraben" voran, die neue Aexte auf der Achsel tragen. Ihnen folgt ein Trupp in Hemdsärmeln, und all diese Leute tragen Winkeleisen, Hammer und Hobel, auf welche Zitronen gest est sind. Dann erst sammt tue Zur ft und jed-i Tedaczmer trügt eine Scholle Erde aus den Sig uiv spricht bim: »Als Fremder hfl Du gereift, a :- Fremder bist Du gestorben. als Fremder sollst Du in fremder Erde begraben sein." Zuletzt weckten die ausgetvießtcn Zitronen in das offene Grab geworfen. Es soll allerdings schon vorgekommen sein, daß sich die Gesellen, die sich schon vor dem Begräbnis „gestärkt" hatten, die Zitronen gegenseitig an den Kopf warfen.
Gne amevik. SchUdemms des heutigen Deutschland
Dar „Rational Geographie Magazine", die in Washington erscheinende amerikanische Monatsschrift, roibmet ihre Dezemberausgab« einer um- faffenden Uebersicht und Schilderung der „Wieder- gebutt Deutschlands". 27 Abbildungen begleiten den Text. Dieses Magazin wird von 1250 000 Mitgliedern der Rationalen Geographischen Gesellschaft gelesen. In jeher amerikanischen Gemeinde von 50 oder mehr Einwohnern ist demnach wenigstens ein Abonnent dieser Zeitschrift zu finden. Sie ist als bie führende pädagogische Zeitschrift Amerikas auch in allen übrigen zivilisierten Ländern der (Erbe verbreitet.
Der dem heutigen Deutschland gewidmete Text, der sich eingehend mit unserer Jndusrrie, dem Leben, den Gebräuchen und dem Fortt'chritt des Reichs beschäftigt, stammt aus der Feder Linccln Eyres, ei'« amerikanischen Journalisten, der lange Zett in Ber- lin ansässig war. Die Abbildungen wurden nach gründlicher Prüfung aus einigen tausend Photographien ausgewählt und bieten ein Bilderpano- rama aller Phasen und Bereiche des deutschen Lebens der Gegenwart.
Der Verfasser des einleitenden Attikels schreibt, die Frage, die bei seiner Rückkehr nach Amerika als erste an ihn gerichtet wurde, wäre stets gewesen: »Hat sich Deutschland sehr verändert?" Unb er fährt fort: „In seinem wirtschaftlichen Leben, im Aufstieg und der Ausbreitung mächtiger Indu- ftrien war Deutschlands Entwicklung in der Tat
erstaunlich."
»Nicht minder bÄ>eutungsvoll sind die Veränderungen in seiner sozialen Gestaltung, die_ nicht nur in der spürbaren Verringerung des politischen EinMsses der alten Aristokratie, 'andern auch in
WVEnh eièen und in
andkung in 1 der Geisteshaltung des
3 , Und schließlich begegne man in Deutschland dem
Mittelstandes unb der Arbeiterschaft zum Ausdruck grössten Aufgebot industrieller Schaustellungen, das
kommen."
Das starte sportliche Interesse der deutschen Jugend erscheint dem Verfasser besonderer Beachtung wert. „Milttärisches Exerzieren, studentische Duelle und bie in Turnvereinen bisher übl chen Uebungen befriedigen die Jugend heute nicht mehr, unb sie bat sich in feuttger^Bsgeyterung in jede Art atKe= tischen Wettbewerbes gestürzt. In ganz Deutschland finden wir heute Rennbahnen, Fußballplätze unb Boxringe im Ueberflug.“ In den Abbildungen wird diese neue sportliche Tätigkeit und im besonderen auch die Beteiligung der deusichen jungen Mädchen am beruflichen und politischen Leben ver- anschauLcht.
„Die deusiche Frau", erläutert der Verfasser, „hat 'chon längst die Satzung der vier K's — Kirche, Kinder, Küche, Kleider — zurückgewiefen." _ Dennoch sei das Familienleben nicht beeinträchtigt, unb die Sitten und Gebrauche seien so ziemlich un= verändett geblieben, nur daß etwa der Sohn des Haukes auf einen eigenen Hausfch'üsiel Ansvruch erhebt, und die Tochter unbegfeitet zum Tanz gehen dürfe.
