Wochenkalender.
Sonntag, 81. August. 12. Sonntag nach Pfingsten. Raymundus Nonnatus, Kardinal, f 1240.
Montag, 1. Sept. Aegidius, Bek., Abt, f 700. Zwölf Brüder von Benevent, Märtyrer.
Dienstag, 2. Sept. Stephan, König von Ungarn, Bek.
Mittwoch, 3. Sept. Vom Tage.
Donnerstag, 4. Sept. Vom Tage. Rosalia, Jungfrau, t 1160. Ida, Witwe.
Kreitag, 8. Sept. Laurentius Justiniani, Patriarch von Venedig, fi 1483. Herz. Jesu. Freitag.
Samstag, 6. Sept. Marien-Samstag. Magnus, Abt.
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Zwölfter Sonntag nach Pfingsten.
(Evangel. Luk. 10, 23—38.)
heutigen Evangelium die Parabel vom barmherzigen Samaritan einzeichnet.
Es gibt noch anderes Raubgesindel, das es nicht so sehr aus den Leib als vielmehr auf die Seele abgesehen hat. Solche Feinde hat der Psalmist im Auge im 69. seiner Lieder.
Psalm 69: Serlenfeinke.
1. Jehova, merk auf meine Hilfe, Zu meinem Beistand eil' hernieder.
2. Beschäme alle meine Zeinde, Die meine Seele morden wollen.
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In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Selig sind die Augen, welche sehen, was ihr sehet! Denn ich sage euch, daß viele Propheten und Könige sehen wollten, was ihr sehet, und haben es nicht gesehen, und hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört. Und siehe, ein Gesetzgelehrter trat auf, ihn zu versuchen, und sprach: Meister, was mutz ich tun, um das ewige Leben zu erwerben? Er aber sprach zu ihm: Was steht geschrieben im Gesetze? Wie liesest du? Jener antwortete und sprach: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von deinem ganzen Herzen, von deiner ganzen Seele, aus allen deinen Kräften, und aus deinem ganzen Gemüte, und deinen Nächsten wie dich selbst. Da sprach er zu ihm: Du hast recht geant- wartet; tu das, so wirst du leben! Jener aber wollte sich als gerecht zeigen, und sprach zu Jesus: Wer ist denn mein Nächster? Da nahm Jesus das Wort, und sprach: Es ging ein Mensch von Jerusalem nach Jericho, und fiel unter die Räuber. Diese zogen ihn aus, schlugen ihn wund, und gingen hinweg, nachdem sie ihn halb tot liegen gelassen halten. Da fügte es sich, daß ein Priester denselben Weg hinabzog: und er sah ihn, und ging vorüber. Desgleichen auch ein Levit: er kam nrr hon Crl ^-r- -< L
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Bring' sie zur Einsicht und zur Umkehr, Die sich an meinem Unglück weiden.
Vor Scham soll ihr Gesicht erglühen, Die mich verhöhnen und verspotten.
Doch jauchzen sollen deine Freunde Und mit mir deine Huld besingen.
Bin ich auch arm und voller Elend: Ich rufe: „Herr, du bist mein Helfer.
Du bist mein Heiland und Erlöser;
Mein Gott! Nun säume nicht mehr länger".
Der Psalmist klagt also über mancherlei Feinde, die es auf seine Seele abgesehen haben. Oft waren sie Zeugen gewesen von den glorreichen Siegen, die David über mächtige Gegner davontrug. Selbst den Brand seines eigenen Hauses hat er mit rascher Hand gelöscht, die Empörung feines Sohnes Abfolom energisch niedergeworfen. Gleich einer Zeder auf dem Libanon stand seine Macht. War denn diesem David gar nicht beizukommen?
Da fädelten seine Feinde einen listigen Plan ein. Aus langer Erfahrung hatten sie endlich die geheime Wurzel seiner Kraft entdeckt, waren dem
Verbündeten aus die Spur gekommen, der den ehe-
Auch der Christ, sofern er Christ ist, hat seine Feinde. Ehedeni waren es die Heiden, die bei Verfolgungen Leib und Leben bedrohten. Als diese Verfolgungen nachließen, sann der Teufel auf die Verfolgung der Seele. Höre darüber den hl. Kirchenvater Augustinus, dessen Fest wir am 28. d. Ah gefeiert haben. In feinen Erklärungen über um fern Psalm schreibt er solgendes: „Seitdem Christus im Himmel thront, seitdem er verherrlicht ist, seitdem die Könige ihm unterworfen sind, seitdem ihre Stirne mit dem Kreuze bezeichnet ist, seitdem ist niemand mehr da, der öffentlich die Christen zu belästigen wagt. Und dennoch wimmelt es von Feinden, welche die Christen verfolgen mit ihrer Unzucht und ihrem schlechten Beispiel. Und, dah es doch nur Heiden wären, die solche Verfolgungen anzetteln; es wäre immerhin ein Trost, auf deren Bekehrung zu warten, in der Hoffnung, daß sie bald das Kreuz annehmen,- indessen gehören zur Zahl der Christenverfolger auch solche, die gwar auf der Stirne das Kreuz Christi tragen, aber gleichzeitig auf der nämlichen Stirne die Scham- losigkeit und Sittenlosigkeit tragen, die an eenn« und Feiertagen nicht mit den Christen frohlocken, sondern dieselben verspotten. Unter solchen Verhältnissen leben wir, und das ist unsere Verfolgung. Kein Diener Gottes ist ohne Verfolgung; da trifft das Wort des Apostels zu: „Alle, die wahrhaft gottselig leben wollen in Christus, werden Verfolgung leiben". Der Teufel hat eine Zwittergestalt. Ein Löwe ist er im offenen Angriff, ein Drache in verborgener Hinterlist. Mögen auch alle Menschen Christen werden, wird vielleicht der Teufel auch ein Christ werden? Nein; er ist der Antichrist und wird immer der Antichrist vleiben. Er
wird immer Christus und die Christen verfolgen mit Macht und List, verfolgen unmittelbar und
w E Imaligen Hirtenknaben von" Bethlehem im Sâl direkt dur^ ^e Spotte!
