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janaueMzeiger

General ÄAzeZgeV?ür^y v^OKon Giadi und Land

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Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. / Bezugspreis: Für den halben Monat RM. 1.-, für den ganzen Monat RM. 2.- ohne Trägerlohn / Einzelnummer t0, Freilag 15, Hamstag 12 R-Pfg. / Anzeigenpreise: Für 1 mm Höhe im Anzeigenteil von 28 mm Breite 8 R-Pfg., im Reklameteil von 68 mm Breite 25 R-Pfg. / O s f e rt e ng è b ü h r 50 R-Pfg.

M. 245

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Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. ' Sei unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streik usw. hat der Bezieher keinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung oder aus Rückzahlung des Bezugspreises. / Für platzt, orfchrist u.Erschemun-slage der Anzeige wird keine Gewähr geleistet.^Geschäftsstelle: Hammerstr.9 / Fernfpr. 395«, 3951,3958

1Z. SStshss

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Das Neueste

Reichskanzler Müller übergab dem Berliner Verlreler eines ausländischen Pressekonzerns aus Anlaß der Ozeanüberquerung desGraf Zeppelin" tine Kundgebung.

Der englische Luflfahrlminisler hak an die deutsche Regierung anläßlich des Zeppelinfluges ein Glückwunschtelegramm gerichtet.

: Französische pressestimmen lassen Reid über das Gelingen des Zeppelinfluges erkennen.£i- bertè" wundert sich über die herzliche Aufnahme in Amerika.

Macdonald ergänzte seinen Berliner Vorkrag durch Erklärungen an die Presse, die, allerdings in sehr diplomalischer Form, auch das Räumungs- und Reparalionsproblem, sowie die Anschlußfrage streiften.

Rach Beendigung des gestrigen Ministerrates hat Außenminister Briand, wie derTemps" berich­tet, auf an ihn gerichtete Anfragen erklärt, die Ver­öffentlichung des englisch-französischen Floklenab- kommens werde unverzüglich erfolgen.

Die Generalstreikparole ist in Lodz von fast allen Gewerkschaften befolgt worden.

Aach der Landung in LaSehurft

Neselfiexrms Zn Ämerlka

12 O0O ^llomeiev zurück

sesest - velulchs ZwiMenfülle

Herogort, 16. Okt. Die Besatzung des * Graf Zeppelin" mit Dr. Eckener an der Spitze wurde heute nachmittag im Rewyorker Ratha us durch den stellvertretenden Bürgermeister McKee offiziell empfangen, und der Rewyorker Bevölkerung bot sich dabei erneut Gelegen­heit, ihrer Bewunderung und Begeisterung über die Leistung des deutschen Luftschiffs und seiner Bemannung Ausdruck zu verleihen.

Die Empfangsfeierlichkeiten begannen mit der Einholung der Zepvelinbesahung von der Station der Rewyork gegenüberliegenden Stadt Jersey Lily. Von dort fuhren die deutschen Gäste auf dem fkädli- scheu Empfangsbook durch den Rewyorker Oasen nach Palkery park, der Südspitze Manhaktens. Während der Fahrt ließen alle Schiffe im Hafen die Sirenen ertönen und über der Wacom kreiste eine große Zahl von Flugzeugen. Vom Pallery Park aus wuide in Automobilen den Broadwey entlang die

Am bis Reform des Gchrrchtnttgsweßens

Berlin, 16. Okt. Wie uns der gewerkschaftliche Pressedienst mktteilt, waren in der heutigen Bespre­chung über die Reform des Schlichtungswesen im Reichsarbeitsministerium neben der Bereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände sämtliche Spitzen­verbände der Industrie und des Handels, sowie die drei große Spitzengewerkschaften vertreten. Die

Fahrt nach der Lily Hall angetreten, die sich zu einem wahren Triumpfzug gestaltete. Auf dem Broadway und in den Seitenstraßen staute sich eine unübersehbare Menge: die Fenster und Dächer der Wolkenkratzer waren dicht von Menschen beseht, die Tücher schwenkten und tausende von Papierschlangen auf die Straße niederflattern ließen. 3m Rak- Haus wurden die Deutschen in den großen Emp­fangssaal geführt und dort von dem stellvertreten­den Bürgersteier McKee begrüßt. McKee hieß die unerschrockene Besatzung desGraf Zeppelin" im Ramen der Stadt willkommen und pries die be­wunderungswürdige Leistung des Luftschiffes und seiner Führer mit beredten Worten. Er betonte die

zu geben, das tarifliche Schlichtungswesen gufot^ brn und soweit es geht, von der Berbindlichkeits- erklärung loszukommen. Sie sah aber davon ab, den Wegfall der Verbindlichkeitserklärung zi^ ver­langen.

