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Nr. 1____

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Berlitt, 31. Dez. Aus Anlaß des Jahres­wechsels sind folgende Neujahrserlasse an die Wehrmacht ergangen:

An die Wehrmacht!

Der deutschen Wehrmacht entbiete ich zum Neuen Jahre meine herzlichsten Wünsche und Grütze! Es war mir eine Freude, am abge­laufenen Jahr Heer und Marine bei ihrer ernsten und verantwortungsvollen Arbeit sehen und ihre guten Leistungen anerkennen zu können.

Ich habe die feste Zuversicht, daß die Reichs­wehr auch im neuen Jahr ihre Schuldigkeit tun wird.

Der Reichspräsident. gez. v. Hindenburg. An die Wehrmacht!

Allen Offizieren, Unteroffizieren und Mann­schaften, allen. Beamten, Angestellten und Ar­beitern der Reichswehr meine herzlichsten Neu­jahrsgrütze!

Der Wille läßt sich nicht in Fesseln schlagen. Geist ist unabhängig von Starrheit der äußeren Form. Willen und Geist zu schulen, ist unser bester Dienst am deutschen Volk.

gez. Groener, Reichswehrminister. An das Reichsheer!

Allen Angehörigen des Reichsheeres meine besten Glückwünsche zum Neuen Jahr. Wir wol­len weiter unsere Pflicht tun.

gez. Heye, General der Infanterie und Chef der Heeresleitung.

An die Reichsmarinel

Zum Jahreswechsel spreche ich der Reichs­marine meine besten Wünsche aus. Auch im kommenden Jahre werden wir unsers Pflichten erfüllen, einig im Ziel und fest im Glauben an Deutschlands Zukunft!

gez. Raeder, Admiral, Dr. h. c., Chef der Heeresleitung

LVânfillfiand in ÄssbartMa«

Moskau, 1. Jan. In Afghanistan herrscht nach räterussischen Meldungen aus Kabul augenblicklich

Mktwoch den 2. Januar 1929

überall Waffenstillstand. In Dschallalabad dauern die Unterhandlungen zwischen der Regierung und den Schinwaris noch an. Der König zieht immer mehr Truppen nach der Hauptstadt zusammen. Die Frauen und Kinder aller in Kabul ansässigen Frem­den mit Ausnahme der Angehörigen russischer Staatsbürger sind in Flugzeugen aus Kabul fortge­bracht worden.

StundSun^-Vvosvamme Mittwoch den 2. Januar.

6.30: Morgengymnastik. Anschließend: Wetter­bericht und Zeitangabe. 12.4513.15: Schulfunk. 13.1514.15: Schallplatten-Konzert: Aus wenig gehörten Opern. 15.0515.35: Stunde der Jugend. 15.5516 05: Hausfrauendienst. 16.3518.05: Kon­zert des Rundfunkorchesters: Neue Tanzmusik. 18.1018.30: Bücherstunde. 18.3018.45: Werbe- oortrag. 184519.15: Vortragszyklus der Indu­strie- und Handelskammer Frankfurt a. M.-Hanau. 19.1519.301 Senckenberg-Viertelstunde. 19.30 bis 19.45: Französische Literaturproben. 19.4520.15: Französischer Sprachunterricht. 20.15: Nach Stutt­gart:Die Arlesierin", Schauspiel in 5 Akten.

GLSdKWs WekarmtmaOrmse»».

Oeffentsiche Mahnung fälliger Steuern und Abgaben.

Diejenigen Steuerschuldner, welche mit der Ent­richtung der am 15. Dezember 1928 fällig gewesenen Hauszinssteuern, Grundvermögenssteuern, Kanal­benutzungsgebühren, Müllabfuhrgebühren für De­zember 1928, Handwerkskammerbeiträge für das Rechnungsjahr 1928 (Fälligkeitstermin 31. Dez. 1928) im Rückstände find, werden hierdurch öffent­lich gemahnt, die Rückstände bis spätestens 5. Januar 1929 an die unterzeichnete Kasse zu ent­richten.

Von den fotgeitben Tagen ab werden die fällig gewordenen Rückstände nebst Zinsen und Gebühren im Wege der Zwangsvollstreckung eingezogen.

Eine Behändigung von Mahnzetteln findet nicht statt. Zahlungen im Giroverkehr oder auf Postscheckkonto Nr. 5104 Frankfurt a. M., müssen spätestens am obengenannten Tage der Kasse porto­frei zugehen.

Hanau den 2. Januar 1929.

Stadrtasse. gez. Albert, Rendant.

Ausräuchern der Keller zwecks Vernichtung der überwinternden Schnaken.

