Wochenkalènöer.
tzonnka», 3. August. 8. Sonntag nach Pfingsten Mitfeier der Auffindung des hl. Stephanus, des ersten Märtyrers. Lydia.
Montag, 4. August, Dominikus, Ordensstifter, f 1221 zu Bologna.
Dienstag, 5. August. Mariä Schnee.
Mittwoch, 6. August. Verklärung Christi (mit Oktav).
Donnerstag, 7. August. Kajetan, Mitbegr. d. Theatiner, 1.1547. Donatus, Bisch, u. Mart., f 362.
Freitag, 8. August. Cyriakus, Diakon u. M. zu Rom f 309.
Samstag, 9. August. Firmus u. Rustikus, M., f 304 zu Verona. Mitfeier der Oktav und der Vigil von Laurentius. Romanus, M
dieser Psalm einer der größten des ganzen Psalmbuches, und ich möchte deshalb die Leser bitten, mit einem Auszug fürlieb zu nehmen.
Psalm 77: Gottes Güte und der Menschen Undank.
1.
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3.
Bernehmt, ihr Völker, Gottes Satzung, Schreibt euch ins Herz die heilge Kunde.
Betrachtet fromm der Väter Schicksal, Die in der Vorzeit Tagen lebten.
Auf daß ihr schauet wie im Spiegel Der Menschheit Bosheit, Gottes Güte.
29. Er sandte seinen Eingebornen, Den ew'gen Gnadenbund zu stiften.
30. Zu bau'n das Heiligtum der Kirche, Die Völker alle zu beglücken. ^
31. Dem Vater, Sohn und heil'gen Geiste Sei Herrlichkeit und Lob und Ehre;
32. Wie anfangs, so auch jetzt und immer / Und bis in ew'ge Zeiten. Amen. ■*
Achter Sonntag nach Pfingsten.
(Evangel. Luk. 16, 1—9.)
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern dieses Gleichnis: Es war ein reicher Mann, der hatte einen Verwalter und dtvser kam in Übeln Ruf bei ihm, als hätte er seine Güter verschwendet. Er rief ihn also und sprach zu ihm: Warum höre ich das von dir? Gib Rechenschaft von deiner Verwaltung; denn du kannst nicht mehr Verwalter sein. Der Verwalter sprach bei sich: Was soll ich tun, da mein Herr mir die Verwaltung abnimmt? Graben kann ich nicht und zu betteln schäme ich mich. Ich weih, was ich tue, damit, wenn ich von der Verwaltung entfernt sein werde, sie mich in ihre Häuser aufnehmen. Er rief nun alle Schuldner seines Herrn zusammen und sprach zu dem Ersten: Wie viel bist du meinem Herrn schuldig? Dieser aber sprach: Hundert Tonnen Oel. Und er sprach: Nimm deinen Schuldschein, setze dich geschwind und schreibe fünfzig. Dann sprach er zu dem Andern: Wie viel aber bist du schuldig? Er sprach: Hundert Malter Weizen. Und er sagte zu ihm: Nimm deine Handschrift und schreibe achtzig. Und es lobte der Herr den ungerechten Verwalter, daß er klug gehandelt habe; denn die Kinder dieser Welt sind in ihrer Art lrl öla die Kinder des Lichtes. Auch ich sage euch : Machet euch Freunde mittels des ungerechten Reichtums, damit, wenn es mit euch zu Ende geht, sie euch in die ewigen Wohnungen aufnehmen.
4. Vergessen haben sie sein Walten Und nicht geachtet seiner Wunder.
5. Aegypten hat er schwer gezüchtigt. Sein auserwähltes Volk zu retten.
6. In Blut hat er verkehrt das Wasser, Mit Fröschen angefüllt die Häuser.
7. Auf ihre Reben fielen Schlossen, Und Reif auf ihre Feigenbäume.
8. Ihr Vieh vernichtete der Hagel, Und ihr Besitztum fraß die Flamme.
9. Gott ließ dem Zorn die Zügel schießen Und öffnete des Grimmes Schleußen.
10. Aegyptens Erstgeburt muß sterben. Doch Israel führt er zur Freiheit.
11. Ins Meer versenkt er seine Feinde Und führt sein Volk auf trockner Straße.
12. Geleitet es durch Wüsteneien, Als guter Hirte seiner Herde.
13. Er öffnete den dürren Felsen, Daß er von Wasser überströmte,
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Um seines Volkes Durft zu löschen, Die matte Zunge zu erquicken.
Doch sie vergaßen rasch das Wunder, Versuchten Gott mit ihren Lüsten. Begehrten Fleisch für ihren Gaumen, Zu fröhnen ihren bösen Trieben.
