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WVGeneraLMrzeigev Br^M^WOaua« Stadt und Land

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Nr. 201

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Vanau Stadt und Land

Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. Lei unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streik usw. hat der Bezieher keinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung oder aus Rückzahlung des Bezugspreises. / Für Platzvorschrift u. Erscheinungstage der Anzeige wird keine Gewähr geleistet.^Geschäftsstelle: Hammerstr. 9 / Fernspr. 3956, 3957,3958

11 Dezember

1028

Das netteste

In Lugano wurde gestern die 53. Ratstagung eröffnet. Stresemann hatte eine längere Aussprache mit Chamberlain.

Im englischen Ober- und Unterhaus fanden neue Debatten über die Räumungsfrage, insbeson­dere über die Auslegung von Artikel 431 statt.

Der Reichsrat hat die bekannte Vorlage über die Zuckerzoll-Lrhöhung angenommen.

Der Srankheitszustand des englischen Königs ist weiterhin besorgniserregend.

i Der Grenzzwischenfall zwischen Bolivien und Paraguay hat die Gefahr kriegerifcher Verwicklungen ^erausbeschworen.

Raisöasuus r« Lugano

- , Lugano, 10. Dez. Die erste öffentliche Sitzung der 53. Ratstagung wurde von dem neuen Rats­präsidenten Briand kurz vor %12 Uhr eröffnet, indem er sich an Sic Austen Chamberlain, Dr. Stresemann und Titulesou wandte und seiner Ge­nugtuung Ausdruck gab, daß ihr Gesundheitszu­stand ihnen nunmehr wieder erlaube, von neuem ihre Mitarbeit im Rat aufzunehmen. Di« erwähl­ten drei Ratsmitglieder bansten Briand für die freundlichen Worte, wobei Reichsminister Dr. Stresemann ganz besonders seinen Kollegen und vor allem dem Generalsekretär des Völkerbundes seinen verbindlichsten und aufrichtigsten Dank für das erwiesene Entgegenkommen aussprach und auch dafür, daß sie feiner Anregung' auf Verlegung der Ratstagung folgten, nachdem seine Aerzte ihm ver- Iten hatten, an einer Dezembertagung in Genf lzunehmen. Die Erledigung der Tagesordung bst brachte die Vertagung der Beratung des itsberiMM des Mandatsausschusses bis N. ^kHM^MMdaKiMII

Mm ungarifi

and dem Rat von den bevorstehenden direkten andlungen ungarischer und r umänischer Be- ächtigter Kenntnis, die Mitte Dezember in n beginnen sollen, und sprach die besten nsche für einen erfolgreichen Ausgang dieser

Handlungen aus. Auf den Bericht des italieni- «m Ratsmitgliedes Scialoja wurde in Bezug auf Einholung von Rechtsgutachten des Ständigen ternationafen Haager Gerichtshofes beschlossen, zunächst jeder einzelne Ratsstaat eine gründ­liche Untersuchung dieses Problems vornehmen soll, «m aufgrund dieser Arbeiten in einer der nächsten -Ratstagungen diese Frage weiter zu behandeln.

Ebenfalls vertagt wurde schließlich der englische Antrag auf Herabsetzung der jährlichen Ratstagun­gen von vier auf drei.

) Die nächste Sitzung wurde auf Dienstag ^12 Uhr anberaumt. Es ist vorgesehen, daß die Nach­mittage möglichst sitzungsfrei bleiben, was die Fort­setzung der bereits am Sonntag aufgenommenen politischen Besprechungen erleichtern wird. Zu­nächst wird für heute nachmittag eine Unterredung zwischen Reichsminister des Aeußern, Dr. Strese­mann, und Sir Austen Chamberlain erwartet.

