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Mcherckalender.

Sonntag, 19. Okt. 19. Sonntag nach Pfingsten. Petrus von Alkantara, f 1562.

Montag, 20. Okt. Johannes von Kanti, Bek., t 1473 WendelinuS, Abt, f 617.

Dienstag, 21. Okt. Hilarion, Abt, f 371. Ursula und Gefährtinnen, Mart., f 451.

Mittwoch, 22. Okt. Vom Tage. Messe vom Sonntag.

Donnerstag, 23. ^tt. Vom Tage.

Freitag, 24. Ott. Raphael, Erzengel.

Samstag, 25. Okt. Marien-Samstag. Chrhsanthus u-

Neunzehnter Sonntag nach Pfingsten.

(Evangel. Matth. 22, 115.)

In jener Zeit trug JesuS den Hohenpriestern und Pharrsâein folgende Gleichnisrede vor: Das Himmel­reich ist einem Könige gleich, der seinem Sohne Hoch­zeit hielt. Er sandte seine Knechte aus, um die Ge. ladenen zur Hochzeit zu berufen, und sie wollten nicht kommen. Abermal sandte er andere Knechte aus und sprach: Saget den Geladenen: Siehe, mein Mahl' habe ich bereitet, meine Ochsen und das Mastvieh sind ge- schlachtet, und alles ist bereit: kommet zur Hochzeit Sie aber achteten es nicht, und gingen ihrer Wege: Emer auf seinen Meierhof, der andere zu seinem Ge­werbe. Die übrigen aber ergriffen seine Knechte, taten innen Schmach an, und ermordeten sie. AIs dies der König hörte, ward er zornig, sandte seine Kriegsvölker aus, und lietz jene Mörder umbringen, und ihre Stadt m Brand stecken. Dann sprach er zu seinen Knechten: Das Hochzeitsmahl ist zwar bereitet, allein die Ge­ladenen waren dessen nicht wert. Gehet also auf die offenen Straßen, und ladet zur Hochzeit, wen ihr lmmer findet. Und seine Knechte gingen aus auf die Straßen, uiw brachten alle zusammen, die sie fanden, Gute und Bose: und die Hochzeit ward mit Gästen ganz besetzt. Der König aber ging hinein, um die beschauen, und er sah daselbst einen Menschen, Kleid an hatte. Und er sprach du ä^- i/u^'E bist du da her eingekommen, da stammt- seitliches Kleid an hast? Er aber der. ibm der König zu den Dienern: in die äuberkw Fuße, und werfet ihn hinaus knirschen ^sein Dennis ^a wird Heulen und Zähne- auserwahit ~ n blete stud berufen, wenige aber

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Die VohlbewachLe Mr.

r^u/r ber Regenten und Generale sehen wir einen Solda- ItTür-^^gepflanzt, und vor der < und ^""^r Bauern, Jäger und ?^er kauern Hunde, damit I"" «in- Ober -u-zugchm.'" °"" iUr T"° S«*, ^»d!- b-id-n ^Ä ä; *Ms «ÄS

UM das der Psalmist inbrünstig gebetet hat im 140. seiner Lieder, von dem ein kleiner Teil dem Gra­duale des heutigen Sonntags einverleibt ist. Schen­ken wir diesem ganzen Psalms williges Gehör und liebevolles Interesse.

Psalm 140: Inmitten großer Bedrängnis bittet der Psalmist um Schweigsamkeit, Geduld und Kraft.

1, O Herr, zu dir ruf' ich um Hilfe, Neig dich herab zu meinem Elend.

2. Wie Weihrauch mein Gebet aufsteige, Die Hand sich heb' zum Abendopfer.

8. an meinen Mund stell' eine wache And eine Lür an meine Lippen.

4. Damit nicht Worte mir entschweben, Um schön zu färben meine Sünden.

5. So machen es die Bösewichte;

Von ihrem Tisch will ich nichts wissen.

6. Mag der Gerechte sanft mich tadeln; Des Sünders Lob ist mir zum Ekel.

7. Und unablässig will ich beten, Daß ich den Bösen nicht erliege.

8. So wie der Pflug den Acker furchet, Daß Schollen über Schollen stürzen:

9. So wird der Tod sie überfallen Und ihr Gebein zur Erde streuen.

10. Zu dir, o Herr, heb' ich die Augen, Erhalte mein bedrohtes Leben.

11, Entreiße mich des Sünders Stricken, Vor seinen Schlingen mrch bewahre.

12, Jm eignen Netz wird er sich fangen; Ich bleibe einsam, bis ich scheide.

