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Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. / Bezugspreis: Für den halben Monat RM. 1.-, für den ganzen Monat RM. 2.- ohne Trägerlohn / Einzelnummer io, Freitag n, Samstag 12 R-Pfg. / Anzeigenpreise: Für 1 mm Höhe im Anzeigenteil von 23 mm Breite 8 R-Pfg.. im Reklameteil von 38 mm Breite 25 R-Pfg. , Offertengebühr 50 R-Pfg.

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Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. ' Lei unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streik usw. hat der Bezieher keinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung oder auf Rückzahlung des Bezugspreises. / Fürplatzvorschrift u. Erscheinungstage der Anzeige wird keine Gewähr geleistet.^Geschäftsstelle: Hammerstr.S / Fernspr. 3956,3957,3958

28, Dezember

1928

Das lleneße

Tschitscherin wird in den nächsten Tagen Berlin verlassen, vorher aber voraussichtlich noch eine Begegnung mit Stresemann haben.

Litwinow, der Bruder des Volkskommissars, erklärt, daß die Wechselreiterei die gebräuchliche Methode zur Beschaffung von Geldmitteln zur Sowjet-Propaganda im Ausland sei.

Ministerialdirektor Dr. Karl Lolholz über­nimmt als Präsident die Leitung des Landes- jinanzamts Kassel.

Der vom Vorstand der Sozialdemokratischen Partei eingesetzte Ausschuß zur Prüfung des Wehr­problems hat jetzt Richtlinien für die sozialdemokra- lische Wehrpolitik ausgestellt. Ein heute veröffent­lichter Entwurf wird der Vorsitzende des Aus­schusses, Dillmann, auf dem am 10. März 1929 in Magdeburg beginnenden Parteitag begründen.

Die französische Sammer ratifizierte gestern durch Handaufheben das am 16. Mai 1928 ab­geschlossene österreichisch-französische und das am 2. 3uli 1928 abgeschlossene tschechoslowakisch-fran­zösische Handelsabkommen und nahm mit 570 gegen 0 bzw. 580 gegen 0 Stimmen, die sich daraus er­gebenden Abänderungen der französischen Tarif­sätze an.

Rach Meldungen der Times ist der General­agent für die Reparationen, Parker Gilbert, am Mittwoch aus Paris kommend in London eingekrof- sen und ist gestern nach Rewyork weiter gereist.

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Berlin, 27. Dez. Infolge des kommunistischen Vorstoßes in der letzten Plenarsitzung des Land­tages am Mittwoch den 19. Dezember, wird, um der preußischen Verfassung Genüge zu leisten, das -preubenparlament morgen um 13 Uhr zusammen- rn, um den als einzigen Punkt auf die Tages- oronung gesetzten Urantrag der Abgeordneten dcyWenk (Kommunisten) und Genossen, dem vlaatsminifterium das Vertrauen zu entziehen, be­raten. Wie das Nachrichtenbüro des VDZ. erfährt, baten soviele L-andtagabgeordnete Urlaubsgesuche kur Diese mitten in die eigentlichen Weihnachtsferien fallende Sitzung eingereicht, und außerdem so viele andere Abgeordnete erklärt, daß sie nicht gewillt leien, wegen dieses einen Sitzungstages die weiten ^el^sn nach Berlin anzutreten, daß voraussichtlich n absolut beschlußunfähiges Haus beisammen fein wirö., Dies hat jedoch insofern keine praktischen uswirkungen, als nach der Geschäftsordnung des preußischen Landtages die Beschlußunfähigkeit nur ^far Schlußabstimmung bezweifelt werden Morgen aber wird überhaupt nicht abge- Vielmehr kommt das Mißtrauensvotum U am Mittwoch den 2. Janaur, in einer Abend- I jung zur Entscheidung. Das Schicksal des Miß- i^H^oantraig unterliegt jedoch in parlamentari- Reisen, auch der Oppositionsparteien, keiner- «.'.â^feln. Nach der Verfassung müssen, um das wân Hirzen, mehr als die Hälfte aller ge- ytten Landtagsabgeordneten, für das gegen- ^"'ge Parlament also 226 mitJa" stimmen, sonst selbst bei einer relativen Zufalls- T. der Antrag abgelehnt wäre. Da vermut- orr Deutsche Volkspartei sich mindestens der enthalten wird, hat der kommunistische ^' ^^ bei der keineswegs sicherstehenden oller übrigen Oppositionsparteien, Aussicht auf Annahme. Die preußischen aatsininister und Ministerpräsident Dr. Braun k 'N Berlin und würden sich einem Wunsche ..5 Houses, zur Beratung des Mißtrauensantrages ^ia'Metnsn, nach der Geschäftsordnung fügen stimm Reden kann sie allerdings keine Be- m ' '"ßg zwingen. Immerhin rechnet man für die »Sige Landtagssitzung mit einer mehrstündigen lcklus ^" parlamentarischen Kreisen ist im An- x/i-V an den konrinunistischen Vorstoß die Frage lei s r ^h?^den, ob die Verfassung dahin zu ändern tmn»» ^ ^rift für die Erledigung von Miß- nsantrtrgèn, die ja zu den Ausführungsbestim- 9^ gehört, aus der Verfassung Herausgenom- s. ^^d. Da jedoch die Oppositionsparteien an sj^ gegenwärtigen Zustand interessiert sind, dürfte Berk n ^^s?^derliche Zweidrittelmehrheit für die J^'Ungsänbera kaum finden. Es ist anzu- W in Zukunft der Preußische Landtag eln seiner Ferienruhe durch taktische Anträge Fraktionen empfindlich gestört wird.

