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WnaueMzeiger

UFsVGsttLVÄ ÄmeLasv fßi^w» Gtadt und Land

Zabssans

ar^eint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. / Bezugspreis: Für den halben Monat RM.^ll-, für den ganzen .Nonat RM. 2.- ohne Trägerlohn / Einzelnummer 10, Freitag 1.5, Samstag 12 R-Psg. / Anzeigenpreise: Für 1 mm Höhe im Anzeigenteil von 28 mm Breite 8 R-Pfg.. Im Reklameteil von 6« mm Breite 25 R.pfg. / Offertengebühr 50 R-Pfg.

WM

«r. 306

Montag de«

Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. ' Sei unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streik usw. hat der Bezieher keinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung oder aus Rückzahlung des Bezugspreises. / Fürplahvorschrift u. Erscheinungstage der Anzeige wird keine Gewähr geleistet./Geschäftsstelle: Hammerstr. 9 / Fernspr. 3956,3957,3958

31. Bezembev

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Das Stetigste

Sämtliche pfälzischen Zeitungen, vereinigt In der Bezirksgemeinschaft der pfälzischen Presse, erlassen eine Kundgebung in der sie die Befreiung vom drückenden Joch einer fremdem Besatzung fottetn.

Die französische Kammer hat das Budget angenommen.

Die südslawische Regierung hak demissioniert.

Die paraguanische Gesandtschaft gibt bekannt, daß Paraguai das von der panamerikanischen Kon- serenz entworfene Protokoll zur Beilegung des Streikes zwischen Bolivien und Paraguai im wesentlichen angenommen habe.

Die rumänische Kammer Hal das dgulsch- rumänische Abkommen vom 10. Rovember ratifi­ziert.

DSV AerüalWssttMattH bei ^iudenduvs

Reichskanzler Hermann Müller tritt laut Mon- kgspost die Urlaubsreife in den Schwarzwald un­mittelbar nach Neujahr an. Am Neujahrstag ist der Kanzler noch in Berlin, um dem Reichspräsidenten die Glückwünsche des gesamten Kabinetts zum Jahreswechsel zu überbringen. Zu diesem Zweck sind sämtliche Reichsminister, soweit sie von Berlin ab­wesend waren, hierher zurückgekchrt. Der Gratu­lationsempfang beim Reichspräsidenten wird auch diesmal in dem für die Republik traditionell ge­wordenen Rahmen gehalten sein.

DsBuuKsdoeSase dee

daß das Reichsfinanzministerium nach der Rück­kehr des Reichskanzlers den endgültigen Haus- halisplan dem Reichskabinelk vorlegen wird. Das Aeichskabinelt wird alsdann auch einen bestimmten Dorschlag zur Deckung des Defizits machen. Das Kabinett wird sich nicht auf die Vorlage eines Leer- eillls beschränken. Dadurch werden indessen Ver­handlungen über die Deckungsfrage mit den Par- ^ien, die in der gegenwärtigen Regierung durch Mnisker vertreten sind, keineswegs ausgeschlossen, fcs darf angenommen werden, daß der Reichsrat den Haushalt für 1929 so schnell erledigt, daß für oic Beratung im Reichstag noch genügend Zeit bleibt. Die Vorlage des Rotekats ist deshalb auch »och nichk vorgesehen.

Kette DsttSMett- asrsweffttttsstt aus Ohes-

MßeUstt

Berlin, 31. Dez. Dem kaufmännischen Leiter der Smaltiten Pleßschen Gruben, Treitschke, war durch polnische Polizèidirektion in Kattowitz ohne An- gobe von Gründen die weitere Aufenthaltsgenehmi- Sung auf polnischem Staatsgebiet verweigert wor­den. Gegen diese Entscheidung hatte Oberdirektor Treitschke beim Obersten polnischen Verwaltungs- gmcht in Warschau Beschwerde erhoben. Die Klage cywebt noch, aber es ist Treitschke von der polni-

®era<iHung mitgeteilt worden, daß über den i ^.^czember hinaus eine Verlängerung der Aufent- - ."bgenehmigung nicht erfolgen würde. Die deut- >e Gesandschaft in Warschau hat wegen dieses 5^8 bei den zuständigen polnischen Behörden sj^^EÜungen erhoben, die" leider erfolglos geblieben Hessens Attsneüshe sese« das KeW aus dee Gèsett-

. bMnabWttdttttg

«oine älageerhebung beim Staatsgerichtshof.

