WocheMalender.
Sonntag, 22. Nov. 25. und letzter Sonntag nach Pfingsten. Cäcilia, Jgfr., Mart., Patronin der Kirchenmusik, f 230.
Montag, 23. Nov. Clemens 1., Schüler des hl. Petrus, Mart., Papst, f 100. Felizitas, Mutter von sieben Martyrersöhnerr, + u. 2. Jhrh.
Dienstag, 24. Nov. Johannes vom Kreuze, f 1591.
Chrysogonus, Mart., t Ende des 3. Jhrh.
Mittwoch, 25. Nov. Katharina, Ja fr., Märtyrerin, t 307.
Donnerstag, 28. Nov. Silvester, Abt., f 1267. Konrad. Johannes Berchmanns. Freitag, 27. Nov. Vom Tage.
SmnsNig, 28, Nov. Vigil des hl. Apostels Andreas.
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(Evangel. Matth. 24,15—35.)
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn ihr den Greuel der Verwüstung, welcher von dem Propheten Daniel vorhergesagt worden, am heiligen Orte stehen sehet; — wer das liest, der verstehe es wohl! — dann fliehe, wer in Judäa ist, auf die Berge: und wer auf dem Dache ist, der steige nicht herab, um etwas aus seinem Hause zu holen: und wer auf dem Felde ist, kehre nicht zurück, um seinen Rock zu holen. Und wehe den Schwängern und Säugenden in jenen Tagen! Bittet aber, daß eure Flucht nicht im Winter oder am Sabbate geschehe. Denn es wird alsdann eine große Trübsal sein, dergleichen von Anfang der Welt bis jetzt nicht gewesen ist, noch fernerhin sein wird. Und wenn dieselben Tage nicht abgekürzt würden, so würde kein Mensch gerettet werden: aber um der Aus- erwählten willen werden jene Tage abgekürzt werden. Wenn alsdann jemand zu euch - sagt: Siehe, hier ist Christus, oder dort! so glaubet es nicht. Denn es werden falsche Christi und falsche Propheten aufftehen, und sie werden große Zeichen und Wunder tun; so dskß auch die Auserwählten (wenn eS möglich wäre) in Irrtum geführt würden. Siehe, ich habe es euch vor- uErgesagt! Wenn sie euch also sagen: Siehe, er ist in âiste, so gehet nicht hinaus: stehe, er ist in den Kammern, so glaubet cs nicht. Denn gleichwie der Blitz vom Aufgange ausgeht, und bis zum Untergange leuchtet: ebenso wird es auch mit der Ankunft des Utenschensohnes sein. Wo immer ein Aas ist, da ver- . die Adler. Sogleich aber nach der Trübsal Mond ^""e verfinstert werden, und der
„ mcI’r neben, und die Sterne Rüffert K“' È die Kräfte des Himmels ^s duttert werden. Und dann wird das Zeichen des und dann werden den Ä^' der Erde weheklagen, und sie beâ fommen sehen in den Wolken großer Kraft und Herrlichkeit. Und yroi^m rü der Posaune senden, mit borden "?d sie werden seine Auserwählten bis â-^'uden, von einem Ende des Himmels abe» lerne«- bringen. Vom Feigenbäume w, d unb Wenn sein Zweig schon zart ibr hervorgewachsen sind, so wisset alles Sommer nahe ist. So auch, wenn ihr dies WabrUn ;daß es nahe vor der Türe ist. beraeièn' f m Dieses Geschlecht wird nicht »erhebt' § die- alles geschieht. Himmel und Erde
6 hen. aoer warn« .Starte werden nicht ueraebeu..
Heilige Gefäße.
ur Feier der hl. Messe und des übrigen Gottesdienstes sind in un= ferer hl. katholischen Kirche verschiedene Gefäße nötig. Die hauptsächlichsten sind: der Kelch, die Patene und die Monstranz.
