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Wschenkânöer.

Sonntag, 13. Jan. Oktav von Drsikönig. Veronika- f 1497 in Mailand.

Monta 1. 14 Ian. Hilarius, Bisch, und Kirchenlehrer, f 366 in Poitiers. Felix, M.

Dienstag, 15. Jan. Paulus, Einsiedler, f 340 in Ägypten. Maurus, Abt.

Mittwoch, 16. Jan. MarzelluS, P. u. M. f 309 in Rom Donnerstag, 17. Jan. Antonius, Abt. f856in Ä hpten Freitag, 18. Jan Petri Stublfeier in Rom. Erwähnung des hl. Ap. Paulus Priska, Jgfr. u. M.

Samsta', 19. Jan. Marius u. Geführten, f 270. Sannt (auch Knud>, f 1036 zu Odense in Schleswig.

Erster Ko-mtag nach Epiphanie.

(Evaniel, Luk. 2, 4152.)

Als Jesus zwölf Jahre alt war, reisten seine Eltern, wie gewö mii.y, zum Zeste nach Jerusalem. Und da sie am Ende dec Festtage wieder zurückkehrcen. blieb der Knabe Jesus in Jerusalem, ohne da; es seine Eltern wußten. Da sie aber meinten, er sei bei der Reisege­sellschaft, so machten sie eine Ta wrelse uns fubten ihn unter den Verwandten und Bekannten. Und da sie ihn nicht fanden kehrten sie nach Jerusalem zurück und suchten ihn. Und es geschah, nach drei Ta en fanden sie ihn im Tempel, sihend unter den Lehrern wie ci ihnen zuhm te und sie fratte. Und es erstaunten alle, die ign hörten, über feinen Verstand un > seine Antworten. Uns als sie ihn sahen, munberten sie sich unb seine Mutter sprach zu i[jm: Kind, warum hast du uns das getan? Siehe, dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht! Und er sprich zu ihnen: Warum habt ihr mich gesucht? Wußtet ihr nicht, daß ich in dem sein muß, was meines Vaters ist? Sie abe verstanden die Diebe nicht, Die er zu ihnen sagie. Und er zog mit ihnen hinav unb kam nach Naz ireth und laar innen untertan. Und seine Mutter beivahrte alle di fe Werte in ihrem Herzen. Und JesgS nahm zu an Weisheit und Alter unb Gnade bei Gott und den Menschen.

3. Die Gattin dein ist wie ein Rebstock Jnmiten deines trauten Heimes.

4, Wie Oelböum' blühen deine Kinder, Gedeihen froh an deinem Tische.

5. So lacht das Glück dem Mann entgegen, Der sich der Gottesfurcht befleißigt.

6. Dich segne Gott der Herr aus Sion Und laß dich Gutes ewig schauen.

7. Im feigen Kreis der Gotteskinder Genieße einst des Himmels Frieden.

8. Dem Water, Sohn und heilgen Geiste Sei Herrlichkeit und Ruhm und Ehre;

6. Wie anfangs, so auch fetzt und immer Und bis in ewge Jetten. Amen.

P-chachtW wir dieses Fz'nllienbild und Femillsn- glück etwas genauer. Wie die Gottessurcht das Fundament der Staaten, so ist sie auch das Funda­ment der Familien, das Fundament der Tugend, der Eintracht, des Glückes. Die Losung der Familie heißtArbeit". Besonders ist es der Mann, der Vater, der als Haupt der Familie durch seine Arbeit, seinen Fleiß, seine Sparsamkeit für den Unterhalt der Familie besorgt ist. In unseren Tagen, wo so manches Familienglied zur Arbeitslosigkeit oder zur Kurzarbeit verurteilt ist, wo Erwerb und Verdienst stocken und manche Entbehrungen an der Tages­ordnung sind, kommt die Arbeit wieder zu ihrer ursprünglichen Wertung und Geltung. Mancher, der noch vor wenigen Wochen über die Arbeit fluchte und wetterte und dem keine Arbeitszeit kurz genug fein konnte, würde heute unserm Herrgott danken und dem Arbeitgeber die Hand küssen, wenn er Arbeit und Verdienst finden würde. Im Hin­blick auf den Heiland, der mit Joseph an der Hocel- bank stand und mit Säge und Beil im Schweiße

KamilienMK.

seines Angesichts sein Brot verdiente, wollen wi^sr das Wort des Dichters beherzigen:

Arbeit ist des Bürgers Zierde, Segen ist der Mühe Preis.

