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34. Jahrs

Kaffd, den W Dezember 1924

Nr. 50.

i-SCIAmtllJa.

für die katholischen Gemeinden Kassels Erscheint irden Sonnia, und kostet mrnMch Ausz«'« & 33 Vrldvfenniz 3 43 Arldpfennl, (fc-ibl.) Ned-ktlans. schluz Montag Anzetzen-Prrife: Eolsnelzeile im Anzelzenteil 6,15 Äoldmirk, Colonèizrlle im st;N«m?tell 0,69 ®otom«t Bei Airdecholunz 3ti3itt Aurkimst und O^f-Z-L. 0,13 Äild.nuk. ^k» «xtra. Anzeigen müssen Spätestens bis Montag morgen; im 'BeSä der Fuldaer Aetieiidruckrrei in Fulda sein.

Bros W» «tN-â »«- Sctiwtni littet

Woche«ks!endtr.

tsnntsg, 14. Dez., 3. Adventssonntag. Ged. bet Oktav der Hubest. Empf. Kollekte für den Boni« fatiuSverein.

Montag, 15. ®egv Oktav von der Unbefl. Empf.

DienStag, 16. Dez., Eusebius, Bischof, M., f 870.

Mittwoch, 17. Dez., Sturmius, Abt, f 779. Qua« temberfasttag.

Donnerstag, 18. Dez. Pom Tage. (Hl. Messe vom Sonntag).

Freitag, 19. Dez. Quatemberfreitag.

SamStag, 20. Dez Ouatembersamstag. Vigil V, hl. Apostel Thomas. Christian.

Dritter kldventssonntag,

(Ev Joh. 1, 19-28.)

In jener Zeit sandten die Juden von Jerusalem Priester und Leviten an Johannes ab, daß sie ihn fragen sollten: Wer bist du? lind er bekannte und leu nete eS nicht, und beiannte: Ich bin nicht Christits! Und sie fragten ihn; WaS denn? Bist du Ettas? Und er sprach: Ich bin eS md)t! Bist du der Prophet! Und er antwortete: Nein! Da sprachen sie zu ihm: Wer bist du denn? bannt nur denen, die uns gesandt haben, Antwort geben. WaS sagst du von dir selbst? Er sprach: Ich bin die Stimme eines Rufenden in der Wüste: Bereitet den Weg der Herrn, wie der Prophet JwiaS gesagt. Die Abgesandten aber waren Pharisäer Und sie fragten thu, und sprachen zu ihm: Warum taufest du aber, ivenu du nicht Christus, noch EliaS, noch »er Prophet bist ? Johannes antwortete thu.cn uns sprach: Ich taufe mit Wasser: aber in eurer Milte steht »er, den ihr nicht kennet. Dieser ist es, der riach mir kommen wird, der vor mir gewesen ist, und deffen Schtihriemen aufzulösen, ich nicht würdig bin. Dies i|t zu Bethanta geschehen, jenielts de» Jordans, wo Johannes rauste.

Ein Blumengarten im Winter.

Uten im Winter, wo die Blumen so selten sind, wo nur das Eis tote, kalte Blumen hervorzaubert an den Fensterscheiben, öffnet die ^rche einen prachtvollen Blumengarten und führt ihre

freuen ^^'J^'V'6 darin sich ergötzen und er- feliasts ^nnnk dieser Vluinengarten ist die aller« mel und E>E^ âria, das Schauspiel für j)im- faltiateit Die wu3 Meisterwerk der heiligsten Drei- Uchen wir boG?n *" ®'Wl und Menschen. Be- wir noch in der Oktav der eines Mpoetif^ suchen, an der Hand buch biefen geh^ a5 einem alten Metz- y ) > mutvollen Blumengarten.

1 Sek prüfet, WmBont Morgenröte, Erden "^ ^ Sthe der Jungfräunchk'eit »egrützt, kostbare Perle:

Du bist schöner als die Sonne, Bist der Jungfrau Freud und Lust.

2. Stern der Sünder, o Maria,

DeS Erlösers milde Mutter,

Der Erlösten größter Ruhm.

End' des Todes, Weg des Lebens,

Sich, drei Hierarchien

Bringen dir ein würdig Lob.

3. Reis aus Jesse, blütenreich,

Stern des Meeres, strahlrnvâ

Stern des wahren Lichtes,

Bringend und be£ Lesens Frucht,

Bergend in dem Port des Neils

Jeden, den du führest.

4. Siumenzärte», lieb den Kranken,

Du verschloffner Quell des Feldes,

Oeffnens uns der Gnaden Strom.

Thron des Salomon in Wahrheit,

Den mit hohen Himmelsgaben

Schmückt der Herr der Herrlichkeit.

