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wochenkââr.

Sonntag, 12. Olt. 18. Sonntag nach Pfingsten.

Montag, 13. Olt. Eduard, König, Bek., f 1068.

Dienstag, 14. Oli. Kallistus, Papst, Mart., + 225.

Burlhard, Bisch., Bet., -j- 752.

Mittwoch, 15. Olt. Theresia, Jungst f 1582.

Donnerstag, 16. Okt. Lullus, Bisch., f 786.

F^eltag, 17. Okt. Hedwig, Herzogin von Schlesien, f 1243.

Samstag, 18. Okt. Lukas, Evangelist.

Achtzehnter Sonntag nach Pfingsten. (Evangel. Matth. 9, 19.)

.3" lener Zeit stieg Jesus in ein Schifflein, fuhr y-;, , :r- C--- Stadt (Kapharnaum). Uno steye, fie brachten zu rhm einen Gichtbrüchigen, der auf einem Bette. lag. Da nun Jesus ihren G auben sah, sprach er zu dem Gichtbrüchigen: Sei getrost, mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben. Und siehe, einige von den Schristgelehrten sprachen bei sich selbst: Dieser lästert Gotti Und da Jesus ihre Gedanken sah, sprach er: Warum denket ihr Böses in euern Herzen?! .Was ist leichter, zu sagen: Deine Sünden sind dir ver-l geben, oder zu sagen: Siehe auf und wandle umher? Damit ihr aber wisset, daß des Menschen Sohn Macht habe, die Sünden zu vergeben auf Erden, sprach er zu Dem Gichtbrüchigen: Steh auf, nimm Lein Bett, und geh in dein Haus! Und er stand auf, und ging in sein Haus. Da aber das Volk dieses sah, fürchtete es sich und pries Gott, der solche Macht den Menschen ge­geben hat.

Ein langer Kreuzweg.

eit zehn Jahren geht unser deut- sches Volk den Kreuzweg. Eine Demütigung folgt auf die andere. Trotz mancher Anzeichen von Besserung, trotz manchem . Entgegenkommen unserer grim- S wir immer noch in Unsicher- 61^5^ Arbeitslosigkeit, Geldknappheit, und Armut, Einschränkung und Entoehrung. Wie lange wird dieser Kreuz- diesem Kreuzweg des gan- Ä ein Kreuzträger, und viel- rin persönliches Kreuz, Leit de^N->^i-0°rge, des Kummers, der Krank­er fünf Ar Verlassenheit. Zwei von deinem â^^'^pst du es schon dahin, und langeWM die bange Frage: wie Siehe da ist '^euzweg noch dauern? Kreuzwegs Trost, an den land es zu denken u* ^rrn und Hei- &^ LS-Äk

So 4 3 M der hl. Schrift, eine 'schmerzdurchzuSte Klag/ S?$S bittere, unerschöpfliche Meer seiner Leiden.«

Dieser Psalm bildet den Gegenstand unserer heu­tigen Lesung.

Psalm 87: Klage und Hoffnung der Erlöser».

1. Herr, Gott des Heiles und der Hilfe, Ber Tag und Nacht ich zu dir schreie.

2. Latz mein Gebet zu dir gelangen Und nimm zu Ohren meine Bitte.

3. Der Trauer voll ist meine Seele, Der Unterwelt ist nah mein Leben.

4. Dem Tode weihen mich die Feinde, Betrachten mich als schwachen Menschen.

5. Und doch bin ich der Herr des Todes, Gebieter über Grab und Hölle.

6. Als Leichnam werd' ich schon behandelt, Hinansgëworfen und vergessen.

7. Man le t mich in die tiefe Grube, In Finsternis und Todesschatten.

8. Auf mir lieot deines Zornes Wolke, Und Unglückswogen mich umtosen.

9. Weit rücken von mir meine Feinde, Sie wenden sich von mir mit Abscheu,

10. Ich bin dem Feinde preisgegeben, Müd sind vom Weinen meine Augen.

11. Zu dir, o Herr, ich täglich schreie, Zu dir streck' ich empor die Hände.

12. Erwecke mich vom Grabe wieder, Daß deine Wundermacht ich preise,

13. Wer könnte außer dir mir helfen, Wo selbst versagt die Kunst der Aerzte?

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Drum schwingt sich die gebeugte Seele Beim ersten Morgenstrahl zum Himmel. Willst du denn mein Gebet verstoßen? Abwenden, Herr, dein gütig Antlitz?

In Mühsal bin ich aufzewachsen; Zuletzt werd' ich erhöht, gekreuzigt.

