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es nicht dulden, das Geistliche sich in diesen Verbän­den betätigen."

Die Fuldaer Konferenz richtet erneut an den hochwürdigen Klerus die dringende Aufforderung, der Ausbreitung und Wirkung der katholischen Ju­gend- und Jungmännervereine freudige Mitarbeit zu widmen, spricht auch derDeutschen Jugendkraft" Anerkennung aus sowohl für ihren engen Anschluß an den kath. Jugendverband, wie für die Befolgung der bischöflichenLeitsätze zu Sittlichkeitsfragen".

Möchten doch alle katholischen Jungmänner den nationalistischen Verbänden und ihren unchristlichen Tendenzen endlich den Rücken kehren und sich nicht von gewissenFreunden", an der Nase herum füh­ren lassen! Wem das Wort einesnationalen" Agitators mehr gilt als die Warnung der Bischöfe, der kann keinen Anspruch darauf erheben, nock treuer Katholik zu sein.

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Oesterreich.

Der Feldmarschall Conrad von Hötzendorf ist vor kurzem gestorben und mit hohen staatlichen Ehren begraben worden. DieReichspost"' vom 10. September macht auf Grund von an zuständiger Stelle eingezogenen Erkundigungen die Mitteilung, daß der Feldmarschall, der die letzten Jahre hin­durch in einem unerlaubten Eheverhältnis lebte, sich unter bem Beistände des Jesuitenpaters Streicher aus Feldkirch, einem Vertrauten seiner Familie, mit Gott und der Kirche ausgesöhnt hat und daher auch kirchlich beerdigt werden konnte.

Iugoslavien.

Das Institut der St. Josephsschwestern in Sara­jewo, die Schule des Ursulinenklosters in Ljubljana (Laibach), das Schwesterninstitut in Mostar und das Lehrerinnenseminar der Barmh. Schwestern in Zagreb sollen zufolge einer neuesten Verfügung des Unterrichtsministeriums geschlossen werden. Es soll das wohl eine Vorprobe für das in Aus­sicht stehende Schulgesetz sein, gegen dessen Pläne die Bischöfe bereits Einsprache erhoben haben. Der Kulturkampf zieht mit aller Schärfe heran,

Marokko.

Den Spaniern ist es gelungen, größere Trup­penmassen im Hauptkampfgebiet zu landen. Fran­zosen und Spanier arbeiten jetzt Hand in Hand, um den bis jetzt unbezwinglichen Abd el Krim nie­derzukämpfen. Frankreich soll jetzt 200 000 Sol­daten in Marokko haben.

Syrien.

Wie in Marokko, so hat Frankreich auch in Syrien schwere Niederlagen durch die kämpfenden Eingeborenen erlitten. Jetzt wird ein Brief des Erzbischofs von Hauran über dis Lage in Syrien veröffentlicht, in dem es heißt:Vor vierzehn Ta­gen wurde im Hauran die Lage beunruhigend. Die Drusen haben einige Siege davongetragen. Mehr als 5000 Christen wurden ausgeplündert und verjagt und leben unter freiem Himmel. Ueber 800 Franzosen sind tot oder verwundet. 700 werden neuerdings in der Festung Sueida belagert. Etwa hn Dörfer des Haurangebietes haben an dem ufftand teilgenommen. Eine französische Expe­

dition rüstet sich zum Marsche gegen den Dschebel Drus. Um aber einen Sieg zu sichern, brauchten wir mindestens 15 000 gut ausgerüstete Krieger, denn das französische Prestige hat seit der Nieder­lage vom 3. August stark gelitten. Mehrere Freunde Frankreichs sind nach der Festung Sueida geflohen. Sueida wird durch Flugzeuge verpflegt. Sechs von diesen sind im Dschebel- und Hauraungebiet abgestürzt, einige davon sind abgeschossen worden. Die Lage, so schließt der Brief, ist sehr kritisch. Es wird ein sehr energisches Vorgehen und eine sehr kluge Verwaltung nötig sein, um die Sicherheit und das französische Prestige wieder herzustellen."

