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AanaueMzeiger

Wwttrol'âMer Kw^W^dâumr Madt und Land

gfscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. / Bezugspreis: Für den halben Monat 3UR.1.-, für den ganzen Monat RM. 2.- ohne Trägerlohn / Einzelnummer ro, Freitag IS, Samstag 12 R-Pfg. / Anzeigenpreise- Für 1 mm Höhe im Anzeigenteil von 28 mm Breite S R-Pfg., lm Reklameteil von 68 mm Breite 25 R-Pfg. Offertengebühr 50 R-Pfg.

Nr. 241 Sveitag de«

Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. Lei unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streik usw. hat der Bezieher keinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung oder auf Rückzahlung des Bezugspreises. / Fürplatzvorschrift u. Erscheinungstage der Anzeige wird keine Gewähr geleistet.^Geschäftsstelle: Hammerfir.9 / Fernspr. 3956,3951,3958

12, Oktober

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Das Neueste

Die ungünstige Wetterlage hat das Luftschiff »Graf Zeppelin" gezwungen, südlichen Kurs auf Lyon zu nehmen und von hier aus nach Barcelona und weiter an der Ostküsie Spaniens entlang «ach Gibraltar zu fliegen.

Seines Romflug ist gescheitert. Levine war gestern auf dem amerikanischen Flugplatz Roosevelt- field gestartet, mußte aber bald wieder landen, wo­bei das Flugzeug beschädigt wurde.

Das Reichsmlnisterium des Innern hat eine ; Vorlage über die Errichtung des Reichsehreumals an das Reichskabinelt eingereicht.

Der Arbeitgeberverband für die nordwestliche ©ruppe der deutschen Eisen- und Stahlindustrie hat beschloffen, der gesamten Arbeiterschaft zum 1. No­vember unter einstweiliger Aufrechterhaltung bes den Gewerkschaften gemachten Angebotes zu kün- ; digen.

Die Zahl der Toten des Prager Bauunglückes Ist auf 33 gestiegen.

Gestern um die Mittagsstunde ist bei der Firma Tietz am Dönhoffplah in Berlin Feuer aus­gebrochen. Die Käufer und das Verkaufspersonal konnten das Warenhaus rechtzeitig verlassen.

Das SteKhsehvettmal

Berlin, 11. Okt. Ein Berliner Blatt meldet, daß Las Reichsinnenministerium im Einvernehmen mit der Mehrzahl aller FrontkämpferverbänLe sich für -die Errichtung des Ehrenhains zum Gedächtnis der Kriegsopfer in Berka entschlossen habe, und dem­nächst eine entsprechende Vorlage im Reichskabinett _ behandelt werden wird. Wie dem Nachrichtenbüro '^^

nern hat allerdings eine Vorlage über die Errich- tung des Reichsehrenmals an das Reichskabinett em- gereicht, die Entscheidung über die Frage liegt aber nicht beim Reichsinnenministerium allein, sondern beim ReichÄadinett. Das Reichsinnenministerium ^ hat in seiner Vorlage dem Reichskabinett Mitteilung i von der Entwicklung dieser Angelegenheit gemacht und dabei die Gründe für Berka in erster Linie be- - tont, ohne jedoch die Gründe, die für einen Ort im Rheinland oder eine Stelle in Berlin oder Goslar s sprechen, außer Acht zu lassen. Das Jnnen- z Ministerium hat in erster Linie auf Berka zurück- I gegriffen, weil die FrontkämpferverbänLe Haupt- sächlich an der Frage interessiert sind und zum größ- s tm Teil auch die Kosten aufbringen müssen, da das Reich nur in geringem Umfange Mittel zur Ver- ' sügung stellen kann. Der Reichspräsident, der zu­erst an die Errichtung des Denkmals in Berlin ge­dacht hat, würde wohl auch mit Berka einverstan­den sein. Bevor also von einem Beschluß in der Sache gesprochen werden kann, muß die Entschei­dung des Reichskabinetts abgewartet werden.