Die Sprecher der drei Spitzengewerkschaften be­zeichneten es ebenfalls als wünschenswert, mög­lichst in freien Verhandlungen und durch tarifliche Schiedsgerichte zu einer Verständigung über die 'Arbeitsbedingungen zu kommen, betonten aber gleichzeitig, daß aus staatlichen, wirtschaftlichen und sozialen Gründen an der Möglichkeit der Verbind­lichkeitserklärung festgehalten werden müsse. Vor­schläge zur Abänderung der Schlichtungsverord­nung sind in der Konferenz nicht gemacht worden.

VöAkgev MZHevfols Aes SoWsbsDebvens

Das kommunistische Volksbegehren gegen den Mau von Panzerkreuzern aller Art mürbe am gest­rigen Tage beendet, nachdem die Eintragungslisten 14 Tage lang im ganzen Deutschen Reich öffentlich ausgelegt waren. Obwohl die endgültigen Ziffern noch nicht vorliegen, kann man feftftellen, daß die Kommunisten mit ihrem Volksbegehren einen völli­gen Mißerfolg erlitten haben.

3n Berlin, wo das Eintragungsergebnis noch K verhältnismäßig günstig ist, wurden bis zum Mon­tag abend 345 786 Stimmen gezählt. Selbst, wenn -man annimmt daß die gestrigen Eintragungen so fZahlreich gewesen sind, daß die 400 000 überschrit­ten wurden, wäre damit nicht mehr als etwa der s vierte Teil des Volksbegehrens über die Entetg- ^r Fürstenvermögen erzielt. Man wird laut - ''-ooss. Ztg." annehmen dürfen, daß die Kommuni- sten für ihr Volksbegehren insgesamt nicht mehr als höchstens 2 Millionen Stimmen aufgebracht haben, während sie bei den letzten Reichstagswah- len ^ Millionen Stimmen erzielten.

Die Kttsivevmms im Kberulattd

D-deutung, die de

gung dieser Unstimmigkeit tat, war in der Hitze des Gefechts von einem Wa chtposten in s Ge­sicht geschlagen worden.

Ein deutscher Pressevertreter betonte, daß es seine erste Reise nach den Vereinigten Staaten wäre. Er hätte sich schon in Albanien und Bulga­rien aufgehalten, aber unter der Bevölkerung die­ser Länder mehr Zuvorkommenheit gefunden, als hier. Auch von den amerikanischen Pressevertretern wurde lebhafte Klage über die grobe Be­handlung durch die Wachmannschaf- ten. und die besondere Kampflust der New- Jerseyer Polizei, geführt. Allmählich aber beruhigten sich die Gemüter, und besonders unter den Fahrgästen desGraf Zeppelin" machte sich ein starkes Schlafbedürfnis bemerkbar.

Neuyork, 16. Okt. Gegen 8^ Uhr erschienen Eckener, Botschaftsrat Kiep und Grzesinski im Presseraum der Halle, wo Eckener ein Kreuzver­hör über sich ergehen lassen mußte wegen des Vor­falls, der hier zur Verstimmung geführt hatte. Eckener wollte zunächst wissen, um was es sich ei­gentlich handle unib erklärte, dann, es liege ein ' ' «nr

Ueberschriften wie:Die ganze Stadt blickt hypno­tisiert zum Luftschiff auf",Coolidge tief beein­druckt durch den Zeppelinbesuch",Millionen ju- beln der Triumphfahrt zu".