M>.. ,Umstadt, 30. Dez. Aehnlich wie Sachsen und ^""iemberg hatte auch der Volksstaat Hessen

1 Reich gegenüber mit einer Klage beim ^aatsgeMtshys gedroht, falls nicht alsbald

e ^friedigende Erklärung des Reiches auf Zah- P ® un^ Anerkennung der rückständigen Zinsen p, ber dem Staat Hessen für den Uebergang der iin^Eb^^enbahnen auf bas Reich zusteheuden Ab- fr- Un9 erfolgen würde. Da die gewünschte Gr« Di ^S bisher nicht eingetroffen war, hatte auch iord/vÄ^^ Regierung die zur Klageerl-cbung er- niâ m - Vorbereitungen bereits getroffen, um iell er V^hr 3U laufen, die rückständigen Zinsen 2!^? ^ 1^23, die sich jährlich auf rund 8.5 Mill. SJiilti nU5 ^EnEm Restabfindungsbetrag von 213 lief0.0,1611 ^sirt beliefen, zu verlieren. Daneben über' vOri)n ^^ Bemühungen, zu einer Regelung lana-»^^ piufmertung der Restabfindung zu ge- Mmin ' ^vt ist eine Erklärung des Reichsfinanz- hèll r>?'^ cingetroffen, wonach die Interessen bat kX nunmel)r völlig gewahrt erscheinen. Hessen abfehn ,Or k^Skoubt von der Erhebung der Klage ren m' ?u ^nnen. Im übrigen laufen die weite- rahlung^weâ^ Aufwertung und Zins-

Dev AeiOsSarrziev mm âhveswsO-eS

Ww Zedsu immev nach ^zwischen den Jetten" - Dis Sverrrrdschakt mit AmeviSa

Köln, 31. Dez. Herr Reichskanzler Müller hat derKölnischen Zeitung" für die Neujahrsnummer folgende Ausführungen übergeben:

Es ist nicht leicht, dieHauptmerkmale unserer Zeit" festzustellen und zu bestimmen. Wir leben immer nochzwischen den Zeiten". In einer Zeit der Gärung ist es schwer, die Hauptmerkmale zu finden. Im Ringen nach Klarheit sind sie noch nicht förmlich herausgebildet. Die Vorkriegszeit ist ver­sunken. Zum Teil liegen nach dem Kriege mündig gewordenen Generation ihre Ereignisse und ihr ganzes Wesen schon fern wie Geschichten aus einem längst vergangenen Jahrhundert. Aber auch bei den Aslteren wurde die Erinnerung an die Vorkriegszeit vielfach völlig erdrückt von den sich überstürzenden Erlebnissen einer Zeit, in der alle Gewalten entfesselt zu sein schienen. Die Kriegs­zeit und die ersten Nachkriegsjahre mit ihren ganz beisonderen Erscheinungen, ihren übermenschlichen Sorgen und Leistungen sind erfreulicherweise vor­bei. Wir sind in eine Zeit der Neuregelung der politischen und wirtschafÄichen Zustände der Welt eingetreten. 2lber wir stehen erst an der Schwelle einer neuen Entwicklung. Nicht einmal der Krieg ist endgültig liquidiert. Noch nicht sind die Barrieren niedergerissen, welche die friedliche Verständigung der Volker hindern. Noch ist die verheißene Aera der Gerechtigkeit nicht angebrochen, denn dem deut­schen Volke wird das Recht der Selbstbestimmung immer noch.^erfagk, das angeblich eines der Haupt-

als ein besonders charakteristisches Merkmal den Mangel an Tradition feststsllen. Das ungeheure Erlebnis Les Weltkrieges hat eine Zäsur gegen die

Zeit vor 1914 herbeigef-ührt. Gewiß mußte die Menschheit auf vielen Geibieten nach dem Ende des Weltkrieges wieder von vorn beginnen. Das wurde zur Ursache einer gewissen Traditionslosigkeit. Diese birgt aber auch große Gefahren in sich. Wirkliche _ ,

Werte der Dergangenheit brauchen auf keinem Ge-! Wunsch aussprechen, als daß diese Freundschart biete achtlos beiseite geworfen zu werden. Anderer- | auch weiter anhalten und noch vertieft werden seits hatte es gewiß sein Gutes, daß mir nach dem möge. gez. Müller.

