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Wochenkalender.

Soantag, 13. September. 15. Sonntag nach Pfingsten. Notburga, Jungfrau, Magd.

Montag, 14. September. Kreuz-Erhöhung.

Dienstags 18. September. Fest der 7 Schmerzen M a r i L Nikomedes, Priester, Mart, ünter Domitian.

Mittwoch, 18. September. Quatember-Mittwoch- Kornelius (f 252) und Cyprianus (f 253), Mart.

Donnerstag, 17. September. Ginprägung der Wundmale des hl. Franziskus von Assisi. HildegardiS, Jungfrau. Freitag, 18. September. Quatember-Freitag. Joseph von Gupertino, f 1663.

Samstag, 19. September, Quatember-Samstag. ^M^lus u. Genossen, Mart. Ged. der Vigil des apojteia wèatthäus.

Fünfzehnter Sonntag nach Pfingsten.

(Evangel. Luk. 7, 1117.)

. In jener Zeit kam Jesus in eine Stadt, welche Naim hieß: und es gingen mit ihm seins Junger und viel Volk. Als er aber nahe an das Stadttor kam, siehe, da trug man einen Toten heraus, den einzigen Sohn seiner Mutter, die Witwe war; und viel Volk aus der Stadt ging mit ihr. Da nun der Herr sie sah, ward er von Mitleiden über sie gerührt und sprach zu ihr: Weine nicht! Und er trat hinzu und rührte die Bahre an (die Träger aber standen still). Und er sprach: Jüngling, ich sage dir, steh aufi Da richtete sich der Tote auf und fing zu reden an. Und er gab rhn seiner Mutter. Es ergriff sie aber alle eine Furcht, und sie lobten Gott und sprachen: Ein großer Prophet ist unter uns aufgestanden, und Gott hat sein Volk heimgesucht.

Haus,

Unsere Opferstätte.

icht bloß in Naim, überall stattet der Heiland seinen Besuch ab. Auf seinem Rundgang durch die Welt kommt er tagtäglich in jede katho- stsche Stadt, in jedes katholische Dorf, in jedes katholische Gattès- "tn da sein Opfer zu erneuern, seine Ga- <5 auszuteilen, die Seele neu zu beleben. Der seiner geheimnisvollen Gegenwart ist aber

der Altar.

JL 'j r^ $51 des Gotteshauses. Ohne Altar kein n-^ Kirche, weil cs ohne Altar

Ä ist die Opferstätte jeher (jK ^ die Opferstätte der katho- fcie Reiben katholischen Kultus. Schon vielfach blutia" ^are. Ihre Opfer waren noch. ' Selbst nn^ «^' und'sind es heute SurückaeschrÄt m Menschenopfern sind sie nicht die a,^,,^'den Juden waren bekanntlich Mit arnü-^n-^^-^^"dtell des Gottesdienstes. ^rimmnS^ und unter umständlichem Opfern nir? ^"^^ f,e gefeiert. Doch von diesen Ps n gilt das Wort des Herrn:Ich habe kein

Wohlgefallen an euren Opfern." Waren sie ja nur Vorbilder des unbefleckten Opfers des neuen Bundes, Vorbilder unseres Herrn und Heilandes, der sich am Altar des Kreuzes für die Ehre feines Vaters und für die Rettung des Menschengeschlech­tes geopfert hat.

Nach dem Willen Christi sollte dieses sein Opfer eine Fortsetzung finden im hl. Meßopfer.Denn vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Unter­gang wird mein Name herrlich werden unter den Völkern, und an allen Orten wird meinem Namen geopfert und ein reines Speiseopfer dar­gebracht werden. Die Stätte dieses Opfers ist der Altar.

In der Hauptsache ist er ein Tisch. Der erste christliche Altar war der Abendmahlstisch, auf dem der Herr die hl. Eucharistie eingesetzt hat. Unter Kaiser Vespasian wurde derselbe nach Rom ge­bracht, mit Silberplatten bedeckt und in der La­teranbasilika oberhalb des Sakramentsaltars hin­ter Gitter und Vorhang aufbewahrt. Jetzt findet er sich in der Schatzkammer daselbst. Er ist eine Tafel von Zedernholz, 3% Meter lang, 1% Meter breit und etwa drei Zentimeter dick. Das Zeit­alter der Apostel und der Verfolgungen kannte jedenfalls nur hölzerne Altäre, die zum Gebrauch des Gottesdienstes entsprechend geschmückt und be­deckt wurde. Sobald mit Konstantin das Christen­tum einen Frieden und eine Machtstellung bekam, muhten die hölzernen Altäre allmählig den steiner­nen Platz machen. Schon der hl. Johannes Chry- sostomus, gestorben 407, sagt in einer Predigt: Dieser Altar ist zwar seiner Natur nach ous Stein, wird aber geheiligt, wenn er den Leib Christi aufnimmt." Die gegenwärtige Praxis der Kirche ist enthalten in der Vorschrift des Meßbuchs: Der Altar muß von Stein fein."

