für die katholischen Gemeinden Kassels.
Erscheint leben Sonntag und tostet monatlich Ausgabe A35Sofbpfemiig 3 40 -Silbpfennig (freibf.) Redaktion? - schlug .Dtontirg Anzeig en-Preise: Lolanelzr-le im Anzeigenteil 0,15 Zaldmaek, Ealsnelzrile im Reklameteil 0,63 Goldmark. Bri Äiedrrhalung Rabatt. Auskunft und Of-H:b. 0,1) Goldmark. Porto extra. Slnzetgen müssen spätestens bis Montag morgens im Besitz der Fuldaer Actiendruckerei in Fulda sein.
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Nr. 22.
Kassel, den l Jaitt W
3^. Iahrg.
WochenKalenöer.
Sonntag, 1. Juni. Sechster Sonntag nach Ostern. 'Sonntag in der Oktav von Himmelfahrt) Beginn der Wallfahrten zum Grab de? hl. Bonifatius. Kollekte für den Bonifatiusverein.
Montag, 2. Juni. Von der Oktav von Himmelfahrt. Marzellin, Petrus u. Erasmus, M.
Dienstag, 3. Juni. Von der Oktav Don Himmelfahrt- Klothilde, Frankenkönigin, f 545 zu Tours.
Mitstvoch, 4. Juni. Franziskus Caracciolo, j 1608 in Llgnona. Mltfeier der Oktav. Florian, Märtyrer, Schuhheiliger gegen Feucrsgefahr, f 304.
Donnerstag, 5. Juni. Bonifatius, Bisch, u M., erster Patron der Diözese Fulda, f 754 bei Dokkum in ^klesland^.Mitfeler des Mavtages vonHimmelfahrt Freitag, 6. Juni. Norbert, Bisch, ui Bek., Stiller des Hrämonstratenseroroens, f 1134 zu Magdeburg. Mitfeier der Bonifatiusoltav. Her z-J c su-F reitag. Samstag, 7. Juni. Vigil von Pfingsten. Eoban u. Gefährten, f 754. Robert, Cisterzienserabt, f 1150 in England. ViAlfasttag.
Der sechste Sonntag nach G,trrn.
sEvangel. Joh. 15, 26—16, 4.)
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn dec Tröster kommen wird, den ich euch voin Pater senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vatèr auszcht, derselbe wird von mir Zeugnis geben. Und auch ihr werdet Zeugnis geben, weil ihr bom Anfänge bei mir seid. Dieses habe ich zu euch geredet, damit ihr euch nicht ärgert Sie werden euch aus den Synagogen auslioßen: ja es kommt die Stunde, daß jeder, der euch tötet, Gott einen Dienst zu tun glauben wird. Und das werden sie euch tun, weil sie weiter den Vater noch mich kennen, i.ber ich habe euch dies gefast, damit, wenn die Stunde kommt, ihr euch daran erinnert, daß ich es euch gesagt habe.
Raud und Beute.
Gottes Eingebung hat der Prophet ' Js-nas den Messias angekundlgl mit ’M® dem Auftrag : ..Raube schnell erbeute geschwind!". (3f- 8, 1.)
Diese Prophezeiung hat sich im Leben des Heilandes und besonders in seiner Himmelsahrt et füllt: im Sturm hat sich der Heiland die Herzen erobert und bei seiner Himmelfahrt hat er die Vorhölle gleichsam emvöllert und beraubt und hat all ihre Bewohner als Sieges- beute mit sich im Triumph zum Himmel eingesuhrt. In einem ichwungvollen Festlied, das in geheim« nisvollem Dunkel p-angt wie ein gotischer Dom, hat David diesen herrlichen Einzug und diese so gerechte „Beraubung" zum voraus geschildert. Eâ ist der Psalm 67, der „König der Psalmen"^ genannt. Es ist nur der Versuch einer sinngemäßen Verdeutschung, die ich von diesem grandiosen Psalm dir darbiele.
Psalm 67: Von des Messias Triumph;»«
1. Erhebe dich, zerstreu die Feinde, Beringe deine Wid-rsawer.
2. Wie Rauch, o Gott, laß sie zerstieben, Wie Wachs am Feuer sie zerschmelzen.
3. Frohlocken sollen die Gerechten Und deines Schutzes sich erfreuen.
4. Ein Loblied finget seinem Namen, Geleitet im Triumph den König.
5. Den Waisen ist er Schutz und Vater. Den Witwen schasst er Recht und Beistand.
6. Er wohnt im höchsten Heiligtums, Herr ist sein hocherhabner Name.
7. Er führt zur Freiheit die Gefangnen, Zerbricht des Grabes düstern Kerker.
8. Einträchtig läßt er alle wohnen In seinem großen Vaterhause.
— S^Vei Seineg^.Z'â durchs MÜL Erbebte, Herr, ringsum die Erde.
