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Svettas de«
2. November
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«V. 250
Cattau Giadt und Land
Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. ' Lei unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streik usw. hat der Bezieher keinen Anspruch aus Lieferung oder Nachlieferung oder aus Rückzahlung des Bezugspreises. / Für Platz Vorschrift u. Erscheinungstage der Anzeige wird keine Gewähr geleistet.>Geschästsstelle: Hammerstr. 9 / Fernspr. 3956,3957,3958
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Das UeueKe
' — In Friedrichshafen fand am Donnerslag abend die Ehrenpromotion Dr. Eckener, und Dr. Dürr statt und im Anschluß daran ein Festakt, auf dem Dr. Eckener über die Sturmfahrt sprach.
i —- Im Gesamtgebiet der Gruppe Rordwesl ist gestern die Kündigungsaktton allgemein durchge- führt worden. Die Zahl der entlassenen Metallarbeiter beträgt 213 000.
— Der amerikanische Botschafter Shurmann erklärte aus einem Bankett, daß es schwer sei, heute ein friedlicheres und friedliebenderes Volk als das deutsche zu finden.
— Die Verhandlungen über den ungarisch- rumänischen Optanlenskreit sollen am 14. November in Rapallo beginnen.
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Ghuvmau über die deutlch- amevw. Nsriehrmseu
„Es ist schwer, heute ein friedlicheres und sriedliebenderes Volk als das deutsche zu finden".
Newyork, 1. Nov. Botschafter Shurman war heute Ehrengast bei einem Frühstück der Handelskammer des Staates Newyork. In einer Ansprache der die deutsch-amerikanischen Beziehungen führte er aus: Ich mache kein hehl daraus, daß ich große Bewunderung und Freund- fchast für das deutsche Volk hege. Aber diese Empfindungen haben mich niemals dazu verleitet, in Gedanken. Gefühlen und Ausdrucksweise andere Rationen herabzusetzen. Ein amerikanischer Botschafter muß meines Erachtens der Exponent des universellen Friedens und der internationalen Verstän- bi^a^. Surman erklärte ferner. IMc sinh e t i t a st eh t. Wenn drei
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9.
Sechstel des Blutes amerikanischer Ration heute eng- lisch und schottisch sind, so ist wenigstens ein Sechstel deutsch und die Deutschen wie die Holländer waren von Anbeginn hier. Ein so kühler Beobachter wie Franklin befürchtete einstmals, Pennsylvanien könnte ein deutscher Staat werden. Die deutsch-amerikanischen Beziehungen waren von 1746—1914 durch ununterbrochene Freundschaft gekennzeichnet. Vier große Deutsche: Friedrich der Große, Kant, Goethe und Bismarck waren warme Freunde Amerikas. Der Weltkrieg war ein böser Traum. Das deutsche Volk wünscht auf- richtig die Herstellung der alten Beziehungen der Freundschaft, die der Weltkrieg vorübergehend unterbrochen hak. Das amerikanische Volk erwidert aufrichtig diese Gefühle.
Trotz des weiterlebens der Kriegspsychose in verringertem Maße und in vereinzelten Erscheinungen In beiden Ländern war der Fortschritt in der Er- Neuerung der alten Freundschaft groß und gründlich, erfreulich und ermutigend. Dieses glückliche Ergebnis sehe ich als Beweis des Grundsatzes an, daß zivilisierte Menschen dafür bestimmt sind, gute Rachbarn und Freunde zu sein. Möge unsere Freundschaft mit Deutschland weiterhin wachsen und gedeihen. Deutschland wünscht sie zu pflegen. Zu diesem Zweck ist nichts nützlicher als persönlicher gesellschaftlicher verkehr. Deutsche besuchen die Vereinigten Staaten von Jahr zu Jahr. Zahlreiche amerikanische Touristen dehnen wiederum ihre Reisen bis nach Deutschland aus. Rach Indienststellung neuer deutscher Dampfer erwarte ich eine Touristenwelle unmittelbar von Rewyork nach Deutschland, wo das deutsche Volk die amerikanischen Reisenden des Herz- lichen Empfangs versichert.