Kuf

Girre Murrdsevurrs der Wate

««K Befksiuns vom SAkMenSen Loch eittee fremden Setatzuus

Gegen l e i ft u n g e n Deutschlands und da­mit die volle Freiheit für unsere pfälzische Heimat. Wir erheben Anspruch auf diese Befreiung. Recht­liche, moralische und politische Gründe sprechen da- für. Als Grenzland im Westen unseres Vaterlan­des halten mir Ausschau, wo Brücken der Verstän­digung uib Versöhnung zwischen Frankreich und Deutschland geschlagen werden können In diesem Sinne begrüßten wir es, daß mit dem Dawesab- fommen, dem Vertragswert von Locarno, dem Eintritt Deutschlands in den Völkerbund, sowie der Unterzeichnung des Kelloggpaktes eindeutige Tatbeweise für Deutschlands aufrichtigen Friedens­willen erbracht wurden. Nach dem Urteil der Bot- schafterkonfereuz in Paris hat Deutschland zudem vollständig obgerüstet und ist seinen Verpflich­tungen nach bem Dawespla i restlos nachgecom- men. Wozu also noch Besatzung?

Am 16. Juni 1919 unterzeichneten Wilson, Cle­menceau und Lloyd George eine Erklärung, wo­rin u. a. zugesagt wird:Wenn Deutschland zu einem früheren Zeitpunkt Beweise von feinem gu­ten Willen und befriedigende Bürgschaft für die Erfüllung seiner Verpflichtungen gegeben hat, so werden die in Betracht kommender alliierten und assoziierten Mächte bereit sein, unter sich ein Ab­kommen zur früheren Beendigung der Zeit der Besetzung abzuschließcn." Deutschland hat diesen guten Willen bewiesen, hat seine Verpflichtungen trfüllt; aber wo bleibt die Einlösung dieses Män- permortes?

Artikel 431 des Versailler Vertrages verspricht Uns:Wenn Deutschland vor dem Abkauf des

Frankfurt a. TR., 31. Dez. Sämtliche pfälzischen Zeitungen, vereinigt in der Bezirksarbeitrgemein- ichaft der pfälzischen Presse, halten es für ihre Ge­wissenspflicht, den einmütigen Gefühlen und Stimmungen der ganzen Bevölkerung der Pfalz durch folgende Kundgebung vor aller Welt laut Ausdruck zu verleihen:

Zur Jahreswende wiederholt bie piaizer -vc- völkerung als ihren vordringlichsten Wunsch den Ruf nach 'Befreiung vom drückepÄen I och einer fremden Besatzung. Zehn harte Jahre tragen mir dieses Joch mit Ruye und Würde und mit jener bereitwilligen Vaterlands­liebe, der kein Opfer zu groß ist. Es ^ eine Selbstverständlichkeit, daß die in der elfhlMert- jahrigen Zugehörigkeit der Pfahz zum deutschen Vaterlande begründete deutsche ^reue lich m den letzten zehn Jahren nationalen Martyriums bei und Pfälzern als unerschütterlich und unüberwind­lich und nicht zuletzt als unempfänglich gegen feg Üche fremdländische Beeinflussung erwiesen hat. Gegenteilige Hoffnungen und Wüsten, d - man jenseits der Vogesen mit dem Einzug und der Wirksamkeit der Besatzung verknüpft hat, sind chmähljch zuschanden geworden. Es war eure ge- ährliche Selbsttäuschung, die Hochachtung, Chr- iircht unb Versöhnung eines freien Kustl-roolkes mit Gewaltmaß lahmen eines fremden Julttart^ mus erzwingen zu wollen. .