Der Artikel erörtert dann im einzelnen die po= fito chen Organisationen des neuen Deutschlands, die den Deutschen zwar wohlvertraut sei, von Amerikanern aber häufig mißverstanden werde. In den Vereinigten Staaten werde beispielsweise angenommen, daß der Präsident der deutschen Republik dieselbe Exekuttvgewall ausübe, wie bas amerikanische Staatsoberhaupt. „In Wirklichkeit", schreibt der Verfasser, „stehen dem deutschen Präsidenten, gemäß der Weimarer Stagtsverfasiung, wenig mehr Vollmachten zu als einem tonftittonellen Monarchen, wie etwa dem König oon England. Das Land wird tatsächlich vom RVchskanzlsr und seinem Kabinett regiert, die der obersten Regie- rungsgeroalt, dem Reichstag, oerantworillch sind.
Die neuen wirtschaftlichen Kartelle werden eingehend beschrieben und ihr Einfluß auf den Welthandel auseina-.aergesetzt, meU diese Form industrieller Organisation in den Vereinigten Staaten unbekannt ist In Amettka besteht lebhaftes Inter- esie für bie Rückwirkungen dieser Riessntrusts auf den internationalen Märkten.
Die Stabilisierung der deutschen Währung, der gegenwärtige Stand der deutschen Finanzen, Deut'chlands große Baupläne, seine wiederauflebend? Handelsschiffahrt und sein industrieller Aus stieg werden ausführlich geschildert, unter Beifü gung prächtig gelungener Photographien.
der Leiche lag eine
gramm. An einer anderen Stelle der Küste wurde
ein Rubens- BirS in Vevtin euLdsEi
Das seit 100 Jahren verschollene Gemälde „David im Kampf mit dem Bären“
tauchte plötzlich im Berliner Kunsthandel auf. Es ist ein Werk des weltberühmten niederländischen Malers Peter Paul Richens (1577—1640), das er 1612 für den König von Spornen malte. Hervorragende Kunstgelehrte, wie B urchard und Bode haben die Echheit des Bildes bestätigt.
Deutschlands Leistungen im Lust- und Eisenbahnverkehr werden als kennzeichnend für feinen Fortschritt nach dem Kriege angeführt. Weiter heißt es bann: „Kein anderes 2a nb kann mit Deutschlands Luftverkehr für Pasiagiere und Fracht in Wettbewerb treten. Für nicht mehr als den Preis einer Fahrkatte erster Klaffe kann man in deutschen Flugzeugen täglich über festgestellte Strecken" mit fahrplanmäßiger Genauigkeit fliegen, mehr als 20 europäische Länder durchqueren.
Deutschland sei ein Mekka für Touristen, fährt der Verfasser fort. Zwar sei mit den militärischen Uniformen der Vorkriegszeit manche Farbigkeit aus dem Bilde deutschen Lebens verschwunden, aber eine Menge anderer Sehenswürdigkeiten schaffe vollgültigen Ersatz. Dem Vergnügungsreijenden werde eine viel umfangreichere, wenn auch minder durchorganisierte Auswahl sehenswerter Dinge geboten, als in früheren Zeiten. Dramatische und musikalische Festlichkeiten folgten eine auf die andere. München, Frankfurt, Köln und Breslau seien nur
lern auch in einige der Städte, die den Theater- und Konzert- sie i den Lebens- freunden betonten« KünstgenüNe^zu bieten t ütWW'Yßat
je in einem europäischen Lande zu finden gewesen wäre.
Die Jllustrattonen, die den Artikel begleiten, zeigen die Flugfelder und die geschäftigen Rangierbahnhöfe der großen Städte. Nichts ist unbeachtet gcbLeben: von der Hopfenernte in Bayern bis zu den großen Krupp-Werken; vom Stapellauf mächtiger Ozeanriesen bis zu dem dichten Schiffahrtsverkehr auf dem Rhein bei Duisburg und den riesigen Turbinenanlagen in Rummelsburg; von der Spielwarenfabrikation bis zu den Lägern ungezählter Käfige mit Kanarienvögeln, die zur Ausfuhr nach Amerika bestimmt sind; von den histo- nfchen Denkmälern bis zu den Mustermessen, wie der in Leipzig.
