■nmHiM^wiËWi
Ausgabe B
|!™
W
Ur. |6.
Kc$el, den 20. Hpril 1924
W
Religiöses Wochenblatt für die katholischen Gemeinden Kassels
Erscheint jeden Sonntag und kostet monatlich Ausgabe ^ ZS Boldsssnnig 3 49 Goldpfenrüg (freibl.) Redaktionsschluß Montag Anzrizsn-Prsise: Colonelzelle im Anzeigenteil 9,15 Goldmark, Eolonelzeile im Reklameteil 0,60 Goldmirk. Bei Wiederholung Rabatt. Auskunft und Off -Geb. 0,19 Goldmark. Porto extra - Anzeigen müssen spätestens bis Montag morgens im Besitz der Fuldaer Actiendruckerei in Fulda sein.
3ruf und iBertaj der Fulda« Acii-ndruNeret
Wochenkalender.
Sonntag, 20. April. DaS heilige Osterfest.
Montag, 21. April. Ostermontag. Anselm, Erzbischof von Canterbury, f 1109.
Dienstar, 22. April. Messe vom OsterdienStag, Soter u. Casus, Päpste u. 3Ji;
Mittwoch, 23. April. Messe vom Wochentag, Georg, M. u. Nothelfer, f um 303.
Donnerstag, 24. April. Messe vom Wochentag. Fidelis von Sigmaringen, f 1622.
Freitaa, 25. Apnl. Messe vom Wochentag. Fest des hl. Markus wird am 28. April gefeiert.
d^iag. 26. April. Messe vom Wochentag. Cletus u. JWarceKin, Päpste u. M.
Psalm 117: Loblied auf Gottes Erbarmung und des Heilandes Triumph.
1. Lob singt dem Herrn, denn er ist gütig, Und ewig währet sein Erbarmen.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
Das Zeitige Osterfest.
(Ev. Mark. 16, 1—7.)
In jener Zeit kauften Maria Magdalena, Maria, des Jakobus Mutter und ©alome Spezereien, um bin» zuaehen und Jesum zu falben. Und sie kamen am ersten, Sage der Woche in aller Frühe zum Grave, oa die «sonne eben ausgegangen war. Und sie sprachen zu einander: Wer wiro uns wohl den Stein vor oer Türe des Grabes wezwälzen? Als sie aber hinvUckten, sahen sie, daß der «lein wegzewâlzt war: er war nämlich sehr groß. Und da sie in das Grab hinein, gingen, sahen sie einen Jüngling zur Rechten sitzen, angetan mit einem meinen Kleide, und sie erschraken. Dieser aber sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Ihr suchet Je,um von Nazareth, oen Gekreuzt ten: er ist auserstanden, er ist nicht hier; sehet den Ort, wo sie ihn hingelegt halten. Gehet aber hin, saget seinen Jüngern und dem Petrus, daß er euch voranzehe nach Galiläa? daselbst werdet ihr ihn sehen, wie er euch sagt hat.
ge-
„Das ist der Tag des Herrn.
V
ieder ist er gekommen, der lang- ersehnte, hochwillkommene, der »Tag des Herrn", gekommen mit RrMMZDE der Botschaft vom auferstande- " nen Erlöser, gekommen mit Orgel,
. . â klang und Elockenton, mit AUe-
luja und Jubelliedern, mit festlichen Kleidern und frohen Gesichtern, mit bunten Eiern und ©eschen« «n, nm reinen, glücklichen Herzen, die gläubig dem „?;,,?? °°n Golgatha zujauchzen. Denn er ist der gomiche Steger, der mit mächtigem Arm den Tod ?^ Grab überwunden, das Tor der Erlösung und des Himmels aufgeschlossen hat.
Bund stand dieser Tag .den Gottes vor Augen Der ^. Aâ^s'ng. diesen- Großtag der Allmacht und
1 rauschenden Akkorden des 117. Psalmes; dies ist der eigentliche „OfterpsÄm", in Dftprhi”^ weisen unsere heilige Kirche ihrem r Un6 rnacyt. Vertiefen wir uns mit l.soevoller Aufmerksamkeit in diesen Psalm.
Es spreche Israel: ja gütig. Und ewig währet fein Erbarmen. Mit feinem Haus bekenne Aron: Ja ewig währet fein Erbarmen. Bekennen sollen Gottes Diener: La ewig währet fein Erbarmen.
Ich rief zum Herrn in meiner Trübsal:
Er führte
Der Ich Der Ich
Herr frage Herr frage
mich heraus zur Freiheit.
hilft mir mit feiner Allmacht, nichts nach Menschenstücken.
Hilft mir mit feiner Allmacht, nichts nach meinen Feinden.
8. Biel besser ist's, dem Herrn vertrauen. Als Hilfe suchen bei den Menschen.
9. Viel besser ist's, dem Herrn vertrauen.
10.
11.
12.
13.
14.
15.
16.
17.
Als Hilfe suchen bei den Fürsten.
