wochenkalender.
Sonntag, 24. August. 11. Sonntag nach Pfingsten. Bartholomäus, Apostel.
Montag, 25. August. Ludwig, Bek., f 1220.
S 202—21928' A"g"st' Zephyrin, Mart., Papst von
Mittwoch, 27. August. Joseph von Calasanza, Ordens, stifter, f 1648.
Ein Denkbuch ist geschrieben, sagt er; und welche Namen stehen darin? Antwort: die Namen der Gottesfürchtigen.
Ueber diese herrliche Gesinnung, die unsern Namen bei Gott ehrenwert macht, die uns ein gesegnetes Andenken sichert, die uns zu unsterblichen Bürgern des Himmels macht, über die Gottesfurcht, hat der Psalmist ein köstliches Lied gedich-
Donnerstag
onnerstaa, 28. August. Augustinus, Kirchenlehrer, Bischof, f 430. Gedächtnis des hl. Hermes, Mart.,
t 132.
Freitag, 29. August. Enthauptung des hl. Johannes .des Täufers. Sabina, Mart., | um 126.
Samstag, 30. August. Rosa von Lima, Jgfr., f 1617.
Felix u. Adauktus, Mart., f 303.
tet; es ist der Psalm 111, eine wahre Juwele Psalmbuches.
Psalm 111: Segen der Gottesfurcht.
1. Glückselig, wer den Höchsten fürchtet Und sein Gesetz getreulich liebet.
des
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Elfter Sonntag nach Pfingsten.
(Evangel. Mark. 7, 31-37.)
In jener Zelt ging Jesus weg von den Grenzen von Tyrus, und kam durch Sidon an das galiläische Meer, mitten ins Gebiet der zehn Städte. Da brachten sie einen Taubstummen zu ihm, und baten ihn, daß er ihm die Hand auflegen möchte. Und er nahm ihn von dem Volke abseits, legte seine Finger in seine Ohren, und berührte seine Zunge mit Speichel, sah gegen Himmel auf, seufzte und sprach zu ihm: Ephphetha, das ist: Tu dich auf! Und sogleich öffneten sich seine Ohren, und das Band seiner Zunge ward gelöset, und er redete recht. Da gebot er ihnen, sie sollten es niemand sagen. Aber je mehr er es ihnen gebot, desto mehr breiteten sie es aus: und desto mehr verwunderten sie sich, und sprachen: Er macht alles wohl l die Tauben macht er hörend und die Stummen redend.
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Machtvoll auf Erden ist sein Nachwuchs;
Der Frommen Kinder sind gesegnet.
Sein Haus in Ruhm und Reichtum pranget. Und feiner Werke Frucht bleibt ewig.
Und kommen auch die Finsternisse:
Der Herr ist seines Lebens Leuchte.
Barmherzigkeit ist seine Freude, Und Wohltun seines Herzens Wonne.
Bestehen wird er beim Gerichte, In Ewigkeit wird er nicht wanken.
7. Sein Angedenken blühet ewig, Ihn schrecket nicht die schlimme Botschaft.
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Auf Gott allein steht seine Hoffnung, Mit Starkmut ist sein Herz gewappnet. Er wird nicht wanken und nicht beben, Bis er beschämt hat seine Feinde.
Er streuet aus und gibt den Armen, Fest wie ein Turm steht seine Ehre.
11. Voll Zorn beschaut sein Glück der Sünder, Er knirscht vor Wut mit seinen Zähnen.
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Der Frommen Glück ist unvergänglich, Der Sünder Lust nimmt rasch ein" Ende
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der Dieb und Mörder einzudringen; ebenso ist die Furcht Gottes ein Wächter der Tugend," sagt treffend der hl. Johannes Chrysostomus. Die Furcht muß indes der Liebe untertan sein. Sankt Augustin, dessen Andenken wir am 28. d. M. feiern, läßt sich über dieses Verhältnis folgendermaßen vernehmen: „Die Liebe ist die Herrin,, die Furcht ist ihre Dienerin. Diese Dienerin muß der Liebe voraugehen, damit nicht der böse Feind sich der Seele bemächtige, und muß der Liebe im Herzen des Menschen einen Sitz bereiten; hat sie dies getan, so muß sie sich zurückziehen und der Liebe Platz machen. „Lieber sterben, als sündigen,," das ist die Parole der Gottesfurcht. Wo echte Gottesfurcht ist, da -weiß man nichts von der traurigen Menschenfurcht.
Gottes Denkbuch.
