Ausgabe B.
Nr. G. m Kassel, den 4b. November 492-. d H Iatzrg
Religiöses Wochenblatt
für die kalholischen Gemeinden Kassels.
Erscheint jeden Sonntag und kostet monatlich Ausgabe ^ZL Aoldpfenoig 3 49 Arldpfraatz (freibl.) Nedakttons schluZ Montag Anzelgsn-Preise: Colonelzelle im -lnzsizrnleU 0,15 Zoldmrck, Cglonrlgelle im Nekiamllel s 0,50 Goldmark. Del AirderyolaNz Arbatt. Aarkaafl und 2's - 3’b. 0,19 33'1 n itt. Porta extra. Anzeigen müssen spätestens bis Montag morgens im KHZ der Fuldaer Aciirndruckerei in Fulda sein.
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wochenkÄender.
g-NNtag, 16. Nov. 23. Sonntag nach Pfingsten. Othmar, Abt zu St. Gallen, f 739.
Montag, 17. Nov. Gregor der Wundertäter, Bischof, t 270.
- Dienstag, 18. Nov. Einweihung der Kirchen St. Peter und St. Paul zu Rom.
Mittwoch, 1g. Nov. Elisabeth vonThürin gen, t 1231. Pontianus, Papst und Mart., f 235.
Donnerstag, 20. Nov. Fellx von Valois, Bek., f 1212.
Freitag, 21. Nov. Opferung Mariä im Tempel.
Samstag, 22. Nov. Cäcilia, Jgfr., Mart., Patronin
.. bet Kirchenmusik, f 230.
Dreiundzwanzigster Sonntag nach Pfingsten.
(Ev. Matth. 9, 18—26)
In jener Zeit, da Jesus zu den Juden redete, siehe, da trat ein Vorsteher (der Synagoge) herzu, betete ihn an, und sprach: Herr, meine Tochter ist setzt gestorben ; aver iomm, und lege deine Hand auf sie, so wird sie leben. Uno Jesus stand auf, und folgte ihm samt seinen Jüngern. Und siehe, ein Weib, das zwölf Jahre lang am Mutfluye litt, trat vvn hinten hinzu und berührte den Saum seines Kleides; denn sie sprach bei sich selbst: Wenn ich nur sein Kleid berühre, so werde ich gesund. Jesus aber wandte sich um, sah sie, und sprach: Tochter, sei get ost! dein Glaube hat dir geholfen. Und das Weib ward gesund von derselben Stunde an. Und als Jesus in des Vorstehers Haus kam, und die Flötenspieler und das lärmende Volk sah: sprach er: Weichet ; keiln das Mägdlein ist nicht tot, sondern es schläft. Da verlachten sie ihn. Nachdem aber das Volk hinausgeschafft war, fing er hinein, und nahm es bei der Hand. Und das Mägdlein stand aus. Und der Ruf davon ging aus in derselben ganzen Gegend.
Nicht uns, o Herr, gebührt dis Ehre, Nimm sie für dich und deinen Namen. Ob deiner Huld und deiner Treue Verherrliche dein Volt durch Wunder. Damit uns nicht die Heiden höhnen: „Wo ist der Gott, an den ihr glaubtet? Doch unser Gott, der ist im Himmel, Und alles, was er will, vollbringt er. Der Heiden Götter sind Gebilde Von Gold und Silber, Menschenwerke. Stuinm ist ihr Mund und kann nicht reden, Ähr Auge blind und kann nicht sehen.
Kein Wort ertönt aus ihrer Kehle. Gleich ihnen werden ihre Bildner Und alle, die aus sie vertrauen. Doch Israel dem Herrn vertrauet: Er ist sein Helfer und Beschützer. Auch Arons Haus dem Herrn vertrauet: Er ist fein Helfer und Beschützer.
Dem Herrn vertrauen, die ihn fürchten: ist ihr Helfer und Beschützer.
fröhlicher Auszug.
evor die Blätter im Herbste von den Bäumen fallen, färben sie sich rot und gelb. Ist es nicht, als wollten sie zum Sterben ein Feierkleid anlegen? Ahnen sie vielleicht, daß der nächste Früh-
treuer Lieb' der Herr uns segnet, segnet Israel und Aron, segnet alle, die ihn fürchten,
neues Laub hervorzaubern wird? So sollen mir Christen einen fröhlichen Ausgang nehmen aus diesem Leben in der Ueberzeugung, oaü w'.r einem neuen, einem besseren, einem glück- einem ewigen Leben entgegenreifen.
Linen frehücheu Auszug hielten einst die Jsrae- hten aus her Gefangenschaft Aegyptens. Die hoch- an^^ Schilderung dieses denkwürdigen Auszuges bildet den Inhalt des 113. Palmes.
Psalm 113: Danküed für wunderbare Befreiung.
11 As Israel auszog aus Aegypten, ward es Goiies Bvik und Lleblin»
allen euren Kindern, dem Herrn gesegnet, Himmel und die Erde. Gott den hohen Himmel, gab er diese Erde.