Zum Schluß seiner Rede erklärte Botschafter 4 Shurman, die Deutschen sind Amerika dankbar für I die erwiesene Finanzhilfe. Zweifellos erwartet Deutschland auch weiterhin finanzielle Hilfe aus Amerika. Wenn die Zeit dafür gekommen ist, wird es nicht vorteilhaft für uns sein, Anlagen in erstklassigen Aktien und anderen Werten Deutschlands zu machen? Dies ist nicht ein Widerfpruch, sondern im Gegenteil eine Bestätigung meiner Behauptung, daß auf beiden Seifen uneigennützige Freundschaft besteht. Ich kann nicht nachdrücklich genug betonen, daß das deutsche Volk von diefen Gefühlen lebhaft beseelt ist. Es sucht Frieden mit allen Ländern, aber mit Amerika Vereinigung der Herzen. Es wäre schwer, heute ein friedlicheres und friedliebenderes Volk als das deutsche zu finden.
Zentrum und Nanrerkveuzev
Die Zentrumsfraktion wird, wie das „B. T.” mitteilt, die Abstimmung über den im Reichstag eingebrachten sozialdemokratischen Antrag auf Einstellung des Panzenkreuzerbaues freigeben. Die Zentrumsfraktion hat bereits bei der Abstimmung über die erste Baurate im früheren Reichstage auf die Ausübung des Fraktionszwanges verzichtet. Das Blatt erwartet, daß noch mehr Zentrumsabgeordnet« als bisher sich der Abstimmung enthalten wer-
Ehrung der Jeppettn-Leute
E n Bankett zu Ehren der Besatzung
Dr. Eâenev
Hevrchöet r W Haiten auf dev Bütkfahet einen geradezu unerhörten Sturm - wir müssen stärkere Luftschiffe hauen - Die GMEwünsche
Friedrichshafen, 1. Nov. Die glückliche Heimkehr des Luftschiffes „Graf Zeppelin" nach glorreicher Hin- und Rückfahrt über den Atlantischen Ozean wurde am Donnerstag abend in Friedrichshafen festlich begangen. Die Stadtverwaltung veranstaltete im Kurgarlenhotel ein Festbankett, das mit einer öffentlichen Ehrung des Führers des „Graf Zeppelin", Dr. Eckener, des Lhefkonsirukleu rs Dr Dürr und der an der Fahrt beteiligten Offiziere und Mannschaften verbunden war.
An dem Bankett nahmen weiter teil: Geheimrat Fisch als Vertreter des Reichsverkehrsministeriums, der württembergische Wirtschaftsminister Beuerle, Delegierte der drei badischen Hochschulen, hervorragende Vertreter von Wissenschaft und Technik, der Behörden und der Presse, eine stattliche Zahl geladener Ehrengäste. Dem eigentlichen Festakt ging im kleinen Saal des Kurgartens die Ehrenpromotion der Herren Dr. Dürr und Dr. E ck e n e r. voraus. Bei dem Festessen hieß der Stadtschulthekß Schnitzler die Besatzung herzlich willkommen. Geheimrat Fisch vom Reichsverkehrsministerium gab dem Bedauern des Reichsverkehrsministers v. Guèrad Ausdruck, daß er bei dem Festabend nicht mehr anwesend sein konnte, und verlas dann das folgende
und und
Schreiben des Reichsverkehrsministers an Dr. Eckener
den Telegrammwechsel zwischen dem Minister
dem österreichischen Bundesminister Dr. Schürff. In dem Schreiben des Reichsverkehrs-
des Deutschen Reichstages mich drahtlich gebeten hat, dem heimkehrenden Führer und der Besatzung auch im Namen des Deutschen Reichstage» herzlichen Glückwunsch auszudrücken. Ich darf wohl sagen, daß ich befugt bin, Ihnen die Wünsche des ganzen deutschen Volkes zu übermitteln, da Ihre Fahrt über den Ozean zu dem befreundeten amerikanischen Volke eine Herzenssache war. Neue Ent- wicklungsmöglichkeiten eröffnet dieser glückhafte Flug, der trotz Ungunst der Jahreszeit und der Elemente gelungen ist. Sie haben der Welt erneut bewiesen, daß es nicht heißen darf: „Luftschiff oder Flugzeug". Das deutsche Volk hat es einhellig gefühlt, daß Sie eine neue geschichtliche Tat im Sinne des Grafen Zeppelin ausgeführt haben, eine Fahrt, die deutsches Können, deutsches Wollen und deutsche Tatkraft geformt haben. Möge diese glückhafte Fahrt auch ein Symbol sein, ein Symbol der deutschen Einigkeit in nationalen Fragen, die uns allen eine glückhafte Zukunft sichern kann. Zum Schluß seines Schreibens bekräftigte der Minister den Wunsch der deutschen Reichsregierung, daß Dr. Eckener selbst an der Spitze der Besatzung mit dem neuen Luftschiff auch der Reichshauptstadt einen Besuch abstatten möge.