TaEäde hsß d§V AÄGKHMm

ss: den letzten Tagen haben beim Eisonbahner- j»en ^bkband, der größten Organisation der deut- ty c Yenbahner, Verhandlungen darüber stattge- ßnhw "^ das bis zum . 31.' Dezember laufende D»? Frommen gekündigt werden solle oder nicht. ../ ^>rvt des Verbandes, der sich aus Vertretern deutschen Ortsgruppen zusammensetzt, ist, wie

Die Lage in A-sdanista«

Me AnMandLMen znvüâedsangt - Äman 4Mah wM zu Gunsien deines Sohnes mestMeeien?

L o n d o n, 27. Dez. Die aus verschiedenen Gegenden Afghanistans vorliegenden Berichte stimmen darin überein, daß eine wesentliche Entspannung der Lage eingetreten ist. Die Regierungskruppen haben die Aufständischen zurückgedrängt.

Moskau, 27. Dez. Aus Kabul wird gemeldet: Die Regierungstruppen besetzten Pagman und drängten die Aufständischen 30 Kilometer von Kabul aus der Straße nach Tscharikar zurück. Das Militär- Hospital auf der Anhöhe von Bahibala und eine Anzahl Dörfer bei Kabul sind von Den Aufständi­schen zerstört worden.

London, 28. Dez. Daily Mail berichtet, die auf­ständischen Afganen sind jetzt von den Regierungs­truppen in die Kgbul umgebenden Bergs getrieben worden. Ihre Verfolgung ist im Gange. Die Haupt­stadt ist jetzt ruhig. Die königliche Familie hat sich

TfchitSOevSn bei Gtreiemann?

Berlin, 27. Dez. Der russische Volkskommissar des Auswärtigen Tschitscherin wird nach Beendigung seiner Kur in Deutschland nächstens nach Moskau zurückreisen. Die Absicht, Dr. Stresemann Besuch zu machen, hak Tschitscherin noch nicht zu erkennen gegeben. Es ist aber wahrscheinlich, daß die beiden Staatsmänner sich vor der Rückkehr Tschitscherins sprechen werden.

