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26. SVtobee
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Das Steteste
’ ' — Das Reichskabinett soll heule den Etat für 1929 beralen. Es wird wahrscheinlich auch den Bericht des Reichsfinanzministers Dr. Hilferding über seine eingehenden Besprechungen mit Parker Gilbert enlgegennehmen,
— Nachdem beschlossen worden ist, zwei Unterausschüsse in Sachen der Verfassung-- und Ver- wallungsreform zu bilden, ist bereits gestern an die Länderregierungen die Anfrage ergangen, welche Vertreter sie in diese beiden Ausschüsse zu entsenden gedenken. Die Ausschüsse werden dann alsbald zu- sammenlrelen.
— Der Deutsche Beamlenbund setzte gestern mit einer großen öffentlichen Kundgebung seinen diesjährigen Bundestag fort. Auf dieser Kundgebung sprach auch Severing.
— Reichsaußenminisler Dr. Stresemann hak als Vorsitzender der Deutschen Volkspartei den Parlei- vorsland für Anfang November einberufen.
__ Dr. Eckener gab bekannt, daß der geplante Westslug bis zum Eingehen besserer Wetkernachrich- ten verschoben wurde. Die gegenwärtige Windstärke wird nicht als günstig für das Herausnehmen des Luftschiffes aus der Halle angesehen.
»Sv eittee âabinsttssitzuns Mee die rrsvavatkoussvase
Berlin, 25. Okt. An der Besprechung, die heute mit dem Reparationsagenten in der Reichskanzlei stattfand, nahmen außer Reichskanzler Müller und ° Reichsfinanzminister Dr. Hilferding auch Reichs- ^'èbiktschafts.min!ster Dr. Curtius und Reichsbank-
M Dr.. EaM i&M^M dem-ne
der Unterichtung der deutschen Wellen über die Auffassung in dem an der Reparationsfrage tn* dressierten Ausland. Im übrigen wird in den beteiligten Kreiien über den Inhalt der Verhandlung strengstes Stillschweigen bewahrt. . Es ist anzu- nshmen, daß in den nächsten Tagen das Reichskabinett zusammentritt und daß dann dem Repara- . tionsagenten der deutsche Standpunkt über die Wege mitgeteilt wird, die zu der Einsetzung 'des Gutachterausschusses für die Reparationsfrage fuhren sollen.
Eine vvvesie AuskvvaÄe im Siaaisvat
Die Gehälter an den nichlstaatlichen höheren
- Schulen.
B e r l i n, 25. Okt. Der preußische Staatsrat beschäftigte sich heute in seiner Schlußsitzung mit der Vorlage über das Diensteinkommen der Leiter und Lehrer an den nichtstaatlichen öffentlichen höheren Schulen. Durch das Gesetz sollen insbesondere tue Bezüge für die Leiter und Lehrer an kommunalen öffentlichen höheren Schulen den staatlichen gleich- gestellt werden. Nach einer eingehenden Aussprache, die teilweise erregte Formen annahm, nahm tue Mehrheit des Slaalsraks folgenden Ausfchußantrag an: Die gleichzeitige Zuleitung der Gesetzesvorlage sowohl an den preußischen Staatsrat wie an den Preußischen Landtag bedeutet eine Verletzung des Abs. 2 des Art. 40 dec preußischen Verfassung. Der Staatsrat spricht sich gegen den Entwurf des Gesetzes über das Studie n r a k s- dieusteinkommengeseh aus. Er hält das Gesetz weder für dringlich noch für zweckmäßig. Die in dem Entwurf enthaltenen Einschränkungen der Rechte der kommunalen Schulunterhal- tungsträger find nicht annehmbar, insbesondere nicht ohne gleichzeitige Reglung andrer die höheren Schulen betreffenden Streitfragen zwischen Staat und Gemeinden. Dagegen würden keine Bedenken bestehen, den Paragraphen 43 des Beamtendiensl- einkommengesetzes ausdrücklich auf die Leiter und Lehrer an kommunalen und höheren Lehranstalten für anwendbar zu erklären. Mit der Annahme dieses Antrags war das Gesetz abgelehnt.