W Zu der neuen Ratstagung sind ungefähr 150 Vertreter der internationalen Presse, darunter 25 deutsche Journalisten eingetroffen. Die Abwicklung der pressetechnischen Arbeiten geht mit der glei­chen Erleichterung und mit der gleicher Pünktlich­keit vor sich wie in Genf. Die Sitzungen finden in dem hellen und sehr sreundlichen Hauptsaal des Kursaalgebäudes statt.

Seveâs fMwi uoâmE nach DMsDE

TieVossische Zeitung" meldet aus Essen: Minister Severing wird nach Prüfung des ihm von den Tarifparteien der nordwestlichen Gruppe vor­gelegten Materials am Donnerstag in Düsseldorf nochmals mit den Vertretern der Gewerkschaften und der Arbeitgeber über die endgültige Regelung der Lohn- und Arbeitszeitsrage in der rheinisch­westfälischen Metallindustrie beraten. Für Freitag und Samstag sind weitere Beratungen mit anschlie­ßenden Werkbesichtigungen in Aussicht genommen. Es besteht somit die Möglichkeit, daß der Schieds­spruch Ende dieser oder Anfang nächster Woche ge­fällt werden wird.

NaS Ve««de« des ÄSttisS von England

London, 10. Dez. Zu dem heute abend ausge­gebenen Bulletin über das Befinden des Königs berichtet das Reutersche Büro, daß das Bulletin als beunruhigend und weniger zufriedenstelle ad als das Morgenbulletin betrachtet wird. Die Lage wird als besorgniserregend dacgestellt. Die wichtigste Tatsache ist daß wieder in mäßigen Grenzen eine allgemeine Infektion eingetreten ist. Erde voriger Woche berichteten die Aerzte, daß die Infektion lokalisiert und der Zustand des Königs besser sei. Jetzt ist das Umgekehrte der Fall. Das aus der Lunge in andere Körperteile übergetretene Gift zieht notwendigerweise das Herz in Mitleidenschaft, unb infolgedessen muß man Sorge um den König ; hegen.

Mirrifierrbefpsechurrsen irr Lugano

LhambevlaZu bei Gissfemaun

Lugano, 10. Dez. Die am Sonntagabend aufgenommenen diplomatischen Besuche sind am frühen Rlontagvormittag weiter fort geführt worden. Um 10 Uhr erschien im Palast- Hotel Briand in Begleitung des französischen Generalkonsuls in Genf, um die gestrige Aus­sprache mit Chamberlain weiter fortzusehen, heute nachmittag 5 stattete der englische Außenminister Chamberlain dem deutschen Reichsaußenminister Dr. Stresemann einen Be­such ab. Beide Staatsmänner hatten eine inständige Unterredung.

Die Unterredung Chamberlain-Stresemann galt den im Augenblick im Vordergrund des Interesses stehenden politischen Fragen. Dabei wurde je­doch, wie von unterrichteter Seite mitgeleilt wird, weder von der Reparationsfrage noch über Ab­rüstungsfragen gesprochen. Es ist daher an­zunehmen, daß der hauptsächliche Gegenstand der Unterhaltung die Erklärung des englischen Außen­ministers vor dem Unterhaus über Artikel 431 des Versailler Vertrages und der englischen Rechtsauf­fassung über die Räumungsfrage bildete. Die Unter­haltung der beiden Staatsmänner, die sich feil März d. J. nicht mehr gesprochen haben, war, wie weiter erklärt wird, sehr freundschaftlich. Zur Fortsetzung der gestern und heute aufgenommenen Besprechun­gen, über die vereinbarungsgemäß keine besonderen Mitteilungen ausgegeben wurden, wird Reichs­minister Dr. Stresemann morgen und übermorgen die beiden Besuche Briands und Chamberlains er­widern.