Im Namen der Schiffahrtsgesellschaften feierte Dr. Kiep, Vorstandsmitglied der Hapag, die Fahrt des Luftschiffes. „Graf Zeppelin" habe das Blaue Band des Ozeans gewonnen. Für den Württembergischen Automobilklub überreichte Dr. Mattes- Stuttgart die Urkunden für die Ehrenmitglieder Dr. Eckener und Dr. Dürr. Für den Bayerischen Automobilklub überbrachte Dr. Hörmann- München die Goldene Medaille. Im Namen des Aufsichtsrates der Lufthansa begrüßte Direktor Milch die Besatzung mit dem Wunsche guter Kameradschaft zwischen Zeppelin und Flugzeug.
Dann nahm
Dv. Etkenev
das Wort. Er führte u. a. aus: „Zu den Ehrungen, die man mir dargebracht hat, kann ich nur sagen: Ich kann auch nichts ausrichten ohne, wie man die Besatzung genannt hat, meine tapfere Schar, die pflichtbewußt und freudig ihren Dienst getan hat. Ls ist ein seltsamer Widerspruch, wie man uns ein- mals die großen Helden feiert und dann das Luftschiff als ein sicheres völkerverbindendes Instrument bezeichnet. Wir lehnen es ab, irgendwie hervorgehoben zu werden. Ich habe die Fahrt über den Ozean durch die Luft nie als eine kleine Sache angesehen.
Aber was wir auf der Rückfahrt erlebt haben, war so schwer, daß ich zu der Auffassung gelangt bin, der Ozean ist noch lange nicht be- zwungen.
Dr. Eckener schilderte dann die Schwierigkeiten der FahrldurchNebelund SlurmbeiNen- fundland, bei der das Schiff ein ganzes Stück abgetrieben wurde, und fuhr fort: Man hatte manchmal das Gefühl, daß das Schiff durchzubrechen drohte, denn wir hatten einen geradezu u n e r h ö r- len Sturm. Erst durch die Zeitungen haben wir erfahren, wie weil wir nach Norden verschlagen
worden sind. Aber dann wurden wir Herr der Situation und erkannten aus Eisbergen unter uns, daß die Tücken dieses Meeres größer sind, als man sich vorstellen kann. Gewiß Hal das Schiss standgehalten dank der Konstruktion meines Freundes Dr. Dürr. Aber das ist auch nur möglich gewesen, weil wir die Beanspruchung aus das Mindestmaß heruntergedrückt hatten. Run wollen wir nicht die Hände in den Schoß legen und einfach Ehrungen über uns ergehen lassen. Es gilt vielmehr aus den Erfahrungen die Lehren zu ziehen und den Fortschritt zu suchen. Wir wissen, daß wir die Mittel zu diesem Fortschritt in der Hand haben. Wir können stärkere Maschinen in das Luftschiff hineinbauen, so daß man nicht mehr halb willenlos dem Treiben der entfesselten Elemente preisgegeben ist. Mur wer diese Situation bei Neufundland milerlebte im Nebel und Sturm, weiß und hat Verständnis dafür, wie die vielen Transozeanslieger ihr Grab gefunden haben. So versprechen wir als Abschluß dieser Fahrt dem deutschen Volke, daß wir den Gedanken weiter entwickeln werden. Das Schift hat sich gut bewährt. Aber
von Änwelkergebielen m
In diesem Sinne erhebe ich mein Glas auf eine gedeihliche und entschiedene Fortentwicklung der Luftschiffahrt." — Rach dem Festakt brachte die Bevölkerung der Besatzung einen Fackelzug dar, der die ganze Stadt auf die Beine brachte.
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VassasZeVvsvLshv aus
Rach Blätlermeldungen gab Dr. Eckener in posi tivster Form die Versicherung, daß der „Gra Zeppelin" seine Rolle als Passagierschifft ausge spielt Hal. „Dieses Schiff", so sagte Eckener wörtlich und wiederholte den Sah noch einmal ganz langsam, „scheidet nach meinen Erfahrungen für den allgemeinen regelmäßigen Passagierverkehr aus. wir müssen schnellere und stärkere Schiffe bauen, wenn wir mit ihnen einen ständigen Passagierverkehr ausnehmen wollen."