Dev neue wehvetat

Der neue Reichswehretat ist, wie eine links­stehende Zeitungskorrespondenz mitteilt, auf An­regung des Reichsspavkommiffars wesentlich über­sichtlicher und einfacher gestaltet, als die früheren Wehretats. Im übrigen ist ein großer Orga­nisation splan für Heer und Marine ausgearbeitet, der eine Vereinfachung des ganzen inneren Geschäftsganges und besonders Der- Meldung von Doppelarbeit vorfieht. Das Reichs- wchrministerlum hat darauf verzichtet, Mittel für M von Militär- und Marineattachees

SsÄttzldvMpkvaür beantvagt GiufteUrms des

Vâttzevkvettzevd^ttes

9« der gemeldeten Ankündigung des sozialdemo­kratischen Abg. Wels auf dem Brandenburger Be- Urksparteitag, daß die Sozialdemokratie demnächst dem Reichstage einen Antrag vorlegen werde: »Der Bau des Panzerkreuzers A wird eingestellt", be- Werft der Soz. Pressedienst: »Wann und in welcher norm ein derartiger Antrag dem Reichstag vorge-, legt werden wird, ist Sache der Sozialdemokrati­schen Reichstagsfraktion. Aber daß ein derartiger Antrag kommt, und zwar bald kommt, ist unseres Erachtens so gut wie sicher."

Oie innere Albvüstrurg in

VVftvvvVMV

Wien, 11 Oft Auf Einladung des Bundeskanz- N ^r Seipel wurde heute vormittag die erste Besprechung der Führer der parlamentarischen Par-

über die innere Abrüstung abgehalten.

Bundeskanzler Dr. Seipel machte darauf auf. "l"ttam, daß der Kreis der Teilnehmer wesentlich erweitert werden müsse. Der Bundeskanzler gab dann für die Regierung die Erklärung ab, daß sie ^Beratungen für di« Sicherheit Les Friedens vollständig ernst nehme und betont«, üe müßten mit

Die ÄlmeviSaßahvi des

"Gva- Jeppeiin^

Die rsttsüttMse wettevlase zwang das LnftfchM, von KvanSveich ans âuvs ans Vaveelona rn nehmen und von Hiev aus an dev Oftküfie Svaniens entlang nach Gibraltar; zu Mesen

Graf Zeppelin" hatte gestern nach dem lieberfliegen von Belfort und Besancon die erste schwierige Entscheidung über die weitere Fahrtroute zu treffen. Sollte er nach Aulun, Moulins und weiterhin nach Bordeaux zum Golfe von Biscaya fahren oder den südlichen Weg über Spanien einschlagen? Die Wettermeldungen aus der Biscaya waren äußerst schlecht, während von den Balearen und Madeira günstige Wetterlage berichtet wurde. Dr. Eckener hat sich für den Umweg über das Mittelmeer entschlossen, weil er hoffen darf, durch die dort anzutreffenden günstigen Windverhältnisse rascher voranzukom­men und die mit dem Umweg verlorene Zeit leicht wiedereinzuholen. So ist das Luftschiff rhoneabwärts bis Marseille gefahren; von hier nach Barcelona, weiter an der Ost­küste Spaniens entlang nach Lasiellona dela Plana um durch die Straße von Gibraltar auf den Ozean hinauszusteuern und den Flog nach den Azoren fortzusehen. Gibraltar wurde heute morgen 5 Uhr erreicht.

DW Labst des Zeppelin

Pari», 11 Dft. Der Flug des »Graf Zeppelin" über Frankreich ist in den Vormittagsstunden nur wenig bemerkt worden, da das Wetter bedeckt war. Gegen ^10 Uhr wurde er über Belfort ge­sichtet, um 12.25 Uhr westeuropäischer Zeit überflog er das Militärgelände Bron bei Lyon. Man erwar­tete den »Graf Zeppelin" um die Mittagsstunde in der Gegend von Bordeaux, jedoch vergeblich. Un­gefähr um 14 Uhr wurde das Luftschiff über Mon- télimar an der südlichen Rhone festgestellt, und

zubiegen. Zwischen ^16 und 16 Uhr überflog er in niedriger Höhe Arles in der Provence, und zwar mit einer leichten Aenderung des Kurses nach Süd­west.

