Wochenkalmder.
Sonntag, 14. Sept. 14. Sonntag nach Pfingsten. Kreuzerhöhung.
Montag, 15. Sept. Fest der 7 Schmerzen Mariä. Nikomedes, Märtyrer.
Dienstag, 16. Sept. Kornelius, Papst, Mart. (f 252) u Cyprianus, Bischof von Karthago, Märtyrer (f 258). Euphemia, Mart.
Mittwoch, 17. Sept. Einprägung der Wundmale des hl. Franziskus. Hildegard. Ouatemberfasttag.
Donnerstag, 18. Sept. Joseph von Kupertino, f 1663. Freitag, 19. Sept. Januarius, Mart. Quatember- fasttag.
Sainstag, 20. Sept. Eustachius, Mart., f 118. Q u a- temberfasttaa.
Vierzehnter Zonntag nach MMen.
(.Evangel. Matth. 6, 24—33.)
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Niemand kann zweien Herren dienen; denn entweder wird er den (5 men hassen, und den Andern lieben; oder er wird sich dem Einen unterwerfen, und den Andern verachten. Ihr tonnet nicht Gott dienen und dem Mammon Darum sage ich euch: Sorget nicht ängstlich für euer Leben, was ihr essen werdet, noch für euern Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr als die Speise, und der Leid mehr als die kleibtmg? Betrachtet die Vö el des Himmels; sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen: und euer himmlischer Vater ernähret sie. Seid ihr nicht viel mehr als sie? Wer unter euch kann mit seinen Sor en feiner Leibeslänge eine Elle zusetzen? Und warum sorget ihr ängstlich für die Kleidung? Betrachtet die Lilien auf dem Felde, wie sie wachsen; sie arbeiten nicht, und spinnen nicht: und doch sage ich euch, daß selbst Salomon in all' seiner Herrlichkeit nicht bekleidet gewesen ist, lote eine von ihnen. Wenn nun Gott das Gras auf dem Felde, welches heilte steht, und morgen in den Ofen geworfen wird, also kleidet, wie Viet mehr euch, rhr kleingläubigen 1 Sorget also nicht ängstlich, und saget nicht: Was werden wir essen, was werden wir trinken, oder womit werden wir uns be= ileiben? Denn nach allein diesem trachten die Heiden. Denn euer Vater weiß, daß ihr alles dessen bedürfet.
, also zuerst das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit: so wird euch dieses alles zugegeben werden.
seine Allwissenheit nimmt er alles auf, was tun, sprechen und denken, um es beim letzten richt zur allgemeinen Kenntnis zu bringen.
wir
Ge-
der die
Von diesem Gedanken durchschauert hat königliche Sänger ein Loblied gesungen auf göttliche Allwissenheit, dem wir heute unser Ohr
leihen wollen. Es ist der
Psalm 138: Von der göttlichen Allwissenheit.
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O Herr, du prüfst mich und mein Wandeln, kennst mich und mein ganzes Wesen.
Du Du Du Du Du Du Du Du
kennst mein Sitzen und mein Ruhen, mein Stehen und mein Gehen.
kennst
kennst mein Denken schon von ferne, die Spuren meiner Pfade.
kennst
siehst vorher all meine Wege, kennst die Worte meiner Zunge.
kennst Vergangenheit und Zukunft, Und deine Hand hat mich gebildet.
Wie wunderbar ist doch dein Wissen, Ganz unermeßlich, unbegreiflich. — Wohin sollt' ich vor dir entfliehen? Wohin entweichen deinem Antlitz?
Steig' ich hinauf zum Himmel, bist du droben, Im Erdenschoß bist du mir nahe.
Und flog' ich mit der Morgenröte Bis an des Meeres fernste Grenzen, Geleitet deine Hand mich dorthin, Hält mich umschlossen deine Rechte.
11. Könnt' nicht die Finsternis mich decken? Die Nacht zu meinen Lüsten leuchten?
12. Kein Dunkel ist vor deinen Augen, Und deine Nacht ist Tageshelle.
13. Dein Auge bohrt durch Herz und Nieren, Du kennst mich von der Mutter Schoße.
14. Groß zum Erschaudern ist dein Wissen, Und wunderbar sind deine Werks.
15. Kein Glied an mir ist dir verborgen; Im Finstern hast du es gebildet.
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Du hast zum Menschen mich gestaltet. Mich in das Lebensbuch geschrieben.
