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wochenkalm-er.

Sonntag, 12. April. Ostersonntag.

Montaz, 13. April. Zweiter Ostcrfesttag.

Dienstag, 14. April. Dritter Osterfesttag.

Mittwoch, 16. April. Von der Oktav.

Donnerstag, 16. April. Von der Oktav.

Freitag, 17. April. Von der Oktav. Anicetas, Mart, Papst 155-167.

Samstag, 18. April. Von der Oktav.

Oster-Zonntag.

(Evanget. Mark. 16, 17.)

In jener 3<iit kauften Maria Magdalena, Maria, des Jakobus Mutter, und Salome Spezereien, um hinzugehen und Issum zu salben. Und sie kamen am ersten Tage der Woche in aller Frühe zum Grabe, da die Sonne eben aufgegangen war. Und sie sprachen zu einander: Wer wird uns wohl den Stein vor der Türe des Grabes wegwälzen? Ais sie aber hinblickten, sahen sie, daß der Stein weggewäizt war: er war näm­lich sehr groß. Und da sie in das Grab hineingingen, sahen sie einen Jüngling zur Rechten sitzen, angetan mit einem weißen Kleide, und sie erschraken. Dieser aber sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Ihr suchet Jesum von Nazareth, den Gekreuzigten: er ist aufer» standen, er ist nicht hier; sehet den Ort, Ivo sie ihn hingelegt hatten. Gehet aber hin, saget feinen Jüngern und dem Petrus, daß er euch vorangehe nach Galiläa: daselbst werdet ihr ihn sehen, lvie er euch gesagt hat.

Die schönste Blume im Gstergärtlein.

ic Osterliturgie unseres heiligen katholischen Kirche gleicht einem lieblichen Ostergärtlein, das nm Krokus, Hyazinthen, Primeln und anderen Frühlingsblumen ____ anmutig geziert ist und lieblichen Wohlgeruch ausströmt.

Alich die Gebete, Gesänge, Hymnen, Melodien und Zermonien unserer heiligen Kirche bilden ein Gäriiein zur Ehre des auserstandeneu Heilandes und zur Freude der Christenheit; und die vielen Hunderte der eingestreuten Alleluja sind wie ein Beet reizender Stiefmütterchen

Die schönste Blume im Oslergärtlein ist aber dasExultei" oderOsterlob".

Gepstanzt wird diese Blume schon am vorher­gehenden Samstag. Dort errichtet der Priester eine fäulenartige, hochtragende, stattliche Kerze aus kunstvollem Kandelaber. In ihrer strahlenden Herrlichkeit ist sie ein sprechendes Sinnbild des auserstandenen Heilandes. Das schneeweiße Wachs sinnbildet den Leib Christi, der Docht, der sich ver­borgen zurückzieht, sinnbildet die Seele Christi, die in den Leib zurückkehrte, die rotleuchtenden Wachs- stucke, die wie Nägel in Kreuzesform eingefügt werden, sinnbilden die Herrlichkeit des auferstan­denen Leibes, an welchem die fünf Wundmale wie Sterne erglänzten.

Diese Kerze wird nun am Ostersamstag vor der hl. Messe hochfeierlich geweiht, danlit sie ein würdiges Symbol des Auferstandenen werde und ein Segen für alle, die sie mit gläubigen Augen betrachten.

An Domkirchen und größeren Pfarrkirchen wird diesesOsterlob" vom Diakon oder einem anwe­senden Priester in vollem Ornat gesungen, und die Melodie, deren er sich dabei bedient, ist in ihrer Erhabenheit ein Meisterstück des Chorals, ein Ge­schenk des hl. Geistes, von dem jede wahre Kunst ihren Ausgang nimmt.

Mit Auslassung einiger weniger wichtigen Stel­len will ich diesesOsterlob" hierhersetzen, daß deine Seele sich dessen freut und vom Schwung heiliger Begeisterung fortgerissen wird. _

Nun frohlocke die Engelschar des Himmels! Es frohlocken die göttlichen Geheimnisse! Und zum Sieg eines so großen Königs erschalle die Posaune des Heiles.

Es freue sich auch die Erde, von solchem Licht­strahl erleuchtet; und vom Glanz des ewigen Königs erhellt erkenne sie, daß alle Finsternis vom Erd­kreis verschwunden ist.

Es freue sich auch unsere Msttter, die Kirche, geschmückt mit dem Schirmer eines so herrlichen Lichtes, und dieses Gotteshaus möge vom lauten Jubel der Gläubigen widerhallen!