Die Aeußerungen von Passagieren, die sich in der Presse finden, bezeichnen die Fahrt als an­genehm, trotz der kleinen Aufregung des Sams­tags. Alle bekunden stolz, daß sie die erste Fahrt des Luftschiffes mitgemacht haben und preisen Dr. Eckener und seine Mannschaft.N e w y o r k T i = m e s" bringt aus dem Munde eines Passagiers folgende Episode: Während des ganzen ersten Teil des Sonntags kämpften wir bei den Bermuda-Jn» sein mit den Gegenwinden. Wegen der Beschädi­gung der Stabilisierungsflosse konnten wir nicht mehr schnell fahren und mir Passagiere waren wegen des Wetters etwas besorgt, als Dr. Eckener plötzlich von der Brücke herunterkam, zu dem Ka- narienvogel trat und ihn ruhig fütterte, worauf er in feine eigene Kabine ging. Wir atmeten leichter; den wir wußten nun, daß in dem Augenblick, wo Dr. Eckener die Brücke verließ, mir das schlimmste,

was das Wetter bringen konnte, hinter uns hatten. Blatt begleitet seine Berichte mit einem Leit- 1 der die Ueberschrrft trägtDer große Flug". Es heiß darin: Die Begeisterung, mit der die glückliche Ankunft desGraf Zeppelin" begrüßt wurde und die private, sowie die amtlich« An­erkennung des Kommandanten und des Zeppelins find ebenso verdient, wie sie spontan sind. Der Flug ist ein weiterer Markstein für den großen Fortschritt im kommerziellen Flugwesen.

Das

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EluSaduus Gsol dses mt Dv. Gckeuev

Washington, 16. Okt. Präsident Coolidge hat Dr. Eckener und andere Herren der Besatzung des Graf Zeppelin" für Freitag mittag zum Frühstück imWeißen Hause" eingeladen.

Ms BeMSdrsnuseu des

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geist des Unternehmens hervor, dessen Gelingen in M '

lern Maße deutschem Tüchtigkeit und Un­erschrockenheit zuzuschreiben sei. Zum Schluß erklärte McKee, daß die Bürger Rewyorks glücklich und erfreut über das wohlbehaltene Ein­treffen desGraf Zeppelin" feien und sich stolz fühlten, einer solchen Heldenhaftigkeit ihren Tribut zollen zu dürfen.

Fleiß, beut

ner

Auf die Begrüßungsansprache McKees antwor­tete Dr. Eckenex in englischer Sprache. Er er- klärte, daß er sich zu Beginn der Fahrt darüber klar gewesen sei, daß das Luftschiff schlechtes Weller haben werde und es eine schwere Probe bestehen müsse. Er habe aber trotzdem die Fahrt unternom­men, um den Beweis der Fahrlüchkigkeil desGras Zeppelin" auch bei ungünstigem Weller zu erbringen. Das Welker sei dann auch schlecht ge­wesen, und man habe einen großen Umweg machen müssen, aber er glaube, daß das Luftschiff die probe gut bestanden habe.

Rach dem Empfang im Rathaus unternahmen die deutschen Gäste eine Rundfahrt durch die Stabs. Sodann nahmen sie an einem Bankett seit, das der stellvertretende Bürgermeister McKee zu ihren Ehren gab und na chdem Bankett werden sie als Gäste der Stabs einer Theatervorstellung bei- wohnen. Inzwischen haben die Strafcenteiniget be­gonnen, die ungeheueren Papiermassen hinwegzu- räumen, die während des Einzuges der Zeppelin- besatzung von den Fenstern und Dächern der Wol­kenkratzer auf die Straßen niederriesellen. Roch im- mer hängen ungezählte Papierschlangen wie Eis­zapfen von den hohen Häusern herab zum Zeichen dafür, daß Rewyork wieder einmal einen Festtag erlebt Hal

Oke Gesamtfrusttvetke

Friedrichshafen, 16. Off. Rach den (Er­mittlungen die hier bei der Werst angestellt wur­den, Hal das Luftschiff einschließlich bet durch bas Wetter bedingten Umwege, besonders vor der ame-

/ . Nach einer Blättermeldung aus DüsseDcwf ist im Lohwkonflikt der norweftdeutschen Eisenindustrie

i ^unmehr die Bestellung einer Schlichters durch das ^Eichsarbeitsministerium erfolgt, und zwar ist das ; "^ Dr. Iöcken-Köln übertragen wordm. Die Bar» ^ien werden voraussichtlich schon in aller Kürze zu

/ ^reHandlungen geladen werden. Aus der Vertreter- Wrens. des Deutschen Metallarbeitewerbandes wuroen die Maßnahmen der Organisation nutz das -»erhalten der Verhandlungsleiter gutgeheißen. Es wurde allgemein zum Ausdruck gebracht, daß die

^' L»1® überaus ernst anzusehen sei. Irgendwelche unWiefrum " ' ..... ...

j ®er Gswene

rikanifchen Küste eine Gesamt st recke etwa 12 000 Kilometer zurückgelegt.

