Wochenkalender.
Sonntag, 31. Mai. Hochheiliges Pfingstfest. DiözesankollektefürdenBonifatiusverein. 4. Aloisiussonntag. Beginn der Bonifatiusoktav.
Montag,!. Juni. Pfingstmontag. Beginn des Herz-Jesu-Monats.
Dienstag, 2. Juni. Pfingstdisnstag.
Mittwoch, 3. Juni. Pfingstmittwoch. Quatember- fasttag.
Donnerstag, 4. Juni. Pfingstdonnerstag. Ged. d. bl Franziskus Caraccilo, Ordensstifter, f 1603.
Freitag, S. Juni. Pfingstfreitag. Herz-Jesu-Freitag des Herz-Jesu-Monats. Quatemberfasttag. (Ged, des hl. Bonifatius in diesem Jahr am 8. Juni.)
Samstag, 6. Juni. Pfingstsamstag. Norbert, Bisch., Bek. Quatemberfasttag.
Pfingsten.
(Evangel. Joh. 14, 23—31.)
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn mich jemand liebt, so wird er mein Wort halten, und mein Vater wird ihn lieben: wir werden zu ihm kommen, und Wohnung bei ihm nehmen, Wer mich nicht liebt, der hält meine Worte nicht: und das Wort, welches ihr gehört habt, ist nicht mein, sondern des Vaters, der mich gesandt habt. Dieses habe ich zu euch geredet, da ich noch bei euch bin. Der Tröster aber, der heil. Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, derselbe wird euch alles lehren, und euch an alles erinnern, waS immer ich euch gesagt habe. Den Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden geb' ich euch; nicht wie die Welt gibt, geb' ich ihn euch. Euer Herz betrübe sich nicht, und fürchte nicht! Ihr habt gehört, daß ich euch gesagt habe: Ich gehe hin, und komme wieder zu euch: wenn ihr mich liebtet, so würdet ihr euch ja freuen, bag ich zum Vater gehe: denn der Vater ist größer, als ich. Und nun habe ich es euch gesagt, ehedenn es geschieht, damit ihr glaubet, wann es geschehen sein wird. Ich werde nun nicht mehr viel mit euch reden: denn es kommt der Fürst dieser ®elf aber er hat nichts an mir, sondern damit die Welt er- kenne, daß ich den Vater liebe, und tue, wie mir es der Vater befohlen hat.
pfingststurm.
5 ist eine heilige Stunde, die wir heute im Geiste verleben.
trachtung und Gebet. Waren das nicht richtige Exerzitien?
Doch ihr Harren und Beten schien umsonst. Keine Spur einer Erscheinung, einer Offenbarung, einer Mitteilung, einer Erleuchtung, einer Verzückung, eines Wunders, eines außerordentlichen Ereignisses. Alles verlief eintönig und gewöhnlich wie das Ticken einer Uhr. Man hörte nichts in diesem schweigenden Raume als die leisen Schwingen der Andacht und Sehnsucht, das stille Schlagen der Herzen.
Horch! Was ist das auf einmal für ein mächtiges Rauschen? Was ist das für eine geheimnisvolle Erschütterung? Ist ein plötzliches Gewitter ausgebrochen? Hat plötzlich ein Orkan sich entfesselt? Doch sieh, die Palmen im nahen Hof stehen alle still, und die Blätter der Oelbäume regen sich nicht. Und doch ein Sturm,
der PfingstSlurm,
den der hl. Lukas mit folgenden Worten beschreibt: Es geschah plötzlich vom Himmel her ein Ton wie von einem daherfahrenden gewaltigen Sturm und erfüllte das ganze Haus, in welchem sie beisammen waren. Und es erschienen ihnen Zungen, wie von Feuer und ließen sich nieder auf jeden einzelnen aus ihnen.
Und alle wurden mit dem hl. Geiste erfüllt.
Aber auch in der Stadt ward dieses Rauschen und Brausen vernommen. Und die Leute stürzten aus den Häusern um zu sehen, was sich ereignet. Ganze Haufen bildeten sich und zogen in großer Aufregung bis zum Platze vor dem Haus, in welchem die Apostel soeben ihre Ena- denstunde erlebten. Und sie waren bestürzt und erstaunt über alles, was sie hörten und sahen. Diese einst so stillen Männer halten begeisterte Reden und bedienen sich dabei fremder Sprachen, die sie nie gesprochen oder erlernt. —
Siehe, das war der Pfingststurm. Der hl. Geist, unendlich weise und mächtig wie der Vater und Sohn, weil ein Gott mit dem Vater und Sohne, hat ihn entfesselt und ihm die Wirkungen gegeben, die nur ein gnädiger Gott ihm geben konnte.