an den Ort, sah ihn,und ging vorüber. Ein reisender L. .^ Md dieser Verbündete war memam • ^16 ■ 1 V iprveifan diese Feinde nid;
Samaritan aber kam zu ihm, verband seine Wunden, - ^.^„va der allmächtige Gott Israels, der Herr Versuhrer. So 3 < seien der Christen,
und gotz Oel und Wein darein; dann hob er ihn auf als Jehovas “^^ur, dachten sie, wir wol- Leiber, wohl aber die Seelen der Driften sein Lasttier, führte ihn in die Herberge, und trug der sl>ee.^i . . tz^iner Kraft zerstören. ®hi gruch jn uns selbst tragen wir den Luru
Sorge für ihn. Des anderen Tages zog er zwei Denare len das Lundam daran, den Glauben ans^ eanerschaft. Es ist unsere Schwachheit,
heraus, gab sie dem Wirte, und sprach: Trage -sorge teuflischer Lift ANgen 1 , •„ des Königs,-5b<) mmicbaültiakeit, Bequemlichkeit, ^a
für ihn, ilnd was du noch darüber aufwcndest, will ich @ott und das Vertrauen «uf Gott m oes^ llaffigieit, Gleicyguiligreii,
dir bezahlen, wenn ich zurückkomme. Welcher nun von „^mi^
iiiefeit Dreien frti»i«+ «- ^-
dirett durch seine Helfershelfer, Ute Ungläubigen, die Freigeister, die Freimaurer, die Spalter, Re ™ "' ' So zerreißen diese Fâde nicht die
Auch in uns selbst tragen wir den Wurm der
lLg guruatomme. Welcher nun von diesen Dreien scheint dir der Nächste von dem gewesen zu sein, der unter die Räuber gefallen war? Jener aber IPrach: Der, weicher Barmherzigkeit an ihm getan hat. Und Jesus sprach zu ihm: Geh hin, und tu des! gleichen! !
Seele zu erschüttern. Vielleicht benützten sie dazu
Es ist unsere Schwachheit, Nach
lüsfigkeit, Gleichgültigkeit, Bequemlichkeit, Lauheit.
MMergesindel.
<?■ er Weg von Jerusalem nach Jericho ist nicht geheuer gewesen zur Zeit Jesu. Allerhand Räubergesindel $ trieb dort sein Unwesen. Dort gab - es viele, von der Natur gebildete geräumige Höhlen, !' Räuberbanden günstigen Unterschlupf gewähr ist der Hintergrund, auf dem der Heiland
kleine Unfälle, die dem König zugestoßèn waren, bauschten sie auf und sprachen: „Siehst du, daß dein Gott dir nicht helfen kann? Siehst du, daß deine Gebete und Opfer verblüfft sind?" Dabei tunkten sie ihre Geschosse tief in die Lauge des Spottes. Die Rechnung war gut. Denn hätte David den Herrn verlassen, so wäre damit das Haus feines Glückes mit großem Krach eingestürzt. Unerschütterlich wie ein Fels in der Brandung blieb David dem Gott feiner Väter treu, blieb standhaft in den Wogen des Unglücks, verharrte uiibeug-
sam in der Liebe Gottes, streute täglich den Weih-
^e.. den;rauch des Gebetes, fang unermüdlich zur Harfe ^wahrten, feine innigen Lieder, brachte unverdrossen im !e-!and im Bundeszelte seine Opfer
Denken wir an Lots Weib Sie schaute sich um nach dem brennenden Sodoma und wurde zur Strafe in eine Salzsäule verwandelt. Warum in eine Salzsäule? Weil diese neugierige, rückwürts- blickende Frau eine Würze werden sollte für unsere Seele, eine Warnung, daß wir nicht auch zurück- schauen nach den Genüssen von Sodoma, nach den Bequemlichkeiten der Welt, sondern immer vorwärts blicken nach dem steilen Gipfel oer Soll« kommenheit.
So soll dieser Psalm uns ein Signal sein zum Kampf gegen die Feinde des Heils. Lein Spo. , keine Verführung, kein schlechtes Beisp-cl kein innerer Widerstand soll uns den Seelenrauler.» auslielern. Unbeirrt wollen wir dem Herrn, wi-