VEswWikchs »Ws««

Litwinow, des Bruders des russischen Volks­kommissars für die auswärtige Politik, der in der vergangenen Woche in Paris unter dem Verdacht der Wechselfälschungen verhaftet worden ist, scheint eine hochpolitische Wendung zu nehmen. Litwinow, der nach der Schweiz geflüchtet war, ist vor kurzem nach Paris zurückgekehrt und hat sich dort dem Untersuchungsrichter gestellt. Er hat diesem nun­mehr ein Memorandum übergeben, das sensationelle Enthüllungen über

die Finanzierungsmekhoden der bolschewistischen Auslandspropaganda enthält. Litwinow behauptet m seiner Rechtferti­gungsschrift, die ein in Paris erscheinendes russisches Blatt, dieDernieres Nouvelles" heute im Auszug veröffentlicht, daß dieWechfelreitrei" bei den S o w j e t b e h ö r d e u. bereits seit Jahren die gebräuchlichste Methode her Geldbeschaffung gewesen sei.

UNS unsere Berliner Schristleitung drahtet, nach langen Erwägungen zu der Ueberzeugung gekom­men, daß aus taktischen Gründen eine Kündigung des Abkommens zurzeit nicht empfehlenswert sei. Man hat deshalb dem Dorstand des Verbandes anheimgestellt, entsprechende Schritte erst später zu einem gelegeneren Zeitpunkt zu unternehmen.

Ms SMttSvvStu«« an den Lmes«

Berlin, 27. Dez. Ueber die Durchführung der auch für das Lyzeum angeordneten Schlußprüfung besteht noch Unklarheit. Wie der Amtliche Preu­ßische Pressedienst mitteilt, stellt daher der Kultus­minister in Erwiderung mehrerer bei ihm einge- gangener Anfragen das Folgende fest:

e v e r -

Ein mit einer Frauen, , bundens Lyzeum bildet mit dieser eine Voll­anstalt und ist daher von der Slbhaltung einer Schlußprüfung befreit. Den Schülerinnen, die das Ziel der Untersekunda erreicht haben, ist ein Zeug­nis auszustellen mit der Ueberschrift: Schlußzeug­nis des Lyzeutns mit Frauenjchule usw. (Zeugnis der Reife für Obersekunda eines Oberlyzeums). Ein mit einer Studienanstalt, einer deutschen Ober­schule oder einem Oberlyzeum der realgymnasialen Richtung verbundenes Lyzeum ist nicht Vollanstalt und hat daher eine Schluhprüfung abzuhalten. Besteht neben der Studienanstalt usw. noch eine Frauenschule, so gilt das vorher Gesagte. Ein in Entwicklung befindliches Oberlyzeum braucht beim erstmaligen Abschluß des sechsten Jahrgangs keine Prüfung abzuhalten. An Oberlyzecn ist kein Unterschied zu machen zwischen den Schülerinnen der UII, die tatsächlich nach Oli übergehen, und solchen, die die Schule verlassen wollen. Sie er- yalten, falls sie das Ziel der Klasse erreicht haben, die Reife für Obersekunda durch Versetzung. Die Schülerinnen der U Ilb erhalten das Schlußzeugnis mit dem Verinerk über die mittlere Reife bis auf weiteres ohne besondere Prüfung: die Obersekunda­reife bars aus diesen Zeugnissen Nicht bescheinigt werden. Auf ben Schlußzeugnissen privater Lyzeen muß der Vermerk über die mittlere Reife allgemein

nach Kandahar begeben, um Stämme um sich zu scharen, mit denen sie Blutverwandtschaft besitzen. Es wird angedeutet, daß Aman Ullah viel­leicht zu Gunsten seines Sohnes Zu­rücktreten wird. Ein Militärflugzeug von Bagdad ist in Kabul eingetroffen und will wieder zurückfliegen. Augenblicklich herrscht jedoch Schnee­fall, der den Abflug der Maschine verhindert. Viele Personen warten auf ihre Abbeförderung. Eine deutsche Frau soll bei der Landung des Flugzeuges von einem Propeller getroffen und getötet worden sein. Die britische Gesandtschaft hat unter schwerem Feuer gestanden, ihre Zimmer sind verbarrikadiert.