Der Kelch bient zur Aufnahme des Weines, der in der hl. Wandlung in das Blut des Herrn verwandelt wird. Kein Wunder, wenn der hl. Chriso- stomus diesen Kelch „einen schauderhaften, ehrfurchtgebietenden" nennt. In der ganzen Welt ist nichts so Großes und Heiliges als auf der Patene uns im Kelch in der Zeit nach der Wandlung. Selbst der Himmel enthält nichts größeres. Darum muß Gehalt und Gestalt dieses Gefäßes edel und würdig fein. Was das Material angeht, so muß der Keich aus Gold oder Silber fein; im Notfall darf Zinn verwendet werden. In allen Fällen aber muß der Kelch inwendig vergoldet sein. Die Gestatt entspricht gewöhnlich dem Stil der Kirche. Der gotische Kelch ist schlank und fein, der romanische breit und rund, der barocke geschweift und verschnörkelt. Auch finden sich an vielen Kelchen herrliche Verzierungen aus Künstlerhand: Bilder des Heilandes, der Apostel und anderer Heiligen, oder auch Embleme, Symbole und Inschriften entweder in farbigem Email oder eingraviert. Auch mit blinkenden, farbenprächtigen Edelsteinen ist nicht gespart, so daß mancher Kelch wirklich ein Prachtstück genannt werden muß. Da diese Kelche zur Aufnahme des göttlichen Blutes dienen, müssen sie vor Gebrauch vom Bischof konsekriert werden. Jede Benützung zu profanen Zwecken, ja schon die Berührung durch Laienhände ist strengstens verboten. Nur die geweihten Priesterhände sollen den Kelch und die anderen heiligen Gefäße behandeln, reinigen und berühren. Da solche Gefäße oft großen Wert darstellen, waren sie von Anfang an Gegenstand diebischer Begehrlichkeit oder brutaler Gewalt. Erinnert ihr euch nicht an das Sakrileg Balthasars, der im Rausche sich die hl. Gefäße bringen ließ, die im Tempel zu Jerusalem dem Dienste Gottes geweiht waren, und der mit seinen Großen und Weibern daraus trank? Doch dieser Wein wurde ihm zu Gift und Galle. Eine Geisterhand erschien an der Wand des Prunksaales und schrieb die schrecklichen Worte: gezählt, gewogen, geteilt. Und in derselben Nacht wurde der gottlose König vom Schwert der Feinde niedergemetzelt. Der hl. Bischof Augustin erzählt, daß zu seiner Zeit — im fünften Jahrhundert — aus der Kirche zu Zitra zwei goldene und sechs silberne Kelche gestohlen wurden. Und zittert nicht noch unser Herz von Unwillen, Schrecken und Empörung über so manchen Kirchenraub in unseren Tagen, in den Tagen der Revolution und Inflation? Auch diese Frevler hat zumeist der Arm der Gerechtigkeit ereilt, und bieten tuen Kirchendiebe, die etwa bis jetzt dem irdi-
schen Richter entgangen sind, fallen in die Hände des ewigen. — ,
Zur Aufnahme der kleinen Hostien, die zur Wegzehrung und zur Kommunion dienen, ist der Speise- kelch bestimmt, auch Ziborium genannt. Es ist ähnlich dem Meßkelch, aber mit Deckel und weißem Mäntelchen (Belum) versehen.
Zur Aufnahme der hl. Hostie dient ein flacher, goldener Teller, die Patene. Bei einem Leviten- amte wird dieselbe zum Zeichen der Verehrung in' ein Velum eingehüllt vom Subdilon gehalten von der Opferung bis nach dem Pater noster. In früheren und besonders in den Apostolischen Zeitew war unsere heutige Patene ein großes Gefäß, in welches dieOpfergaben der Gläubigen gelegt wurden-
Zur Aussetzung des Hochwürdigsten Gutes dient ein Prunk- oder Schaugesäß, die Monstranz Ebenfalls ist sie aus Edelmetall und von künstl. Ausführung. In der Mitte befindet sich ein Fensterchen aus Glas, hinter dem die hl. Gestalten dem Auge sichtbar sind. Während in früheren Zeiten das Allerheiligste dem Auge des Laien entrückt wurde und der Blick in den Chor durch einen Vorhang behindert war, mußte diese Praxis allmählich weichen und einer größeren Vertraulichkeit mit dem sakramentalen Heiland Platz machen. Bedenke aber, mein Christ- diese große Ehre, daß du mit deinen sterblichen Augen die heiligen Gestalten sehen darfst, die den König der Könige, den Herrn der Herren, deinen Schöpfer, Erlöser und Richter enthalten und umschließen. Möge ein lebendiger Glaube und eine glühende Liebe dieser Ehre entsprechen.
Was die Form der Monstranz angeht, so liebten es die Künstler in der Zeit der Gotik, die Gestalt einer Kirche mit drei oder fünf Schiffen und mit einem turmartigen Aufsatz zu wählen. Später wurde die Sonnenform bevorzugt. Dabei können sich die Künsüer aus die Bibel berufen. Denn „in die Sonne setzt der Herr sein Zelt", heißt es im Psalm achtzehn.
Der kostbare Stoff, die künstlerische Gestaltung und die ehrfurchtsvolle Behandlung all dieser Gefäße soll uns Priestern und Laien eine große Hoch- schätzung vor den Geheimnissen der hl. Messe und der hl. Eucharistie einflößen. Auch bilden sie eins laute Mahnung, nach Reinheit und Tugend zu streben. Unser eigenes Herz soll eben ein lebendiges Gefäß, eine lebendige Monstranz werden. Wir sollten ein solches Leben führen, das uns berechtigte. Tag für Tag die hl. Kommunion zu empfangen, wie es der Heiland und die Kirche dringend wünschen.
Besonders sollen wir die Begierden des Leibes zügeln und zähmen, damit sie nicht die Seele knechten und erniedrigen. So ist die Mahnung e Völkerapostels zu verstehen. . ,„,(
„Ein jeder von euch Lhcisten sost sich darauf verstehen, sein Gefäß m Heiler '
' J zu bewahren."
Hüten wir uns also besonders vor der Unmäßig« kell wid Unkeuschbeitz die in den Organen b« Kok'