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LH. Zahrg.
23. Ich will ihm halten meine Treue Und meinen Bund nie widerrufen.
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Religiöses Wochenblatt katholischen Gemeinden Kassels.
Erscheint jeden Sonâz und kostet monatlich Ausgabe -^ Zö-Ao-dosennig 8 40 Goldpfennig (frrlbl.) Redakttons, schlu) Rontaz Anzeigen-Prelle: Tolonrlzeile im An;- /o't 0,15 Doldmari, Colonekzeile im Reklamrtei[ 0,80 Goldmark. Bei Wiederholung Rabatt. Au;sanst und Off-Zeb. 0,10 Goldmark. Porto extra. Anzeigen müssen spätestens bis Montag morgens im Besitz der Fuldaer Acttendruckerei in Fulda sein.
Druck unh Verlag der gutdae «rnsudrucker«!.
«Mel, dm 22. Zum IM.
Wschsnkaleuder.
Sonntag, 22. Sunt Zweiter Sonntag nach Pfingsten. (Sonntag in der Fronleichnamsoktav.) Paulinus, Bischof von Nola, f 431.
Montag, 23. Juni. Von der FronleichnamZoktav. Vigil des Festes der Geburt des hl. Johannes des Täufers.
Dienstag, 24. Juni. Johannes der Täufer. Mitfeier der Fronleichnamsoktav.
Mittwoch, 25. Juni, Von der Froyleichnamsoltao. Wilhelm, Abt, t 1142 in Süditalien. Mitfeier der Oktav des hl. Johannes des Täufers.
Donnerstag, 26, Juni. Oktav des Fronleichnamsfestes.
—e, Johannes u. Paulus, Mart., f 362 zu Rom. Mit» seier der Oktav des Hl. Johannes des Täufers.
Freitag, 27. Juni. Herz-Jesu-Fest.
Samstag, 28. Juni. Irenäus, Bischof von Lyon, Kirchenvater, f 202. Mitfeier der Oktav des hl. Johannes d. T. u. der Vigil von Peter u. Paul,
Zweiter Sonntag nach Pfingsten.
(Evangel. Luk. 14, 15-24)
In jener Zeit trug Jesus den Pharisäern folgendes Gleichnis vor: Ein Mensch bereitete ein grof.eS Abendmahl und lud viele dazu ein. Und er sandte seinen Knecht zur Stunde des Abendmahls, um den Geladenen zu sagen, daß sie kämen, weil schon alles bereit wäre. Und sie singen alle einstimmig an, sich zu entschuldigen. Der erste sprach zu ihm: Ich habe einen Meierhof gekauft und muß hingehen, ihn zu sehen; ich bitte dich, halte mich für entschuldiget. Und ein anderer sprach: Ich habe fünf Joch Ochsen gekauft und gehe nun hin, sie zu versuchen! ich bitte dich, halte mich für entschuldiget. Und ein anderer sprach: Ich habe em Weib genommen und darum kann ich nicht kommen. Und der Knecht kam zurück und berichtete dieses seinem Herrn. Da ward der Hausvater zornig und sprach zu seinem Knechte: Geh schnell hinaus auf die Straßen und Gassen der Stadt und führe die Armen, Schwachen, Blinden und Lahmen hier herein. Und der Knecht sprach: Herr, es ist geschehen, wie du befohlen hast; aber es ist noch Platz übrig. Und der Herr sprach zu seinem Knechte: Geh hinaus auf die Landstraßen und an die Zäune und nötige sie, hereinzukommen, damit mein Haus voll werde. Ich sage euch aber, daß keiner von den Männern, ixte geladen waren, mein Abendmahl verkosten soll.
Der Gsidring.
ei der kirchlichen Trauung wechseln Braut und Bräutigam einen goldenen Ring und ziehen ihn an den Finger zum Zeichen, daß sie einander verbunden sind als Mann und Frau zu unverbrüchlicher, ewiger
Ein solcher goldener Ring glänzt auch an der Hand der göttlichen Majestät: steuer als das Immergrün unserer Tannen, als das Licht unserer Sonne, als der Glanz des echten Waldes ist Gottes Wort
und Wille. Sieh das Herzjesubild in deiner Stube oder in deiner Pfarrkirche: ist es nicht ein sprechendes Sinnbild der treuen Liebe deines Heilandes? Die Dornen daran, das Kreuz und die Flammen erzählen dir von einer Liebe bis zum Leiden, bis zum Opfer, bis zur Hingabe, bis zum Tod. Da gilt das Wort des hl. Johannes: „Da Jesus die Seinen liebte, liebte er sie bis zum Ende".
Die göttliche Erbarmung und^ Treue hat den Psalmensänger zu einem der schönsten Lieder begeistert. Es ist der 88. Psalm, den wir als „Hochgesang der Treue" ansprechen dürfen. Zum bevorstehenden Herzjesufest will ich diesen Psalm in an- geinessener Verdeutschung den Lesern des ,Boten' darbieten.