Litwinow behauptet, daß staatliche Handelsgesell­schaften lediglich zu dem Zweck gegründet worden

ganda Verwendung gefunden. Die Operationen seien von dem Mitglieds des Beirates im Llußen- Handelskommissariat T o u r o f f dirigiert worden, der in Wirklichkeit

die Tätigkeit der bolschewistischen Geheim­agenten in Deutschland, England, Frankreich und Belgien geleitet

habe. Von diesem Touroff will Litwinow im Jahre 1926 den Auftrag zur Ausstellung der angeblich gefälschten Wechsel erhalten haben. Das Geld habe er der erhaltenen Weisung gemäß nach Frankreich geschickt, wo es zur Finanzierung der bolschewisti­schen Propaganda in Marokko und Algier gebient habe. Litwinow soll der französischen Regierung bereits die Liste sämtlicher von der Sowjetregierung in Frankreich unterhaltenen Geheimagenten aus- aeliefert haben.

weggelassen werden. Zur Abhaltung der Schluß­prüfung nach Paragraph 2 der Prüfungsordnung können sich alle die öffentlichen und privaten Lyzeen für befugt halten, denen das Recht ver­liehen worden ist, den Obersekundavermerk zu er­teilen. Die Lyzeen, die dies Recht nicht besitzen, müssen entweder auch weiter auf die Obrsekunda- reife verzichten oder ihre Schülerinnen einer Schlußprüfung als Nichtschüler nach näherer An­weisung des Provinzialschulkollegiums zuführen.

KoviiGviiL mv GLerheWich- Wim denSMeu WGn'weletZ

Berlin, 27. Dez. Wie der Amtliche Preußische Pressedienst mitteilt. Hat der preußische Kultus­minister für die Zulassung zum Studium an den preußischen Universitäten und Technischen Hoch­schulen die Begabtenprüfung in Sachsen, Baden, Thüringen und Hamburg als mit der in Preußen auf Grund der Bestimmungen über die Zulassung zum Universitätsstudium ohne Reife­zeugnis vom 11. Juni 1924 erfolgenden Prüfung gleichwertig anerkannt. Er hat die Hochschulbehör­den ersucht, diejenigen Bewerber, die in den ge­nannten Ländern zum Studium ohne Reifezeugnis für ein bestimmtes Wissensgebiet zugelassen sind, auf Antrag auch an preußischen Hochschulen zu im­matrikulieren.

Me AmssWa-atzVi des «âaf IsMä* aks Wett-

VSRovd

Berlin, 27. Dez. Rach einer Mitteilung des Deutschen Luslrakes hat die Fsdè ration Aeronau- tique Internationale (F. A. 3.) jetzt die Rückreise des LustschifsesGraf Zeppelin" von Lakehurst nach Friedrichshafen in der Zeit vom 29. Oktober bis 1. November dieses Jahres mit einer Ent­fernung von 6 384 500 klm. als Weltrekord der Klasse B (Luftschiffe) anerkannt.

Sozraldemokvatriches LVehvvvosvamm

Die sozialdemokratische Kommission zur Prü­fung des Wehrproblems, die der Parteivorstand eingesetzt hat, veröffentlicht das Ergebnis ihrer Ar' beit. Es heißt in dem Wehrprogramm: Die Sozial­demokratische Partei Deutschlands verwirft den Krieg als Mittel der Politik.

Als Mitglied der sozialistischen Arbeiter­internationale kämpft die Sozialdemokratische Par­tei Deutschlands für vollständige Abrüstung durch internationale Abkommen. Die Abrüstung wird nur dann dem Frieden dienen, wenn sie nicht eine einseitige Verpflichmng ist wie sie den Besiegten des Weltkrieges durch die Sieger aufer­legt wurde. Der Deutschen Republik ist die historische Mission zugefallen, Vorkämpferin der internationalen Abrüstung zu sein Diese Mission kann sie nur dann erfüllen, wenn sie die ihr auf­gezwungenen einseitigen Rüstungsbeschränkungen nicht überschreitet. Eine Verpflichtung der Deut­schen Republik, die ihr arferlegten Rüstungsbe­stimmungen ohne Rücksicht auf ihre politische und mUitärische Zweckmäßigkeit auszuschöpfen, erkennt die Sozialdemokratische Partei Deutschlands nicht an.

