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Sonntag, 6 April. Passionssonntag. Cölestin, Papst, f 432.

Montag, 7. April. Messe vom Wochentag. Sel. Her­mann Joseph, Prämonstratensermünch in Steinfeld, -f 1241.

Dienstag, 8 April. Messe vom Wochentag. Walter, sächs. Graf, f um 830.

Mittwoch, 9. April,. Messe vom Wochentag. Waltrud, t um 688.

Donnerstag, 10. April« Messe vom Wochentag. Mech­thild, Zisterzienserin, f im 13. Jahrh.

Freitag, 11. April. Fest der sieben Schmerzen Mariä. Leo L, der Große, Papst und Kirchenlehrer, f 481.

Samstag, 12. April. Messe vom Wochentag.

Es ist der allerreinste Seib unseres Herrn und Er

lösers, den er angenommen aus Maria, der unbe­fleckten Jungfrau. In den Tagen feiner Pafsion, welche uns die Kirche gerade von heute an mit be­sonderer Eindringlichkeit uns vorstellt, hat unser Heiland unzählige Streiche aus Frevlershäirden

pfangen.

Schon im alten Bunds waren die Leiden Messias bis ins einzelne von den Propheten schaut und geschildert. Beweis dafür ist Psalm 128, in welcher der Dichter fast wie

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passisns-Zsnntag.

(Evangelium Joh. 8, 4659.)

In jener Zeit sprach Jesus zu den Juden: Wer aus euch kann mich einer Sünde beschuldigen? Wenn ich euch die Wahrheit sage, warum glaubet ihr mir nicht? Wer aus Gott ist, der höret auf Gottes Wort: darum höret ihr nicht darauf, weil ihr nicht aus Gott seid. Da antworteten die Fuden und sprachen zu ihm: Sagen wir nicht recht, daß du ein Samaritan, bist und einen Teufel hast? Jesus antwortete: Ich habe keinen Teufel, sondern ich ehre meinen Vater, ihr aber entehret mich. Doch ich suche meine Ehre nicht: es in einer, der suchet und richtet. Wahrlich, wahrlich, sag' ich euch, wenn jemand meine Worte hält, wird er in Ewigkeit den Tod nicht sehen. Da sprachen die Juden: Nun erkennen wir, daß du einen Teufel hast. Abraham und die Propheten sind gestorben und du sagst: Wenn jemand meine Worte hält, der wird in Ewigkeit den Tod nicht kosten! Bist du denn größer, als unser Vater Abraham, der gestorben ist? Und die Provheten sind gestorben. Was machest du aus dir selbst? Jesus ant­wortete: Wenn ich mich selbst ehre, so ist meine Ehre wchts: mein Vater ist es, der mich ehret, von welchem ihr saget, daß er euer Gott sei. Doch ihr kennet ihn PpP1,; tch aber kenne ihn und wenn ich sagen würde: ich kenne ihn nicht, so wäre ich ein Lügner, gleichwie

Ich kenne ihn und halte seine Worte. Abraham, euer Vater, hat frohlocket, daß er meinen Tag sehen werbe; er sah ihn und freute sich Da sprachen die

8 ihm: Du bist noch nicht fünfzig Jahre alt Abraham gesehen? Jesus sprach zu ihnen: r ehrlich, sa,e ich euch, eheöenn Abraham ^' bin ich. Da.hoben sie Steine auf, um ihn zu

J^fus aber verbarg sich und ging aus dem Tempel hinaus.

Augenzeuge die Marter der Geißelung beschreibt.

Psalm 128: Der Gottlosen Treiben und verderben.

1. Ost haben mich bedrängt die Feinde Und mich bekriegt seit Lugendtagen.

2. Doch konnten sie mich nicht bezwingen, Nicht wankend machen meine Seele.

3. Sie

4.

5.

6.

Und

Der Tut

schmiedeten auf meinem Rücken triebens arg mit ihrer Bosheit. Herr zerhaut der Sünder Nacken, Einhalt ihrem stolzen Treiben.

0 möchten alle sich bekehren. Die Sion und die Kirche hassen.

Sie werden gleich dem Gras vergehen, Das auf dem Dache wächst und welket.

7. Kein Schnitter füllt davon die Hände. Es gibt dem Landmann keine Garbe.

8. Und Es

9. Des Und

keiner spricht bei solcher Ernte: hat der Herr dich reich gesegnet' Sünders Untergang ist schrecklich, schnell ergreift ihn Gottes Rache.

des ge­ller ein

3m buchstäblichen Sinn spricht hier der fasser als Vertreter des Gottesvolkes Israel. Schon die Erzväter der jüdischen Nation, Abraham, Isaak, Jakob, Joseph haben viel durchgemacht. Die Jugend" des Volkes Israel war eine Zeit der herbsten Prüfungen und Züchtigungen. Haben nichtauf ihrem Rücken die Sünder geschmiedet", als die Israeliten in der Gefangenschaft von

Ver-

Der Kmboß.

n ber Schmiede steht der Amboß aus Stahl und spürt nichts von den wuchtigen Streichen, mit denen Schmied das glühende Eisen bearbeitet, daß die Funken davon- fliegen.

