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Wochenkalender.

Sonntag, 15. Juni. 1. Sonntag nach Pfingsten. Fest der alterheiligsten Dreifaltigkeit. Mitfeier de° 1. Sonntags nach Pfingsten. Vitus (Veit), Modestus u. Creszentia, Märt unter Kaiser Dtoilctian.-f um 300. Herz-Jesu-Quatember-Andacht um gute Priester. Montag, 16. Juni. Vom Tage (Messe vom Sonntag). Bardo, .sei. Mönch u. Dekan zu Fulda, Abt zu Hers, seid, t 1051 als Erzbischof von Mainz: Benno, Bl)chof v. Meißen, f 1106 in Naumburg a. d. Saale. Dienstag, 17. Juni. Vom Tage. Adolf, Bischof von Osnabrück, f 1224.

Mittwoch, 18. Juni. Ephrem der Syrer, Diakon, Bek. s 373 zu Nisibis in Armenien. Markus u. Marcellianus Mârt., f um 304 zu Rom.

Vs^EMg, 19. Duni. Fronleichnamsfest mit sererlrchei: Oktav. Juliana, Oberin der eerbttinnen T 1341 zu Florenz. Gervasius u. Protasius, Märt., t um 300 zu Mailand.

Freitag, 20. Juni. Von der Oktav des Fronleichnams, festes. Silverius, Papst, f 540.

Samstag, 2l. Juni. Von der Oktav. Aloysius von Gonzaga, Bek. aus dem Orden der Gesellschaft Jesu, Patron der Jugend, f 1591 zu Rom.

Das H der eiligsten Dreifaltigkeit.

(Eoangel. Matth. 28, 18—20.)

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Mir ist alle Gewalt gegeben im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin, und lehret alle Völker und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes: und lehret sie alles halten, was rch euch befohlen babe: und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an's Ende der Welt.

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Offener Mund.

offne deine» Mund, und ich will ihn erfüllen", ruft der Herr uns zu durch das Sprachrohr der hl. Schrift im Psalm 80. Die Israeliten sollten den Herrn preisen mit Herz und Mund, mit Instrumenten und

Stimmen, preisen und loben für so herrlich« Be- wnse seiner Güte, für so viele und augenscheinliche Hllfe seiner Vorsehung.

Leihen wir den festlichen Klängen dieses schönen Pjaimes ein aufmerksames Ohr.

Psalm 80: Lob Gottes wegen füner Wohltaten.

1. Frohlocket Gott, dem treuen Helfer, Dem Gotts Jakobs finget Lieder, t®^ m't Harfe und mit Trommeh H rber mit Saitenspiel und Zither. S' ?Änp iahet freudig schmetter« ZUM seste unsres großen Gottes.