Friedrichshafen, 11. Okt. (Wolff.) Gegen 18 Uhr wurde in Friedrichshafen bekannt, daß das Luft­schiff um 16.30 Uhr mitteleuropäischer Zeit Marseille mit Kurs auf das Mittelmeer passiert habe. Allem Anschein nach will Dr. Eckener, wie von Anfang an auf Grund der Wettermeldungen vermutet wurde, an der afrikanischen Küste entlang die Straße von Gibraltar und den Atlantischen Ozean erreichen.

Paris, 11. Okt. Das LuftschiffGraf Zeppelin" ist, wie Havas berichtet, kurz nach 17 Uhr mittel­europäischer Zeit über Marseille gesichtet worden. Von dort aus schlug es einen südwestlichen Kurs ein. Auf den Rat der französischen Wetterstation wird Eckener wahrscheinlich Perpignan ansteuern und dann im Süden der Pyrenäen über Spanien fliegen.

Barcelona, 11. Okt. Das LuftschiffGraf Zeppe­lin" hat um 6.49 Uhr spanische Zeit (20 Uhr MEZ.) die Stadt überflogen.

Barcelona, 11. Okt. DerGraf Zeppelin" ist von hier in südlicher Richtung nach Valencia zu weiter­geflogen. Offenbar wird er also der Ostküste Spa­niens bis Gibraltar folgen und von dort den Flug nach den Azoren fortsetzen. Das Erscheinen des Luftschiffes, das neben grünen und roten Positions­lampen am Bug und am Heck je zwei weiße Lichter führte, erregte riesenhaftes Aufsehen und Jubel unter der Bevölkerung Barcelonas. Das Luftschiff das in etwa 800 Meter Höhe flog, machte eine Schleife über dem Hauptplatz der StadtPlaza de Eatalonia". Darauf wandte es sich wieder dem Hafen zu und entschwand der Küste entlang den Augen der Zuschauer.

Paris, 11 Okt. DasJournal" veröffentlicht eine Meldung aus Cassablanca, wonach ein von der dortigen Funkstation aufgenommener Bericht be­sagt, daß das Luftschiff mitgeteilt habe, daß an Bord alles wohl fei.

Madrid, 12. Okt. Das LuftschiffGraf Zeppe­lin hat gestern abend 11.40 Uhr Castellon dela Plana überflogen.

^Zeppelin" über dem Ozean

«tadvid, 12. Skt. Das Seift- schiff ^Gvaf Isvvettn" überflog beute fvüb 5 Nbe den Aafeu bou Gibvaltav in Richtung auf die âoven. GS befindet sich èetzt über dem Srean.

^^Ä'^^ fortgeftdt werden, bis sie zum ge- Bundeskanzler machte weiter darauf aufmerksam, wünschten Ziel geführt haben. bass der Fortgang der normalen parlamentarischen

An dem anschließenden Gedankenaustausch überArbeiten durch diese Berakuirgen nicht beeinträchtigt dl« Weae, die zur innern Abrüstung führen könnten, werden dürfe.

beteiligten sich Vertreter aller Parteien. Der ' ___________-

LVavnm ^Gvaf Zeppelin" nach Süden abdvebte

Hamburg, 11. Ott. Um 18.30 Uhr berichtet das Sseflugreferat der Deutschen Seewarte über die Wetterlage über dem Ozean wie folgt: Die Wetter­lage hat sich Donnerstag vormittag nicht wesentlich verändert. Unter dem Einfluß Les Tiefdruckgebietes über England herrscht über dem Festland und über Frankreich ein ausdehntes Niederschlaggebiet mit tiefliegenden Wolken. Das hat das Luftschiff ver-