Wie ein Albdruck liegt die Beiatzung auf dem Viäl?er Volk. Fast hat es den Glauben an wahren Rieden und echte Völkerversöhnung verloren, chier verzweifelt es an der Gerechtigkeit. J.lerorU pricht man in schönen Worten von -^^eu; mu eben aber in unserer Meimat zehn ^ahre nach Kriegsende immer noch fremde Truppen Ist es unseren ehemaligen Gegnern wirklich ernst um tue Durchführung her Berftä ibigung, um bte Gr^b hing des Friedens, dann mögen sie zunächst bn ^ößte Hindernis aus dem Weg raumen: die Be ^^Vom Sahre 1929 erwarten wir d-e volle De- freiung deutschen Bodens ohne besondere

Kriegsende und der Staatsumwälzung gezwungen waren, auf vielen Gebieten vollkommen neu zu schaffen. Möge es unserem Volke beschicken sein, den richtigen Mittelweg zu finden. Auf den alten Fundamenten gilt es, soweit sie noch brauchbar sind, aufzubauen und auszubauen entsprechend den Be­dürfnissen und Erifordernissen einer neuen Zeit!

Dem Berliner Vertreter desInternational News Service" Mister Tolischus, hat der Reichs­kanzler für die Neujahrsnummer folgende Aus­führungen gegeben:

Der Berliner Vertreter des International News Service, Mr. Toilschus, hat mich um eine kurze Erklärung des Jahreswechsel gebeten. Ich komme diesem Ersuchen gern nach, da mir auf diese Weise die Möglichkeit gegeben wird, gegenüber bem ameri­kanischen Volke" den Gefühlen der Sympathie und der Freundschaft Ausdruck zu verleihen, die bas deutsche Volk für die große Republik jenseits des Ozeans empfindet. Mit dankbaren Gefühlen geden­ken mir der so wertvollen Hilssbereischaft, die unser wirtschaftlicher Wiederaufbau aus den Vereinigten Staaten von Amerika fand. Dankbar sind wir auch für das Verständnis, das sich brühen bekundet für das ungeheure Ausmaß von Mühe und Arbeit, deren sich Deutschland unterziehen muhte, um sich dem ihm besonders in den Zeiten der Jnsaltion drohenden Ehaos zu entziehen und seine Wirtschaft Wieder hüt eine aoirmde Basis zu stellen.

^ ^tt' * T- . , - ü, ' ^d^ -^^f^- ^*- ' J^r ^j h'We Bürger nach Deutschland fommen und u so Gelegenheit gegeben ist, die Gastfreundschaft

erwidern, die deutsche Besucher in den Vereinigten Staaten genießen.

Es ist mir eine besondere Freude, zur Jahres­wende feststellen zu können, daß die Vereinigten Staaten und Deutschland herzliche Freundschaft mif= einander verbindet. Ich kann heute feinen besseren

Zeitraumes vom 13 Jahren alle Verpflichtungen er­füllt, welche ihm aus dem gegenwärtigen Vertrage erwachsen, so werden die Besatzung Kruppen sofort zurückgezogen." Deutschland hat diese Verpflich­tung bisher trotz größter Not erfüllt; wo aber bleibt die Vertragstreue der Gegenseite?

All dies sprechen wir heute vor aller "Welt offen jus. Als die berufenen Sprachorgane des Pfälzer, -

Volkes fühlen wir uns hierzu verpflichtet. Als, V»<- vflMSNR^vÄK' solche richte: wir auch an die gesamte Kul-' 32 GKttktt

turweit die ernste Frage: Wie verträgt sich Völkerbund in Genf mit Völkerzwist am Rhein, Selbstbestimmungsrecht mit Versklavung in Be­satzungsketten, Entmilitarisierung mit Fremdmili­tarisierung, Kr:egsächtung mit ' Fortführung der Kriegsbesatzung?