Die elften OMBwüttsthe
Telegramm des Reichspräsidenten an Dr. Eckener.
Berlin, 1. Okt. Der Reichspräsident hat an Dr. Eckener folgendes Telegramm gerichtet:
Herzlichen Willkommensgruß zur glücklichen Rückkehr in den Heimathafen! Mit mir freut sich das ganze deutsche Volk der wohlgelungeneu großen Fahrt des sturmerprobten „Graf Zeppelin", vereint in dankbarer und bewundernder Anerkennung her hervorragenden Leistung, die der Erbauer, Führer und Besatzung des Luftschiffes vollbracht haben. In der Hof nung, Sie bald in Berlin persönlich beglückwünschen zu können, und mit freundlichen Grüßen (gez.) von Hindenburg, Reichs- Präsident.
Reichsposlminisler Dr. Schätzl.
Berlin, 1. Okt. Reichspvstminister Dr. Schätzl hat Dr. Eckener folgendes Telegramm gesandt:
Zur wohlgelungenen Heimfahrt Ihnen und der Besatzung herzliche Glückwünsche. Glück auf! für die Zukunft, (gez.) Schätzl.
Telegrammwechsel zwischen Dr. Eckener und dem französischen Minister Laurent-Eynac.
Paris, 1. Okt. Dr. Eckener hat während der Fahrt des „Graf Zeppelin" über Frankreich an den fran- zöstschen Luftfahrt-minister Laurent-Eynac folgendes Telegramm gesandt:
Nach Ueberquerung des Ozeans in drei Tagen überfliegen wir Frankreich von Nantes nach Basel. Viele Grüße! Dr. Eckener.
Luftschiffahrtsminister Laurent-Eynac hat da- rauf mit folgendem Telegramm geantwortet:
Danke Ihnen für Ihre Grüße bei Ueberfliegen französischen Gebietes und sende Ihnen lebhafteste Glückwünsche für prachtvolle Leistung. Laurent- Eynac, Lustschisfahrtsminister.
Sins dem Laudevlatz in Sviedvichshafeu
Bon einem Hanauer, der bei der Landung des Zeppelin in Friedrichshafen zugegen war, wird uns nachstehend-r Bericht zur Verfügung gestellt:
Mittwoch mittag um 1 Uhr in Konstanz vor dem Zeitungsverlag: Dichte Menschenmasien verfolgen gespannt die auf einer riesigen Karte eingezeichnete Fahrt des „Graf Zeppelin." — Gerade ist die neueste Positionsmeldung eingegangen, ^„Luftschiff nimmt Kurs auf irische Küste, mat gute Fahrt." — Befriedigung spiegelt sich in den Gesichtern wieder.
Der Mittagsdampfer nach Friedrichshafen-Lindau ist stark besetzt, wir nähern uns langsam Friedrichshafen, da ruft plötzlich jemand: Er kommt! Alles stürzt wie elektrisiert an Deck u. tatsächlich sieht man über der Schloßkirche die Spitze eines Luftschiffes aus dem Dunst erscheinen, doch schnell merken wir, daß das nur der kleine Bruder des „Graf Zeppel. ist. ein lenkbarer Fesselballon mit Hilfsmotor, der zum Ergötzen der Friedrichshafener schon seit einigen Tagen zeitweise über der Stadt kreuzt. Wei- ter geht unsere Fahrt nach Lindau und lange nach können wir das kleine Luftschiff, das wie eine riesig aufgeblasene Wurst am Himmel schwebt mit den Blicken' verfolgen.