nien aus westwärts über HM (Mab' erstreckt. Im Gegensatz zu den stürmischen Winden, die zwilchen 45. und 50. Grad nördlicher Breite auf dem Ozean herrschen, treten in diesen Hochdruckvierteln nur verhältnismäßig schwache Winde auf, bei heiterem oder leicht bewölktem Wetter. Auf dieser Flugroute wird im weiteren Verlauf der Fahrt brauchbares Flugwetter angetroffen werden, da ein weiteres Hochdruckgebiet, das jetzt auf der Ostküste des ameri­kanischen Kontinents liegt, rasch ostwärts weiter- wandert.

Amevèka irr Gswasiung des ^Ovaf Levvettn^

Rewyork, 11. Okt. Die späteren Ausgaben der Morgenblätter und die Nachmittagsblätter melden in riesenhaften Ueberschriften den Abflug desGraf Zeppelin". 'Allenthalben äußert sich das gewaltige Interesse, das das amerikanische Publikum an der Amerikafahrt des deutschen Luftriesen nimmt, die bereits seit mehreren Tagen das allgemeine Ge­sprächsthema bildet. Nachdem derGraf Zeppelin" nunmehr seine Reise angetreten hat, hat sich das Interesse zu fieberhafter Spannung gesteigert. Ob­wohl die Ankunft des Luftschiffes erst für Sonntag erwartet wird, so rechnet man doch damit, daß be­reits Samstag mittag in Lakehurst, dem Landungs­platz, ein gewaltiger Andrang von Menschenmassen einsetzen wird. Aus allen Windrichtungen eilen vollbesetzte Privatautomobile herbei. Die Auto­mobile müssen etwa 1% Kilometer von der Luft­schiffhalle in Lakehurst entfernt halten und die Automobilisten werden vom Startplatz in beson­deren Autoomnibussen nach dem für die Zuschauer bestimmten Teil des Flugfeldes befördert. Das Rauchen ist in weitem Umkreise verboten. Für die Besichtigung des Zeppelins werden täglich be­stimmte Stunden festgesetzt, und für die Besucher wird eine besondere Plattform errichtet, die eine bequeme Besichtigung der Gondeln des Luftschiffes gestattet. Seit mehreren Tagen ist bereits ein Vor­rat von 300 Kubikmetern Wasserstoff angehäust worden.

Wie die Blätter berichten, ist die Hauptatttrak- tion der in Chicago stattfindendcn Radioausstellung eine Miniatur-Nachbildung desGraf Zeppelin", die durch ihre aufgrund der Funkberichte geleiteten Bewegungen auf einer 40 Fuß hohen und breiten Karte den genauen Verlauf der Amerikafahrt des deutschen Luftschiffes anzeigt. Bei dem Festessen, das die Deutsch-amerikanische Handelskammer in Newyork am nächsten Dieftstag zu Ehren der Be­satzung desGraf Zeppelin" geben wird, werden u. a. auch Bürgermeister Walker, Professor Hoetzsch, General Allen und als Vertreter des auf einer Wahlreise befindlichen Gouverneurs Smith, Gene­ral Haskell, Reden halten. Das amerikanische Luft­schiffLos Angelos", der frühereZ. R. 3", jjt heute von seinem 6000 Klm. langen Rundslug, der sich bis nach San Antonio in Texas ausdehnte, nach Lakehurst zurückgekehrt.

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Ländevaussthutz

Der Ausschuß der Länderkonferenz. bet vom 22. bis 24. Oktober in Berlin zu einer neuen Tagung zusammentritt. hat seine Som» merarbeit beendet, die darin bestand, das Material zu sammeln und zu sichten, das als Grundlage für die jetzt notwendig werdenden entscheidenden Beschlüsse dienen soll.

Auf Grund des jetzt vorliegenden Materials wird die Reichsregierung nun chrerfeits über ihre Stellungnahme zu entscheiden haben. Es sind in der nächsten Woche Leitsätze des Reichsministeriums des Innern zur Reichs­reform zu erwarten. Mit diesen Vorschlägen des Reichsministers Severing wird sich als­dann auch das Reichskabinett zu beschäftigen haben.

