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Ausgabe 8.

Wochenkaleâr.

Sonntag, 27. September. 17. Sonntag nach Pfingsten.

Kosmas und DamianuS, Aerzte, Mart., f 303.

Montag, 28. September. Lioba, Jgfr. und Aebtisfin, f 780.

Wenzeslaus, König v. Böhmen, Mart, f 99 0.

Dienstag, 29. September. Fest des hl. Erzengels Michael.

Mittwoch, 80. September. Hieronymus, Kirchenlehrer, Bek., f 420.

Donnerstag, 1. Olt. Remigius, Bisch., f 553. Beginn des Rosenkranzmonats.

Freitag, 2. Okt. Fest der hl. Schutzengel. Herz- Jesu-Freitaa. -

Samstag, 3 Okt. Mariensamstag.

^tâgeymer Sonntag nach Pfingsten.

(Evaugel. Matth. 22, 354 5.)

In jener Zeit kamen die Pharisäer zu Jesus; und einer von ihnen, ein Lehrer des Gesetzes, fragte ihn, um ihn zu versuchen: Meister, welches ist das größte Gebot im Gesetze? Jesus sprach zu ihm: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben aus deinem ganzen Herzen und aus deiner ganzen Seele und aus deinem ganzen Gemüte. Dies ist das größte und das erste Gebot. Das andere aber ist diesem gleich: Du sollst deinen Nächsten lieben, wie dich selbst. An diesen zwei Geboten hängen das ganze Gesetz und die Propheten. Da nun die Pharisäer versammelt waren, fragte sie Jesus, und sprach: Was glaubet ihr von Christo? Wessen Sohn ist er? Sie sprachen zu ihm: Davids. Da sprach er zu ihnen: Wie nennt ihn aber David im Geiste einen Herrn, da er spricht: Der Herr hat gesagt zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde zum Schemel deiner Füße gelegt habe. Wenn nun David ihn einen Herrn nennt, wie ist er denn sein Sohn? lind niemand konnte ihm ein Wort ant- tvorten: und niemand wagte es von diesem Tage an, ihn noch um etwas zu fragen,

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»^th Jiß&^öie Zier deines Haufes".

wir auf unfern Wanderungen an Wiesen- Feldern und Ramen vorüber, woran erfreut sich immer .-^EAâ N unser Auge? An den Blumen. Lustwandeln wir in der Stadt oder Dorf in einem Garten, was Zieht uns unwillkürlich an? Die Blumen. Kom- X m ei1 H°us auf Besuch oder Tisch, was - Ä iE freundlichen, behaglichen Eindruck? ^^ âErn. Treten wir ein katholisches Got- r M. "ohrrn uns dem Altar, was lächelt "LZ««hM v £«s;S^

"men Gott schuf sie am dritten Tage, schuf

6t ElWeth-AM Religiöses Wochenblatt

für die katholischen Gemeinden Kassels.

Erscheint jeden Sonntag und kostet monatlich Ausgabe ^ 35 Goldpfennig B 40 Äoldpsennig (fceibl.) RedaMons- schluß Montag Anzelgen-Preise: Colonrlzeile im Anzeigenteil 0,15 Goldmark, Co'onelzr.lr im Resiamstell 0,60 Goldmark. Bei Wiederholung Rabatt. Auskunft und Oss.-Geb. 0,10 Goldmark. Porto extra. Anzeigen smüssen spätestens bis Montag morgens im Besitz der Fuldaer Actiendruckerei in Fulda sein.

, , - Druck und Verlag der Fulda- AcK-ndruck-r-I. V-rlagsortjFuIda.

sie in der Lust und Freude seines Herzens, schuf sie in verschwenderischer Pracht und Fülle, schuf sie als Schmuck für Die Erde, die Wohnung der Menschen, schuf sie für Adam und Eva, schuf sie für die ganze Menschheit, für gute und böse, für reiche und arme, für Könige und Bettler. Und als die undankbaren Menschen frevelnd die Hand nach der verbotenen Frucht ausstreckten und Gott sie aus dem Paradies hinausjagte, und als die Erde sich mit Disteln und Dornen bedeckte, hat der Herr trotzdem die Blumen nicht ausgetilgt, sondern uns gelassen als Andenken vom Paradies.

Menschen und Tiere haben ihre Leidenschaften und Triebe, mit denen sie uns oft lästig fallen. Die Blumen aber sind rein und unschuldig und tun uns nichts zu Leide. Sie sind ein Stück vom Para­diese. Und darum schmücken wir damit unsere Kirchen, welche das Paradies vorsâellen, und schmücken damit unsere Altäre, weil wir dort dem Paradies am nächsten sind. Wohnt nicht iin Taber­nakel der Heiland, der Sohn Gottes, durch den alles erschaffen wurde, auch die Blumen? Wohnt nicht dort Jesus vonNazareth", das verdolmetscht wirdBlume?" Ist er nicht selbst in seiner mensch­lichen Natur die herrlichste Blume, welche die Erde hervorgebracht hat? Rein, unschuldig, ab­gesondert von den Sündern, höher als die Him- mel? Und versetzt uns nicht das hl. Meßopfer in das himmlische Paradies? Steigt nicht in der Wandlung Der Sohn Gottes herab, begleitet von den Scharen der Engel? Glaubst du da noch unter Menschen zu sein? Sind wir nicht in seliger Got­tesnähe?

