Wochmkalender.
ksturtag, 7. Dez., 2. Adventssonntag. Ambrosia-, Bischof v. Mailand, f 397.
Montaa, 8. Dez., Fest der Unbefl. Empfängnis Mariâ.
Dienstag 9. Dez., 2. Tag der Oktav der Unbefl. Gm. pfângmS.
Mittwoch, 10 Dez., 3. Tag der Oktav der Unbefl. Em
pfängnis. Melchiade», Mart., f 314
Donnerstag, 11. Dez.. DamaluS, Papst, f 38*. Ged. der Oktav der Unbefl. Empf.
Freitag, 12. Dez., S. Tag der Oktav der Unbefl. Empf.
Zweiter Adventssonntag.
(Ev. Matth. 11, 2-10).
In jener Zeit, als Johannes die Werke Lorisii im Gefängnisse hörte, sandte er zwei aus seinen Jüngern und Uetz ihm sagen: Bist du eS, der da kommen soll, oder sollen wir auf einen andern warten? Und JejuS antwortete und sprach zu ihnen: Gehet hin und verkündn et dem Johanne?, was ihr gehört und gesehen habet. Blinde sehen, Lahme gehen, Aussätzige werden gereinigt, Taube hören, Tote stehen auf und den Armen wird das Evangelium gepredigt: und selig ist, wer sich cn mir nicht ärgert! AtS aber diese hinwegzingen, fing Jesus an, zu dem Volke von Johannes zu reden: WaS seid ihr iik die Wüste hinauSgeg ingen zu sehen? Ein Rohr, daS vom Winde hin und her getrieben wird? Oder, waS seid ihr hinouSgegangen zu sehen? Einen Menschen mit weichlichen Kleidern angetan? Siehe, die da weichliche Kleider trugen, sind in den Häusern der Stänke. Oder, waS seid ihr hinauSgeganuen zu sehen? Einen Propheten? Ja, ich sage euch, er ist noch wehr oli ein Prophet. Denn dieser ist's, von dem geschrieben steht: Siehe, ich sende meinen Engel vor deinem Angesichte her, der deinen Weg vor dir bereiten soll.
Hm Amösmente?
^us dein Dunkel des Advent strahlt wie ein Leuchtturm die gewaltige Persönlichkeit des Täufers Johannes. Und das Fundomeul, auf dem feine Größe sich aufbaut?
Der .-l^3 ist es, der Sohn Gottes,
kann nie^postel ^S- „Ein anderes Fundament ist: JAüs ~3 iras, welches schon gelegt
Liebe au 6hrih»S" s ^ Glaube an Christus, die
mi dèn tSSS aber damit die Ksfandtjlhaft lium erzählt? Jokan,?^^ bas Mutige Evange- 9er zu Jesus, utÄ ?S schickte zwei seiner Iün- werden soll ods/ ^n-bist du es, der gesandt warten? Auf km o!?<Uenn,rotr auf einen andern einiges Befremden ^^.^nblick erweckt diese Frage stus gezweifelt? 'Hält S"Äu °" ^hri- ° ^iuaes vre wmwap. wtögltchft viele Fabriksblote ‘ ' Möglichkeit offen, es l müßen hineinraasn in das Bild der (? ■. > und
konnte der richtige Messias erst kommen? Doch nein; einen solchen Zweifel dürfen wir dem Johannes nicht unterschieben, der gesagt hat: „Es wird einer nach mir kommen, der vor mir gewesen ist un^ der großer ist als ich; ich bin nicht wert, taufe nur mit
feine Schuhrismen aufzulösen; l, Wasser: er aber wird mit dem Hb Geiste und mit Feuer taufen. Er hat feine Wurfschaufel in der Hand und wird seine Tenne reinigen; den Weizen wird er in seine Scheune führen, die Spreu aber mit unauslöschlichem Feuer verbrennen." Mithin steht die Ueberzeugung des Täufers, daß Jesus von Nazareth der verheißene Messias, der Sohn Gottes, das Heil der Welt, der Richter über Gute und Böse
„6$ Iff «resse SWiffKAM eines jeden Katholiken, von dein ihm zustehenden politischen Wahlrecht Gebrauch zu machen und nur solchen Kandidaten seine Stimme zu geben, welche die sichere Gewähr bieten, daß sie für das irdische Wohl des Vaterlandes, aber auch
für die Intereffe« der heiligen katholischen
Lärche und für die katholische Schule
mit Mut und Klugheit eintreten werden.