Die Erregung in der Aussprache wurde durch die Ausführungen des Vertreters des Kultusministeriums, des Ministerialdirektors Lande, hervorgerufen, der sich scharf g e g e n den Ausschußantrag aussprach und die Annahme der Gesetzesvorlage empfehlt. Er erklärte u. a. der Staat könne seine Lehrer nicht zurUcksetzen lassen. Die Regierung könne eine Entwertung der staatlichen Schulen nicht zulassen. Um die Großstädte brauche man sich für das Schulwesen keine Sorge zu machen: es gelte, die kleinen und mittleren Städte auf dem Gebiete des höheren Schulwesens zu schützen. Deshalb müsse gesetzlich festgelegt werden, daß die Stydte die Lehrer nicht höher besolden als der Staat. Es bestehe die Gefahr eines Kulturrückschritts, wenn hier der Staat nicht einschreite. Die Regierung betrachte die Dinge mit kühlem Verstand und nicht mit dem Gefühl der Großstädte. (Erregte Zurufe: Unerhört)
Das Staatsratsmitglied Dr. Kaiser (Ztr.), der Segen die Vorlage sprach, wandte sich in erregtem an gegen die Schlußausführungen des Regie- rungsvertreters,
Giaai und Beamtenschaft
Glue Kundgebung des Deutsche«: Neamienbundes - Eine
Berlin, 25. Off. Der Deutsche Beamten Hund setzte heute seine diesjährige Bundestagung fort. Nach einer Begrüßungsansprache des Bundesvorsitzenden Flügel hielt Reichsminister des Innern eine Rede.
Redner führte aus: „Die Reichsregierung und ; ich wissen uns verbunden mit einem freudigen, ’ staatsbejahenden Berufsbeamtentum. Neben der Opferwilkigkeit und Verantwortlichkeit der beut* : schen Arbeiterschaft war es das Berufsbeamten- ; tum, das 1918 Volk und Land vor dem schlimmsten bewahrte und als 1% Jahre später Frevler am i deutschen Volktsum versuchten, das Volk in neue Wirren zu stürzen, war es neben der Arbeiter- ; schaft wieder das Berufsbeamtentum, das in übergroßer • Mehrheit fest zu Land, Volk und zur republikanischen Verfassung stand. Das Reich weiß diese Dienste zu schätzen und
' denkt nicht daran, das Derufsbeamlenlum abzufchaffen oder zu mindern."
: (Lebhafter Beifall.) Der Minister sagte dann zu, ' daß alle Beamtengesetze noch in dieser Gesetzgebungsperiode verabschie- . bet werden sollen, und erklärte, daß man durch einen Abbau von Beamten eine Verwaltungsre- ; form nicht erreichen könne. Die Notwendigkeit, unser Vaterland nicht verkümmern zu lassen,
I zwingt uns gebieterisch zu einer Vereinfachung und Verbilligung der Verwaltung. Erfreulicherweise hätten sich auch die süddeutschen Staaten bereit gezeigt, daran mitzuarbeiten. Der Minister dankte dafür, daß
der Beamlenbund sich fest mit der Republik
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trete stets für eine Besserung der sozialen Stellung und für das Recht der freien Meinungsäußerung ein. Wenn sich aber Orgaifationen im deutschen Reiche auftun, die den Haß gegen die Republik auf ihre Fahne schreiben und ihre Absicht verkünden, das deutsche Staatswesen überrennen zu wollen, so haben die verantwortlichen Stellen der Republik die Verpflichtung, die Reihen dieser Organisationen darauf hin zu prüfen, ob nicht auch Berufsbeamte dabei sind." (Lebhafte Zustimmung.) Dann werde sich der Minister daran zu erinnern haben,
daß es nicht nur Beamtenrechte gibt sondern auch Bestimmungen, die diese Rechte begrenzen.