Lolldl^ckeveleu

von

;en in bezug auf die weitere Haltung . --^schäften bei den kommenden SHlich- mgsverhandlungen wurden nicht gefaßt.

i bUklegung der Zeche IV/VI der Adler 51.-®. für Bergbau.

; fassen. 15. Off. Die Adler A.-G. für Bergbau 3i £« ^ legt die Zeche Zentrum IV/VI zum ^Oktober still. Von der Kündigung werb« MO0

Lakehacst, 16. Oft Die Erregung bei der An- fünft des Luftschiffs auf dem Flugplatz, zusammen mit der hereinbrechenden Dunkelheit hat zu man­chen Reibereien und Mißverständnissen Beranlas. sung gegeben. Erhöht wurde die Verwirrung da- durch, daß es nicht möglich war, die vorwärtsdrän. genden Zuschauer in Schach zu halten. So konnte es passieren, daß der Unter staatsfekretär des Marineamts sogar von einem fei. ner Seute mit Arrest bedroht mürbe. Auch beklagten sich die Fahrgäste des Luftschiffs über die unfreundliche Behandlung von feiten der Zollbehörden. Jedoch entschul. digten sich die Zollbeamten für ihr Benehmen, und erklärten, daß infolge der Schwierigkeiten bei* dem Festmachen des Graf Zeppelin am Ankermast ihre eigne Aufgabe selbst mit erschwert worden wäre. Der deutsche Generalkonsul in Neu.

Kiep übersetzte, heiterte sich die Stimmung völlig auf, dank des guten Humors und einer gewinnen­den Bonhemiè Eckeners. Nach ihm bestieg Grzesinski das Pult, um Eindrücke von der Fahrt wiederzugeben, die Kiep ebenfalls übersetzte. Grzesinski kam zum Schluß auf die Behandlung der Reisenden durch die Zollbehörde zu sprechen unb gab dabei seinem Unmut lebhaften Ausdruck. Man sei durchsucht worden wie Schmuggler, wogegen der deutsche Name hätte schützen sollen. Wenn bei uns etwas Aehnliches geschehen wäre, würde er die Entlassung der betreffenden Beamten noch am gleichen Tage veranlassen. Der Regierung mache er keine Vorwürfe. Die Uebersetzung war kluger­weise nicht ganz wortgetreu, da sonst die Folgen kaum abzuseben gewesen wären. Generalkonsul v. L e v i n s k i fügte hinzu, die Beamten hätten nur ihre Pflicht getan, wenn sie auch das Gesetz sehr wörtlich ausgelegt hätten.

Wvastdenbttvs übet? d e mt- lrebiame« SovfaUe

Rewyork, 16. Oft. Bei der Abfahrt Dr. Eckeners im Sonderzug von Lakehurft nach Jersey City hatte der Vertreter des WTB. Gelegenheit, mit dem Ministerialdirigenten Brandenburg kurz über die Vorgänge nach der gestrigen Landung zu spre­chen, an denen die bürokratische Schwerfälligkeit der Zollbeamten und der Gendarmerie schuld war. Herr Brandenburg erklärte lachend, daß diese bürokra­tische Entgleisung im Flughafen Lakehurst seiner Ansicht nach gar nicht ins Gewicht falle gegenüber der überwältigenden Begrüßung durch die über­flogenen Großstädte Washington, Baltimore, Phila­delphia und Rewyork und gegenüber der außer- ordentlichen Liebenwürdigkeiten der hohen amerika­nischen Beamten, z. B. der Unterstaatssekretäre Mac Cracken und Warner vom Handelsamt und Marine­amt. Er habe gesehen, wie die hohen Beamten und der liebenswürdige gastfreie Kommandant dss Flughafens, Kapitän Jackson, sich bemüht hätten, einzugreifen. Die tiefe Dunkelheit auf dem Flug- selbe habe sie aber daran gehindert, durchzudringen. Alle verantwortlichen Personen hätten wiederholt ihr Bedauern ausgesprochen. Er betrachte die ganze leidige Angelegenheit als unerheblich, wenn man den ungeheueren Jubel der Bevölkerung und den majestätischen Empfang durch die Stadt Newyork und die amerikanische Regierung in Betracht ziehe.