Besonder» bemerkenswert sind die mehrfarbigen Illustrationen, Reproduktionen von Originalphoto- graxhien in Naturfarben, die den Winter im Schwarzwald die alten Bauernhäuser im Gutachund Kirnbachtal, den prunkvollen Palast Ludwigs II. von Bayern, die Seen in den Bayerischen Alpen und die Reize des malerischen Städtchens Nördlingen veranschaulichen.
Das Erscheinen der Attikel und der Bilder über Deutschland im „National Geographie Magazine" bedeutet nicht nur ihre Verbreitung in mehr als einer Million amerikanischer Familien und in allen Teilen der Well, sondern sie werden auch in Universitäten, Schul j und Bibliotheken überall in den Vereinigten Staaten beachtet werden, wo die Zeitschrift als Nachschlagewerk und für Studienzwecke bient Die Gesellschaft, die diese Zeitschrift herausgibt, ist die größte pädagogische und wissenschaftliche Körperschaft der Welt. Sie ist genossensch f^d) aufgebaut und kein gewinnbringendes Unternehmen Aus den Beiträgen der Mitglieder werden die Ausgaben für ihre Forschung?- und Unterrichts- tärigteit in der ganzen Welt bestritten. Sie untersteh. der Leitung eines Aussichtsrates, zu beffen Mitgliedern Männer wie William Howard Tast, ehemaliger Präsident u. jetziger Oberbundesaerichts- präfibent der Vereinigten Staaten, Eharles G. Dawes, gegenwärtiger Vizepräsident der Vereinigten Staaten, und eine Anzahl.bekannter Pädagogen, Wissenschaftler, Forscher und Journalisten zählen.
Kwvd im ewigen Ws
Kriminaldrama an der Eismeerküske. — Ein verdienter Polarforscher aus Habgier umgebracht. — Aus der Suche nach Amundsens Geführten, — Vom Bootsmaat zur wijsenschaflüchen Autorität. — Die Akademie ehrt den Ermordeten.
Vor kurzem ist in Rußland das Geheimnis eines Kriminaldramas aufgeklärt worden, das sich im ewigen Eis des sibirischen Polargebiets abgespielt hat; die wahre Geschichte klingt wie ein spannender Abenteuererroman und macht darüber hinaus die Oefjentiichkeit mit dem Namen eines stillen Helden vertraut, der ein bisher unbekannter autodidaktifcher Polarforscher gewesen ist. Als Amundsen im Jahre 1919 auf der „Maud" die Taimirhalbinsel umsegelte, gab er zwei Leuten seiner Mannschaft, Peter Tessem und Paul Knudsen, den Auftrag, Port Dickson anzusteuern, um dort eine telegraphische Meldung nach Oslo abzugeben. Die bei’
den Norweger machten sich auf den Weg. Man hat
sie nie mehr zu Gesicht bekommen. Im Jahre 1920
la’
Union, Nachforschung nach den Verschollenen anzustellen. An der Spitze der russischen Expedition stand der ehemalige Bootsmaat Nikifor Begitschew. Als junger Matrose hatte Begitschew an zahlreichen Polarfahrten des später berühmt gewordenen Admirals Koltschak teilgenommen und galt als vorzüglicher Kenner des sibirischen Polargebiets. Er war Autodidakt; gleichwohl hat er als Forscher dieses unbekannten Polargebietes Außerordentliches geleistet. Begitschew lebte zuletzt als Pelztierjäzer in Dudinka, einer kleinen Siedlung an der Mündung des Jenissei. Er nahm noch vier Männer auf die Suche nach den Norwegern mit und entschloß sich, auf Schlitten an der Küste des nördlichen Eismeeres entlangzufahren. Am 4. Juli 1921 erreichte Begitschew Port Dickson, ohne jedoch irgendeine Spur der Verschollenen entdeckt zu haben. Nach vier Tagen Rast, setzte er den Weg in der Richtung auf Kap Wilde fort. In der Nähe dieses Kaps fand er eine Konservenbüchse mit einem Schriftstück folgenden Inhalts: „Zwei Mitglieder der „Maud"-Ex- pedition haben auf Hundeschlitten diesen Punkt am 10. November 1919 erreicht. Wir stießen hier auf ein Lebensmitteldepot. Das Brot mar feucht und vom Salzwasser verdorben. Wir schlugen an einer höheren Stelle an der Küste unser Lager auf und nahmen Proviant mit Wir sind beide wohlauf und gehen weiter. 15. November 1919, Peter Tessem, Paul Knudsen."