Mit der nochmaligen Versicherung, alles in seiner Kraft stehende für das Wohl des deutschen Berufsbeamtentums zu tun, schloß der Minister seine mit langanhaltendem Beifall aufgenommenen Ausführungen.
Präsident Flügel erklärte, auch der Deutsche imtenbund ist der Ansicht, daß es u n m ö l Uf)
Beamlenbund ist
ist, daß ein Beamter t n einem Staat Dienst tut, der diesen Staat verneint
oder ihm feindlich gegenüber steht. (Lebhafter Bei* soll.)
Nach Beendigung der Aussprache teilte Präsident Dr. Adenauer mit, daß Ministerialdirektor Lande bei ihm gegen einen Zuruf Dr. Kaisers Verwahrung eingelegt habe, der dahin gegangen sei, die Regierung werde hoffentlich das nächste Mal einen anderen Vertreter entsenden. Der Präsident erklärte, in einer scharfen Kritik liege nicht ein Verstoß gegen die Ordnung. Er habe im übrigen den Eindruck, daß die Ausführungen des Regierungsvertreters derartig gewesen seien, wie er sie seit Bestehen des Staatsrats noch von keinem anderen Regierungsvertreter gehört habe.
Gtsssemanns KüMebrr
Reichzaußenminister Dr. Stresemann hat laut „B .T." als Vorsitzender der Deutschen Volkspartei den Parteivorstand auf den 2. November nach Karlsruhe einberufen. Die Tagung des Zentralvorstandes ist auf den 24. November verlegt worden. — Dr. Stresemann, der ursprünglich die Absicht hatte, ab 1. November feine Tätigkeit aufzunehmen, wird, dem gleichen Blatt zufolge, seine Amts- geschäfle voraussichtlich am 5. November wieder übernehmen. Sein Befinden hat sich weiter wesentlich gebessert, was nicht zuletzt daraus zurückzuführen ist, daß ihm die Kur auch in Wiesbaden sehr gut bekommen ist. Etwa zu gleicher Zeit wie der Außenminister, wird auch Staatssekretär v. Schubert, der sich auf seiner Besitzung im Saargebiet aufhält, nach Berlin zurückkehren.
Die Thüelnsev Reslevuns gebildet
Iveimâr, 25. Okt. Heute vormittag konnte der Unterhändler für die Regierungsbieldung, Abgeordneter Bauer, dem Lantagspräsidenten folgende Ministerüste vorlege»: X Dr. Paulsen, Minister
Hierauf begrüßte
Finanzminister Dr. Höpker-Aschofs
die Versammlung namens der preußischen Staatsregierung. Der Beamte ist besonders dazu berufen, mit zu weben am Webstuhl des Staates. Daraus ergibt sich für ihn aber auch die Verpflichtung, überall und immer für die Würde des Staates einzutreten. Wenn der Staat so von den Beamten eine besondere Hingabe verlangt, hat er auch die Verpflichtung, den Beamten eine sichere würdige und rechtlich geschützte Position zu geben.
Nach weiteren Reden, u. a. auch der Vertreter der Reichstags- und Laudtagsfraktionen, nahm als erster Referent des Tages
Reichsminister a. D. Dr. David
das Wort. Er lobte das neue System und die Demokratie gegenüber dem Obrigkeitsstaat über den grünen Klee. U. a. führte er aus: Die Schwierigkeiten fester Mehrheitsregierungen seien nicht Nachteile des neuen Systems, sondern nur Folgen ungenügender politischer Reife, die der Obrigkeitsstaat gehemmt habe. Der Wert der Demokratie liege darin, daß sie das Zusammengehörigkeitsgefühl entwickle, revolutionärer Gewaltsanwendung den moralischen Boden entziehe und damit vor gewaltsamen Störungen schütze. Die wichtigste Folge der Demokratie sei aber die Charakterbildung des Staatsbürgers. Dann erörterte Dr. David die neuen verfassungsrechtlichen
dem der a anhafte. Deshalb dürfe er nach dem Gesetz über die Pflichten des Beamten nicht aufreizend für Wiederherstellung der Monarchie oder gegen den Bestand der Republik wirken. Zum Schluß betonte er die Notwendigkeit, den Volksstaat zum sozialen Volks- staat zu machen.