Belgien. Es verlautet, daß zum Zwecke der Wie- èeroereinigung aller Kirchen ein neuer religiöser Orden gegründet werden soll. Es werden sich zu diesem Zwecke Benediktinermönchs aus Belgien mit slawischen Bene­diktinern vereinigen, um unter der Oberleitung der Kongregation für die orientalische Kirche eine neue mo- nastrsche Kongregation ins Leben zu rufen. Diese soll sich außer dem Gebet für die Wiedervereinigung aller Christen vornehmlich der Propaganda und dem Aposto­lat unter den nicht unierten Orientalen und Slawen widmen. ,

£ Kleine Kirchliche Hachrichien.

m r%*n^' Stuf/Antrag der Hochwürdigsten Herren Bischöfe , von Limburg und Mainz hat Se. Heiligkeit Papst Pius XI. durch Dekret vom 6. März 1925 geneh­migt, daß die zwei Orte Dortelweil und Nieder-Erlenbach von der Diözese Limburg abgetrennt und der Diözese Mainz in geistlichen und zeitlichen Angelegenheiten für immer zugeteilt werden. Die genannten Orte mit ihren Gläubigen gehörten bislang zur Pfarrei St. Bartholo- mäus zu Frankfurt a. M. Nunmehr ist Dortweil der Pfarrei Vilbel, Nieder-Erlenbach Harheim zugeteilt.

Bensheim. Am 4. und 5. Oktober dieses Jahres feiert das hiesige Knabenkonvikt das 25jährige Jubiläum der Einweihung des neuen Hauses durch Weihespiel, Festgottesdienst und akademische Feier. Zu diesem gro­ßen Wiedersehensfest sind geladen alle früheren Kon- vlktoristen und geistlichen Leiter der Anstalt. Es ist er­wünscht, daß durch diese Zeitungsnachricht alle auf die tfeter aufmerksam werden, deren Anschrift der Haus- leitung nicht bekannt wurde. Je vollzähliger das Zu­sammentreffen, um so wertvoller ist es für alle nach den langen und schweren Jahren der Trennung.

Bamberg. Der Neubau des Katholischen Lehrlings­heims, zu dem am 6. Juni anläßlich der Caritastagung der Grundstein gelegt wurde, ist soweit fortgeschritten, daß er dieser Tage seine Richtfeier begehen konnte. Cs handelt sich um einen großen Bau mit drei Stockwerken. An der Kriegswallfahrt nach Dettelbach beteiligten sich 1100 ehemalige Soldaten aus dem Franken-

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An die Mmvsrfitzenöen der Zentrnmspatter tieftet die Parteileitung erneut die dringende Bitte, auf jeden Fall in jedem kreis einen besonderen ZenkrumswaPvorschlag für die

Uommunallandtagswahl

einzureil^u. Dieser Wahlvorschlag muß das Kenn- tvortZentrumsparkei" tragen. Nur daun kom­men die abgegebenen Stimmen der Zenkrumsparlei zugute. Dabei geht keine Stimme verloren. Wenn im einzelnen Kreis kein Kandidat des Zentrums durchgebracht wird, kommen die abgegebenen Stim­men den übrigen Kreisen zugute.

Der Arbeitsausschuß der Kurh. Zentrumspartei.

SBHBOnBHBHMMHHMM lande. Unter anderem nimmt auch General Weniger- Bamberg und der bekannte Franziskanerpater Hert- gar teil.

Ingolstadt. Das ehemalige Jesuitenkonvikt in In­golstadt, die Wirkungsstätte des heiligen Petrus Cani­sius u. a das bis kurz nach Kriegsende als Kaserne gedient hatte und dann zu einem katholischen Studien­fe, mnar unter geistlicher Leitung umgewandelt wor­den war, ist in diesem Jahre nun auch in seinem süd­lichen vom Kasernenbrand 1918 zerstörten Flügel wieder vollständig aufgebaut worden. In den letzten Monaten wurde auch die Außenfassade dem Stilcharakter entspre­chend wiederhergestellt. ,

Gößweinstein. Die Wallfahrtskirche in Gößweinstein erfährt zurzeit eine Restaurierung. Der Hochaltar wurde bereits im vergangenen Jahr erneuert. Infolge der Inflation gingen die Stiftungsgelder verloren, so daß die Weiterfuhrung der Erneuerung nur schrittweise vor sich gehen kann. Neben der Wiederherstellung der sämt­lichen Altäre soll nunmehr in absehbarer Zeit auch die Ausschmückung des Gotteshauses, zu dem so oft das gläubige Frankenvolk wallfahrtet, mit Deckengemälde erfolgen.