Mit Wohlgefallen ruht dann der Blick Psolmenfängers auf des Hausherrn Gattin,

wir

p n unsern Häusern und Kirchen sehen ; wir immer noch die Krippe unb , darin die heiligsten Personen, die je unsern Planeten bewohnten: 5M» Jesus, Maria und Joseph, Lie heilige Familie. Die Kirche feiert deshalb auch in diesen Tagen zu Ehren der heiligen Familie ein eigenes Fest. Das ist gerade die rich­tige Zeit für unsere Familien, sich wieder auf ihre Würde und ihre Pflichten zu besinnen und sich im Glanze des Glückes zu sonnen und zu erfreuen. , Dom Glück einer wohlgeordneten, gottestürchii- gen Familie entwirft der Psalmist in seinem 127 Lied ein herziges, stimmungsvolles Gemälde.

des der

Mutter der Kinder. Einem Rebstock vergleicht er sie, der da prangt inmitten des Hauses. Die Blät­ter daran sind die Tugenden der Hausfrau, ihre Frömmigkeit, ihre Einfachheit, ihre Freundlichkeit, chre Herzensgüie, ihre Erziehungsweisheit. Die Früchte daran sind die Kinder, die Freude und der Stolz des Hauses, die Hoffnung der Zukunft.

Die Kinder selber vergleicht er mit Oelbäumen ein lieblicher, trefflicher Vergleich. Der Oelbaum hat zahlreiche, wohlriechende, rotfarbige Blüten

To sind die Kinder herzige, rotwangige strotzende Geschöpfe, die Bewegung und A:

;e [eben

bwechss-

Wnta 127: Famirienglück.

1. Glückselig all;, die Gott fürchten. Setreu auf seinen Pfaden wandeln.

2. Der Hände Arbeit wirft du essen. Und Glück und Heil sind dir des wieder.

lung, Heiterkeit und Frohsinn in das Haus bringen. Ueberdies sind die Kinder der Eltern und des Hei­landes Lieblinge. Unsterblich sind seine Worte: Lasset die Kinder zu mir kommen und wehret es ihnen nicht, denn für fache ist das Himmelreich: wer sein solches Kind in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich auf: wenn ihr euch nicht belehret und!

Iwerdel wie die Kinder, werde! ihr in das Himmelreich

nicht eingehen". Die alten Israeliten waren stolz auf eine große Kinderzahl. Kinderreichtum wurde als Segen, Kinderlosigkeit als Geißel Gottes be« nachtet. Auch die christliche Religion erkennt in den Kindern Unterpfänder des göttlichen Segens und Quellen reinen Familienglücks. Ausdrücklich ver­bietet sie den Mißbrauch der Ehe, jene Erfindung Satans, jene Ausgeburt der Hölle, jene fluchwürdige Praxis, die Rechts der Ehe in Anspruch zu nehmen, die Pflichten aber abzuwälzen und dem Kindersegen -Schranken zu ziehen. Solche Eltern werden zwar arm an Kindern, dafür aber reich an Sünden, reich an Verantwortung vor Gottes Richterstuhl. Aus dem Anblick des Jejuskindes, der alle Kinder zr feinen Brüdern und Schwestern erwählt, mögen unsere katholischen Eltern die Kraft schöpfen, die

Heiligkeit der Ehe hochzuhalten mitten in einem ver­dorbenen Geschlecht, heroische Opfer zu bringen mitten unter einem genußsüchtigen Volk und so mitzuarbeiten an der Ausbreitung des Reiches Got­tes auf Erden und im Himmel.

In Vers 5 kommt der Psalmist nochmals auf die Quelle des Familienglückes zurück, die Gottesfurcht. Wenn die Rebe oder der Oelbaum keine Nahrung rm Boden hat, muß sie verdorren und abstehen. So muß auch das Glück der Familie verkümmern, wo die Gottesfurcht fehlt; darum auch io viel Unfriede, so viele Zerwürfnisse in manchen modernen Eben, weil Religion und Gottesfurcht ausgestorben sind oder nur stiefmütterlich behandelt werden. Freude und Glück fließen wie ein Doppelstcom aus der Gottesfurcht. Höre die Worte des weisen Sirach: Die Furcht des Herrn ist Ehre und Ruhm und Wonne und eine Freudenkrone; die Furcht des Herrn srguickt, gibt Frohsinn und langes Leben. Wer den Herrn fürchtet, dem wird es am Ende wohl ergehen, und am Tage seines Hinscheidens wird er gesegnet !sein". So war es bei Job, dessen Gottesfurcht be­kannt ist. Ein Sturm raste über sein Haupt, raubte ihm Vermögen und Kinder. Aber bald war der Sturm vorüber und es lächelte wieder die Sonne

und das Glück. Gott segnete Jobs Ende mehr al- leinen Anfang. Doch dieses irdische Glück ist nur ein Schatten und Vorbild des ewigen Glückes, ein Unterpfand der Seligkeit, wenn wir einst im himmli­schen Vaterhause zur großen Gotteskamilie versam- sind. Der Burgpfarrer.

melk

Geschichte einer See-'e.

Der heilige F ranz von Assisi.

Von P. AnaniaS 0. F. M.

II.

Ein Unbefriedigtsein nagt im Innern des hell. Franz Mit der Krankheit, die allmählich noch' läßt, schwindet auch das drückende Bewußtsein seine- inneren Stürme, und das Verlangen nach dem Le­ben der Welt wacht wieder auf. Langsam verstärkt sich das Verlangen, etwas Großes zu werden. Di» Erinnerungen an den Adel drängen sich ihm von neuem aus. Wäre es denn nicht möglich, daß er 'n