Der Vertreter des WTB. hatte überhaupt den Eindruck, daß es den Passagieren am liebsten wäre, wenn diese unerhebliche Episode baldmöglichst be­graben mürbe.

Dev Suvel bst? ameelkauk theu Neesse

Rewyork, 16. Oft Die Blätter widmen der An- funft desGraf Zeppelin" begeisterte Schilderun- gen, die mehrere Seiten in Anspruch nehmen. Biele Zeitungen in Rewyork, Washington und Philo- delphia haben sieben Seiten über den Zeppelin herausgebracht, die bereits Bitoer von der Fahrt enthalten, In ben »--im^rft^ Blättern staben sich

Rèwyork, 16. ___

Associated preß aus Lakehurst hkate man bei 3 anbruch die erste günstige Gelegenheit zur Au

R e w y o r k, 16. Off. Rach einer eMldung dör suchung des Sturmschadens desGraf Zeppelin", hierbei zeigte es sich, in welch dramatischer Lage sich die 60 Personen an Bord befanden, bis die rafchen heldenmütigen Ausbesserungen vorgenom­men wurden. Der Sturm hatte offenbar durch ein zerbrochenes kleines Fenster zum Unterteil bet Backbordflosse Zugang gewonnen. Er hatte ein Stück Stoff abgerissen, was.ein Loch im Ausmaß von etwa 15:754 Meter verursachte. Es muhte zunächst eine primitive Methode zur Vornahme vorläufiger Ausbesserungen angewandt werden. Mit Bettdecken wurde die Oeffnung, durch die der Wind evtl. Zugang in das Schiffsinnere gefunden hätte, zugestopft. Rach den Ausbesserungsarbeiten blieb der Unterteil der Flosse unbedeckt. An der Verbindungsstelle der Flosse mit dem Schiffskörper verblieb eine Oeffnung. von den Betten wurden acht Decken genommen, zusammengenäht und damit eine provisorische Wand errichtet. Bei dem Anblick der Wunde an der Schiffsseite wird klar, weshalb die Geschwindigkeit seit dem Unfall sich verlang­samte, und es zeigt sich, wie umsichtig die Schisss- leitung gehandelt hat. Die Marinemannschaften setzten heute Leitern an ben Zeppelin, um die end­gültigen Ausbesserungen vorzunehmen.

Die Äusbeffevuns des Stabttiirevttttsss-ofke

Lake hur st, 16. Off. Rach Aussagen des Offiziers des Lustschiffshafens dürfte es möglich sein, innerhalb von fünf Tagen die beschädigte SlabiNsierungsflosie desGraf Zeppelin" wieder herzustellen und das Luftschiff vollständig zu über­holen. Der Ueberzug der linken Slabilisierungs- flosie soll ganz ersetzt und der Ueberzug der rech­ten zur Vorsicht beträchtlich verstärkt werden. Auch die Motoren werden obwohl sie tadellos arbeiteten, aufs genaueste geprüft werden. Dr. Eckener cr- klärke, er hoffe in diesem Jahr noch eine oder zwei ausgedehnte Fahrten zu unter­nehmen, um weitere Beweise für die Zuver­lässigkeit und Sicherheit desGraf Zeppelin" als post- und Warenbeförderung«nlllel zu liefern.

Dev Res»SvvS6»e«i an «oolids«

Berlin, 16. Okt. Der Reichspräsident W auf den Glückwunsch des Präfidenten Coolidge anläßlich der Ankunft des Luftschiffes »Oras Zeppelin" mit nach, stehendem Telegramm geantwortet:

3$ danke Ihnen, Herr Präsident, für Nie Glück­wünsche und Anerkennung, die st« demGros Zeppelin" und seiner Besatzung in l° freundlicher Weise gezollt haben. Namens des dnttschen Satt« spreche ich gleichseitig für dre bem Lustschrff und ser-

Die freute ^ummsv «mfatzt