4- »° s t für Israel die Satzung So ist es Brauch beim Volke GotteS

5. Den Kindern Josephs zum Gedächtnis An ihren Auszug aus Aegypten. )

6. Ihr Rücken war beschwert mit Lasten, Und ihre Hand mit vollen Kärbeirs

7. Da haben sie zum Herrn gerufen, Und gnädig hat er sie errettet.

8. Dem Wetter hat er sie entrissen Und sie geprüft am Haderwasser.

9. Vernimm, mein Volk, hör' meine Bitte, O Israel, laß dich beschwören!

10. Kein neuer Gott soll dir erstehen, Nicht sollst du fremden Göttern dienen.

11. Dein Herr und Gott bin ich allein». Der aus Aegypten dich geführet.

12. Weit öffne deinen Mund zum Danke So will mit Gütern ich dich segnen.

13. Mein Volk verschmähte meine Bitte, Und Israel hat mich verlassen.

14. Sie fröhnten ihren bösen Lüsten, Sie wandelten auf Lasterpfaden.

15. Hätt' Israel mein Wort geachtet Und treulich mein Gebot gehalten:

16. Vernichtet hätt' ich seine Feinde, Geschlagen seine Widersacher.

17. Mein Volk hat treulos mich belogen, In Ewigkeit bleibt es verblendet.

18. Ich bot ihm Weizenbrot zur Nahrung, Erquickte er mit Felsenhonig.

Vier Denksteine aus der jüdischen Geschichte er­richtet der Psalmensänger, die dem israelitischen Volke eine Mahnung sein sollten, den Mund zu öffnen zum Lobe Gottes. Der erste Denkstein war die Befreiung aus Aegypten. Dort waren Josephs Söhne und Enkel zu Sklaven Pharaos geworden Schwere Körbe, gefüllt mit Steinen und Ziegeln mußten sie zu den ägyptischen Prachtbauten mit gekrümmtem Rücken herbeischleppen. Gott aber hat sie durch Moses der Hand Pharaos entrissen. — Der 2. Denkstein war der Durchzug durchs rote Meer, wo Gott mit mächtigem Arm die Israeliten „dem Wetter", der Verfolgung Pharao?, entrissen und die Feinde in den Fluten des Meeres begraben hat. — Der dritte Denkstein ist die Gesetzgebung auf Sinai; dort hat sich Gott seinem Volke als ein­zigen Gott unter Blitz und Donner vorgestellt, ihm seinen Willen in den zehn Geboten verkündigt, seinen Bund mit ihm geschlossen. — Der 4. Denkstein ist die Versorgung in der Wüste, wo Gott die Israeliten ernährte mit Manna, das wir köstliches Weizenbrot mundete, und sie tränkte mit wunderbarem Wasser, daS dem Gaumen wie Honig dünkte.

Oeffne deinen Mund, das ist auch unsre Auf- aabe. Seht, das Fronleichnamsfest steht vor der Tür. Da öffnet sich der Mund, und es entsteigen den Lippen heilige Hymnen zum Preise des Hei­landes, der im heiligsten Sakramente wohnt. „Pange lingua gloriosi" — Preiset, Lippen, das Geheimnis; „Lauda Sion Salvarorem" — Sion laß dein Lied erklingen. Das sind einige Perlen aus dem Lieder­schatz der Kirche für Fronleichnam. Stimme freudig ein in diese Lieder und öffne auch deinen Mund zum Empfang der hl. Kommunion während der Fronleichnamszeit und besonders auf das Herzjesufest.

Oekkne deinen Mund; heute findet auch im hohen

Dom zu Fulda die Priesterweihe statt; siehe, das heiligste Sakrament braucht heilige Hände, es zu bedienen und auszuspenden. Deshalb werden sie vom Bischof mit heiligem Oel gesalbt; der Priester erhält die Gewalt, die Hostie zu konsekrieren, Mes­sen zu lesen für Lebendige und Verstorbene, zu wei­hen und zu segnen. Auch über den Mystischen Leib Christi erhält er Gewalt. „Welchen du die Sünden nachlässest, denen sind sie nachgelassen", spricht der Bischof zum neugeweihten Priester und überträgt ihm damit die Gewalt, den erlösenden Freispruch zu tun über die reuige Seele beim Butzgericht. „Oeffne deinen Mund", um Gott zu preisen, der so vielen Männern die Berufsgnade gegeben, um Gott auch zu bitten, diese neugeweihten Boten zu i segnen, sie zu erfüllen mit reinem Seeleneifer, sie zu machen zum Salz der Erde und zum Kronleuchter im Hause des Herrn. Oeffne auch die Hände, kath. Volk, um deinen Priestern einen warmen Empfang zu bereiten.

Der Burgpfarrer.

Ein deutsches Hochfest.

Es ist so recht ein deutsches Fest, das zu Fron» leichnam gefeiert wird, urdeutsch nicht nur seinem ganzen Stimmungsgehalte, sondern auch seiner Ge­schichte nach. Die ersten Jahrhunderte des zweiten christlichen Jahrtausends sind erfüllt von jenem Zuge der Innigkeit und Gemütstiefe, den das deut­sche Volk, gleichsam als nationalen Dank für das Geschenk der Frohbotschaft, in die Entwicklung der kirchlichen Liturgie hineingetragen hat. Wie Mark­steine am Wege dieser Entwicklung stehen der Heliand, jene wunderbar innige Durchdringung der Worte des Evangeliums mit den AuS?»MW».nitteln und dem Gefühlsgehalt der deutschen Seelè, die deutschen Dome, die den Opfergeist und die Glau- bensbegeisterung unserer Väter mahnend dem kommenden Geschlecht verkünden und von einer Zeit voll Glanz und Glück im deutschen Volke zu erzäh­len wissen, als es einig im Glauben in allen deut­schen Gauen Gott furchtlos und treu gedient hat, und endlich das hohe Fronleichnamsfest. Wie der Name des Festes vom Leib (Leichnam) des Herrn (Frö = Herr, Frâwe = Herrin, Frau) seinen deut­schen Ursprung verkündet, so bezeugt uns seine Ge­schichte seine Wurzel im deutschen Gemütsleben.

Eine deutsche Jungfrau, Juliana von Lüttich, hat die Anregung zur Einführung des Fronleich­namsfestes gegeben, an welchem der Heiland in der Brotgestalt feiner überquellenden Liebe aus der Enge der Dome und Kapellen in die große Oestent- lichkeit der Straßen und Plätze und Mmen h-nau - zieht, alle und alles zu segnen, die Huldigung alle anzunehmen, alle an sich zu Ff^1'0' ; seine

und beladen sind, auch d-e, dm d n W-s^ Kirche nicht mehr f1^™',.“^ ^L ^ur Gralsburg land Varfital. eine Schuld den Weg --ur