Wer Kandidaten, die gegen dis Kirchs arbeiten, seine Stimme gibt, würde
Verrat an der heiligen Sache Gotter begehen und sein Gewisse« belasten.
Geliebte Diözesanen, seid eingedenk Eurer Ge- wisienspflicht und Eurer Verantwortung vor dem gerechten und ^^>m^^^^^^^^ Gott."
Der Bischof von Fulda.
ist unerschütterlich wie eine Riesenpyramide. Wozu also die Frage? Nicht für sich, sondern für seine Jünger. Eine Angel sollte sie sein für ihre Ueberzeugung. Wie die Kletten gingen in die Io- hannesjünger an der Person des Täufers. Johannes aber wollte sie um jeden Preis von sich ab- schütteln uüd Christus zuführsn; und deshalb die Gesandtschaft. Mit eigenen Augen sollten sie die Wunder sehen, die Jesus wirkte, mit eigenen Ohren das Zeugnis hören, das er von sich ablegte.
Christus war das Fundament des Johannes; Ehnfkus soll auch unser Fundament sein. Heutzutage sind Menschen an der Arbeit, die sich erkühnen, neue Fundamente zu legen und das Glück der Gesellschaft auf eine andere Basis zu stellen. Die einen betrachten als das Fund-uu^t des Glückes die Wirtschaft. Möglichst viele Fahntschlole
Dörfer. Jinmer größere Fabriken müssen sich auftun, immer mehr Menschsnsklaven sollen sie verschlucken. Handel und Verkehr sollen blühen. Die Eisenbahn, die Post, Telegraph, Telephon, Schiffe zu Master und 311 Luft müssen zur höchsten Ver- vollkommnung und Bequemlichkeit gesteigert werden. Auch die letzten Schranken der Konkurrenz müssen fallen, und der freie Wettbewerb soll wie ein toturm alle Kräfte und Leidenschaften entfesseln. Allerdings ein Fundament, das demjenigen des Heilandes entgegen ist, der da sagt: „Was nühl es dem Menschen, wenn er die ganze Welt ge- wmni, an seiner Seele aber Schaden leidet?" — Denn bei einer solchen Einstellung auf Wirtschaft und Handel, auf Reichtum und Vergnügen bleibt nicht das kleinste Gärtchen inehr übrig zur Kultur der Seele.
Klassenpolitik ist das andere Fundament. Die oberen Zehntausend wollen die Herrschaft an sich reißen, und die übrigen sollen als Heloten fein stille sein, arbeiten und den Herrenmenschen die gebratenen Hasen auf den Tisch legen. Andere wollen den Stiel unikehren und das Proletariat in den Sattel heben. Jene Zeiten sollen kommen, von denen der Dichter schreibt:
Da zerren an der Glocke Strängen Der Aufruhr, daß sie heulend schallt, Und nur geweiht zu Friedensklängen Die Losung anstimmt zur Gewalt. " Gefährlich ist's, den Leu zu wecken, Verderblich ist des Tigers Zahn: Jedoch der schrecklichste der Schrecken — Das ist der Mensch in seinem Wahn!
Wie stimmt das aber überein mit dein Worte Christi: du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst? Und mit bem andern Worte: selig sind die Friedfertigen?
Wieder andere wollen die RKiioualikäl zum Fundament machen. Deutschland soll an der Spitze der Völker marschieren, das fremde Joch muß mit Gewalt obgeschüttelt, blutige Vergeltung muß geübt werden und der Haß soll sich entladen wie ein Gewitter. Verträge hin. Verträge her — dem Feind sind sie ein Fetzen Papier, den man zerreißt. Auch dieses Fundament ist bem Heiland entgegengesetzt, der in der Weihnacht durch die Engel das Programm verkündet hat: „Friede den Menschen auf Erden", der mit eigenem Mund erklärt hat: „Liebel eure Feinde, betet für die, welche euch per« folgen!"
Bleibt übrig das schlechteste aller Funmenl^ das gott- und christusfeindlichs Fundament. 5-« mit Christus, rufen die «*» anfchauung, fort mit ferner^eö , ^ ^men EM- Eedoten, fort 'm/ eme^ fort mit
richtungen, fort mtf f<?» « Juchöfeu, fort mit de» dem Papst . fort 1 1 . AxlHMsunterrlcht aus SÄ KL «•» **" *” °**