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den die notwendigen Folgerungen ziehen. Wenn wir als Katholiken Freunde einer gesunden Sied- lungspolitik sein wollen, dann gilt für uns nicht Agrarkomwnnismus oder Sozialismus, sondern nur soziale Agrarreform auf dem Boden der chrisl- -ren VelèanschMung und nach den altbewährten kalholischen Grundsätzen.

Ueuhs?. Eine gute Idee war es, in den Fastnachis- tagen den Jugendlichen, welche sonst leicht zu allerhand nicht empfehicns.verten Vergnügungen gelockt werden, die nichts für sic sind, etwas Anregendes und Erhebendes zu bieten. Unser JünglirwZverem veranstaltete des­halb, unterstützt von erstklassigen Kräften Les Arbeiter­und Männerbercins, im Möllcrschen Saale zu Fastnacht einen wohlgclunzcnen Theaterabend, der allgemeinen Beifall fand und seinen Zweck vollkommen erfüllte.

Hünfeld. Bor kurzem starb hier die Lehrerin o. D. Fraulein Sendenhorst. Als langjährige Präfektin der Jungfrauenkongregation mid Mitarbeiterin des Gesellen- vereins, sowie des Paramentenvereins, hat sich große Verdienste um das kath. Dereinsleben in hiesiger Stadt erworben. Sie ruhe in Frieden!

Hünfeld. Die vom kath. Meister- und Gesellenverein am 16. März veranstaltete Versammlung war sehr gut besucht, sodaß der große Saal des Gesellenhauses kaum ausreichte. Ein Bewers dafür, daß das vom Redner des Abends gewählte Thema:Die Stellung der ?ath. Kirche zum Judentum und zu dem deutsch-völkischen Lund» großes Interesse hervorrief. Herr Kavlan Henkel eröffnete die Versammlung mit dem Kolpings- gruß und erklärte gleich im Voraus, daß die Versamm­lung keine politische sei und auch das Thema nicht vom politischen Standpunkt aus betrachtet werden dürfe Redner verbreitete sich dann in IWtünbigem gut auS- gcarbeitctem Vortrage über das Judentum und die Stellung der kath. Kirche zu demselben. Im zweiten Teri seines Vortrags ging Redner auf die deutsch-völkischen Bestrebungen in unserem Vaterlande ein und ve. leuchtete an der Hand von Berichten aus den eigenen Zeitschriften und Flugblättern der verschiedenen Ver. eimgungen und Ordensgemeinschaften ihre feindliche Stellung gegen das Christentum und die kath. Kirche ,m Besonderen, sowie ihre Gegnerschaft gegen das Ju­dentum, wobei er auf die Ereignisse in München und auf den durch nichts begründeten Vorstoß Ludendorsts gegen Se. Heiligkeit den Papst und die kath. Kirche hinwies. Er warnte deshalb vor dem Beitritt zu diesen Vereinen, welchen ein guter Katholik und Christ nicht beitreten dürfe. Lebhafter Beifall lohnte den Redner für seine wohlgemeinten Darlegungen. Herr Dechant Ley dankte dem Redner für seinen umfassenden Vor­trag, an den sich noch eine anregende Diskussion anschlotz.

Burghaun. Am vorigen Sonntag fand in der Gast­wirtschaft von Peter Koch eine Borständekonferenz der Gesellenvereine des Bezirks Hünfeld statt: unseres Wis­sens die erste in der Diözese nach dem Gesellentag in Hünfeld. Herr Bezirkspräses Henkel-Hünfeld eröffnete die Konferenz mit innigen Worten der Begrüßung und verbreitete sich sodann über die Ziele und Aufgaben des Gesellenvereins in Anbetracht der wirtschaftlichen Not und des sittlichen Niederganges unseres Volkes. Bezirks-Senior Wiegand-Hünfeld erstattete Bericht über die Tätigtest im Bezirk feit dem Bezirkstag in Großen­tast und empfahl u. a den nächsten Bezirkstag in Eiter­feld abzuhalten, und zwar am 6. Juli, was auch allgemein Annahme fand. Sludj dem Theater als einem volksbild­nerischen Faktor von größter Bedeutung mürbe die nötige Beachtung geschenkt. Es wurden Winke und An­regungen gegeben zur Verbesserung und Veredelung des der Volks- und Vereinsbühne, die Herr Kaplan Henkel auf Grund seiner reichen Erfahrung in interessanter Weise zu ergänzen verstand. So möge denn diese Kon­ferenz die Vorstandsmitglieder mit neuer Begeisterung für die Kolpingssache erfüllt haben und möge der Be- zirksverband durch Neugründungen wie denken vor allem an Rasdorf und an Hofaschenbach ausgebaut werden zum Nutzen für Kirche und Vaterland.