Am Donnerstag, den 3. Januar 1929 wird mit dem Ausbrennner der Keller in den Autzenstadt- bezirken mit 3 Partien begonnen. Alle beginnen am Westbahnhof und machen die Runde wie folgt:

Partie I:

Eisenbahngärtchen (Westbahnhof), Nußallee mit Diakonissenstraße, Katharina Belgien - Straße, Fischerhüttenweg, Vor dem Frankfurter Tor bis Löwengärtchen, Vorstadt (einschl. Körnersches Haus und gegenüber) und Kleine Hainstraße, Hairstraße einschl. Sandhof, Ramsaystraße, Rückertstraße, Gei­belstraße, Marienstratze einschl. Schloß, Kinzigstraße Türkische Gärten, Corniceliusstrahe einschl. Fues, Nordstraße bis ' Eberhardstraße 1, Eberhardstraße Sandeldamm (ganz), Wilhelmstratze bis Brücke und Bahn, Antonitersl ratze, Uferstraße, Querstraße, Wredcstraße, Fricdbergerstraße, Lamboystraße, Be­kleidungsamt, Lützowstraße, Blücherstraße, Aepfel- allee, Scharnhorststraße, Gneisenaustraße, Pork- straße einschl. Kasernen und Wanderarbeitsstätte (Neuhof).

Battie n:

Zollamt, Westbahnhof, Ebertanlage bis Stein- Heimertor, DammftraBc, Kinzdorf, Steinheimer- landstraße, Moinstmtze, Pedrojungpark, Ebertan­lage bis Wienerfpitze, Ostbahnhofstraße bis Aka­demie, Hindenburganlage bis Grimmstratze 1, Grimmstraße, Ostbahnhofstraße bis Wilhelmshöhe, Akademiestraße, Engelhardstratze, Viktoriastraße, Friedrichsstratze, Hiidenburganlagc bis Nürnber- gertor. Auheimerweg bis Ehrensäule, Großes Rohr, Dettingerftraße, Annastraße, Oberweg, Fauerbachshäuser, Auheimer Chaussee, Friedhof,

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Birkenhainerstraße, Spessartstratze bis Leipziger- straße, Freigerichtstraße, Buchbergstraße, Oden- woldstraße, Hahnenkammstraße, Leipzigerstraße, Barbarossastratze, Limesstraße bis Wasserwerk am Friedbergerübergang, Spessartstratze, Leipziger- straße bis Nürnbergertor, Waldstraße (Heraeus), Grünerweg, Bernhardstrahe, Röderstratze, Heraeus» straße, Waldesel, 4 Häuser, Forsthaus, Jahnstraße, Hasenpsad, Rhönstraße, Mühltorweg.

Battie III:

Westbahnhof, Goldene Aue, Mainkanal, Phi» lippsruher Allee bis Schloß einschl. Landstraße, Kastanienallee, Burgallee, Kronprinzenstr., Karlstr., Friedhofsweg, Kastellstraße, Hopfenstraße, Weiße r- burgstratze, Weihergraben, Salisweg bis Bahn, Hinter der Bahn, Sickingenstraße, Huttenstrahe, Frankfurterlandstraße von Rosenau bis Ende. Hochstädterlandstraße, Wilhelm-baderbahnhof, Was­serwerk, Bachstraße, Beethovenplatz, Mozartstratze, Frankfurtcrlandstraße mit Kattenstratze (Möbel­fabrik Körner), Karolinenstrahe, Hausmannstraße, Eisteiche, Kursürstenstroße, Goethestraße, Gustav- Adolfstraße, Milchweg, Teichweg, Bruchköbeler­landstraße mit Amcliastraße, Fasanerieweg, Josef, straße, Schwedenstraße, Vor der Kinzigbrücke, Fall­bachstraße, Körnerstraße.

Am ersten Tage wird die Partie I voraussichtlich bis Fischerhüttenweg, Partie II bis etwa Kinzüors- Mainstraße und Partie HI bis Burgallee kommen. In der Folge wird am Vorabend in der Parterre­wohnungen der am nächsten Tage voraussichtlich an die Reihe kommenden Häuser angesagt werden.

Die Bewohner werden ersucht, die Keller an den fraglichen Tagen zugänglich zu halten, gege­benenfalls die Kellerschlüssel in einer Nachbarwoh­nung zu hinterlassen. Es kann nicht eildringlich ge­nug auf die Gründlichkeit dieser Winterbekämp- fung hingewiesen werden.

In den oben nicht angeführten Jnnenstadtbezir- ken wird im allgemeinen die Ausräucherung nicht vorgenommen, doch werden auch Keller der Innen­stadt, in den Mücken ti größerer Zahl überwin­tern, auf Antrag ausgebrannt. Anträge sind an das Städt. Sielbauamt, Rathaus, Hinterbau, II. Stock, zu richten.

Hanau den 27. Dezember 1928.

Der Magistrat, gez. Dr. Müller.

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