Der zweite Referent, Geheimrat von D u l tz i g, erklärte, die Beamtenschaft trete lebhaft für Reichsreform und Verwaltungsreform ein. Der Redner machte Einzelvorschläge für die Reichsreform, wobei er eine Zerschlagung Preußens ablehnte und als Ziel das Aufgehen der Länder oder ihrer Provinzen im Reich als Reichsprovinzen aufftellte.
Jm Anschluß an die öffentliche Kundgebung führte der D. B. B. in geschlossener Sitzung seine sachlichen Beratungen fort. Namens des Bundesvorstandes erläuterte Rausch die Reformvor- fchläge der Bundesleitung für die Bundesverfassung. Sie gehen im großen und ganzen dahin, die verantwortliche Stellung des Bundesvorsitzenden zu stärken, daß weiter der Bundesaufbau klarer gestaltet und daß schließlich eine verantwortlichere und verbindlichere Mitarbeit der Träger des Bundes gewährleistet werden solle. Dann wurden die weiteren Plenarberatungen auf Freitag vertagt.
für Volksbildung und Wirtschaft: 2. Dr. Riedel- Jena (Deutsche Volkspartei), Minister für Inneres und Justiz: 3. Toelle Finanzen: Staatsräte: 1. Port-Reus (Landbund), 2. Mackeldey-Rudolstaüt (Landbund), 3. Krause-Stadt Roda (Wirtschaftspartei), 4. Woenne-Gotha (Wirtschaftspartei), 5. Glöckner-Sonneberg (Demokrat).
Gleichzeitig legten die bisherigen Regierungsparteien dem Landtage einen Gesetzentwurf vor, wonach das Gesetz über die Gliederung der Landesregierung in Ministerien vom 8. März 1924 dahin geändert wird, daß sich die Landesregierung in fünf Ministerien gliedert, nämlich Finanzministerium, Innenministerium, Volksbildungsministerium, Justizministerium und Wirtschaftsministerium. Die Zahl der Minier und der ihnen zu übergebenden Ministerien setzt der Landtag bei Wahl der Landesregierung fest. Einem Minister können mehrere Ministerien zugewiesen werden. Das Gesetz soll sofort in Kraft treten.
Landtagsende in LNeMenbuvg - Gchwevln
Schwerin, 25. Okt. Die deutschnationale Land- tagsfraktion hat nunmehr, unabhängig von dem bereits erwähnten Schritt der Nationalsozialisten, beim Landtagpräsidenten einen Antrag eingebracht, in dem sie die Auflösung des Landtages zum 31. Januar 1929 fordert. Das Schicksal des deutsch- nationalen Antrags, über den in der Landtagssitzung vom 20. November entschieden wird, hängt im wesentlichen von der Haltung der sozialedmo- kratischen Fraktion und der mit ihr verbündeten Gruppe für Volkswohlfahrt (Mieter und Demokraten) ab, die die demokratisch-sozialistische Regierung Schröder stützen.
Seh« Sahre Kumvs- staat SeftevveUb
Vor zehn Jahren in diesen Tagen vollzog sich das Schicksal der österreichisch-ungarischen Monarchie. Obwohl Kaiser Karl I. von Oester» reich (König Karl IV. von Ungarn) erst am 13. November 1928 abdankte, hat sich die Bildung der Nachfolgestaaten bereits Ende Oktober vollyogen. Nachdem das kaiser-königliche Manifest („An meine getreuen österreichischen Völker") vom 16. Oktober 1918 bereits drei Tage später von den Provinzen negativ beant* wartet wurde und nachdem der entscheidende Angriff der Feindesheere nach dem 24. Oktober 1918 nicht mehr aufzuhalten war, hörte die Donaumonarchie praktisch auf zu existieren« Am 28. Oktober 1918 wurde die Unabhängigkeit der Tsckechoslowakei ausgerufen, am 30. Oktober begann die Republik Deutsch-Oesterreich zu existieren. Am 31. Oktober hat Graf Mich. Karolyi den ungarischen Volksfreistaat proklamiert und an demselben Tage konnten Slowenien- Koration und Slawonien, Bosnien und die Herzegowina, sowie die serbischen Provinzen Südungarns frei über sich verfügen und gliederten sich Serbien an, um den südslawischen Staat zu bilden.