Homberg, Bez. Kastel. Am letzten Sonntag fand in unserm Diajporakirchlein eine eindrucksvolle Feier statt. Ein taubstummes Mädchen aus Enkheim ging zum ersten« male zum Tische des Herrn. Das Lehrerkollegimu der Taubstummenanstalt nahm vollzählig am Gottesdienste teil. In mühsamer Arbeit durch Vorbereitung des Herrn Taubstummenlehrers Rittmeisr hatte fid) das Kind, wie die Prüfung ergab, erstaunliche theoretische und praktische Kenntnisse des kath. Glaubenslebens angeeig- net. Ergreifend war der Augenblick, als das Kind in der Lautsprache das Glaubensbekenntnis und die Tauf­gelübde ablegte. Der Seelsorger wies auf die Bedeu­tung des Tages hin, ermahnte das Kind zur Treue gegen Jesus, feinen Seelenbräutigam und forderte die Gläubi­gen auf zu herzlicher Teilnahme an dem Freudemag des, Kindes. Gerne nahm die dankbare Gemeinde die nun folgenden Gesänge des Herrn Organisten und Taub- siummenlehrers Müller auf, der jahraus, jahrein in un­eigennützigster und opferfreudiger Gesinnung feine Kräfte in den Dienst des Allerhöchsten stellt.

Amöneburg. Fast auf eine 40jährige Tätigkeit kann die Bischöfliche Lateinschule von hier zurück- Klicke ns eine lange Zeit, in der sie aber den vollen Be­

weis für ihre Existenzberechtigung gebracht hat; denn wie viele Männer stehen heute draußen im öffentlichen Leben, sei es in Staat oder Kirch«, die Tüchtiges leisten mid die durch sie die Anregung zum Studium erhielten. Leider ist der Krieg nicht ohne nachteilige Einwirkung geblieben. Jetzt hat sich aber der Stand der Schule wieder mächtig gehoben. Die Schülerzahl hat sich fast verdoppelt, und fürs kommende Jahr liegen zahlreiche Anmeldungen vor. Der tatkräftigen Leitung des Herrn Rektors Dr. Huhn ist es gelungen, vor allem mich bei der hiesigen Bevölkerung das Interesse an der Schule zu wecken, sodaß kürzlich der Magistrat und die Stabt« verordnetenversaminlung einstimmig beschlossen haben, jährlich 1500 Ji für die Lateinschule beizusteuern. Damit ist die Möglichkeit geschaffen, eine weitere akademische Lehrkraft anzustellen und von Ostern ab die Obertertia der Schule anzufügen. Viele Eltern, die ihre Söhne hier studieren lassen, werden bas mit Freuden bee grüßen, da ihnen dadurch erhebliche Unkosten erspart bleiben. Mögen aber auch recht viele Eltern aus der Umgebung, die ihre Söhne studieren lassen wollen, dieselben nach hier schicken, statt nach der wohl leichter zu erreichenden Kreisstadt. Warum sollen die Jungen nicht können, was die Väter konnten? Wenn letztere jeden Morgen von den umliegenden Ortschaften den Berg ersteigen konnten, ob es im frischen Tau des Sommermorgens oder im leuchtenden Schnee des Winters war, sollte Ms die junge Generation nicht können? Jene sind gesund und stark dabei geworden. Darum ihr katholischen Ober- hessen, haltet zu eurer bischöflichen Lateinschule, aus der vor allem so viele eifrige Priester hervargegangen sind und die, so Gott will, noch manchem jungen Oberhessen zum Eintritt ins Priestertum verhelfen wird.

Arrs der Nachbarschaft.