»st du vielleicht in deinem Besitz ein Album mit Photographien der Eltern, Freunde und Bekannten? Sobald du es aufschlägst, tauchen vor deinem Gedächtnis all die Namen der Personen auf, mit oenen dich dein Lebensweg zusammengeführt hat der denen dich die Bande des Blutes und ^dicyaft ve rknüpfen. Sie werden leben- neue für Aist, und dein Herz erglüht aufs neue für sie in Liebe und Achtung.
»ifkiiV°Ä besitzt auch Gott, der All- die Namen " ^?"kbuch, das in goldenen Buchstaben ewigen Wokm^ verzeichnet, die einstens die rebet ber^Ä einnehmen sollen. Davon „Der fiwr i Malachias an folgender Stelle: ist von ibm^s^- "uf und hört, und ein Denkbuch (Mal 3 iß ?^ §vleben über die Gottesfürchtigen". ' L 16.) Hast du den Propheten verstanden?
Dem Vater, Sohn und heil'gen Geiste Sei Herrlichkeit und Ruhm ' ' ~
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Wie anfangs, so auch jetzt Und bis in ew'ge Zeiten.
Die Gottesfurcht also preist
und Ehre: und immer Amen.
die
.....der Psalmist, bei Gott in ewigem Angedenken steht. Was sollen wir uns aber unter der „Gottesfurcht"-vorstellen? Wir können eine dreifache unterscheiden: eine schlechte, eine gute und eine sehr gute. Schlecht ist jene Gottesfurcht, welche nur die Strafe fürchtet, nicht aber die Sünde, vielmehr an der Sünde mit
dem Willen hängt wie eine Klette am Kleid; ich möchte diese Furcht eine hündische nennen. Gut ist jene Furcht, welche die Sünde fürchtet wegen der Strafe, und sehr gut ist jene Furcht, welche Gott fürchtet und darum die Sünde meidet; diese Furcht können wir die kindliche nennen. Sie ist die Furcht der Kinder Gottes. Diese Furcht hat der Psalmist im Auge bei seinem Lied. Das ist oie wahre und echte Gottesfurcht, die mit der Liebe Gottes zusammenfällt. „Wenn vor einem Hause ein bewaffneter Soldat steht, so fürchtet sich
.Deshalb die ernste Mahnung des göttlichen Hsi- 'landes: „Fürchtet euch nicht vor denen, welche nur |ben Leib töten, weiter aber nichts tun können; ich jwill euch zeigen, wen ihr fürchten sollt: fürchtet .denjenigen, der Leib und Seele in das Verderben • der Hölle werfen kann; ja ich sage euch: den fürchtet." Das genügt aber der wahren Gottesfurcht noch lange nicht. Höre die Ansicht des heil. Chrysostomus: „Wo Furcht ist, da ist Lust zur Wohltätigkeit, da ist eifriges Gebet, da ist Zerknirschung des Herzens. Nichts befördert das Wachstum der Tugend so sehr als beständige Gottesfurcht". Ganz die Ansicht unseres Psalmisten. 'Haben wir nicht aus seinem Munde vernommen, daß der Gottesfürchtige „das Gesetz getreulich
-l-ebt?", daß „Wohltun seines Herzens Wonne ist?" -Dabei weiß der Gottesfürchtige, daß auch Leiden notwendig sind. Kommen sie über fein Haupt hereingestürzt wie Schlossen, so gerät er nicht aus dem Gleichgewicht. Und wenn auch die Gottlosen ringsum prangen wie üppige Dornen und wenn sie vor Uebermut ausschlagen wie wildgewordene Rosse, er weiß, daß die Tugend dennoch zu guter Letzt triumphiert und das Laster unterliegt.
i Solche gottesfürchtige Männer waren die «Apostel. Einer aus ihnen, Bartholomäus, hat gerade heute fein Fest. Den Auftrag des Meisters: gehet hinaus in alle Welt und predigt das Evangelium allen Geschöpfen, hat er getreulich befolgt und auf die Drohungen der Juden und Heiden nicht geachtet. Von den ergrimmten Götzendienern wurde ihm die Haut bei lebendigem Leibe abgezogen. Sein Name wurde in das „Denkbuch Gottes eingetragen".
Mein Christ, das muß auch dein Streben sein. Was nützt es uns, wenn unser Name ins Stan- desregifter auf dem Rathaus und ins Kirchenbuch beim Pfarramt eingetragen ist? Was nützte es dir, wenn dein Name durch den ganzen Wald der deutschen und ausländischen Zeitungen die Rum machte? Sorge vielmehr dafür, daß bem -"«, in das „Denkbuch Golles" âgettagc r „^chrcht, unfehlbare Mittel dazu -stader l
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