Noch droht die Machtpolitik imperialistischer und faschistischer Staaten mit konterrevolutionären Interventionen und neuen Kriegen. So lange diese Gefahren bestehen, ist die Deutscke Republik genötigt, zum Schutze der Weltbestimmung ihres Volkes eine Wehrmacht aufrechtzuer­halten.

Die Wehrmacht kann ihre Ausgabe nur erfüllen, wenn sie in ihrem Denken und Fühlen mit dem Volke verbunden ist und sich als dienendes Glied : n die demokratische Republik einordnet.

Um die Reichswehr in diesem Sinne umzuge- itaiten. stellt die Sozialdemokratische Partei ins»

Kontrolle des Reichstages über alle Verträge der Heeresverwaltung.

Keine Subvention an Privatfirmen, die mittel­bar oder unmittelbar illegalen Rüstungen dient.

Verbot der Bestrafung von Veröffentlichungen gegenüber illegalen Rüstungen.

' Gesetzliche Bestimmungen zur Sicherung einer

unparteiischen Rekrutierung.

Beseitigung des Bildungsprivileges für Offizierkorps.

Sicherung der staatsbürgerlichen Rechte Soldaten.

Schutz der Rechte der Soldaten durch eine

vas

der

von

ihnen gewählte Personalvertretung.

Demokratisierung des DisZiplinarrechts und des Militärstrafrechts.

Republikanische Lehrkräfte und Lehrbücher beim Unterricht.

Verbot der Verwendung militärischer Kräfte bei Konflikten zwischen Kapital und Arbeit.

In dem Prograinm heißt es dann noch: Die Sozialdemokratische Partei fordert die Neufestigung des Völkerrechts im Sinne der Humanität. Ins­besondere fordert sie Verbot des Gaskrieges und der Verwendung von Bakterien zur Kriegführung.

Die sozialistischen Forderungen können nur ver­wirklicht werden durch die gemeinsamen und energischen Bestrebungen der organisierten Arbeiter, durchs die unablässige Aufklärung der Arbeiter über die Ursachen und Gefahren der Rüstungen, durch Erziehung und Unterricht im Geiste des Friedens, um auch die moralische Ab­rüstung vorzubereiten und durch den gesteigerten politischen und wirtschaftlichen Kampf des Prole­tariats gegen die herrschenden Klassen bis zur Ver­wirklichung des Sozialismus. Das sozialistische Endziel bildet eine Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung, also ohne Klassen und Klassen­kämpfe, eine Gesellschaft ohne Streben nach Aus­dehnung von Ausbeutungsgebieten, also ohne Rüstungen und ohne Kriege.. Der Sozialismus ist die Macht, die der Welt den dauernden Frieden bringen wird.

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Im französischen Senat hat gelegentlich der Etatdebatte eine bemerkenswerte Auseinander­setzung über das Heeres- und Rüstungswesen statt- gesunden. Der bekannte Senator de Jouvenel trat für eine Einschränkung der Rüstungen ein. Der Kriegsminister verhielt sich durchaus ablehn­end. Er meinte, Jouvenel scheine der Ansicht zu sein, daß man durch die Schaffung eines Berufs­heeres mit weniger Ausgaben der Landesver­teidigung besser dienen könne. Ein solches Heer, so meinte der französische Kriegsminister, lasse sich vielleicht für alle möglichen Zwecke verwenden, für die nationale Verteidigung aber sei es unbrauch­bar.

Man wird sich diesen Ausspruch merken müssen, wenn von französischer Seite aus wieder einmal das Schreckgespenst der Reichswehr zitiert wird. Man hat uns bekanntlich ein Berufsheer aufgezwungen, wäh­rend Frankreich den Grundsatz der Wehrpflicht nicht nur festgehalten, sondern sogar noch bis in alle Kon-

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