In Lindau erhalte ich gerade noch ein Zimmer, wenige Stunden später sind sämtliche Orte des Bodensees bis unters Dach besetzt, in Friedrichshafen gibt es schon seit Dienstag keinen Platz mehr. Weitere Nachrichten vom Luftschiff laufen ein, es wird nun klar, daß an ein Landen in dieser dunklen regnerischen Nacht nicht zu denken ist. Auf Anfrage erklärt die Werftleitung, daß der Zeppelin bis Tagesanbruch über der Halle kreuzen we.rde, falls er Friedrichshafen noch in der Nacht erreichen sollte — Zweifel werden laut: kommt er. kommt er nicht? — wohin man hört ist Gesprächsthema: Zeppelin, Zeppelin .... Und immer neue scharen von „Schlachtenbummlern" kommen mit und ohne Kraftfahrzeuge an, aus der Schweiz, aus München, Sluuaart Freiburg kurz, ganz Süodeutfchland he- zërni^leln Interesse':, längst find die Garagen voll,
man parkt' im freiem ----------------
Morgens 5 Uhr in Lindau. Alles ist schon auf den Beinen, Gerüchte schwirren um, das Luftschiff sei bereits gelandet. Ein Göppinger Herr nimmt mich in seinem Wagen mit, mit 70 Kilometer schwindigkeit rasen wir auf der Landstraße nach Friedrichshafen durch die Dunkelheit. Je naher wir der Stadt kommen, desto größer wird der Auto- verkehr. Endlich, es ist kurz von 6 Uhr, haben wir uns bis zum Werftgelände durchgetampft, losen schnell die Eintrittskarte und schieben uns auf den weiten Platz. — Da hört man auch schon das ungeheure Dröhnen der Motoren, ein Licht blinkt in der Höhe, die Buglampe des Luftschiffes. und nun erscheint es selbst in seiner ganzen Breite am dunk- len Himmel, hell erleuchtet sämtliche Kabinenfenster —. Lichtpunkte an den Seiten des gewal- tigen Rumpfes, die 5 Motorengondeln. — Ein ge-
Lichtpunkte an den Seiten des gewal- ......pfes, die 5 Motorengondeln. — Ein gespenstisch schöner Anblick! So zieht der Zeppelin seine Bahn über dem Werftgelände, fährt mal eben schnell ans Sckweizer Ufer hinüber und erscheint wieder aus der Dunkelheit, immer in- Höhe von etwa 100 bis 200 Meter. Das wiederholt sich wohl 10 Mal, langsam wird es inzwischen Heller, die Scheinwerfer der Luftschiffhalle erlöschen und man erkennt nun deutlich, wie im Schiff Pasiagiere und Mannschaften an den Kabinenfenstern, aus den Gondeln und Luken winken, während sich unten ein unübersehbares Meer von Armen zur Begrüßung
in den Himmel erhebt.
Schupo sperrt den Platz seitlich der Halle ab, die Landmannschaften breiten dort ein riesiges rot- weißes Tuch, das Landungszeichen, aus. und nehmen, zum Teil mit langen Stangen bewaffnet, Aufstellung. Jetzt scheint es Ernst zu werden! Und schon erscheint das Luftschiff von neuem aus dem Nebel, der nach dem Bodensee hin jede Sicht fast unmöglich macht, ganz niedrig kommt es direkt auf uns zu, wie eine riesige Kugel von vorn anzusehen, die Propeller arbeiten kaum, deutlich hört man die Maschinentelegraphen läuten, dauernd setzen die Mötoren mit Gegengas ein, das Schiff steht in der Luft, aus den beiden Bugklappen fallen die Lan- dungstaue, die Mannschaften packen zu und ziehen den Riesen mit ihren Stangen und weiteren Seilen langsam zu Baden. —
In diesem Augenblick, — 7 Uhr 10 Minuten —, durchbricht die Menge die Absperrung, man wird mitgerissen und steht im Nu unter dem Luftschiff, dicht an der Passagiergondel zwischen den Halte- mannschaften: Böllerschüsse krachen in Friedrichshafen, die Musik setzt mit dem Deutschlandlied ein immer wieder Hochrufe ohne Ende der ständig wachsenden Menschenmenge. Dr. Eckener lehnt ächelnd am Fenster des Steueraumes, fein Sohn teht dabei — ein Hüne von Gestalt — dahinter itzen mit unerschütterlichen Mienen drei amerika- rische Seeoffiziere, die Luftreisenden knipsen eifrig aus den Kabinenfenstern und „die" mitgeflogene Lady wirft ständig Kußhändchen nach unten. Blmnensträuße werden hinaufgereicht, endlich ist das Schiff in die buntgeschmückte Halle gezogen- haarscharf genau paßt es hinein —. glatt und ohne Spuren hat seine Hülle die Ozeanfahrt überstanden, die neue Bespannung der linken Stabilisierungs- w»W«Wv»W»vvW»»MMMv»»»M^»M»^»^M»M»
Die beeiifoe Kummev umfatzt 20 Sette«