Freising. Die bayerische Bischofskonferenz in Frei­sing begann am Dienstag, 15. Sept. Als Vertreter der in der Fuldaer Konferenz vereinigten deutschen Oberhir­ten nahm Kardinal Bertram von Breslau teil.

Bayern. Das bischöfliche Ordinariat Eichstätt gibt folgendes bekannt: Es scheint nun auch bei der Land­bevölkerung die Neigung immer mehr um sich greifen zu wollen, die Hochzeiten gerade an den Samstagen zu halten aus sehr durchsichtigen Gründen, die eben der Seelsorger nicht billigen kann. Wir ermächtigen deswegen den hochwürdigen Sselsorgsklerus in der Predigt und im Volksunterricht und namentlich gege­benenfalls in ruhiger und entschiedener Weise zu er­klären, daß auch die oberhirtliche Stelle mit der Ab­haltung von Hochzeiten an Samstagen da, wo nicht etwa die Rücksicht auf den sonst empfindlicheren Aus­fall des Arbeitslohnes dies nahelegt, nicht einverstanden fein kann wegen der sonst sehr naheliegenden Gefahr der Entheiligung des darauf folgenden Sonntags. Jns- belandero fmb hi» laa _redilen" Iwcbrsiten mit araßem

'Hochzeitsmahl und Tanzmusiken an Samskagèn ni<W zuzulaisen.

. Offenburg (Baden). Die Kapuziner kauften vor einigen Jahren in der Bühlerstraße in Osfentw'u Grundstücke zur Erbauung eines Klosters. Da bisher nicht genügend Mittel zum Bau vorhanden war- . muhte von der Inangriffnahme Abstand genomm» werden. Seit einiger Zeit ist nun der Pater Emanu^ ein gebürtiger Badener, in Offenburg anwesend, um ben Bau in die Wege zu leiten. Im kommenden Jahr soll zunächst ein Flügel des Klosters gebaut werden. E; fei hierbei erwähnt, daß die Kapuziner schon im Ja-- 1640 in Offenburg ein Kloster besaßen, welcher im Jahre 1689, als die Stadt von den Franzosen niedergebrannt wurde, sogar verschont blieb. Am Anfang des 19. Jahr­hunderts wurde das Kloster aufgehoben.

Tübingen. Der Ordinarius für alttestamentliche'Ers- gefe an der katholisch-theologischen Fakultät der Uni­versität Tübingen Professor D. Dr. Paul Rießlsr hat , am 16. Sept, seinen 60. Geburtstag gefeiert. Das Haup:- werk Riehlers ist die ausgezeichnete Uebersetzung des Al­ten Testaments, die jüngst im Matthias Grünewald- Verlag in Mainz in zwei Bänden erschienen ist.

Büdesheim. Die zweite Tochter des Herzogs Albrecht von Württemberg, Prinzessin Maria There^n hat in der Benediktinerinnenabtei im Rheingau die ewigen Ge­lübde abgelegt. Der Abt von Maria Laach, Dr. Ildefons Herwegen, vollzog die feierlichen Zeremonien. Die Prin­zessin, die als Novizin schon seit mehreren Jahren in dem von dem Fürsten Karl zu Löwenstein (späteren P. Raymundus) gegründeten Kloster lebt, hat als Ordens­frau den Namen Regina Benedikta angenommen.

Trier. Als 50. Abt des Klosters St. Matthias in Trier ist in diesen Tagen der bisherige Abt von Seckau^ (Steiermark). Dr. Laurentius Zeller, inthronisiert wor­den. Die (Einführung vollzog im Auftrage des Hl. Va­ters der Crzabt der Beuroner Benediktiner, Dr. Raphael Walzer. Mehr als 100 Jahre ist die Reihe der Aebte von St. Matthias unterbrochen gewesen.

