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Wochenkalender.

Sonntag, 21. Sept. 15. Sonntag nach Pfingsten. Matthäus, Apostel, Evangelist. Quatemberandacht um gutePriester.

Montag, 22. Sept. Thomas von Billanova, Bisch., Bek., f 1553. Mauritius, Mart., f um 300.

Die nstag, 23. Sept. Linus, Papst, erster Nachfolger des hl. Petrus. Thekla, Märtyrin im 1. Jahrhundert.

M ittwoch, 24. Sept. Fest der allersel. Jungfrau Maria von der Erlösung der Gefangenen. Gerhard, Bisch., Mart., f 1046.

Donnerstag, 25. Sept. Vom Tage (Mefle vom Sonntag)

Freitag, 26. Sept. Cyprianus u. Justina, Mart., f 303

Samstag, 27. Sept. Kosmas und DamianuS, Aerzte Märtyrer, t 303.

5. So nimm zu Ohren meine Bitte Und mein Gebet, 0 Gott, erhöre.

6. Ich rief zu dir in Leidenstagen, Und niemals hast du mich verlassen.

7. Nicht können sich die Heidengötter Mit deiner Größe jemals messen.

8. Drum müssen alle Götzendiener

Vor dir, dem wahren Gott, sich beugen.

9. Nur du bist groß und wundertätig, Nur du bist Gott, allein und einzig.

10. Herr, führe mich auf rechtem Pfade, Ich will dir dienen frohen Herzens.

11. Mein Herr und Gott, ich will dich preisen, Besingen deinen Namen ewig.

12. Wie groß, o Herr, ist dein Erbarmen, Daß du der Hölle mich entrissen.

13.

Zünszehnier Sonntag nach Pfingsten.

(Evangel. Luk. 7, 1117.)

In jener Zeit kam Jesus in eine Stadt, welche Naim hieß: und es gingen mit ihm seine Jünger und viel Volk. Als er aber nahe an das Stadttor kam, siehe, da trug man einen Toten heraus, den einzigen Sohn seiner Mutter, die Witwe war; und viel Volk aus der Stadt ging mit ihr. Da nun der Herr sie sah, ward er von Mitleid über sie gerührt und sprach zu ihr: Weine nicht! Und er trat hinzu und rührte die Bahre an (die Träger aber standen still). Und er sprach: Jüngling, ich sage dir, steh auf! Da richtete sich der Tote auf und fing zu reden an. Und er gab ihn seiner Mutter. Es ergriff sie aber alle eine Furcht und sie lobten Gott und sprachen: Ein großer Prophet ist unter uns aufgestanden und Gott hat sein Volk heim- gesucht.

14.

15.

Es steh'n gerüstet mächt'ge Feinde, Um meine Seele zu verderben.

Doch unbegrenzt ist dein Erbarmen, Und endlos deine Treu' und Güte.

Mein Gott, schau gnädig auf mich nieder, Verleih mir Sieg und Heil und Herrschaft.

16. Herr, mach aus mir ein Siegeszeichen Zur Unterweisung meiner Feinde.

17. Damit sie deine Macht erkennen Und reuig sich zu dir bekehren.

18. Dem Vater, Sohn und heil'gen Geiste Sei Herrlichkeit und Ruhm

19. Wie anfangs, so auch jetzt Und bis in ew'ge Zeiten.

Eine weitläufige Erklärung

und Ehre: und immer Amen.

hat dieser

Psalm

Eine sieghafte Zähne

elches ist der Sieg, der die Welt überwindet? Sankt Johannes sagt es uns: dies ist der Glaube. (1. Joh. 5, 4.) Damit meint er _ nicht einen leeren, toten Glau- ben, nein, einen tätigen lebendi­gen. Ein Katholik, der feinem Glauben lebt, ent­faltet eine sieghafte Fahne und gewinnt viele Irrende für das Reich Christi.

Auf dieses sieghafte Feldzeichen hat wohl der Psalmist angespielt am Schluß des 85. Psalmes, ceifen Anfang den Introitus der heutigen Mess 8>eit. Widmen wir diesem hochgemuten, benswarmen Sang einen Augenblick unsere Merksamkeit.

,e

glau- Auf.

nicht nötig. Er spricht für sich selber. Sein In­halt ist eine kraftvolle, glaubenstiefe Bitte um Hilfe zu Gott in schwerer Not. Mächtige Pfeiler stützen diese Bitte: die Frömmigkeit, das Vertrauen und das große Elend des Psalmisten auf der einen, Gottes Größe, Barmherzigkeit und Geduld auf der andern Seite bilden die Strebepfeiler feiner

zuversichtlichen Bitte. Es ist nicht Eigennutz, der ihm diese dringliche Beredsamkeit verleiht:

Interesse Gottes hat er dabei hauptsächlich Auge, indem er zum Schlüsse sagt:

So mach aus mir ein Siegeszeichen Zur Unterweisung meiner Feinde.

das im

Psalm 85: Hilferuf in großer Not.