Eichsfeldische Rundschau. Der Beschaffungspreis des Geläutes für die Glocken Mr Dingelstädter Pfarr- kirche beträgt 19 000 Mark, die durch öffentliche Samm- lungen in den 700 Haushaltungen der Stadt aufgebracht werden sollen. Sie wiegen insgesamt 115 Zentner. In Zwinge brannten die Wirtschaftsgebäude des Maurers Heinrich Gödecke nieder. Rege Baulust herrscht in Helmsdorf; mehrere Fabriken und Wohnhäuser werden errichtet. Am Sonntag wurden in Heiligenstadt die Glocken der St Aegidienkirche feierlich geweiht. Die ehrw. Schwester Oberin des St. Vincenzhauses in Küllstedt verließ die Stätte ihrer 21jährigen segensreichen Tätigkeit. In Räumen des Elektrowerkes Eichsfeldia in Suber ft abi brach Feuer aus, das den größten Teil der Einrichtung und Lagerbestände vernichtete. Das Bsrsorgungsamt Mühlhausen wird am 31. März 1924 aufgelöst. In Büttstedt wurde eine Ortsgruppe des Mittel- dsuLschsn Bauernvereins gegründet. 5n Küllstedt starb im Alter von 84 Jahren Hauptlehrer a. D. Gustav Sachse; Küllstedt war feine erste und einzige Stelle, die er 45 Jahre verwaltete. Zum Bedauern aller eichs» seldischen Zentrumswähler hat Herr Propst Poppe- H e i l i g e n st a d t, der seit 31 Jahren an leitender Stelle des eichsfeldischen Zentrums steht, fein RcichsMgsmcm.dat. das er 12 Jahre gewissenhaft verwaltete, niedergelegt. Ueber seinen Nachfolger wird sich her 37er Ausschuß am 30. März in ßeinefelbe einig. Studiendirektor Goldmann hob hervor, daß bei der Auswahl nicht der Stand, fon« ibern die Tüchtigkei! entfdjeibenb sein müsse. Am 16. März tagte in 2 eine selbe eine Bezirkskonferenz des Zentralverbnndes christlicher Tabakarbeiter. Kaplan Staufmann veranstaltete aus Veranlassung des Pfarrers Werner in Diedorf einen sehr ant besuchten Volksbildungsabend. Er trug aus eigenen Werken vor und erntete reidjen Beifall. Pfarrer Vocke in Hüp­ft e d t wurde von der bischöflichen Behörde zum Glocken- qutachier ernannt.

Hobert Hnch Benson, »Der Herr der Welt". Autori° fierte Uebersetzung von G. M. von Lama. 15.25. Tausend. 1923. Kösel-Pustet in Regensburg.

Derselbe.Ein Durchschnittsmensch". Religiös-psycho­logischer Roman. Autorisierte Uebersetzung von G. M. von Lama. 4.-6. Taufend. 1921. Ebenda.

Der englische Konvertit Robert Huch Benson, dessen Bekehrung seiner Zeit großes Aufsehen erregte, hat in deutscher Uebersetzung einen großen Leserkreis ge­funden. Und er verdient ihn. Er kennt die Seele, be­sonders in ihren religiösen Spannungen, weiß zu fes­seln und zu erheben.

Caritas.

Wer nimmt einen 8jährigen gesunden Waisenknaben vom Lande in seine Familie aus? Meldungen an Caritassekretariat Fulda (Mutterhaus).

f- d. Schüler u. Schülerinnen, die entlassen werden 4 Fastenpred. m. Segen, 7 A. m. Segen i. d. Marrens I kapelle. Montag 5 Fastenandacht. Stadtpfarrkirche Beginn der österlichen Zeit. Kollekte für Sannerz und Maberzell. 5*/, Kom., 5V« u. 6»/« hl. M, 8 erster schulgd. u. Pred., 9% Pfarramt u. Pred., 11 zweiter «chulgd. u. Pred., 9V. Chr. f. d. Jungt, i. b. Severi. rirche, l1/« Chr. f. d. Jungfr., LV, Preoigt u. Lebens, iveihe der zur Entlassung kommenden Schüler. Pfarrkirche zum heiligen Geist. 7 Frühm^ 8 Amt mit Predigt, V,5 Chr., 5 Andacht. Severi. kirche. Sonntags 7, werktags l/s7 hl. M., Oberreal, schulgottesdienst: Sonntags 8, werklagS 72ü. _ Herz-Jesu-He-m. 8 Predigt u. Amt, nachmittags 2 Segensandacht. (Mittwoch abends 7^/. SegensandachU- Frauenberg. 5, V- i, 6, V,7 u. 7 hl. M., 8 Singmesse m. Pr., 9 Levitenamt, nachm V,3 A. f. d. Mitglieder des Franziskaner-Missionsoereins,