Erhalte uns, o Herr, am Leben: Wer weiß, ob wir im Tod dich preisen!
Laß uns in Tugend fürder wandeln, Dich rühmen durch ein frommes Leben.
2. Das Meer erschrak bei seinem Anblick, Der Jordan wandte sich zurücke.
3. Die Berge hüpften da wie Widder, Die Hügel tanzten da wie Lämmer.
4. Was ist dir, Meer, daß du entfliehest? Was dir, Jordan, daß du dich aufbäumst?
5. Was hüpftet, Berge, ihr wie Widder, Was tanztet, Hügel ihr, wie Lämmer?
6. Vor Gott erzitterte die Erde, Und Jakobs Gott ging durch die Lande.
7. Er wandelt Felsen in Gewässer Und das Gestein in Wasserquellen.
grimmt über das Wohlergehen und das Wachstum I der Nachkommen Jakobs. Bald werden die Rollen
I vertauscht werden und sie werden unsere Herren
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: sein und uns aus dem Land hinausjagen. Darum : wollen wir sie nach Herzenslust unterdrücken. Zu- j nächst liest er alle Knäblein in den Nil werfen. Als i aber dieses Radikalmittel durch göttliches Eingrei- i jen nichts nützte, spannte er die Israeliten in Fron- ■ arbeiten. In Riejenöfen mußten sie Ziegel bren- ; nen und an den Bauplätzen Materialien beischlep- I pen. Schien einer infolge seiner Entkräftung oder i infolge seines Alters langsam und säumig, flugs s jauste die Peitsche des Aufsehers über seinen : schweißtriefenden Rücken. So war der Auszug aus Aeypten für sie ein Tag der Befreiung, ein Tag des Glückes und des Jubels.
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14. Ihr Ohr ist taub und kann nicht hören, Und der Geruchsinn fehlt der Nase.
15. Untauglich sind die Händ' zur Arbeit, Zum Gehen unbrauchbar die Füße.
16. Sie können ihren Mund nicht öffheit,
Dazu kam, daß ihre Herzen schwelgten in Er Wartung des Landes, das von Milch und Honig fließen sollte, das ihr ausschließliches Eigentum werden sollte, wo sie ein sorgloses, zufriedenes, glück« liches Leben führen würden unter dem Schutze des Bundesgottes Jehova. Endlich wurden sie auf dem Durchzug Zeugen so vieler Wunder, die im Psalnie erwähnt werden: die Berge hüpften vor Freude wie Widder auf der grünen Weide, das rote Meer wich zurück und staute sich, der Jordan ging rückwärts wie ein Krebs; der trockene Fels $ spendete süßes Wasser.
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I Der Rest des Psalmes ist eine erneute Weihe an Jehova und eine Absage an die Götzen, die dem
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Er
21. In
Er
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s Fluch der Lächerlichkeit preisgegeben werden.
I Auch wir werden einen „Auszug" haben, und I es soll ein „fröhlicher Auszug" werden. Unser = Auszug ist das Scheiden von dieser Welt, wo wir : oft genug von der Not des Lebens, vom Kampf • -uns Dasein, von unsern Sünden und Leidenschaf- j teil, von bösen Menschen und bösen Geistern drang»
Die Kleinen sowie auch die Großen.
23, Der Herr vermehre seinen Segen
An euch und 24. Seid alle von
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Der schuf den Für sich schuf Uns Menschen
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I foltert und gequält werden. Da braucht es uns um j den Abschied gar nicht bange zu sein. Wenn wir nur i als Christen leben, so muß die Aussicht auf ein i besseres Jenseits uns trösten und erfreuen. Höre I darüber den heiligen Iohannes Ehrysostomus; „Wer sich auf die Hoffnung des Jenseits stützt, für den ist der Tod kein Tod. Sieht er einen Leichnam, so hält er es nicht mit der großen Menge, welche klagt und heult: er denkt an die Kronen, er denkt an die Belohnungen, die kein Auge geschaut, kein Ohr gehört und keines Menschen Herz empfunden hat. Weit entfernt, im Andenken an den Tod sich der Traurigkeit zu überlassen, freut er sich dabei und wünscht sich Glück, weil et weiß. daß die Auflösung nichts anderes ist als der Beym» un der Ausgangspunkt eines neuen nnb fiefferen £ bens. Da macht er es gerâ E de^^ mann, der gar nicht ^E^// sondern im Ge- tm, taS»»« »^ eine reiebe
b*--K f^n HMC rtHA
Es darf uns nicht Wunder nehmen, daß die Israeliten so freudig ass Aegypl-n gezogen sind, wie dieser Psalm uns schildert. Ist es ihnen ja schlecht genug ergangen. Betrachte die stolzen Pyramiden ini Pharaonenland, die heute noch die Bewunde--^.. -----. b„ »ofsnwm »». ..... - -
rung der Reisenden erregen. Auch die Juden haben j genre-l s-w t^ui >,en xnb soll uns also an diesen Kolossen gearbeitet. Damals mußten sie ternte. Ser entmutigen, sondern wu*
grausame Frondienste leisten. Pharao war er- / weder erschrecke