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Wochenkalender.

Sonntag, 20. September. 18. Sonntag nach Pfingsten. Eustachius, röm. Feldherr u. Gefährten, Mari., t 118. Quatemberandacht um Priester nach dem Herzen Jesu. Quatember-Kollekte für das Priester- seminar.

Montag,21. September. Matthäus, Aposteln. Ebangelist.

Dienstag, 22. September. Thomas von Billanoba, Bisch., t 1553. Mauritius u. Gefährten, Mart., f um 300. Mittwoch, 23. September. Linus, Papst, erster Nach- folger des hl. Petru?, Mart. Thekla, Jungfrau, Schülerin des hl. Paulus, Märtyrin im 1. Jahrhund. Donnerstag, 24. September. Fest der allersel. Jung- tLNlMaria von der Erlösung der Gefangenen. Gerhard, Blsch., Mart., f 1048.

Freitag, 25. September. Vom Lage.

Samstag, 28. September. MariensamStag. Cypri­an us und Justina, Mart., ch 303.

Sechszehnter Sonntag nach Pfingsten.

(Evangel. Luk. 14, 1-12.)

In jener Zeit, als Jesus in das Haus eines Obersten von den Pharisäern am Sabbate ging, um da zu speisen, beobachteten sie ihn genau. Und siehe, ein wassersüchtiger Mensch war vor ihm. Und JesuS nahm daS Wort und sprach zu den Gesetzgelehrten und Pharisäern: Ist eS erlaubt, am Sabbate zu heilen? Sie aber schwiegen. Da faßte er ihn an, heilte ihn und ließ ihn gehen. Und er redete sie an und sprach zu ihnen: Wer von euch, dessen Esel oder Ochse in eine Grube pesaUen, würde ihn nicht sogleich herausziehen am Tage des Sabbats? Und sie konnten ihm darauf nicht antworten. Ec sagte aber zu den Geladenen ein Gleichnis, als er bemerkte, wie sie sich die ersten Plätze auswählten und sprach zu ihnen: Wenn du zu einem Gastmahle geladen wirst, so setze dich nicht auf den ersten Platz, damit, loenn etwa ein Vornehmerer als du von ihm geladen wäre, derjenige, welcher dich und ihn geladei» hat nicht komme und zu dir sage: Mache diesem Platz! und du alsdann mit Schande untenan sitzen müssen. Sondern, wenn du geladen wirst, so geh' hin und setze 2 letzten Platz, damit, wenn der, welcher dich geladen hat. kommt, er zu dir spreche: Freund, rucke weiter hinaufI Dann wirst du Ehre haben vor fi* MMt'Viv k JU Nische sitzen. Denn ein jeder, der

vom Mtarkleid.

'M du vorn in der Kirche den Altar? Weißt du noch, daß er s°-^Mück des katholischen Got- V«u!es ist? Und dieser Altar ist nicht nackt und bloß, sondern

der Kirche. Und zwar es nicht bloß ein Tuch, das den Altar deckt. ton-

dern es sind deren drei. Freilich ist nur das oberste zu sehen. Aber unter demselben sind noch zwei andere. Das unterste davon liegt direkt aus dem Altarstein, auf dem noch die bischöflichen Salbun­gen und die eingemeißelten Kreuzzeichen zu sehen sind. All diese Tücher müssen von Leinwand sein, von reiner, purer Leinwand. Wolle oder Baum­wolle oder Seide sind unzulässig. Das oberste Tuch soll besonders schön und blendend weiß sein. Nach römischem Brauch soll es auf der Schmalseite des Altars, also auf der rechten und linken Seite her­abreichen dis nahe an den Boden. Auf der Border­seite dagegen soll es nur wenig über den Rand des Altars abstehen. Es darf und soll auf der Frontseite mit einer bunten Stickerei oder mit

tiM^MitaM^

Heute, am Quatembersonntag,

20. September

in allen Kirchen Sammlung für das

Vriefterseminar in Fulda.