Tritt. Am Sonntag, den 13. September, fand in der ganzen Diözese Trier ein von der bischöflichen Be­hörde angeordneter Preffesonntag statt. In allen Pfarr- und Vikariekirchen mutzten Predigt und Christen­lehre von der Presse handeln. Der Sonntag sollte als Werbesonntag für die katholische Preffe benutzt werden. Das bischöfliche Generalvikariat wandte sich in einem ausführlichen Erlaß, worin der Wert und die Bedeu­tung der katholischen Preffe dargelegt wurde, an die Geistlichkeit und bat um deren eifrige Werbearbeit.

Himmerod (Kreis Wittich, in der Eifel). Die Bait- arbeiten des an den alten Kreuzgang anschließenden Klausurflügels der Abtei Himmerod schreiten rüstig voe^ an. In wenigen Wochen dürfte das Koster bereits unter Dach fein, so daß es noch in diesem Jahre von den Mönchen bezogen werden kann. Der Wiederaufbau der ehemaligen Klosterkirche bedeutet noch eine Frage der Zeit und der Opferwilligkeit weiterer Kreise. Je­denfalls ist es ein erhebender Anblick, wie auch ein Zeichen für die unverwüstliche Lebenskraft im alten Stamme, wenn sich innerhalb der Ruinenstätte neues Leben und klösterliche Wirksamkeit derart machtvoll zu entfalten beginnt, wie es hier der Falk ist.

Bergisch-Gladbach. In einer Konferenz des Volks­vereins sprach am vergangenen Dienstag Rektor Dahl aus Düsseldorf über die Diaspora-Bauhütte Winfried­heim bei Bensberg, die der Gesellenverein ins Leben gerufen hat. Die Anlage ist zunächst als eine wirksame Unterstützung der Diaspora gedacht. Eine Anzahl Ge­sellen aller Handwerkerberufe arbeiten in der Bauhütte völlig ohne jedes Entgelt, um Kirchenmöbel, Ausstattun­gen für Kranken- und Waisenhäuser und dergl. herzu­stellen. Demnächst werden Bautrupps aus katholischen Gesellen gebildet, die r h der Diaspora ziehen und dort Neubauten errichten, -ue Bauhütte bei Bensberg ver­fügt bereits über eine Schreinerwerkstätte, andere Ab- teilungen werden in Kürze eingerichtet. Bewunderungs­würdig ist die Gesinnung der Gesellen, die als ecM Kolpingssöhne so ganz uneigennützig sich in den Dienst tiefer edlen Sache stellen. Nach Ueberwindung der ersten Schwierigkeiten haben nunmehr auch drei Schwestern ihren Einzug gehalten. ~

Rheinland. In der Nacht vom 14. auf den 15. Sept, wurden fast alle Wegkreuze an der Saar zwischen Beurig und Conz zerstört. Mit schweren eisernen Brech­eisen und Hämmern müssen die Zerstörer ans Werk ge­gangen sein. Besonders das altehrwürdigeKreuz an der Steinbrücke" bei Wiltingen hat diesmal schwere Wunden davongeragen. Teile des Bildstockes wurden abgeschlagen. Das ist umso betrübender, alsgerads De fes Bild künstlerisch wertvoll war. Die katholische Be- völkerung ist gewillt, zum Schutz der religroien Klei . denkmälèr vor wüsten Frevlerhänden wirksame Schug maßnahmen zu treffen.

Kiel. Hier fand am verflossenen Sonntag der < schleswig-holsteinische Katholikentag statt. In Kies größtem Saal, derWaldwiese", sprach vor 4000 Hörern Studienrat Dr. Heinz Monzel-Berlm ( Schlüchtern gebürtig) in meisterhaften Ausführung über die soziale, nationale und religiös-sittliche N . seres Volkes. Nach ihm sprach Zer Bischof von O.na ^^Königsbetg. An der hiesigen Universität Hatt E Wintersemester der Braunsberger kach. Theol c p T Dr. Rob. B. Kißttno eine wLb entlobe Vorleinna. -