Den Machtinhabern aller ehemaligen Kriegs­gegner rufen wir zu: Wollt Ihr friedliche deutsche Nachbarschaft und damit die Garantie für Euere Sicherheit; wollt Ihr wahre Völkerversöhnung, so beseitigt die Zone des Hasses und der Bitterkeit! Macht endlich im Jahre 1929 Schluß mit einer Be­setzung, die Euch nicht zur Ehre und zum Vorteil gereicht. uns aber seelisch und wirtschaftlich nieder­drückt. Nicht die 70 000 Bajonette am Rhein geben Euch die Sicherheit Euerer Grenzer und Eueres Friedens. sondern der friedliche Sinn einer aus freiem Wollen zur Verständigung bereiten deut­schen Bevölkerung.

Gebt uns nm Rhein und in der Piaiz, noch ehe cs zu spät ist. die eines europäischen Volkes allein würdige Freiheit?

Ms ßttKSWsMMe Lase FemrZveWs

Paris, 30. Dez. Die Agentur Havas ver­öffentlicht folgenden, aus den Wandelgängen der Kammer stammenden Bericht über die Lage in Frankreich: Im Verlauf der Unterredungen, die TRinifferpräfibcnt Poincarè in der vergangenen Rächt mit mehreren Abgeordneten hatte, hat Poin- caré erklärt, daß er dadurch, daß er gleich nach Wiederaufnahme der parlamentarischen Arbeiten eine Debatte über die allgemeine Politik der Re-

gieruna fordere, Klarheit in die politischen Ange­legenheiten bringen und genaue Ausklärung dar­über finden wolle, was die Kammer für Absichten habe. Er werde sich infolgedessen bemühen, die projicieren, auf die sich

verschiedenen Punkte zu

in völliger Hebereif.

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10. Januar beginnen.

Es verlautet, daß unmittelbar nach dieser Dis­kussion Poincarè die vorliegende sozialistische In­terpellation über die Politik der Regierung in El­saß-Lothringen zur Beratung stellen lasten wird.

Annahme des fpamoMcheu Wudsets

Poris, 30. Dez. Die Kammer hat bis 3 Uhr nachts beraten. Sie nahm im Verlaufe ihrer Nacht­sitzung mit 287 gegen 234 Stimmen das Gesetz über die Erhöhung der Abgeordnetendiäten gemäß dem vom Senat festgelegten Wortlaut an. Sis stimmte ferner mit 575 gegen 3 Stimmen dem nein Senat angerommenen Gesetzentwurf zu, der Abge­ordneten und Senatoren verbietet, ihr parlamen­tarisches Ansehen zugunsten irgendwelcher Finanz» und Handelsgesellschaften einzusetzen.

Hierauf trat die Kammer erneut in die Bera­tung des Budgets für 1929 ein, um sich über dis vom Senat durchgeführten Abänderungen schlüssig zu werden Aufgrund der Beratung gab die Kam­mer in einer ganzer Reihe von strittigen Fragen nach, während sie in anderen Fragen dem Senat Abänderungsvorschläge machte. Der Entwurf bes Etats geht deshalb nochmals an den Senat zurück, der um 10 Uhr vormittags zu einer Sitzung ,zu- sammengekreten ist. Die Kammer selbst wird heute nachmitkâg ta'gey, und man hofft, daß heute abend eine Einigung zwischen den beider Parla­menten erfolgen wird. .

Paris, 31. Dez. Die Kammer hat Sonntag abend das Budget mit gerinofümaen Abänderun­gen im Text des Senats mit 450 gegen 112 Stim­men angenommen. Der neue Text wurde alsdann vom Senat ebenfalls, trotz dieser kleinen Abwei­chungen, mit 274 gegen 16 Stimmen gebilligt. Das nunmehr endgültm angenommene Budget für 1929 stellt sich wie folgt: Einnahmen: 45 430 717 348 Francs. Ausgaben: 45 366 130 503 Franes, Ueberschuß der Einnahmen: 64 586 845 Francs '

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Silvester-Preisrätsel

Rück- und Ausbkick 1928,29

Aum Jahreswechsel 1928/29; von Ober­bürgermeister Dr. Blaum

Line Umfrage: Was erhoffen wir vom neuen Jahre?

Die Wasserversorgung im Landkreis Qanau.