Es darf angenommen werden, daß Dr. Strese­mann den englischen Außenminister bei der heutigen Unterredung aus den peinlichen Eindruck aufmerksam

Sprache gekommen sein. Bekanntlich handelt es sich

G«Sl. Anseinanderketzung«« 66t* AstiSe! 431

Herre Dâasserr über GhambeeSairrs SeMäeurrs zur

KarrrtturrsSfeage

London, 10. Dez. 3m Ober- und Anker Haus fanden Heuke neue Debatten über Artikel des Rheinlandes statt.

431 des Versailler Vertrages betr. Räumung

Jm Oberhause eröffnete Lord Parmoor (Arbeiterpartei) die Debatte. Er sagte: Die zur da­maligen Zeit abgegebenen Erklärungen zeigen, daß die etwas engherzige Auslegung des Artikels durch Chamberlain nicht die echte Auslegung ist. Der Ar­tikel bedeutet offenbar einen Deutschland gewährten

Vorteil. Chamberlain vertritt eine Auslegung, wo­nach die Räumung erst fällig werde, wenn Deutsch­land seine gesamten Reparationsverpflichtungen er­ledigt habe. Man kann unmöglich annehmen, daß die Staatsmänner, die den Versailler Vertrag ent­worfen und gewußt haben, daß der Mindestzeit­raum für die Reparationszahlungen 30 Jahre be­tragen würde, angenommen haben sollten, daß alles innerhalb der Besetzungsfrist, d. h. 15 Jahre ge­zahlt werden würde. Die Auslegung, die ich für die richtige halte, ist, daß Deutschland, den Beweis er­bringen muß, daß es seine Reparationszahlungen regelmäßig leistet.

Es liegt auf der Hand, daß die Unterzeichner des Versailler Vertrages nicht gewollt haben, daß die Räumung bis zur tatsächlichen Bezah­lung aller Raparationen aufgeschoben werden sollte.

Die 1919 von Präsident Wilson, Clemenceau und Lloyd George unterzeichnete Erklärung stellt diese Angelegenheit über jeden Zweifel hinaus klar. Parmoor berief sich weiter auf das Urteil Tardieus und erklärt«, die von Chamberlain dem fraglichen Artikel gegebene Auslegung nehme ihm jeden Wert. Parmoor sagte zum Schluß, er hoffe, daß man sich über digse Dinge in versöhnlicher Weise einigen werde. Andererseits würde es am Platze sein, die Frage dem Haager Gerichtshof zur Entscheidung zu überweisen.

Der Lordkanzler Lord Hailsham, der an­stelle des abweisenden Lord Cushendun für die Regierung sprach, führte aus: die Auslegung des Artikels 431 und die Korrektheit dieser Auslegung ist gegenwärtig Gegenstand einer wirklichen Kontro­verse zwischen Frankreich und Deutschland. Es Han-

dclt sich um eine direkte Meinungsverschiedenheit zwischen beiden Ländern. Unter diesen Umständen wünscht die britische Regierung, daß, wenn möglich, eine Vereinbarung erreicht werde, die zu einer bal­digen Räumung des Rheinlandes führen werde.

hierbei um zwei Gykachten der englischen 6ron- juristen aus den Jahren 1922 und 1926, die jedoch in verschiedenen Punkten widersprechende Auffassun­gen vertreten und die der deutschen Oeffentlichkeil bisher noch nicht bekannt geworden sind.

Gwe Evklavuus Bvrauds

Lugano, 10. Dez. Unter Bezugnahme auf seine Unterredungen mit Stresemann und Chamberlain gab Briand heute abend gegenüber der französi­schen Presse der Hoffnung Ausdruck, daß der Sach­verständigenausschuß für die Reparationsfrage Mitte Januar und der vorbereitende Abrüstungsausschuß Mitte Februar zusammentreten können. Der Ab­rüstungsausschuß soll bekanntlich nach einem Be­schluß der letzten Bundesversammlung von seinem Präsidenten Loudon spätestens im März nächsten Jahres einberufen werden, um die seit bald zwei Jahren ins Stocken geratenen Vorarbeiten für die Einberufung einer ersten internationalen Ab­rüstungskonferenz wieder aufzunehmen, auch wenn bis dahin die Meinungsverschiedenheiten über die d die ausgebildeten Reserven der

in der zweiten Februarwoche einzuberufen.