Der Inhalt des Schriftstücks ermutigt Begitschew zu weiteren Nachforschungen. Er teilte seine Leute in zwei Abteilungen und schlug am 10. August 1920 allein die Richtung nach der Bucht Glubokaia ein. Dort entdeckte er aus einem Fällen der Küste die Reste eines Lagerfeuers, ein Ja> neffer und mehrere abgeschossene Patronen. In der Asche sand Begitschew Menschenknochen. Offenbar war auf diesem Feuer die Leich« eines verschwundenen Norwegers verbrannt worden. Begitschew konnte aber nicht feststellen, wer der Unglückliche gewesen ist. Er durchforschte nun die ganze Gegend, ohne weitere Spuren zu entdecken. Den Winter verbrachte er an der Mündung des Jenissei; im Frühling setzte er seine Forschungen in westlicher Richtung weiter fort. Seine Leute waren inzwischen ohne Ergebnisse nach Pott Dickson zurückgekehrt Jm Jahr darauf
entdeckte Begitschew bei der Durchforschung eines Teils der felsigen Küste eine verweste Leiche. Die Schneeschuhe und das Gewehr waren wahrscheinlich vom steilen Felsabhang ins Meer gefallen. Neben Taschenuhr mit Tesiems Mono-
das Telegramm Amundsens entdeckt, das der erschöpfte und verzweifelte Tessem dort wahrscheinlich in der Hoffnung hinterlassen hatte, es möge von anderen Reisenden gefunden werden. Weshalb hatte er aber die Leiche Knudsens auf einem Feuer an der Bucht Glubokaia verbrannt? Begitschew vermutete, daß Tessem die Leiche des Hungers gestorbenen Kameraden verbrannt habe, um sie nicht den
wilden Tieren zu überlassen.
Im August 1922 beendete Begitschew seine Nach, forschungen. Auf seinen Wanderungen hatte er aus 117 Grad östlicher Länge und 74 Grad nördlicher Breite eine unbekannte Insel entdeckt, die heute seinen Namen trägt. Die norwegische Negierung belohnte Begitschew, indem 'sie ihm eine ansehnliche Geldsumme übersandte. Dieser Lohn wurde dem wackeren Mann zum Verhängnis. Nach Beendigung seiner Forschungen kehrte Begitschew in seine Siedlung Dudinka zurück, und im Herbst 1926 zog er mit einer von ihm organisierten Jagdgesellschaft
Lieder aus. Die Jäger kehrten im Frühling mit reicher Pelztierbeute beladen ohne ihren Führer Zurück. Der Jäger Natalschenko erklärte, Nikiford Begitschow sei an Skorbut gestorben und am 22. Mai 1927 nahe der Mündung des Flusses Piassina begraben worden. Niemand zweifelte an den Worten Natalschenkos, der eine ergreifende Darstellung der letzten Stunden des Gefährten entwarf. Bereits todkrank, habe er für seine Kameraden geiorgt, ihnen seine Portion abgegeben und, obwohl er kaum aus den Beinen stehen konnte, beim Zeltbau geholfen. Natalschenko zeigte auch Photographien der Leiche und des Grabes. Nach einiger Zeit verbreitete sich aber das Gerücht, Begitschew sei keines natür- sichen Todes gestorben. Natalschenko, der als bester Freund des Verstorbenen gegolten hatte, zog jetzt in das Haus Begitschews ein und siedelte bald mit dessen Witwe nach Krasnojarsk über. Dort führten die beiden dank der Geldspende der norwegischen Regierung, die die Witwe des Verstorbenen geerbt hatte, ein flottes Leben. Die Gerüchte wurden immer bestimmter und führten schließlich zu einer gerichtlichen Untersuchung und Aufklärung Oes furchtbaren Tatbestandes. Natalschenko hatte mit der Frau feines Freundes ein Liebesverhältnis unterhalten und beschlossen, Begitschew zu ermorden, um in den Besitz des Geldes zu kommen Der „gute Freund" provozierte deshalb auf der Jagd einen Streit, warf seinen Freund zu Bodei und schlug ihm mit seinen schweren Stiefeln solange auf den Kopf, bis er das Bewußtsein verloren hatte. Dann zog er Begitschew aus und legte ihn auf die Erde. Zwei Tage lang kämpfte der Unglückliche mit dem Tod. Am dritten Tag starb er. An der Küste des Ozeans liegt er oegraben. Die Polarsektion der Russischen Akademie der Wissenschaften ließ auf dem Grabstein folgende Inschrift anbringen: „Unter diesem Stein liegen die Riste des bekannten Polarfcrschers und Organisators von Expeditionen Nikifor Begitschew." Der Mörder erhielt, da das rusische Gesetz auch für Mord keine Todesstrafe kennt, zehn Jahre Zuchthaus.