17. Der Herr erfüllte ihr Begehren,
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Gräber der Lüsternheit,
^•er Verwalter geriet in den Ruf der Verschwendung. Womit wird er die Güter seines Herrn verschwendet haben? Durch Ausgaben für Kunst und Wissen- tur? Für m Für Bildung und Kul-
Bedürftigen ^Ünd ° A ""^ Gottesdienst? Für die Ausgaben mären iÄÄ Keineswegs; solche ein gutes Werk nnm„teme Verschwendung, ändern KL " ÄnM?^Ä
Sw™ albt £ Stm1^ ">---». und a 1 Malin <7 traurige Kunde. Es ist
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Ließ Brot wie Reif vom Himmel regnen. Die Menschen aßen Engelsspeise Und wurden satt vom Himmelsbrote. In hellen Scharen fielen Wachteln, Mit ihrem Fleisch das Volk zu nähren. Doch schlemmten sie im Uebermaße Und reizten ihren Gott zum Zorne.
21. Die Lüsternheit fand ihre Strafe; Der Tod hielt eine fette Ernte.
22. Doch hat er nicht vertilgt sein Erbe, Nicht ganz und gar sein Volk verworfen.
23. An ihren Kindern übt er Schonung, Führt sie zum Lande der Verheißung.
24. Vertreibt vor ihnen fremde Völker, Macht Israel zum Herrn des Landes.
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Doch bald vergaßen sie den Helfer Und dienten treulos toten Göttern.
Da traf der Arm des Herrn die Frevler, Cr gab sie in die Macht der Feinde.
Doch bald erwachte sein Erbarmen Wie aus dem Schlaf ein starker Recke. Er setzte David ein zum König.
Sein Volk aus Knechtschaft zu befreien.
Wie in einem Höhenflug überblickt der Psalm sänger die Geschichte Israels. Sie ist ein beständiger Wettkampf zwischen der menschlichen Bosheit und der göttlichen Barmherzigkeit, zwischen der menschlichen Hartnäckigkeit und der göttlichen Langmut, zwischen der menschlichen Sünde und der göttlichen Strafe. Die Befreiung aus der Aegyp- tischen Knechtschaft, die wunderbare Führung auf dem Weg durch die Wüste, die Versorgung des Volkes mit Speise und Trank und daneben der Israeliten Wankelmut und Treulosigkeit bildet das ergreifende Leitmotiv dieses erschütternden Liedes. —
Greifen wir nun einen Zug heraus, den der Sänger ausführlicher behandelt: die Gräber der Lüsternheit. Bekannt ist euch das Manna, mit dem Gottes Vaterhand die Israeliten versorgt hat. War nun dieses Manna eine Hungerkost oder ein Bettlermahl? Keineswegs. Es war vielmehr, eine köstliche Speise, eine vollwertige Ernährung. Von Farbe war das Manna wie schneeweißesj Weizenbrot und von Geschmack wie Honigkuchen;! auch der verwöhnteste Gaumen kam da auf seine Rechnung. Ohne alle Arbeit, ohne Saat und Ernte, ohne Dreschen und Malen, ohne Kneten und Backen hatten so die Israeliten tagtäglich ihr ausreichendes, frisches Brot. Hätten da diese Lieblinge Gottes nicht zufrieden und glücklich sein sollen? Und dennoch, was geschah? Unzufriedenheit erfaßte sie und griff um sich wie ein Krebsgeschwür, Begehrlichkeit und Lüsternheit nach den Fleischtöpfen und Delikatessen Aegyptens flammte in ihnen auf wie ein hitziges Feuer. Sie faßen da« und weinten vor Zorn und Gier, und einer ftecktsi den anderen an, und ein Gemurmel ging durchs" Lager wie von einer Herde hungriger Schweine., „Wer wird uns Fleisch zu essen geben? Wir gedenken der Fische, die wir umsonst in Aegypten« verzehrt und entsinnen uns der Kürbisse und Melonen und der Lauche und Zwiebel und des Knoblauchs; dürr ist unsere Seele, und unser Auge sieht nichts als Manna, Manna, Manna!"
Sprich, war das nicht ein abscheulicher Undank gegen Gott? Hätte er nicht ergrimmen und die Lüstlinge augenblicklich strafen sollen? Und doch, in seiner grenzenlosen Langmut und Güte ging der Herr ein auf ihr Begehren: Wachteln in großer Anzahl flogen herbei und ließen sich fW«“”? nieder und wurden zu Hausen gefafmen, g - und gebraten. Ha, war das -m t-M,cher Duft, ein saftiger Seiferbiffen! lln finni^ Tiers ®±jSÄft »"-"«'«»' Air »I« W