Der Außenminister hat sich sehr bemüht, diese Erörterung von der Ebene unfruchtbarer legaler Argumente in die mehr praktische Form einer Vereinbarung zwischen den interessierten Par­teien hinüber zu leiten.

Tatsächlich ist eine Sitzung des Völkerbunds- rates in Lugano anstatt in Genf anberaumt wor­den, zu dem ausdrücklichen Zweck, daß der deutsche Außenminister daran teilnehmen kann. Ob es wahr­scheinlich ist, daß Chamberlains Bemühungen, eine solche Vereinbarung herbeizuführen, dadurch ge­fördert werden, daß Nachdruck auf die Tatsache gelegt wird, daß Chamberlain die legale Auffassung Frankreichs und nicht Deutschlands vertritt, ist eine Frage, über die sich das Haus seine eigene Ansicht bilden kann. Ich hebe diesen Punkt hervor, nicht um unhöflich gegen Lord Parmoor zu sein, sondern weil ich es für hochwichtig halte, daß fremde Länder, die natürlicherweise an dieser Erörterung interessiert sein und die aufmerksam darauf achten werden was gesagt wird, sich klarmachen, daß die Erörterung nicht auf Veranlassung der Regierung begonnen worden ist und daß die Tatsache, daß wir noch einmal zu einer solchen Erörterung gezwungen worden sind, nicht auf einen Wunsch unsererseits zu­rückzuführen ist, auf Fragen des Rechts oder Un« rechts herumzureiten, sondern nur, weil unsre juristische Auffassung direkt zur Sprache gebracht und angezweifelt worden ist.

Artikel 431 gehört zu einer Serie von fünf Ar­tikeln, die einen Abschnitt bilden. Es ist ein Teil

der Klausel, die Garantien Westeuropa überschrie­ben ist. Es ist notwendig, zu beachten, was die an­dern Artikel bestimmen, damit wir ganz deutlich die wahre Auslegung des Artikels verstehen können. In Artikel 428 haben wir zunächst die Tatsache, daß eine 15jährige Besetzung des Rheinlandes als Garantie für die Ausführung des Vertrags vorge­schrieben wird. Ich sage das ausdrücklich, weil die sonderbare Behauptung aufgestellt worden zu sein scheint, die Auslegung des Artikels 431 durch Cham- berlain bedeute, daß die Besetzungstruppen im Rheinland bleiben sollen, bis die gesamten Entschä- digungen bezahlt worden sind, das heißt wahr­scheinlich einige 60 Jahre. Tatsächlich hat der Mi-

), iicyemncy einige du wpre. ^uiaiyiicy yai aer wei« > irrster des Aeußern niemals eine so törichte Be-

1 (Fortsetzung auf Seit« 2)

^viesssekabv in Süd - Ämesika

Der amerikanische Kontinent hat seine neue Sensation, einen bewaffneten Konflikt zwischen Bolivien und Paraguay. Die Nachricht von den Kämpfen, die zwischen diesen beiden Staa­ten in diesen Tagen stattgefunden h^ben und die mit Leichtigkeit zu einem regelrechten Krieg führen können, klingt beinahe wie ein Hohn. Denn es handelt sich hier um Staaten, die wahrlich an alles andere denken sollten, als an ein Spiel mit dem Feuer. Wenn nämlich irgendwelche Länder der Welt schlechte Er­fahrungen mit Kriegen gemacht haben, so sind dies Bolivien und Paraguay. Man kennt bei uns leider zu wenig die Verhältnisse in Süd­amerika. Sie sind indessen so interessant und so lehrreich, daß es sich unbedingt lohnt, bei der Gelegenheit des jetzigen Konfliktes darauf einzugehen, selbst auf die Gefahr hin, in eine etwas melancholische Stimmung zu kommen ob der Unfähigkeit der Menschen, ihr persön­liches und staatliches Leben auf dieser Erde einzurichten.