Es haben mich umdroht die Heiden,
Ich Sie Ich Sie Ich Zu
schlug sie all in Gottes Namen, haben feindlich mich umzingelt, schlug sie all in Gottes Namen, haben mich umschwärmt wie Bienen, schlug sie all in Gottes Namen.
Boden fiel ich schwergetroffen.
Doch hat der Herr mich aufgehoben. Der Herr ist meine Kraft und Ehre, Zum Retter ist er mir geworden. Frohlocken sollen die Gerechten. Ihr Haus von Jubel widerhallen. Des Herren Rechte hat geholfen. Des Herren Rechie mich erhöhte. Nicht sterben werde ich, nein, leben Und Gottes Werke laut verkünden.
18. Zum Heil hat mich der Herr gezüchtigt.
19.
20.
21.
22.
23.
24.
25.
26.
27.
28.
29.
Doch nicht dem Tods überliefert.
. Nun öffnet mir des Himmels Pforten, Den Herrn zu preisen mit den Frommen.
. Da will ich danken für die Rettung, Für alles Heil, das mir geworden.
. Der Stein, vom Bauherrn einst verworfen. Zum Eckstein ist er nun geworden. j
, Vom Herrn ist diese Tat geschehen. So wunderbar in unsern Augen. !
Das ist der Tag, von Gott geschaffen: Laßt uns frohlocken, laßt uns freuen! Hosanna, Christus sei willkommen!
Du Gottssbots fei gepriesen I
Bon deinem Heiligtum uns segne. Erleuchte uns mit Huld und Gnade. Nun hältst einen frohen Festtag Und schmückt mit Maien die Altäre. , Mein Gott bist du, ich will dich preisen, Mein Gott bist du, will dich erheben.
Dir will ich danken für die Rettung, Für alles Heil, das mir geworden, Lobsingt dem Herrn, denn er ist gütig, Und ewig währet sein Erbarmen.
erstehrmg Christi. „Zerstöret diesen Tempel," bai der Heiland gesagt und damit seinen Leib gs« meint, „und in drei Tagen werde ich ihn wieder aufbauen." Der Tempel wurde zerstört durch den Tod, der Tempel wurde wieder aufgebaut durch die Auferstehung. Herrlicher und schöner hat der Heiland seinen Leib aufgebaut als er vor der Auferstehung war. Vorher leidensfähig, sterblich und schwach, ist er unsterblich, leidensunfähig, unbezwinglich, geistig und glorreich aus dem Grab hervor- gekömmen. Sein Leib glänzte herrlicher als die ! Sonne, und selbst die Wunden leuchteten wie Edel- ! steine. Der hl. Apostel Thomas durfte sie berühren fund beschauen. Sein Staunen, seine Anbetung, seine Ehrfurcht, sein Glück hat er ausgesprochen in den Worten: „Mein Herr und mein Gott."
„Das ist der Tag, von Gott geschaffen. Laßt uns frohlocken, laßt uns freuen!"
Diese Worte unseres Psalmes bilden die Parost der Kirche während der heiligen Osterwoche. Täglich beim Graduale der hl. Messe und unzähligemal beim kirchlichen Stundrnge' "' wird von tausend und abertausend Priestern dieser Freudenruf angestimmt- und er n^ederholt von Pm zu Pol durch alle Gaue der Christenheit. Der Tag des Herrn ist das Osterfest, von Gott selbst erschaffen und be- timmt durch Jesu Auferstehung, ein Freudentag für die erlöste Menschheit. Aber auch jeder einzelne Sonntag des Kirchenjahres ist ein „Tag des Herrn", ein Osterfest im Kleinen, ein Tag der Freuds, der Ruhe, der Erholung für Körper und Geist, für Leib und Seele, ein Tag des Segens für den einzelnen und für die Familie, für Staat und Kirche, für Zest und Ewigkeit. „Von allen göttlichen Einrichungen ist der Sonntag die vortrefflichste, eine wahre Segnung für die ganze Menschheit, der Eckstein der Zivilisation; wann diese Bestimmung außer Acht gelassen wird, muß die Gesundheit der Völker darunter leiden." D. B.
Gedichtet ist dieser Psalm zur Einweihung zweiten Tempels, zugleich aber auch für die Auf-
des
Die Wer der Osterfestes in Ymchowf« ^ (SÜöfchKNtUW).
Von Schw. L., Steyler Mission-schwester in China.
Die ernste Karwoche geht ihrem Ende zu. Ostern, das Jube'fest, steht vor der Türe. Alles rüstet sich dazu. Die Waisenkinder und alten Leute in unserm Hause halten noch einmal Umschau nach ihrer besten Kleidung, ob auch alles beisainmen und des großen Tages würdig ist. Daher fehlt es auch nicht an Bittgesuchen.
Freudige Erwartung spricht aus aller Augen. Wohl nicht im letzten Grunde entspringt d-c/e Bor- freude unserer jungen und alten Chine,leur «um dem Bewußtsein, daß der Tisch morgen etwas weiseres bieten wird als gewöhnlich.
Den Missionaren und Schwestern fahren die hohen Feiertaas immer eine ante An.mbl (baff? äj