Psalm 83: Seites Sund und Treue.
I. Die Taten deiner ewgen Güte, Jehova, will ich jetzt besingen.
2. Ein fester Turm ist dein Erbarmen, Und deine Treue reicht zum Himmel.
8. Der Herr hat einen S«nd geschlossen. Geschworen seinem Knechte David:
4. „Auf ewig soll dein Leibessprosse In Gottes Reich als König herrschen".
S. Die. Himmel loben dich Jehova, Es soll dich preisen deine Kirche.
6. Wer ist dir gleich, du Allerhöchster? Wer ist dir gleich im Chor der Engel?
7, Du stillst das Ungestüm deS Meeres, Du sänftigst seiner Wogen Aufruhr.
8. Den Stolzen schlägst du bis zum Boden, Zermalmst mit Riesenkraft die Feinde.
9. Dein ist der Himmel, dein die Erde, Du hast gebildet Welt und Menschen.
10. In deiner Hand ruht Kraft und Segen, An deinem Thron stehn Recht und Wahrheit.
11. Vor deinem Antlitz schreitet Gnade, Das Volk ist glücklich, daS dir Lob singt.
12. Es wandelt treu in deinem Lichte, Erfreut sich immer deines Schutzes.
13. Nur du bist unser Ruhm und Helfer, Wir stehen fest durch deine Treue.
14. Du hast uns gnädig ausgenommen, Wir ehren dich als Herrn und König.
15. Ich habe David mir erwählet Und ihn gesalbt mit heilgem Oele.
16. Mit starker Hand ich ihn beschütze, Und meine Rechte wird ihm helfen.
17. Kein Feind soll jemals ihn bezwingen, Kein Bösewicht ihm jemals schaden.
18. Zerhauen wird er seine Feinde Und Niederschlagen seine Hasser.
19. Mit ihm ist meine Macht und Treue, Durch mich wird hochgechrt sein Name.
20. Ihn trägt das Meer auf seinen Wogen, Und seine Macht die Ströme preisen.
21. Er wird mich liebend „Vater" nennen, Als Gott und Schutzherrn mich verehren.
22. Ich setze ihn zum Erstgeborner^ Zum Kövia über Äle Herrscher,
24. Ich werde segnen seine Kinder, Sein Thron steht ewig wie der Himmel.
25. Doch wenn sie mein Gesetz verachten Und freveln wider meine Satzung!
26. Wenn sie mein Bündnis frech entweihen Und meine Wege übertreten:
27. So werd' ich sie mit Ruten schlagen, Sie züchtigen mit vielen Streichen.
28. Doch halt' ich David mein Versprechen, Kann nicht verletzen meine Treue.
29. Mein Bund mit ihm soll ewig gelten, Kein Trug soll sein an meinen Lippen.
30. Ich hab's gesprochen; kann ich lügen ?: „Der Davidsohn soll herrschen ewig".
31. Sein Thron soll glänzen wie die Sterns Und leuchten wie des Vollmonds Antlitz.
32. Nun hast du uns, o Gott, verstoßen Und hast verzögert Christi Ankunft.
33. Hast aufgelöst dein heilig Bündnis, Unix Davids Thron — er ist entheiligt.
34. Zerfallen sind des Reiches Mauern, Darnieder liegen seine Wälle.
35. Zur Beute ist's den Nationen, All seinen Nachbarn zum Gespötts.
36. Gestärkt hast du die Hand des Feindes, Erfreut des Reiches Widersacher.
37, Die Schwerter sind uns stumpf geworden, Lu hast im Kriege uns verlassen.
38. Verblichen ist der Glanz der Herrschaft, Zertrümmert liegt der Thron am Boden.
39. Verkürzt hast du des Reiches Tage, Bedeckt ist es mit Schmach und Schande.
40. Wie elend ist doch unser Leben; Hast du zum Unglück unS erschaffen?
41. Führt unser Leben nicht zum Tode? Wer kann dem Grabe wohl entrinnen?
42. Wo bleibt dein ewiges Erbarmen? Wo bleibt, o Herr, der Schwur an David? —
43. Gedenke, Herr, der Schmach und Schande Die von den Heiden stumm ich trage.
44. Sie lästern dich und deinen Christus, Weil deine Ankunft sich verzögert.
45. Nun sende bald den Welterlöser, _ Der uns befreit von Schuld und Sünde.
46.
Gepriesen sei der Herr auf ewig, Gelobt Jehova ohne Ende.
Mein Christ, zieh den Goldring der Treue auchs an deine Hand. Treue gegen Treue. Bist du Gott treu, ist Gott auch dir treu. Als wirksames Wittel, der Beharrlichkeit empfehle ich dir die Andacht zum hl. Herzen Jesu und die öftere hl. Rommunton. Dies hat den hl. Aloysius (21. Juni) Seftst-gt in der Gnade und Freundschaft ®oite8. 3^; „,: Todesstunde gefragt, wie es geht, gab -r voll Zuver