Ich weiß aber einen anderen Amboß. aus ls- ^"digem Fleisch gebildet, mit empfindlichen Nerven "urüMgen und darauf hämmerten die Sünder.

Aegypten schwere Lasten schleppen mußten, und die Geißeln der Aufseher über ihren Rücken spazierten? Ins gelobte Land geführt, mußten sie dort von den hsidnischen Bewohnern, von den Philistern, Am- monitern, Edomitern, Madianitern räuberische Ein­fälle und blutige Fehden durchmachen. In der babylonischen Gefangenschaftsaßen sie an den Flüssen Babylons und weinten." Nach dem Exil, und darauf scheint unsern Psalm ganz besonders gemünzt mußten sie unter beständigen Placke­reien Stadt und -Tempel wieder aufbauen. Doch von all diesen Verfolgungen hatten Israels Feinds kein Glück Sie welkten dahin wie dasGras auf dem Dachs" und hinterließen nur Trümmer ihrer ehemaligen Herrlichkeit.

Das Volk Israel war auch in tiefe? Hinsicht ein Vorbild der hl. katholischen Kirche. Seit ihrer Gmüllung ist sie der Amboß, auf den die Atheisten, die Freimaurer, die Gewalthaber, die Jrrlehrer, dir Philosophen. die Kulturkämvier. dis lrblerbten

Katholiken mit vereinten Kräften losschlagen. Rottet sie aus mit stumpf und Stil", das ist heute noch das Wutgeheul der Kommunisten, der Völki­schen und der protestantischen Reaktion. Und das Resultat? Unter den Streichen der Gegner wird der Amboß" der katholischen Kirche immer härter, immer fester, imm.r geschlossener.

Im allerengstcn Sinn bezieht sich aber unser Psalm auf den Heiland, sein bitteres Leiden im all­gemeinen und seine marteroolle Geißelung im be­sonderen. In der Kirche Sankt Pudrnüana zu Rom zeigt man heute noch die Geißelsäule. Sie ist kurz und stumpf. Wahrscheinlich wurde der Heiland an einem Ring mit Stricken daran sestge- bunden und empfing m gebückter Stellung den fm» gel der Geißelstreiche. Laschmiedeten die Sün­der auf seinem Rücken und trieben es arg mit ihrer Bosheit". Tiefs Klaffen und Wunden wurden hin- emgehämmert in fein heiliges Fleisch; ganze Slucks lösten sich los, daß man bis zu den Rippen durch­blicken konnte, und wie das Waffer vom Dachrrauf, so schoß von allen Teilen seines Leides das Hoch­heilige Blut.

Sogar eine heidnische Sibylle hat dis Passion des Herrn in einem ergreifenden Gedicht beschrieben, das vom hl. Augustinus uns überliefert wurde:

In die Hände Der Sünder und der Heiden wird er kommen;

Fawstschlüge wird man geben dem Herrn mit den bübischen Händen;

Giftigen Geiser wird man spucken in sein heiliges Antlitz.

Den unschuldigen Rücken wird man mit Geißeln zer­schlagen.

Backenstreichs wird er bekommen und schweigen. Und eine Krone wird er fragen von Dornen. Galle zur Speise und Essig zum Tranke wird man ihm reichen

Diesen ungastlichen Tisch wird man ihm decken. Törichtes Volk, du hast verkannt deinen Gott! Des Tempels Vorhang wird zerreißen, und der Tag Wird drei Stunden in grausige Nacht sich verkehren. Ein Schlaf von drei Tagen wird enden des Todes Verhängnis,

Und dann von den Toten erstanden wird zum Li-hl er aitffteigen.

Zum Leben gerufen wird er der Erstandenen Erstling."

Mein Christ! Die Wunden und Schmerzen des Heilandes in feiner Passion und bei seiner Geiße­lung sind das Echo auf meine und deine Sünden. Denn wie schreibt der Prophet?Um unserer Sun- den willen ist er verwundet und um unserer Misse­taten willen zerschlagen worden, und unser aller Sünden hat der Herr auf ihn gelegt". Diesen Mann der Schmerzen habe vor Augen, wenn es dir darum zu tun ist, eine wahre, tiesempfunden« Reue zu erwecken über deine Sünden, fei es am Abend bei der Gewissenserforschung, fei es bei der hl. Beicht. Wenn du aufmerksam Jesu Leiden er­wägst, wenn du vor der Beicht den schmerzhalten Rosenkranz oder den Kreuzweg betest, dann garantiere ich dir für eine gute und rowffame 9teue. 3efit Srbmemen und Wunden habe auch vor Auaen.