Wahrhaftig würdig und gerecht ist es, den tinsichtbaren Gott, den allmächtigen Vater, und seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn Jesus Christus, mit ganzer Hingabe des Herzens und Verstandes und mit lauter Stimme zu verherr­lichen. Denn er hat für uns dem ewigen Vater die Schuld Adams bezahlt und den Brief der alten Schlange mit seinem Blute getilgt.

Es ist ja die Feier der Ostern, in welcher jenes wahre Lamm geschlachtet wurde, mit dessen Blut die Pfosten der Gläubigen bezeichnet werden.

Dies ist die Nacht, welche heute auf der ganzen Weit alle, die an Christus glauben, von den Lasten der Welt und der Sündenmacht trennt, der Gnade zurückgibt und mit der Heiligkeit verbrüdert. Dies ist die Nacht, in welcher Christus die Bande des Todes zerriß und als Sieger vom Grabe erstand. Was hätte wohl die Geburt uns genützt, wenn wir nicht durch die Wiedergeburt erlöst wären?

O wunderbare Herablassung deiner Milde zu uns! O unschätzbare Zärtlichkeit deiner Liebe: den Knecht zu erlösen, gabst du den Sohn preis! Fast scheint die Sünde Adams notwendig, da sie ver­diente, durch Christi Blut getilgt zu werden! Fast scheint die Schuld glücklich zu nennen, die einen so großen, so herrlichen Erlöser gefunden hat.

b wahrhaft selige Tlacht, welche allein wissen durfte die Zeit und die Stunde, da Christus von den Toten erstand! Das ist die Nacht, von der geschrieben steht: die Nacht wird licht werden wie der Tag, und: die Nacht ist meine Leuchte zu meinen Wonnen!

Diese Nacht ist es, deren Weihe die Laster ver­treibt, die Schuld abwäscht, den Gefallenen die Unschuld und den Bekümmerten die Freude wieder- gibt; sie verscheucht den Haß, bringt Eintracht und bezwingt die Reiche.

Zu Ehren dieser Nacht nimm hin, heiliger Vater, diese Osterkerze, das Opfer der Bienen, das dir die hochheilige Kirche durch die Hände ihrer Diener entrichtet. Das ist das Lob dieser Oster­kerze, welche durch das rotschimmernde Feuer nun soll angezündet werden. Mag das Feuer auch in Teile geschieden sein, Licht nimmt doch durch die Verteilung nicht ab. Wird es ja genährt vom schmelzenden Wachs, das vom mütterlichen Fleiß der Biene zur Unterhaltung dieses kostbaren Lichtes erzerigt wird.

O du wahrhaft selige Nacht, welche die Aegypter beraubte und die Israeliten bereicherte! O Nacht, in welcher der Himmel mit der Erde, Gott mit der Menschheit sich einigt. Wir bitten dich deshalb o Herr, daß diese Kerze, welche zur Ehre deiner Namens geweiht ist, zur Vertreibung der Finster­nis fortbrenne, ohne zu erlöschen. Zu einem lieb­lichen Wohlgeruch von dir ausgenommen, mische sie sich mit den Lichtern der Höhe; ihre Flamme finde den Morgenstern; jener Morgenstern, der keinen Untergang kennt; jener, der von der Unter­welt zurückkehrt und dem Menschengeschlecht zur Freude aufgegangen ist.

Wir bitten dich nun, o Herr, du mögest fried­liche Zeiten schenken uns, und deine Diener, die gesamte Geistlichkeit und das andächtige Volk zu­gleich mit unserm heiligen Vater, dem Papst, und unserm Bischof in dieser Osterfreude mit bestän­digem Schutze leiten, lenken und erhalten".

Ist das nicht eine liebliche Blume im Oster­gärtlein? Möge sie hineinscheinen auch in dein Herz; möge sie daraus vertreiben allen Kummer und alle Bitterkeit. Möge diese Blume niemals welken. Der Glaube an Christi Auferstehung und an t)eilte eigene sei dein Anker in allen Stürmen

und

Wirrnissen des Lebens.

Alleluja! Auferstanden

Ist die Freude dieser Zeit;

Denn aus Leiden, Kreuz und Bauden

Geht hervor die Herrlichkeit.

Was im Tode scheint verloren, Wird in Christus neugeboren,

Der Burgpfarrer«)

Alleluja, Jesus lebt.

Ostern der Maria Magdalena.

Bon Anna Freiin von Krane.

Noch Ivaren die Straßen Jerusalems feer unV dunkel. Nur ganz oben auf ben Sinnen der Hohen Häuser sag ein zarter ®cf;ein, der vom allmählich lichter werdenden Himmel kam. Ein Hauch des Frühlings wehte durch die engen Gassen.

Die Frauen wandelten in flüsternden Gesprä­chen dahin. Sie meinten, der Herr würde vielleicht