So gingen seit Ende Oktober 1918 die Wege der ehemaligen Länder Oesterreich-Ungarns auseinander. Der Untergang des ältesten Kaiserreichs Europas hatte sich vollzogen, aber Europa ist dadurch weder friedlicher, noch glücklicher geworden.
Die Geschicke Deutsch-Oesterreichs wurden im Deutschen Reiche stets mit größter Anteilnahme verfolgt. Nach schweren Krisenjahren
maßen stabilisiert. er Friede
St. Germain (10. September 1919) hat die Außenpolitik Deutsch-Oesterreichs für absehbare Zeit sestgelegt. Vier Probleme bilden hier den Kernpunkt: die Beziehungen zu Deutschland, zu Italien, zu Ungarn und zu der Tschechoslowakei. Die Beziehungen zu Deutschland wurden eigentlich am 30. Oktober 1918 fixiert, als die provisorische Nationalversammlung den Anschluß an Deutschland proklamiert hatte. Diese Bestimmung der provisorischen Nationalversammlung in Wien konnte wegen des Zusammenbruchs in Deutschland nicht zur Ausführung kommen. Nach der Schließung des Waffenstillstandes ryar die Zeit dazu vorüber. Aber das Anschlußproblem existiert weiter und harrt feiner Lösung.. Die immer engerwerdende Verbindung zwischen Deutsch- Oesterreich und Deutschland ist ein organischer Prozeß, der kaum aufzuhalten sein wird. Die Beziehungen Oesterreichs zu Italien sind durch die Tirolfrage erschwert. Dem Bundeskanzler Seipel ist es jedoch gelungen, die Spannung zwischen Wien und Rom zu beschwichtigen und sie nicht zu einem offenen Konflikt anwachsen zu lassen. Dem Beispiel Italiens ist neuerdings Ungarn gefolgt, das feine ganz unbegründeten Ansprüche auf das Burgenland geltend gemacht hat. Das Burgenland wurde nach einer Volksabstimmung im Jahre 1921 durch das Protopoll von Venedig Oesterreich zugesprochen. Nur seine Hauptstadt Oedenburg fiel an Ungarn. Die Situation ist wohl peinlich. Aber es scheint am ratsamsten, das Burgenland-Problem bis auf weiteres ruhen zu lassen. Denn nichts ist unerwünschter als ein Konflikt zwischen Wien und Budapest. Was die Beziehungen Oesterreichs zu der Tschechoslowakei betrifft, so sind sie durch die enge wirtschaftliche Zusammenarbeit bedingt, sowie durch viele Verträge, die beide Länder miteinander verbinden. Die Tschechoslowakei, die zu dem Block der Kleinen Entente gehört, und daher an der Aufrechterhaltung der Friedensverträge besonders interessiert ist, verfolgt mit wachsamem Auge alle politischen Regungen Oesterreichs. Diese etwas undankbare Mission der Tschechoslowakei, die auf die Dauer kaum erträglich sein wird, hat in der letzten Zeit zu kleinen Reibungen zwischen den beiden Ländern geführt.
Die Tschechoslowakei besitzt von allen Nachfolgestaaten Oesterreich-Ungarns die größte deutsche Minderheit: auf 8,7 Millionen Tschechen und Slowaken kommen dort 3,1 Millionen Deutfche. Die Politik des tschecho» slowakischen Staates gegenüber den Sudeten-
Die heutige Kummev umfaßt 14 Geiten