Mich treffen deine Zornesschläge, Und deine Streiche mich zerschmettern.

Ich fühle deine Strafgerichte, Die mich wie Wasser rings umrauschen,

19. Es sind gewichen Freund und Nachbar, Verlassen haben sie mich alle.

20. Auf dich allein will ich vertrauen: Vom Grabe wirst du mich erretten.

Der Verfasser dieses elegischen Sangs ist Eman aus dem Stamm Levi, ein Koraschite, Sangmeister z. Zt. Davids und Salomons. Eine musikalische Vorbemerkung besagt, daß der Psalm nach schwermütiger Weise" zu singen sei; so würde also Melodie und Text ein harmonisches Ganzes geben. Ist ja der Inhalt eine einzige Kette der Klage über die Leiden des Volkes und des Ver­fassers. Der Psalmist gleicht einem gehetzten Wild, für das es kein Entrinnen gibt. Der Tod ist so gewiß, daß die Feinde schon ans Begräbnis denken.

In diesem Psalm redet nun Christus. Seine Todesangst, seine Leibesqualen, seine Seelen­martern werden geschildert. Groß ist die Wut seiner Feinde; unstillbar ihr Blutdurst. Judas, der ehemalige Freund und Vertraute, ist zum Verräter geworden; Petrus, Jakobus, Johannes1

und die übrigen Apostel verlaffen ihn schnöde Miss Oelberg. Wird er da nicht wenigstens sein eigenste Helfer gewesen sein? Wird er nicht /eine eigens Gottheit zur Hilfe gerufen haben? Nein; die Sonne seiner Gottheit war in der Passion deä-i Herrn gleichsam untergegangen. Wird nicht be^ himmlische Vater seinem vielgeliebten Sohn zm Hilfe gekommen sein? Nein; auch er hat fi^ zurückgezogen. Da erscheint kein Engel wie bei" Abraham, der ruft:Halt ein; es genügt!"; nein, das Opfer wird vollends bis zum letzten Bluts­tropfen, bis zum Entfliehen des Geistes, bis zum grausigen Tod. Das ist der Ratschluß der gött­lichen Gerechtigkeit. Denn darum erkennt der himmlische Vater nicht mehr in ihm seinen viel­geliebten, sündenreinen, unbefleckten Sohn, son­dern den Sünder in Person und straft an ihm mit furchtbarer Strenge meine und deine und die Sünden der ganzen Welt.

Das ist des Herrn grosse Passion, welche sich auf die drei letzten Tage seines Lebens zusammen- drängt. Vergessen wir daneben nicht die kleine^ Passion, die sich über die ganze Dauer seines Le- i bens erstreckt. .

In Mühsal bin ich ausgewachsen; - S Zuletzt werd' ich erhöht, gekreuzigt."

Gerade diese Worte des Psalmes beziehen sich auf den Heiland. Er hat nicht bloß in A 'ih- salen geendet, nein, er ist in Mühsaleni rf- gewachsen", er ist darin geboren, da in Herangewachsen, darin groß geworden. Er hat >n sein Leiden vorausgewußt, und es ist jeden Auge < blick mit furchtbarer Deutlichkeit vor seinen Auge r gestanden. Damit wir nicht glauben, Christi Le» den Hütte nur drei Stunden oder einen Tag lan^ I gedauert, erinnert uns hier der hl. Geist, datz, Christus in den Tagen seines Fleisches nie ohne > Leiden gelebt habe. Denn nebst dem Kelch des bittersten Todes, der immer den Augen seines Geistes vorschwebte, war er in jedein Alter in Arbeit und Mühsal. So schreibt der berühmtes Kardinal Bellarmin.

Betrachten wir gern das bittere Leiden des; Erlösers und stecken wir sein Andenken wie einen Myrrhenstrauß an unsere Brust. DieserRosen- kranzmonat" ist dazu die beste Aufmunterung und * Anregung. Wenn wir die Geheimnisse beten:

Der für uns Blut geschwitzt hat,

Der für uns ist gegeißelt worden, Der für uns ist mit Dornen gekrönt worden, Der für uns das schwere Kreuz getragen hat,'

Der

für uns ist gekreuzigt worden.

so wollen wir nicht bloß die Perlen des Rosen- kranzes durch unsere Finger, sondern auch ow Leiden des Erlösers durch unser Gemu. iiS-e lassen Dann wird unser eigenes -ireuz uns wie ein Splitter vorkommen, mW wu wersen as Wort der hl. Theresia zu^^»^ ontangen Herr, nicht sterben, sondern leiden. -

" ' Der Buraviarrer.