5. O du Königin der Milde

Und der Heiligkeit und Gnade,

Strom, der nimmermehr versiegt.

Rette, die auf dich vertrauen,

Und die nach dem Heile bürsten

Labs mit des Helles Trank.

9 . Zu dir seufzen wir in Tränen,

Leit' die Herzen, sieh wir bitten.

Wir, der Eva Kinderschar.

Unsre Armut, unser Elend

Mit dem Blicke dchncr Güte

Schaue voll Erbarmen an.

7 , Zelle voller Wohlgerüche,

Tisch, bestellt mit Gnadengaben

Und des HeüS;

Gib uns deine Wohlgernche,

Gnaden gib, da du von ihnen Ueberfliehest.

8 Sahe, gute Mutter Jesu,

Heil der Welt und hohe Herrin

Aller feigen Himmelsbürgcr.

Schenke uns den ewgen Frieden,

Führe uns zum Himmetslichte

Einst nach unsrer Pilgerfahrt. Amen.

Pflücken wir einige dieser Blumen. Da ist zu­nächst die Akutlerwürde der reinsten Jungjruu. Mutter sein ist etwas Großes, etwas Heiliges Aber Mutter ©Oilesjein, ist das Größte, ein Geheimnis abgrundtief. Selbst Gottes Allmacht kam gleichsam in Verlegens,, st, als die Mutter Jesu ins Dasein treten sollte. Wohl konnte Gott, nach Ansicht des des hl. Kirchenlehrers Bernhard, einen größeren Himmel und eine größere Erd- erraffen, als er

tatsächlich erschaffen hat; aber eine größere Wurve verleihen, als er sie Maria verlieben hat, konnte er trotz seiner All,nacht nicht. Weil Jesus Christus Sohn ,md wahrer Gott ist, darum ist auch Maria in Wahrheit Gottesgebärerin, Gottesmutter. Und da ohne Christus kein Mensch selig werden kann, so ist Maria die Mittlerin des Heiles für btc ganze Welt. Deshalb kann sich auch die Kirche an ihrem Geburtstag kaum fasten vor lauter Freude und ruft ihr zu:Deine Geburt, o Jungfrau und Gottesmutter Maria, hat der ganzen Welt Freude verkündet: denn aus dir ist hervorgegangen tue Sonne der Gerechtigkeit, Christus, unser Gott, der den Fluch gelöst und Segen gebracht, der den Tuo vernichtet und ewiges Leben uns geschenkt hat."

Durfte an einer solchen Mutter irgend eine Makel sein? Gegen diese Möglichkeit bäumt sich der gesunde Sinn der ganzen Kirche auf, und mit unfehlbarem Schiedsspruch erklärte Papst Pius IX. im Jahre 1854 zur Freude aller Marienverehrer dieunbefleckte Empfängnis" der Gottesmutter zu einem Dogma, zu einem ausdrücklichen Glaubenssatz der heiligen, katholischen Kirche. Um das Gedächt­nis dieses Gnadenvorzugs immer lebendig zu er­halten, wird alljährlich am 8. Dezember das Fest derunbefleckten Empfängnis" gefeiert und mit einer ganzen Oktav ausgezeichnet. Während alle anderen Adamskinder mit David bekennen müssen: Siehe in Sünden bin ich empfangen und in Misse­taten hat meine Mutter mich geboren", darf Maria mit heißem Danke und mit heiliger Freude sprechen: Ganz schön bin ich von Anbeginn, und kein Makel der Sünde ist an mir".

Und als dritte Blume im Garten der allerselig- sten Jungfrau dürfen wir ihre unversehrte, immer­währende Jungfräulichkeit betrachten. Aus reiner Liebe zu Gott, aus vollkommener Erkenntnis der Tugend hat Maria das Gelübde der Jungfräulich­keit abgelegt. Ihre Worte an den Engel:Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne" lassen keine andere Deutung zu. Ohne Zutun eines Mannes, ganz durch Wirkung und Ueber« schattung des hl. Geistes, wurde die Mutterschaft in ihr gewirkt, ein großes Geheimnis, das die Kirche zu den Worten nötigt:O heilige und unbefleckte Jungfrauschaft Mariä, mit welchen Worten ich dich erheben soll, weiß ich wahrlich nicht."

Verlassen wir diesen Garten nicht, ohne unserer Königin eine Freude zu machen. Und diese kann nur darin bestehen, daß wir ihrem Söhne Jesus eine Freude machen. Kenn alles, was Jesus erfreut, das erfreut auch Maria. Drum gehe hin und mache eine tiefgläubige, a»' dachtsglühende Advenkskommunion. L--- ' " « SÄSsfe »^