Der Luftverkehr in den Vereinigten Staaten.
Aus den völlig anders gearteten Verhältnissen 1 von Nordamerika ergibt sich mit NotwendigkWUn^m ein gänzlich anderes Bild des Luftverkehrs dvrWW^ Verhältnis zu Europa. Allein die Tatsache, daß die Vereinigten Staaten eine Bodenfläche von 9400000 Quadratkilometer bedecken, wogegen ganz Europa nur 10 Millionen Quadratkilometer zählt, wovon wieder allein auf das europäische * Rußland 4500000 Quadratkilometer entfallen, verdeutlicht das am besten. — Die größte Luftverkehrsverbindung Nordamerikas, bie gleichzeitig die größte der Welt ist, führt von Newyork nach San Franzisko und verbindet so die Küste des Atlantischen Ozeans mit der des Großen ober Stillen Ozeans. Diese Riesenent- fernung beträgt 4 650 Kilometer. Schon dreimal gelang es amerikanischen Militärfliegern, diesen Weg ohne Zwischenlandung zurückzulegen. Das Verkehrsflugzeug, dessen Aufgcche die Verbindung der wichtigsten Städte und Handelsplätze ist, nimmt seinen Weg, der fast gerade verläuft. über folgende Städte: Newyork, Cleveland, Chicago, Elko Reno, Sacramento, Oakland und San Franzisko. Normalerweise findet in Chicago die erste Unterbrechung mit Flugzeugwechsel statt. Für die Sttecke Newyork Chicago stehen der diese Strecke betreibenden Gesellschaft „National Air Transport Inc." 37 Flugzeuge zur Verfügung. In Chicago übernimmt die „Boeing Mr Transport Inc." den Dienst und befördert die ankommenden Gäste sowie Fracht und Post weit über die vorgenannten Städte bis Salt Lake City. Am Salzsee findet erneuter Flugzeugwechsel statt, jedoch von der gleichen Gesellschaft, die, wie hier ausdrücklich betont fei nicht nur Luftverkehrsgesellschaft, sondern gleichzeitig eine der bedeutendsten amerikanischen Flugzeugsabriken ist. Der gesamte Dienst kann selbstverständlich nicht nur während der Tageszeiten geflogen werden. Genau wie in Europa (beispielsweise auf unserer Ost- west-Anschlußstrecke Königsberg-Berlin) wird ein Teil der großen amerikanischen Strecken ebenfalls des Nachts beflogen. Im ganzen verfügen die Vereinigten Staaten bereits über 50 Flugstrecken.
Fünf Schüler erhalten die Rettungsmedaille.
Das preußische Staatsministerium hat wieder die Erinnerungcmcdaille für Rettung aus Gefahr an eine große Zahl wagemutiger Menschen verliehen Unter ihnen befinden sich nicht weniger als
® Schüler: Hans-Günther Bühring aus Elber-
Kurt Pamalski aus Kiel, Karl Kühnapfel aus Emmerich, Oscar Zisenitz aus Potsdam und Friedrich Drebee aus Naumburg/Saale.
Inventur-
Ausverkauf Sponsel