10. Vom Himmel troff das süße Manna Sur Nahrung in der dürren Wüste.
11. Ein Regen auserwählter Speise Ergoß sich seinen treuen Dienern.
12. Wir leben ganz von deiner Güte, Die immerdar erquickt uns Arme.
13. Der Hsrr verleihet feinen Voten, Sein Wort mit großer Kraft zu künden.
14. Der Engel König hilft den Seinen, Des Hauses Herrin teilt die Beute.
15. In deinem Lande ruh'n wir sicher, Wie eine Taube in den Lüften.
16. Es glänzt ihr silbernes Gefieder, Und golden strahlen ihre Schwingen.
17. Der Berg des Herrn ein Berg des Segens, Ein Berg des Segens, Berg des Glückes.
18. Ein Berg, der wohl gefällt dein Höchsten, Den Gott erwählt zur ew'gsn Wohnung.
19. Dahin ihn ziehen die Engelscharen, Die glanzvoll ihren Herrn umgeben.
20. Du steigst hinauf in Himmelshöhsu, Den Menschen Gaben auszuteilen.
21. Gefangen nimmst du ihre Herzen, Die sich im Glauben unterwerfen.
22. Dank sei dem Herrn an jedem Tag«, Er schützt uns auf der Lebensreise.
23. Beim Herrn allein ist Heil und Leben, Beim Herrn ist Tod und Auferstehen.
24. Zerschmettern wird der Herr die Feinde Der Sünder Haupt wird er zermalmen
25. Ein Ende macht er ihren Lüsten, Versenkt sie in den tiefen Abgrund.
26. In seinem Blute schwimmt der Sünder Und seinen Leichnam fressen Hunde.
27. Mein Gott, wir feiern deinen Einzug, Im Tempel willst als Gott du thronen.
28. Voraus mit Harfen mächt'ge Fürsten Inmitten froher Jugendchöre.
29. Lobsingt dem Herrn im Gotteshaus«, Lobsingst ihm aus Leibeskräften.
30. Dich preise Benjamin. der Jüngling, Verzückt von übergroßer Freude.
31. Die Fürsten Zabulons und Judas Mit Nephtali und allen Edlen.
32. Gebeut, n Herr, in deiner Stärke, Was du begonnen zu vollenden.
33. Vom Heiligtum herab uns segne, Dir opfern Königs Geschenke.
34. Bekämpfe, Herr, die Heiden alle, Die deiner Herrschaft widersprechen.
35. Beim Ansturm deiner Widersacher Erproben sich die treuen Diener.
36. Die Völker, die zum Kriege rüsten, Sie reichen ihre Hand zum Frieden.
37. Ihr Erdenreiche, Gott lobsinget, Der wohnt im reinsten Himmelslicht«.
38. Mit Macht ertönet seine Stimme, Auf Wolken thront er hocherhaben.
39. Ihr Auserwählten bringet Ehre Dem Herrn ob seiner Macht und Größe.
40. An seinen Heil'gen wirkt er Wunder
Und seinem Volk verleiht er Herrschaft.
Der Psalm ist ursprünglich als Prozessionslied cdacht für die feierliche Übertragung der Bundes- -ade aus dem Hause Obedeooms in das neuerrichtete! Zelt auf Sion. Gefangene wu> den dabei mitgeführt,? gleichsam als Siegesbeule für den großen Golt Jahve, der seinem Liebling David so viele Städte,i Länder, Völker und Herzen unterworfen haH Ins die mancherlei dunklen Einzelheiten des Psalmes einzutreten, dazu reichen Zeit und Raum nicht hinâ Ist nicht das geheimnisvolle Dunkel in den mitiel* alterlichen Domen eine Labsal für die Seele? Soll man b'e barsten Glasgemälde herausnehmen und blanke Fensterscheiben dafür einsetzen? Freuen wir uns der Geheimnisse und schließen wir mit einer- Nutzanwendung. Wir sollen nämlichselber,,Raub,' und Beute" werden für un'ern Heiland. Zwar! gehören mir ihm ohnehin als Gut und Eigentum./ Christus will aber freiwillige Diener. Freiwillig wollen w:r uns aul's neue ihm unterwerfen im Glauben und in der Liebe. Solche „Gefangenschaft^ fügrt zu Freiheit und Glück, zum Frieden und zur Seligkeit. Der Burgpsarrer.
Die Verheißungen des göttlichen Anetts Jesu»
Der Juni, der Monat der Verehrung des Hlsi. Herzens Jesu, ist wieder gekom-nen. Da geziemt 1 sich, daz der Katholik sich der G >aden erinnere/ ie der göstliche Heiland den Verehrern seines erzens di-rch die hl. Margarete Maria Alacoque
• Reißen hat. Er sagte zu ihr:
1. J H werde ihnen alle zu ihrem Stande not< tvendigen Gnaden geben.
2. Ich werde den Frieden in die Familien bringen.
3. Ich will sie tra ten in ihrem Leiden.
4. JH will ihre sichere Zuflucht sein -m »>( und besonvers im Tove.
5. Ich werbe überflieZend meinen Segen erteilen, .„ ^ffu.. thren llitls.rww"11"*