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Religiöses Wochenblakk für die katholischen Gemeinden Kassels
Erscheint jeden 2onntaz und kostet monatlich Ausgabe A 35 A»!d»fenaig 3 4) Noldpfen ii; (treib'.) Redrktions, schlug Äontag Anreizen-ßceise: Toloneljsile im Anzeigenteil 0,15 Sali)niet, Eolonelzeil» im Rrklam-trix 0,60 G-lomart. Bei âsecholun, Rabatt. Aaskaafk und 2f -S-d. J.I) SaibnitL Porto extra. Anzeigen müfsen spätestens bis Montag morgens im Besitz der Fulaaer Actiendruckerei in Fulda jein.
Dm« und Verlag der Fâs Acvendmcksrè!.
Wocheâalender.
Sonntag. 80. Nov. 1. Adventssonntag,
Montag, 1. Dez. Andreas, Apostel. Ged. der Weihe des hl. Bonifatius.
Dienstag, 2, Dez. Bibiana, Jgfr., Mart, f 343.
Mittwoch, 3. Dez Franziskus Laverius, Priester der Gesellschaft Jesu, Patron des Werkes der GlaubenS- verbrevung, -j- 1552.
Donnelsiag, 4 Dez. Petrus Chrysologus, Kirchenlehrer, t 450. Barbara, J„fr, Mart., f 233.
Freitag, 5. Dez. Soia, Bek. Sabbas, Abt, f 532. Herz-Jefu-Freitag.
Sams lag, 6. Dez. Nikolaus, Bisch., -j- 327. Bigil des
Erster Köventssonntag.
(®b. Luk. 21, 25-33.)
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Es werden Zeichen an üer «onne, an dem Monde und den Sternen sein, und auf Erden große Angst unter den Völkern teeren oeS un eitumen Rauschens des MeereS und der Fluten, und die Menschen werden verschmachten vor Furcht, und vor Erwartung der Dl» e, die über den ganzen Erokrer- kommen werden; denn die Kräfte des Hiinmrls werden erschüttert werden. Dann werden sie den MensÄensohn in der Wolke kommen sehen nui großer Macht und Herilichteit. Wenn nun dieses an- fängt zu geschehen, dann schauet auf und erhebet eure Häupter; denn es nahet eure Erlösung. Und er sagte innen ein Gleichnis; Betrachtet den Feigenbaum und alle Bäume. Wenn sie schon zum Fruchtbcingen aus. schlagen, so wisset wr, daß der sommer nahe iit. Ebenso erkennet auch, wenn ihr dies geschehen sehet, daß das Reich GotleS nage ist. Wahrlich, sag' ich eu*, dies Geschlecht wird »ich, ver ehe», bis alles breS gepmeht. Himinet Uno Erde w:rdsn vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.
Die verhÄllis Sonne.
H aller Macht ist der Winter her- eingebrochen. Die Sonne ist es, L die ihn hervordringt. Sie steht tiefer als im Sommer. Sie gebt später auf und früher unter. So büßt sie viel ein von ihrer fom-
weihten Kraft, Helfe und Wärme. Es scheint ae- hnV'tr.0 5 Ä ^ ^rschleiert oder verhüllt wäre/ so brechen6 §-E^7" ,n.ur schwach und dünn hervor- unb falt me '^ barüber traurig, unfruchtbar Dellkht dauert länger als der Tag. kunstliMs ttlÄ^'..^irisches Licht und anderes menm,^en ®r|aB bilden für die ob- im Ofen unV^S^ $D13.unö Kohlen prasseln wärme SJ^ ! ^" ,m ^mmer die Sonnen- Wind dei^ °d/r im Freien, wo der kalte umwirbst bS^U ^ Schneeflocken dich Pelz und hi^M Kr ‘^ Oe» Leib durch Mantel, halten — ; C ^^der die Körperwärme zu er« Christus r^ "7 ^. '^Lune der Geister ist Jesus , chgelobt m Ewigkeit. Mit der Sünde
haben Finsternis und Schlechtigkeit ihren Einzug gehalten auf unsere verfluchte Erde. Das war ein langer, düsterer, unheimlicher Winter, ein langer, banger Advent. Christus, die Sonne der Gerechtigkeit, sollte wieder den Frühling bringen. Absichtlich hat er seine Ankunft verzögert, um die Menschen zur Erkenntnis ihres Elendes und ihrer Hilflosigkeit zu führen. Unwillkürlich haben sich da die Seelen ausgestreckt nach „dem wahren Licht, das jeden Menschen erleuchtet, der in diese Welt kommt". Nach Christi, des Erlösers Antlitz, nach seinem Kommen, nach seiner Person, nach seiner Gnade sehnte sich die ganze Erde.
Eine Verkörperung dieser Sehnsucht ist der Psalm 79, den wir als Adventspsalm ansprechen dürfen. Iâ
Psalm 79 Dom Erlöser und seinem Weinberg.
1, Gott, unser König unser Hirte, Neig dich herab zu meiner Bitte.
