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Religiöses WocheMalt für die katholischen Gemeinden Kassels Erscheint jeden Sonntaz und kostet miriatlich Ausgabe A 35 #>H»jtMlj 3 41 Äoldpsennig (frelb!,) Ktbiitions* schlug Montag An;eigrn-Pceiie: Colo^rljille im Anzelzentrll 0,15 3»ldntck, Eolonelge!!» im ited rttdei; 0,63 Goldmark. Bet Wieoecholua, Radatt. Aaskaast und O s -Srd. 0,13 Gold nick. P-cw extra. Anzeigen müssen Spätestens bis Nontag morgens im 3snz der Ruinier Ucttendrmterei in Fulda sein.
Ota« »ab der FÄ'^» SltlieaSnitail.
Wochesrtzaienüer.
Ksnatag, 28. gebe. Sonntag Quinguagestma. Stuhl, feier Sè. Peiri zu Antiochlea.
Montag, 23. Rebr. Petrus Damianus, Kirchenlehrer, t 1071. Bült de . hl. Apostels Matthias.
18. Fahrest -i der Erwählung unseres Hochw. Gerrit B-ichgf» Joseph Damian.
DIeustai, 2k gebe. Matthias, Ap., Mart.
Mittwoch, 25. gebe. Aschermittwoch.
Donnerstag, 26. gebe. Vom Tage.
Freitag, 27 gebt Bom Tage. Leander, Erzbischof v Sevilla, t 601. 1
Sams , 28. gebt. Vom Tage.
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------— r^umquagesima.
* (®ö Suf. 18, 31-43)
In jener stert nahm Je,us die ZwÄfr zu sich, und spram zu ihnen: Lrehe, wir achen hinauf nanJerusw lein, und c9 wird Alles in SrfüUunu netzen, was durch die Prophelen üaer Pen Meu,chen,ohn ceichriebcu worden ist. Denn er wird den Heiven überliefert, mchhandech genecheit uns an cfpien werden: und nachdem sie ihn werden ge icißeit haben, werden sie ihn töten, und am dritten Tage wird er wieder auf. erstehen. Sie aaer Verstauben nichts von diesen D n eit: r? war diese Rede vor ihnen verboten, uno pe be griffen nicht, was damit gepi t ward. ' sind es eeschatz, aiS er sich -ericto nähens, mb ein Btinoer auf dem Wene und bettelte. Und da er das Volk vorveisiehen hörte, traute er, wcs das wäre? Sie aoer sagten ihm, daß JesuS von Nazareth ooibeifdine. Da rief er und sprach: Jeiu, Sobn Davids, erbarme dich meinerI Uno die vvrangingcn, fuhren ihn an, daß er schweigen sollte. (5r aber sairie noch viel meyr: -odn Davids, erbarme dich meiner! Da blieb Jesus stehen, und de. fahl, tu zu sich zu >ühieu. Und als er ft i genähert haue, fragte er tbn, und ,p,aw: Was tviüit du. dasi dir tun soll? Er aber sprach - Herr, baß ich sehend roerbe Und Jesus sprach zu ihm: Sei lehenol Dein Glaube bat dir , e. olfen! sind sogleich ward er sevend, und o! te ihm naw, und pries Gott. Und alles Bott, da e» solche» ,ah, lobte Gott.
S£ ls Priester muß ich heute die uralte : und ewig interehanle Geschichte ’ Abrahams lesen. Zu ihm sprach, ^ der Herr: „Geh' heraus aus Dei
Ems nützWe Reise.
nem Lande und aus deiner Ecr
si-, r ” wandtjchast und aus deines Vaters wecöe • ^°mm ‘n das Land, das ich Dir zeigen maXn , A will dich zu einem großen Vocke er jur pme : matten segnen und deinen Hamen g'-oß nes Vaters:
die d-ch^u sonst gesegnet sein. Ich will segne" und S rmd verfluchen, die dich verstuchen, fein" '-^^«^ Geschlechter der Erde gesegnet befohlen Abraham aus, wie ihm der Herr unt ihm aus. • • - - w Abraham alt. ms
dir zeigen Priester den Altar des Kreuzes zu besteigen, sandte sonst würdest Du dieses Sonntagsblatt überhaupt HZèn Vocke er für seine Apostel folgende Bitte zum Throne sei- nicht lesen. Schau, mit ihren Masken, m'i ihre» amen g'-oß nes Vaters: „Ich bitte dich für diejenigen, die 1 Tänzen, mit ihrem Johlen und Schreien mtt mrem Dill segne", > du nur gegeben hast; ich bitte dich nicht, daß ou Trinken und Ludern feiert die Welt fetzt ) nerstuchen, sie von der Welt wegnebmest, sondern daß du sie Orgien. Da verlangt die Liebe zu Chin '^ ... .. dr gesegnet vor dem Bösen bewahrest; sie sind nicht von der ein dreifaches Opfer: 1. ^sch derar g
der Herr Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin". lJrh. nicht mit; höchstens m selchlostâ alle Fälle .-»E âe war yia ---------- Fünfund- 17). Die Apostel sollten also in der Welt bleiben, stâ Dir em anstand, geâ^^
^q? unb e^^ alt. ms er aus Harun sollten mitten unter den Bösen bleiben; aber sie aber ohn- Maske; 2 Sefudje tn b eten Xajen
uno er nahm Sara, sein Weib, mit sich und sollten nicht nach der Art der Bösen leben, nicht Betstunde; 3. Hole Dir am Mittwoch die gewech.S
Lot, seines Bruders Sohn und all ihre Habe, die sie besaßen, und all die Menschen, die zu ihnen gehörten, und machte sich aus, um nach Kanaan zu reisen. —
Das war eine große Reise von Haran bis Kanaan, vom Stromgebiet des Euphrat und Tigrrs bis an die Ufer des Jordan. Es war eine beschwerliche Reise in einer Zeit, wo es weder Post, noch Eisenbahn, noch Auto gab. Es war aber zugleich eins nützliche Reife. Denn nicht umsonst hat sie der Herr,dem Abraham vorgeschrisben. Im Chaldäerland wäre Abraham mit seiner ganzen Familie umgekommen im Schlamms des Heidentums. Abraham sollte aber nicht oloß selber Den 'echten Gottesglauben bewahren, sondern auch diesen Glauben fortpflanzen auf feine Kinder und Kindeskinder. Abraham hat Gott gehorcht, und es wurde sein Glück. Der Herr war mit ihm auf all feinen Wegen, und Abraham wurde der Begründer des alten Bundes, der Grundstein der Verheißungen, der Stammvater des Erlösers.