1. O neige, Herr, dein Ohr hernieder, Erhöre mich in meinem Elend.

2. Bewahre heilig meine Seele, Erhalte sie in deiner Gnade.

3. Zu dir den ganzen Tag ich schreie.

Daß du mein Herz erfreuen mögest.

4. Holdselig bist du gegen alle, Die voll Vertrauen au dir rufen.

Wie haben wir das zu verstehen? In der Ein­leitung habe ich es bereits angedeutet. Der liebe Gott soll dem Psalmensänger verleihen, mitten im Sturm unerschüttert dazustehen und allezeit einen untadeligen Wandel zu führen. Davon verspricht er sich großen Erfolg zur Ehre Gottes, zum Heile seiner Mitmenschen. Selbst die Feinde werden da­durch nachdenklich werden; es wird ihnen ein Licht aufgehen, auf welcher Seite die Wahrheit steht; sie werden von ihren Götzen und Irrtümern sich

Glaubens, zur Verherrlichung unserer heiligen Kirche.

Höre folgende Geschichte, und du wirst merken, wo ich hinaus will. Da lebte in der französischen Stadt Larochelle ein Oberst, der nicht bloß ein : tüchtiger Militär, sondern auch ein vortrefflicher, ; ein vorbildlicher Katholik war. Von ihm pflegte der Bischof der Stadt zu sagen:Der Oberst Pa- qeron ist mein bester Beweis gegen die Protestan­ten." Sein Wandel war so musterhaft, daß die Andersgläubigen erklärten:Wären alle Katho­liken wie Paqueron, so würden wir morgen fchon katholisch werden!"

Weißt du, welche Hindernisse so viele gut­gesinnte, wahrheitssuchende Christen aus allen La­gern außerhalb unserer Kirche aufhalten auf ihrem Wege nach Rom? Es sind nicht Schneestürme, nicht Grenzsperre, nicht Blockaden, nicht Kanonen, nicht Drahtverhaue nein; es ist das ärgernis­volle, lasterhafte, christusfeindliche, oder wenigstens gleichgiltige, leichtsinnige, laue Leben so mancher Katholiken. Und weißt du, was vielen Suchenden den Weg bereitet zum Schoße der Kirche? Es sind nicht Schnellzüge, nicht Friedensverhandlungen, i nicht Kongresse, nicht Zollfreiheiten nein, es j sind zumeist die herrlichen, über jede Kritik erha­benen, selbst losen Beispiele mancher Katholiken, welche Ernst machen mit der Mahnung des Hei­landes:Lasset euer Licht leuchten vor den Men­schen, damit sie eure guten Werke sehen und den Vater preisen, der im Himmel ist." Willst nicht auch du die sieghafte Fahne entfalten? Ob du nun Beamter bist oder Arbeiter oder Landwirt, ob du bist Mann oder Frau, Jüngling oder Mädchen, Priester oder Laie, gebildet oder ungebildet, reich oder arm, du kannst und sollst die Fahne des Glaubens vortragen, du sollst deinen Glauben in der Oeffentlichkeit leben und so bei Andersgläubi­gen eine Lanze einlegen für die Wahrheit unserer heiligen Religion. Ein führender Katholik schreibt hierüber die schönen Worte:

Wir müssen unsern Freunden, die der Wieder- ; Vereinigung im Glauben die Wege ebnen wollen, neben Gebet und Mitarbeit auch die Pflicht eines vorbildlichen Lebenswandels auferlegen."

Der Burgpf-rrsr.

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; abkehren und aufrichtig sich zu Gott wenden.

David hat diesen Psalm gebetet, und auch ich bete ihn, sagt der hl. Augustinus. Ja, auch ich . und du wollen ihn beten. Auch wir wollen Sieges- Zeichen werden, auch wir wollen eine sieghafte, Online hissen zur Ehre Gottes, zum Ruhm unseres 1

Seid bereit!"

Grausamkeit bei-nötigte *Wye Kaiser Domitian hatte einstmals die höchsten Beamten und die Ritterschaft zu einem Abend- schmause eingeladen. Die Ankommenden wurden einer nach dem anderen, während man ihre Be­gleiter draußen warten ließ, durch finstere Gänge in den Speisefaal geführt. Liefer war ringsum schwarz ausgefdjlagen, Zifcfje unb <5tüf)le alles schwarz. Jeder der Geladenen wurde zu einem Stuhle geführt unb fand neben sich einen Grab­stein mit feinem Ramen, bestrahlt vom Geher