2. Von deinem Thron im Reich der Emel Schau huldvoll auf dein Volk hernieder.
3. Erwecke deine Macht und komme. Aus Felndeshand uns zu befreien,
4. Golt Sabaoth, laß dich versöhnen, raß leuchten über uns dein Antlitz.
5. Wie lcinae, Herr der Engelscharen, Bleibt unerhört des Volkes Bitte?
6. Wie lang ist unser Brot mit Schmerzen Und unser Trank gemischt mit Trauen?
7. Den Nachbarn sind wir zum Gelächter Und zum ® et pötte unsern Feinden.
8 Golt Sabaoth, laß dich versöhnen, Latz lenkten über uns dein Antlitz.
9. Der Knechtscha-t hast du unS entrissen, Zu deinem Weinberg un» erkoren.
10. Hast in den Boden ihn gegraben. Gedeih» und Wachstum ihm verliehen.
11. Sein Schatten deckt die Bergesgipfel, Sein Schoß erkletterte die Zeder.
12. Ans Meer erstreckt sich sein Gezweige, Und seine Ranken bis zum Flusse.
13. O weh, nun liegt er ganz verwüstet. Uns seine Mauer ist zerfallen.
14. Es hausen darin uitjre Feinde, Verteilen unter sich die Trauben.
15. Ihn hat ze stampft des Walder Eber, Das Wildschwein hat ihn abgefressen.
16. Jehova, blick vom Himmel nieder, Besuche, pflege deinen Weinberg.
17. Gib deinem Volke einen Herrscher, Auf welchem ruht dein Wohlgefallen.
18. Treu wollen wir Dir fürder dienen Und beinen Namen ewig preisen.
19. Gott Sabäolh, laß dl.h versöhnen, Laz leuchte« über uns dein kintlitz.
Die hl. Schrift ist Christus, sagt Sankt Hierony- mus. Diesen goldenen Ausspruch sehen wir glich in unserem Pjalm bewahrheitet. Sein Inhalt ist Christus. Deutlich unterscheiden wir zwei Teile. Der erste (Vers 1—8) handelt von der Person Christi, der zweite (Vers 9 bis Schluß) vom Werke
Christi, von der Kirche. Denn der Weinberg, der mit so großer Sorgfalt instandgesetzt wurde, ist zunächst der israelitische Gottesstaat; dann aber die Pflanzung Christi, die er mit feinem eigenen Bluts begossen, die hl. kath. Kirche. Der „Eber", der ihn verwüstet, sind die Jrrlehrer, die Christenverfolger, die Kirchenfeinde. Doch Christus, der Herr, macht alle Feinde immer wieder zu Schanden und bringt seinen Weinberg immer wieder zur Blüte und Fruchtbarkeit.
Wie ein Schrei zieht sich durch den Psalm die Sehnsucht nach dem Wessias: fein Angesicht zu schauen, darin gipfelt der Wunsch und der Traum des heiligen Sängers. Nicht weniger als dreimal ertönt aus seinem Munde die Bitte:
„Gott Sabaoth, laß dich versöhnen;
Laß leuchten über uns -ein Anllitz!"
Wie eine Feuergarbe leuchtet durch die Süperber hl. Schrift die Sehnsucht nach dem Erlöser. Zu ihm schauten Adam und Eva, als der Herr zur Schlange sprach: „Feindschaft will ich setzen zwischen dir und dem Weibe". Ihn schaute Abraham, als Gott zu ihm sprach: „In einem deiner Nachkommen sollen alle Geschlechter der Erde gesegnet werden". Ihm neigte sich Jakob, als er auf dem Sterbebett zu seinem Sohne Juda sprach: „Juda, dich werden deine Brüder loben: das Zepter wird von Juda nicht weichen, bis derjenige kommt, auf den die Völker harren". Ihm brannte entgegen das Herz des edlen Daniel, als er mit Fasten und Beten sich wehe tat, um etwas zu erfahren über die Zeit der Ankunft des Messias. Und der Engel Gabriel sprach zu ihm: „Weil du ein Mann der Sehnsucht bist, darum will ich dir den Schleier' von der Zukunft lüften: siebzig Jahreswochen sind abgekürzt über dein Volk und deine hl. Stadt; dann wird die Uebertretung gesühnt, der Sünde ein Ende gemacht, die Ungerechtigkeit ausgelöfcht, die ewige Gerechtigkeit eingeführt und „der Allerheiligsts" gesalbt werden".
Die Adventszeil, die heute ihren Anfang nimmt, ist nichts anderes als eine Erinnerung und Erneuerung jener heißen Sehnsucht des alten Bundes nach Christils. Mit dem Propheten Jfaias ruft die Kirche: „Rorate coeli de super: tauet, ihr Himmel, den Gerechten; ihr Wolken, regnet ihn herab".
Uns ist der Messias bereits erschienen. Selig, die in seinen Erdentagen in fein göttliches Angesicht schauen durften. Er hat diese Erde wieder verlassen und hat seine sichtbare Gegenwart entrückt zur Rechten seines Vaters. 3m Sakrament aber bleibt er bei uns bis zum Ende der Zeiten. So möge in dieser Adventszeit in uns allen erblühen die Wunderblume des Glaubens, i^kenn in der konfekrierten Hostie den Hirten der ’.,,; die Sonne der Gerechtigkeit, den Fuvlken^e^ ^ dens, den König der Ewigkeit. "awrichtigt, daß dem König LudwiLStebenSÄn^ sehe, er- jÄSf "«» 16" W"- "“ ”* ■