Auch wir müssen eins Reise machen, eine notwendige, eine nützliche Reife. Sollen wir also zum Wanderstab greifen und große Reisen machen? Nein; wenn Sein Beruf Dich nicht zum Reisen zwingt, dann bleibe ruhig zu Hause; eine solche Reise wäre zwecklos. Denn, würdest Du nach Kalifornien oder Brasilien ausrvandern, so würdest Du auch dort die Welt antreffen. Oder willst Du einem Luftschiff Dich anvertrauen und der Sonne entgegen fliegen? Auch dort wird die Welt Dich berühren, weil Du Dein eignes Selbst mit all Deinen verkehrten und ungeordneten Neigungen mitträgft. Unter den Schwestern der hl. Johanna v. Ehanial kam einmal das Gespäch darauf, was wohl die Schwestern tun würden, wenn sie Urlaub hätten Allgemein war die Neigung vorhanden, irgend eine Reise zu machen. Aber wohin? Da gingen die Ansichten auseinander. Die eine sprach: „Ich würde nach Jerusalem reifen"; die andere: „Ich würde nach Rom reiien"; Schwester Anna Maria aber sprach: Und die Reise, die ich machen würde, wäre die: aus mir heraus in das Herz Jesu hinein!"
Eine solche Reise sollten wir alle machen. Die Welt mit ihrer Lust, die Welt draußen uno ^ie Welt drinnen, die sollen wir verlassen uno verachten, und Christa, feiner Lehre seinen Geboten, seinen Beispielen anhängen. Siehe, diese Reise war einmal Gegenstand des Gebetes bei unserm, göttlichen Heiland. Als er sich anschickte, als Hohe-
von ihren schlimmen Beispielen sich beirren lassen, im Gegenteil, durch ihre Lehre und ihr Leben sollten sie der Welt Licht und Salz werden Trog Verbleiben in der Welt sollten d'e Apostel die Sitten und Begierden der Welt verlassen. Der Heiland, vc-! bürgt ihnen dazu die Möqstchkcit nud die Kraft. Aber auch die Apostel müssen von Dem ihrigen dazu geben, ihre Mitwirkung, ihren Willen. Sie müssen mit aller Macht sich stemmen gegen den Anprall der Welt und feste Stimme entrichten gegen ihre Wagen. Das haben Die Apostel auch getan, und sind dadurch unsere Borbiloer geworden, Ja, diese Abkehr von der Mell, diese geistliche Reise ist auch unsere Aufgabe. Denn so spricht sogar Dev mitte 5ahmtaes:.„AiabM nickst „die, erstell Iieu^ sterm was in der Welt ist, das ist Augenlust, Fleischeslust, und Hoffart des Lebens". Jakobus aber fchleudert uns in feiner derben Sprache die Worte entgegen:: „Ehebrecher! Wißt ihr nicht, daß die Freundschaft mit der Feindschaft ist mit Gott? Wer also ein Freund der Welt ist, der ist von selber ein Feind Gottes". (Jak, 4,4) Jakobus hat Christen im Auge, deren Ebenbilder auch heute noch dicht gesät sind, deren Nachfolger in diesen Tagen als Rarreil die Straßen und Parkestdöden fegen, die auf der einen Seite Gott und Christo Dienen wollen, die das Apostolische Glaubensbekenntnis und das Vater unser beten, die den Sonntagsgottesdienst besuchen und zum Tisch des Herrn gehen, — die aber auf der anderen Seite der Welt ihren Tribut bezahlen, die es mit der Welt nicht verderben wollen, die im Gegenteil die Weltlust in vollen Zügen trinken, besonders über die Fastnacht. Sie haben also eine doppelte Liebe, die Liebe zu Christus und die Liebe zur Welt. Mit Recht nennt sie darum Jakobus „Ehebrecher". Ich habe gesagt, diese Mensche» hätten eine doppelte Liebe; das muß ich wieder zurücknehmen: nein; sie haben nur eine einzige Liebe, die Liebe zur Welt, die Liebe zum Fleisch, die Liebe zum Bauch, die Liebe zlir Ungebundenheit. Von der Liebe zu Golt, von Der
Liebe zum Heiland, von der Liebe zur unsterblichen Seele — keine Spur! Hast du nicht eben erst beim hl. Jakobus gehört, daß „die Freundschaft mit der Welt Feindschaft ist mit Gott?" Siehe, die Liebe zur Welt ist der Liebe zu Gott diametral entgegengesetzt. Eine Versöhnung gibt es da nicht; eine Neutralität ist ausgeschlossen. Wer nicht für mich ist, erlärt der Heiland, der ist gegen mich - Darum gibt es für Dich keine Wahl. Entweder bist Du ein Christ oder nicht. Ich hosse, Du willst es sein; sonst würdest Du dieses Sonntagsblatt überhaupt