Der Sturm zerstört; sein starker, unsichtbarer Arm reißt Ziegel vom Dache, wirft Häuser und Bäume um. So haben die Apostel durch die Kraft des hl. Geistes die Götzentempel und Götzenaltärs zertrümmert und haben die Systeme heidnischen Götterwahns in kurzer Zeit umgeworfen.
Petrus wurden die Herzen von Neue und Beschämung heilsam ergriffen, und von den Lippen der Zuhörer kam die entschlossene Frage: „Ihr Männer und Brüder, was sollen wir tun?" Zum hl. Johannes vom Kreuz kam ein Offizier und sprach: „Pater, ich bin im Felde gestanden, und neben mir haben die Granaten eingeschlagen — aber ich habe nicht gezittert: Ihre Worte aber vom Kreuz, die machen mich zittern von den Füßen bis zum Haupt".
Der Sturm erhebt und reißt fort. Betrachte diesen Papierdrachen, mit dem die Knaben spielen, regungslos liegt er am Boden. Da faßt ihn der Wind und reißt ihn zu solcher Höhe, daß er sich fast aus den Augen verliert. So sind auch die Apostel von der Gnadenkraft des hl. Geistes erfaßt, begeistert, entrückt und fortgerissen worden. In der israelitischen Gemeinde wird von der Bundeslade erzählt, die einst die Philister geraubt und im Tempel ihre Götzen Dagon aufgestellt hatten. Von vielen Plagen betroffen, entschlossen sich die Philister, die Bundeslade wieder zurückzusenden. Sie luden dieselbe auf einen neuen Wagen, spannten zwei Kühe daran und ließen sie hinfahren, wohin sie wollten. Und siehe, der Geist drängte sie nach Betfames. So wurden auch die Apostel vom Geist des Herrn erfaßt, daß sie hinausgetragen wurden in alle Welt. Obwohl sie niemals Reisen in fremden Ländern gemacht, fanden sie doch den Weg zu den Heiden. Wie den Israeliten eine Wolkensäule voranzog und ihnen den Weg zeigte durch das Labyrinth einer grausigen Wüste, so hat der hl. Geist durch innere Einsprache die Apostel geführt auf all ihren Missionswegen und ihnen eine breite Türe aufgetan für Verkündigung des Evangeliums auf der ganzen Welt. Wohin hat doch der hl. Geist einen Paulus geführt: nach Kleinasien, nach Macedonien, nach Griechenland, nach Italien, nach Spanien, auf das Festland und auf die Inseln. Den hl. Petrus, obwohl er nur; ein ungebildeter Fischer war, hat der hl. Geist an die Zentrale der Bildung und Wissenschaft, nach" dem weltbeherrschenden Rom entführt.
Auch in unfern Tagen erfaßt Gottes Geist oft genug eine Seele, erfüllt sie mit Licht und Kraft entreißt sie der Familie und der Welt und führt sie in unbekannte Fernen, in die Missionen. Dieser
Zu Jerusalem im Abendmahl- saal waren die Apostel versammelt im Verein mit Maria und andern roanbHA^ frommen Frauen 'aus Der 58er= Ä Umgebung des Herrn. Es war die dr nach der Himmelfahrt des Meisters, Mit stunde. „Bleibet in der Stadt, bis ihr
der ?U5 ^ Hohe bekleidet werdet", hatte
M 'huen gesagt. Getreu dieser Wei-
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Pater auf den Molluken ist vielleicht aus dem Fuldaerland, jene Schwester auf der Südsee aus: Bayern oder aus dem Badischen Schwarzwald.
Der Geist weht, wo er will, sagt der Heiland. So wollen wir ihm willig unsere Seele barbicten, wie ein Segelboot, das vom Winde sichtreiben: läßt. Bitten wir ihn, daß er uns los reiße, von
Der Sturm braust; lauter als Orgel und Glücken tönt seine Riesenstimme. Und von den Aposteln steht geschrieben: in alle Welt erging ihre Stimme niyi. »men wir u-u, uup ei m-^ — und bis an die Grenzen des Erdballs ihr Wort. aller ungeordneten Anhänglichkeit an ------ ,
Der Sturm erschüttert. Siehst du die Eichen Sünde, daß *^
und Buchen, wie sie-sich biegen und beugen unter eV'no-^nhnß ^AbSganjë Kirche ein Sturiw dem Drucke des Sturmes? Auch der hl. Geist '» der «wb^
bewegr und erschüttert durch die Predigt der Apostel der Erne: ueru: ng gehe I Suchenden. / und -hrer Nackiolaer die »M.L k.e^en. macht für alle ^erirrirn Der Burgpfarreâ
und chrer Nachfolger die men?d)h^cn Herzen.