Innerhalb des Ausschusses der Länderkon- ferenz besteht die ernsteste Absicht, sich nicht aus theoretisch-akademische Arbeiten zu be­schränken, sondern es wird erstrebt, nachdem der erste Teil der Arbeiten beendet ist, jetzi Entschlüsse zu fassen, denen praktisch-politische Taten, nämlich gesetzgeberische Vorlagev binnen kurzer Frist folgen sollen.

An einzelnen Berichten liegen u. a. dem Ausschuß der Länderkonferenz vor: Zwei grundlegende Berichte des preußischen Be­richtserstatters Ministerialdirektors Brecht, so­wie eine ausführliche Darstellung des sächsi­schen Ministerialdirektors Poetzsch-Heffter. Auch die Ministerpräsidenten Bolz-Württemberg und Held-Bayern haben Berichte vorgelegt. Ebenso haben sich die Reichsministerien an der Materiatsamlung belestigu Boxn Reichsjustiz- I minifterium liegt eine Darstellung über die s Verwaltungsgemeinschaften in Deutschland vor, und es ist überaus bezeichnend, daß auf Grund der vorliegenden Mitteilungen rund 1000 solcher Verwaltungsgemeinschaften im deutschen Reiche festgestellt worden sind. Da- Reichsministerium des Innern hat zwei Denk­schriften vorgelegt, die sich mit der Fondsver­waltung und der Grundsatzgesetzgebung be­schäftigen. Weiterhin ist von seiten des Reichs­finanzministeriums die mangelnde Homogeaö» tät der Länderverwaltungen dargestellt wor­den. Außerdem ist in der Materialsamlung noch behandelt worden die Fragen der En­klaven und Exklaven, sowie die staatliche Ge­werbeaufsicht, die mit den kommenden poli­tischen Problemen eng verknüpft ist. Eine umfangreiche Arbeit hat ferner der Reichs- sparkommissar Saemisch geliefert, der in einer Uebersicht alle Vorschläge zur Reichsreform schildert und dabei festgestellt hat, daß bis jetzt 90 Vorschläge zur Reichsreform von den ver­schiedensten Setten und Persönlichkeiten ge­macht worden sind. Innerhalb des Länder­ausschusses wird insofern eine Aenderung ein­treten, als dem Länderausschuß neu ange­hören werden der Reichsjustizminister Koch- Weser und der sozialdemokratische Minister­präsident von Mecklenburg-Schwerin Schrö­der. Koch-Weser gehört dem Ausschuß nicht Kraft seiner Ministereigenschaft, sondern als Politiker an, der in der Frage der Reichsre­form führend tätig gewesen ist. Aenderungev in der Zusammensetzung [inb durch die Neu­bildung der Reichsregierung hervorgerufer worden, und zwar führt jetzt Hermann Müller als Reichskanzler den Vorsitz, Reichsminister Severing ist stellverttetender Vorsitzender, und außerdem sind in den Ausschuß die Reichs­minister von Guerard und Hilferding neu ein­getreten.

In der Januartagung der Länderkon- ferenz ist eine Entschließung angenommen worden, die eine Reihe praktischer Forde­rungen stellt. U. a. wuède die Auflösung der zahlreichen Enklaven und Exklaven als wünschenswert bezeichnet. In dieser Be­ziehung ist eine teilweise Flurbereinigung zwischen Sachsen und Thüringen bereits er­folgt. Entsprechende Verhandlungen zwischen Baden, Württemberg und Hessen sind im Gange. Eine norddeutsche Flurbereinigung ist bisher noch nicht in Angriff genommen worden, da in gewissen politischen Kreisen die Meinung besteht, daß hier überaus zeitraub­ende Länderverhandlungen nötig werden. In­folgedessen wird geraten, mit einer nord-

Die vettiige Rummev umfaßt 16 Seiten