Frankfurt-Bockenheim. a) Kapelle des St. Elisabethen, krankenhauses, (Ederstr. 12): 6 M vor derselben Aus. teilung der hl. Kom., b) Pfarrkirche St. Elisabeth Elisabethenplatz (am Kurfürstenplatz): "-7 M., vor und nach derselben Austeilung der hl. Kom., V>8 M. m. Pr., bor und nach derselben Austeilung der Kom. (nur für Erwachsene),^9 Kindergottesdienst m. Predigt, während derselben Austeilung der hl. Kommunion (nur für Kinder), 10 Hochamt mit Predigt, vor demselben Austeilung der hl. Kommunion, V,12 hl. Messe mir Predigt, 2 Christenlehre mit sakramentaler Andacht auch für Erwachsene, V,8 BruSecschafts-A. m. sakram. Legen. An Wochentagen: V-7 U. M., V,8 U. Schulamt, /s9 Messe. Vor u. nach d. hl. Messen AuSteilg. der hl. Kommun. Beichtgetegenhert: An den Wochentagen V- Stunde vor jeder ht. Messe. An Sonn- u. Feier­tagen von morgens San. An sen Vorabenden serseib, von 47 u. von 8 an. Ginnheim. 10V, Uhr Amt und Pred. Eschersheim. 9 Uhr Amt und Pred. - Eckenheim. 7V, (tm Sommer 7) Frühm.,/ilO Pr. u. Hochamt. Nachm. 2 Chr. u. Ä. Fechenheim. Sams­tag Gelegenheit zur hl. Beichte: Morgens nach der hl. Meße, nachmittags von 4018 Uhr. Sonntag morgens hl. Beicht von 6 Uhr ab, 7V, Uhr Aust, bet hl. Kom., 7V, Uhr Frühmesse mit Predigt, lM0 Uhr Hochamt mit Predigt. Seckbach: V,g Uhr Amt mit Predigt. Bergen-Enkhtim:Ml Uhr Amt mit Predigt.

Hofseismar 8 hl. M., 10 Hochamt, Eschwrge 7 Früh, messe, 90« Hochamt, WanfriedMO, Melsungen 10, Gudensberg vormittags 10 Uhr Hochamt mit Predigt, Rotenburg «MO Hochamt, Bebra 7 Frühmesse, OV« Hoch­amt, Hers feto va7 Frühmesse,MO Hochamt mit Preoigr, Schmaitalde» S'/, Hochamt mit Predigt, Ziegen­hain 10 Hochamt u. Pr., SchlüchternMO Amt 'ru^r , nachmittags 2 Andacht und iLyristsntehre, Kikg>h»in 7 Frühmesse, 0,10 Amt, Bn ha 8V« Amt, Eisenach 7 Frühmesse, 9V» Hochamt und Predigt, 7V- abends Segensandacht, Frankenberg i. H. >V« Hochamt mit Predigt, nachmittags 2 Änoacht, Allendorf (Werra) 8 Uhr Frühmesse mit Preoigt, 10 Uhr Hochamt und Preorgt, Witzenhause»MO, Hsmderg (Bezirk Kassel) 0,8 Uhr Frühmesse, V-10 Uhr Hochanit, 2 Uhr Andacht. JhrlngShavsèn 9'/« Hochamt m. Pred., vorher Berchtgelegenyeit,Jena: Sonntags lM Frühmesse mit Predigi, io Hochamt mit Predigr,aoends>/iS Adeno- Andacht, werktags 6 hl. Messe im Schwesternhaus, 0-8 hl. Messe in der Pfarrkirche, Steudnitz alle 14 Tage um 10 Hochamt mit Predigt, Bad Orb Sonn» u. Feiertags: v,7 FrühMi, 8 erster Schulgd.,MO Hauprgd., 11 zweiler Schulgd., Vs2 Segens-A. Wochentags is7 u. 0-8.

Dienstag, 1. April. Frauenberg. (Fünfter Dienstag der Rovene zum hl. Antonius.) Aussttzuug des Ällerheiligsten von morgens 50, ms zum Schlug be» Hochamtes. 0-8 ht. M. in. Antonius-And., 0,9 Levitenamt, barauf Fastenpred., nachm. 0-5 Antonius-Andacht.

Freitag, 4. April. (Herj-Jesu-FreitagO Frauen­berg. 12stündige Aussetzung des Allerherligsten.

Gottesdienstordnung.

Sonntag, 30. März. Dom. Kollekte f. Sannerz und Maberzell. VsS, 6, Vi7 u. 7 hl. M, 8 Pfarramt m. Pred.,MO Kathedralamt m. Pred., ° «11 Chr. f, b. - Jungt., V«12 letzte hl. M. mit Pred., 0-/2 And. f. d. J armen Seelen, V«3 i. d. Marienkapelle A. m. Ansprache

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