Als Verfasser dieses Psalmes gilt David. Von Absalom verfolgt, mußte er seine Residenz verlassen und floh barfuß und weinend über den Jordan. Ein gewisser Semei trieb bei dieser Gelegenheit feinen Spott mit dem König.Du Bluthund", rief er ihm zu,jetzt trifft dich die Rache, daß du den Thron Sauls dir angemaßt". Vom Taumel des Haffes ergriffen, hob er Steine vom Boden auf und schleuderte sie gegen den König.

Gegen Abend fand David eine Zuflucht in einer Höhle. Hier ergossen sich die Gedanken seiner zer­wühlten Seele in das Gefäß des vorliegenden Psalmes. Er darf deshalb als Abendgebet aufge- faßt werden und wurde nach dem Zeugnis des hl. Johannes Chrysostomus in der Stadt Konstanti­nopel von jung und alt jeden Abend verrichtet.

Welches Anliegen hat nun m der Reihenfolge seiner Wünsche den ersten Rang? Die Beherr­schung der Zunge, die Herrschaft über sein Gemüt.

An meinen Mund stell eine Wache And eine Tür an meine Lippen".

Es ist reine Höhenluft, zu der David mit dieser Bitte uns emporführt. Gleich dem Adler verdrießt es ihn, in den Niederungen sich zu verlieren. Er steigt zu den Regionen der Vollkommenheit. Sicher hat es in seinem Herzen gegoren wie in einem Fasse, das vor drei Tagen mit Traubenblut gefüllt-

wurde; sicher hat es darin gestürmt wie ein Oktobersturm, der die Blätter von den Bäumen jagt und wild zerzaust. Was war denn dem König widerfahren? In feiner tiefsten Seele war er verwundet worden. Sein gekröntes Haupt war zum Spotte geworden. Schimpfworts und Steine waren ihm um ' den Kopf geflogen. Und wäre Semei allein der Missetäter gewesen, so war es leichter zu verschmerzen; dieser war ja nur ein Diener Davids. Aber unter den Empörern und zwar an ihrer Spitze stand sein eigen Fleisch und Blut, sein eigener Sohn, sein Augapfel und Lieb­ling, Absalom. Das muhte den König schmerzen wie ein glühender Pfahl im Auge. Schon wollte seine Hand sich zur Faust ballen, um den Ruch­losen zu verwünschen; schon wollte er seinen Mund öffnen, ihn zu verfluchen. Da setzte er noch recht­zeitig eine Wachean seine Lippen, die sie hinder­ten, sich zu öffnen. Seine Lippen blieben verschlos­sen, sein Mund blieb stumm. David hielt die Ge­fühle seines Herzens zusammen wie die Reifen ein Faß zusammenhalten. Da gewann er einen großen Sieg, da übte er die große Kunst der Ueberwin­dung, der Selbstbeherrschung, der Verzeihung, der

! Feindesliebe.

Liebe Christen, setzen auch wir eine Wache an die Tür. Du brauchst dabei nicht an einen Hund zu denken und noch weniger an einen Soldaten mit Helm und Gewehr. Es genügt das Gewissen, es genügt ein Ruck des Willens, unterstützt durch Ge­bet und Gnade. Haben wir Unrecht erlitten, oder meinen wir es nur, gleich will sich der Unmut, die

Unlust, der Haß regen. Einmal kam ein Mann voller Zorn zu mir und erzählte mir, daß seine Base ihn von der Erbschaft ausgeschlossen habe. Unheimlich leuchteten seine Augen, als er sprach: dieser Person will ich aber ein Vater unser beten!

O törichte Seele! Ein Vater unser will der Mann beten zum Verderben für das vermeintliche Unrecht, wo doch der Heiland das Vater unser zum Gebet der Verzeihung und der Liebe erschaffen hat! Wenn du so etwa beten willst, da mußt du dein Gebet an ben- Teufel richten, aber nicht an den himmlischen Vater. Prüfe einmal, ob nicht bisweilen Gedan­ken der Abneigung und der Rache sich verfangen in das Netz deines Gebetes. Sankt Paulus hat uns eigens davor gewarnt mit den Worten: die Män­ner sollen reine Hände erheben zum Gebet ohne

Zorn und Streit!

Sieh, gerade tes, von dem der

ist ein Bethaus.

die Kirche ist das Haus Got- Heiland gesagt hat: mein Haus Gerade beim Gebet müssen wir eine Wache stellen an unsere Lippen unb an uni« Herz, daß unsere Gebets frei W DD^ von Lieblosigkeit, von Zerstreuthe . ^tomu3: in dieser Hinsicht der hl. Johanne Filter beten, wir sollen am l-ebsteu um^S ^ Keuschheit, um um Tugend, um.Z^ä-Vältliche Dinge sollen wir j »Ä *»«"«' s«» °»d-u>-