Auch eine Sprache haben die Blumen; sie sind Sinnbilder. Sie spenden Ireude. Licht und Farbe, für die unser Auge geschaffen ist, flutet uns aus ihrem Anblick entgegen. Auch der Heiland, auch die hl. Kommunion, der Gottesdienst sind Quellen der Freude.Hintreten will ich zum Altare Gottes, zu Gott, der meine Jugend erfreut", spricht der Priester beim Staffelgebet. Wenn du deinen Hei­land unter Brotsgestalt empfangen hast, möchtest du dann nicht mit Maria ausrufen:Hoch preiset den Herrn meine Seele, und mein Geist frohlockt in Gott meinem Heiland?" Die Katholiken sind die fröhlichsten Menschen; dürfen es sein. Vom Altar- fließen unversiegliche Quellen der Freude. Das wissen die Blumen.

Die Blumen spenden ferner Wohlgeruch. Sie öffnen ihr innerstes Herz, gießen es aus, verzehren sich selbst. Wie eine Kerze fortbrennt, bis sie auf­gebraucht ist, so spendet die Blume ihren Wohl­geruch, bis sie verwelkt und verdorrt ist. Macht es der Heiland nicht ebenso? Hat er nicht sich selbst für uns hingegeben? Opfert er nicht in der hl. Messe täglich sich selbst und stellt seinen Tod dem himmlischen Vater dar zur Ersündigung und Ge­nugtuung der Menschen? Gibt er sich nicht in der hl. Kommunion restlos unserer Seele, mit Gottheit und Menschheit, meit Fleisch und Blut?

Und auch wir sollten der Blume gleichen. Wir sollen nicht mit leeren Händen vor Gott erscheinen, sagt der hl. Geist. Bringen sollst du etwas. Glau­ben sollst du mitbringen, Andacht und Liebe. Dich selbst, deine Neigungen, Wünsche, Begierden, de-ck ganzes Herz sollst du Gott zum Opfer bringen und deinen Willen demütig unterwerfen. Auch deine Gaben verschmäht Gott nicht. Zahle also deine Kirchensteuer zum Unterhalt der Gotteshäuser und der Geistlichkeit und spende überdies Almosen bei der Sonntagskollekte und andern Gelegenheiten Und wenn du oft und viel gegeben hast, so brauchst du deshalb nicht den Protzen zu spielen, sondern sollst in aller Demut deine Opferwerke fortsetzen

Das ist die Sprache der Blumen. Wenn es recht ist, zu einem Fest, zu einem Gastniahl, zu einer Hochzeit Blumen aufzustellen, wie vielmehr ziemt sich Blumenschmuck für Kirche und Altar. Aber von selbst wandern die Blumen nicht tu das Gotteshaus. Jemand muß sie hintragen, auf­stellen und besorgen Ist das nicht ein gottge­fälliges Werk? Vielleicht kannst auch du dich daran beteiligen? Darf ich dich als glücklicher Besitzer von Garten und Blumen ansprechen? O, dann bitte ich dich, stelle deine Blumen und deine Zierbäume und dein Gesträuch auch der Kirche zur Verfügung Ich kenne sogar Protestanten, die mit aller Bereitwilligkeit ihre Blumen für unsern kath. Gottesdienst hergegeben haben. Welche Schande wäre es also, wenn Katholiken dafür kein Verständnis hätten Aber die Blumen leiden Schaden? Sie verdorren oder erfrieren? So etwas wird bisweilen trotz der besten Pflege Vorkommen. Aber was schadet es? Was für Gott geopfert wird, kann keinen Schaden bringen, muß im Gegenteil zum Nutzen ausschlagen, wenn du ihn auch nicht immer gerade mit Händen greifen kannst. Haft du aber weder Garten noch Blumen, noch Zeit, um am Kirchenzieren dich persönlich zu beteiligen, so hast du wenigstens Geld, um Blumen für die Kirche zu kaufen oder dem Küster, dem Pfarrer, den Schwestern oder beliebigen Personen, die mit dem Kirchenzieren zu tun haben, bisweilen ein Scherflein in die Hand zu drücken, um damit schöne und reichliche Blumen zu beschaffen. Dann wirst du mit vollem Recht einstimmen können in das Gebet des Psalmisten:Herr, ich liebe die Zier-

Der Burgpfarr«r.

deines Hauses.

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Die hidelschwachsn Bibelforscher treiben nun auch in unserer Diözese ihr Univeseiv Von protestantischen Nachbargebieten aus sind ne auch in unsere katholischen Orte gefommen, ihre Flugblätter in die Häuser zu tragen, leser, ihr wißt, was dem gegenüber eure kmholsi , Aufgabe ist. . or 12oo Jahre» ein

In eurer f^f^ auf-

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