Bolivien ist ein Land, das etwa dreimal so groß ist wie Deutschland, aber weniger als ein Zwanzigstel der deutschen Bevölkerung beher­bergt. Man denke sich die Einwohnerschaft von Berlin (ohne Bororte!) auf eine Fläche verteilt vom Ausmaß des ganzen Europa ohne Ruh­land und feine Halbinseln dann wird man einen Begriff davon haben, wie unbewohnt Bolivien ist. Von den kaum 3 Millionen Ein­wohnern sind weniger als ein Zehntel Weihe. Die überwiegende Mehrzahl der Bevölkerung bettel)!

Weißen und Indianern) als recht unschulds­voll gelten müssen im Vergleich zu den viel ge­fährlicheren Mischungen zwischen Rothäuten, Mongolen und Negern. Die Indios leben in einem Zustand, der mit menschlichen Worten gar nicht wiedergegeben werden kann. Ein sol­ches Elend kann sich nicht einmal der vorstellen, der mit der Misere chinesischer Städte u. afri­kanischer Dörfer vertraut ist. Indessen sind die Degenerierten stumpfsinnige Halbtiere, die in schlimmster Knechtschaft dahinsiechen, Nach­kommen der glücklichen Inkas, die noch vor 300 Jahren Träger einer überaus hohen Kultur waren. Das Vordringen der spanischen Con- quistadoren hat das blühende Reich dem Unter­gang geweiht. Die Kolonialkunst des damali­gen Spanien hat ihr barbarisches Zerstörungs­werk mit einer Schnelligkeit vollbracht, die die Vernichtungswut eines Attila oder eines Dfchingis-Khan in den Schatten stellen.

Als die spanische Herrschaft am Anfang des 19. Jahrhunders abgefchüttelt werden konnte, hatte die selbständige Republik Bolivien eine schwere Aufgabe vor sich, eine Wüste urbar zu machen, aber eine Wüste, die unerhörte Natur­schätze in sich birgt. Die Fortschritte, die beim Aufbau des Landes im Laufe des vergangenen Jahrhunderts sich allmählich zeigten, haben keine Rückwirkung auf das Schicksal der Urbe­völkerung gehabt, die ihrem traurigen Schicksal überlassen wurde und bis zum heutigen Tage überlassen bleibt. Aber selbst die Männer, die von der immer steigenden Ausbeutung der Naturschätze Boliviens profitieren konnten, haben ihre Sache verscherzt, indem sie im Jahre 1879 sich in einen unglückseligen Krieg mit Chile hineinziehen ließen. Dieser Krieg ist in der Geschichte Südamerikas unter dem Na­men Salpeterkrieg bekannt, weil es sich um riesenhafte Salpeterlager handelte, die an der Pacific-Küste Boliviens sich befanden. Das Er­gebnis dieses Krieges war, daß Bolivien seinen Zugang zum Ozean an Chile abtreten mußte, an jedes wunderliche Land, das sich an der westlichen Küste Südamerikas entlang hinzieht und bei einer Breite von 100 Kilometer bei­nahe eine Länge von 4500 Kilometer von Nor­den nach Süden aufweist. Seit 187980 ist Bolivien zu einem Binnenland geworden, zu dem Tibet Südamerikas, von der Außenwelt abgeschnitten auf die Gnade hafenreicher Nach­barn angewiesen. Dieses traurige Schicksal teilt Bolivien nur mit Paraguay. Bolivien und Pa­raguay das sind die einzigen Länder des amerikanischen Kontinents, die keinen Zugang zum offenen Meer haben. Diese beiden Länder

Die heutige Kummer umfaß) 10 Seiten