■ und Lassen vom Morgen bis zum Abend, vom : Abend bis zum Morgen. Wo wir gehen und stehen, ob wir arbeiten oder ruhen, was wir tun ■ und reden, denken und wünschen, alles das weiß : Gott vollkommen und von Ewigkeit her. Und er ■ speichert dieses Wissen auf in den unendlichen Schatzkammern seines Gedächtnisses; es ist ihm jeden Augenblick so gegenwärtig wie uns die Luft, die wir einatmen. Beim bessuderen Gericht wirs uns der Herr all unsere Sünden und Tugenden in Erinnerung bringen. Beim großen Weltgerich! aber wird unser Tun und Lassen, unser Handel und Wandel, unsere Sünden und Tugenden vor Menschen und Engeln in einem großartigen Filin aufgedeckt werden. Denn „eines jeden Werk wirL offenbar werden: denn der Tag des Herrn wird es ans Licht bringen". (1 Kor. 3, 13).
Sieh, mein Christ, das ist der Inhalt unseres Glaubens, das ist die Lehre der Offenbarung, das ist das Ergebnis der göttlichen Allwissenheit. Sollen wir diese Wahrheiten nicht rentabel machen? Denke dir den Fall, es würden all deine Gedanken, Wünsche und Vorstellungen, all deine Arbeiten und Bewegungen jeden Augenblick des Tages photographiert und dann in einem Schaukasten ausgehängt oder öffentlich im Film vorgeführt werden — würdest du da nicht allen Trödel und Müßiggang sorgfältig meiden? Würdest du da deine Gedanken nicht besser bewachen als ein Wolfshund das Haus?, Wahrhaftig wir würden den schlechten und gemeinen Gedanken keinen Zutritt gewähren in das Heiligtum der Seele.
Denken wir deshalb recht oft an die göttliche Allwissenheit und an deren Voraussetzung, die göttliche Allgegenwart. Denn darum weiß und sieht Gott alles, weil er im Zimmer und auf der Straße, im Kämmerlein und in der Oeffentlichkeit, bei der Arbeit und Erholung, weil er überall bei dir ist. Ich kann dir deshalb keine Uebung so dringend und wiederholt empfehlen als die „Vergegenwärtigung Gottes". Es soll das aber keine unfruchtbare und leere Uebung sein, sondern ange- füllt mit Stoßgebeten und Liebesakten. Schließe dich dem hl. Alphons an, der folgende Uebungen empfiehlt:
Mein Gott und mein alles!
Ich liebe dich aus ganzem Herzen!
- Ich schenke mich dir ganz.
Mache mit mir, was dir gefällt!
Gib mir deine Liebe, und ich bin reich genug.
In dieser Gesinnung kannst du auch ganz ge« tröst deine Sorgen in den Schoß Gottes werfen. Denn so sagt der liebe Heiland im heutigen Evangelium: „Euer Vater weiß, daß ihr Speise und Trank und Kleidung bedürfet; suchet desha b zuerst das Reich Gottes und seine ârechtigke./, und u^es übt'icie wirb euch baöudedeben - ^. ' Tnn hat Daniel erfahren. Als er ^n den fechsteMTaS nüchtern im Löwenzwinger zu Baoylm Iwmacy tete, weil er für Gott geeifert batte, da wurde Ha"
hochgeehrt sind deine Freunde, riesengroß ist ihre Herrschaft.
Sünder aber wirst du töten; Uebeltätcr, von mir weichet!
Wie Wie Die Ihr Sie
höhnen uns mit Stichelreden: .Vergeblich hofft ihr auf den Himmel!
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Film und Radio.
Die Sünde will ich tötlich hassen, Den Gottesfeinden widerstehen.
Doch für die Sünder will ich beten, Ob sie auch Feinde mir geworden. Durchforsche, prüfe meine Seele Und schau, o Gott, nach meinen Pfaden. Sieh, ob ich schlimme Wege wandle, Geleite mich den Weg des Lebens.
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ie großen Erfindungen der neueren Zeit heißen „Film" und „Radio". Zum Film macht der Künstler Aufnahmen von Menschen, Tieren, Handlungen, Landschaften. Er- Zuschauern im Bilbao?' Beim bo"n öe" der Künstler Nie töma oor- -o^un Raoio sammelt
.Auch Gott der Herr, der Urheber aller Kun» und der Schöpfer aller Naturgesetze, versteht sstst megterl.ch auf Film und Radio und dies obne Apparate, ohne Drähte und Maschinen. Durch
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Welch würdige Auffassung von der göttlichen Allwissenheit; welch schwungvolle, dichterische Einkleidung der grandiosen Gedanken. Ich bin mir wohl bewußt, daß meine Uebertragung nur ein schwaches Echo ist von der gewaltigen Kraft des Originals. Der Psalm bringt uns zum Bewußtsein, daß wir einen Zeugen haben für unser Tun,