Die Tischform des Altares hat sich in der katho­lischen Kirche bis zum heutigen Tage erhalten. Da­zu kam die Sargform. Die Tischform erinnert daran, daß die hl. Messe ein Opfer ist, während die Sargform uns die Tatsache ins Gedächtnis ruft, daß Christus am Kreuze gestorben ist und daß die hl. Eucharistie in der Urkirche mit Vor­liebe bei den Gräbern der Märtyrer gefeiert wurde.

Ursprünglich besaß jede Kirche nur einen Altar. Als später die Zahl der Priester und damit die Zahl der hl. Messen sich mehrte, kamen mehrere Altäre in Uebung, wie wir dieselben besonders in Kloster und Stiftskirchen beobachteten. Ge­wöhnliche Pfarrkirchen besitzen regelmäßig drei Altäre, wovon der mittlere im Chor der Kirche wegen seiner GrößeHochalkar", die anderen aber Neben- oder Seitenaltäre heißen.

Wir unterscheiden am Altar die Alkarplalke, die aus einem einzigen Stein besteht. Fünf Kreuze sind an verschiedenen Stellen darin eingezeichnet, die bei der Konsekration durch den Bischof mit Dell gesalbt werden. Die Altarplatte wird von einem!

Unterbau getragen, die entweder hohl ist und nur aus Säulen besteht, oder aber massiv, aus Steinen aufgemauert. Es gibt auch Tragalkäre, die man in Notfällen gebraucht, beim Krieg im Feld ober; bei Wallfahrten und großen Festlichkeiten, wo das Gotteshaus die Besucher nicht faßt. Als Altar dient in diesem Fall ein Tisch, auf den ein ge­weihter Stein gelegt wird. Strenge Vorschrift ist, daß in jedem Altar Reliquien eingelassen werden, eine Erinnerung an die alten Zeiten, wo das Volk es liebte, den Gottesdienst bei den Gräbern der Märtyrer abzuhalten.

Im Laufe der Zeiten wurde dem Atar ein Ueberbau aufgesetzt, der dem Stil entspricht und in der Gotik und im Barock oft bis zur Kirchen­decke hinaufwächst und Gelegenheit bietet, allerhand Verzierungen, Reliquien, Bildwerke und Statuen unterzubringen. Bei den Basiliken und beim ro­manischen Stil ist vielfach das Ciborium üblich, eine Art Dach oder Himmel über dem Altar, wo­durch dieser gehörig hervorgehoben und in den Mittelpunkt gerückt wird.

Seht ihr, welche Rolle der Altar in unseren Gotteshäusern einnimmt? Er ist das Herz unserer Kirchen. Wie vom Herzen das Blut ausströmt und über den ganzen Körper sich verteilt, um jedem Glied Nahrung und Kraft zuzuführen, so strömt alles Leben und alle Gnade vom Altar, vom hl. Meßopfer, diesem Gnadenborn der Kirche« Der Altar ist unsere Augenweide und Kraftzentrum. Denn der Tisch, sagt der hl. Johannes Chrysosto- mus, von dem wir nach der hl. Messe und nach der hl. Kommunion zurückkehren, macht uns gleich­sam zu feurigen Löwen, unüberwindlich dem Teufel.

Wie kommt es nun, daß es Katholiken gibt, die beim hl. Meßopfer möglichst weit vom Mitar sich drücken? Die sich mit Fleiß hinter einer Säule verstecken? Die im Glockenhaus oder einerst andern Winkel sich aufhalten? Die sogar vor der Kirche draußen sich herumtreiben? Die der Altar sozusagen fürchten und meiden? Ist das nicht Unverstand? Ist das nicht Verkehrtheit?

Wohlan, mein Christ, wenn dir dein Glaubt lieb ist, wenn dir am hl. Meßopfer etwas geleger ist, wenn du mit Interesse dem Gottesdienst folge», willst, wenn du möglichst viel übernatürliche Freud," und Kraft gewinnen willst, wenn du deinem Gob und Erlöser möglichst nahe kommen willst, so such/ dir ein Plätzchen aus, von dem aus du den Alta' erblicken und dem Gang der hl. Handlung folger kannst. Mit dem königlichen Sänger laßt iw sprechen:

Der Sperling findet eine Wohnung, Ein Nest für ihre Brut die Taube:

Doch meiner Seele Nuheplätzchen Ist dein Alkar, o Herr der Engel. (Pf.

Der Burgpfarrer-