Hast Du viel, so gib reichlich; hast Du wenig,

so gib von dem wenigen gern!"

einer Spitze geziert sein. Im übrigen soll die Vorderwand des Altars, die gegen das Volk ge­wandt ist, mit dem sogenannten Antipendium ver­sehen sein. Das ist ein Behang mit kostbarem Stoff, welcher der jeweiligen liturgischen Feier ent­spricht und deshalb mit Rücksicht auf das Kirchen- fahr oder die Tagesmesse ausgewechselt wird. Ge­wöhnlich ist dieses Antipendium in einem Holz­rahmen eingespannt. Manchmal ist es auch aus Holz oder Stein mit Schnitzereien und Skulpturen. Vorgezogen werden beim Antipendium biblische Opfer, z. B. das Opfer des Melchifedech oder das Opfer Abrahams; auch den Pelikan treffen wir bisweilen, jenen symbolischen Vogel, der sich die Brust aufreißt und mit seinem eigenen Blut seine Jungen füttert.

Zum Altarweißzeug gehören auch: Korporale und Palla. Die heutige Form dieser Linnen ist die unterste Stufe einer langen Entwicklung. So­bald die Opferuna besann, mußte in krüüsren Zei­

ten der Subdiakon über den gedeckten Altar noch eine weiteres, große Linen breiten, Korporals genannt. Auf dieses Linnen wurden dann die. Brote gelegt, die von den Gläubigen als Natural­gaben dargebracht und zur Konsekration ausgeschre- den wurden. Auch der Kelch wurde auf dieses Tuch gestellt. Um Brot und Kelch den Blicken der Gläu­bigen zu entziehen,auch um das hl. Blut vor dem Hinfallen irgend eines Gegenstandes zu bewahren, wurde das eine Ende dieses langen Linnens über Hostie und Kelch gebreitet und die Opfergaben da­mit verhüllt. Weil nun die Opfergaben der Gläu- bigen weggefallen find, darum muhte auch das Korporale in dieser Form fallen und zwei andern Leinentüchern Platz machen. Das eine behielt den NamenKorporale", bekam aber ein kleineres For­mat. Der Priester bringt es jedesmal an den Altar mit, zieht es aus derBursa" nud breitet es über den Altar und stellt den Kelch darauf. Das Kor­porale ist in neun Felder eingeteilt und hat am Vorderrand ein Kreuzchen an der Stelle, an wel­cher der Priester den Altar küßt. Zu Bedeckung des Kelches dient ein quadratisches, gestreiftes Lin» nenstück, Palla genannt.

Diese Altarwäsche hat auch ihre Bedeutung. Es ist dir bekannt, daß der Altar Christum voc- stellt, und zwar den geopferten, gekreuzigten. Nun aber wurde der Heiland nach der Abnahme vom Kreuz in ein schönes, prächtiges Linnentuch ge­hüllt und so dem Grabe übergeben. Siehe, bieleg Grabtuch sinnbilden die Altartücher, besonders das Korporale. Und als Petrus nach der Auferstehung zum Grabe gekommen war und hineinsah, sah er das Leinentuch, in welches Christi Leib eingewickelt war, und daneben, abgesondert an einem andern Platze ein kleines Tuch, schön zufammengefaltet, das Tuch, in welches sein Haupt eingewickelt war« Dieses Kopftuch sinnbildet die Palla.

Wegen ihrer hohen Bedeutung und ihres er­habenen Zweckes, werden alle diese Tücher vor. dem Gebrauche geweiht. Eigentlich sollte diese Weihe durch den Bischof geschehen, der sie aber ge­wöhnlich den Pfarrern überträgt. Das Weihe­gebet hat folgenden Wortlaut:

Herr, allmächtiger Gott; du hast vierzig Tage lang deinen Diener Moses gelehrt, Altartücher zu bereiten; auch Maria, (die reinste Jungfrau) hat solche gewoben und zum Gebrauch beim Tempel- benft und für das Bundeszelt gefertigt; würdige dich, diese Leintücher zu weihen ,zu segnen und zu heiligen, um damit zu bedecken und einzuhullen bett Altar deines glorreichen Sohnes, unsers ß^rit wo

Kein Wunder, daß schon fromme undH°A S»'»^ S CÄgs feS» bringen. Solltest du nicht « oas Heuu unu u =