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Gefühl freudiger Sicherheit das ganze deutsche Volk:

Ein Zeppelin hat wieder die weite Steife über den Ozean angetreten, um wieder unbeeinflußt von Wetter und Tücken des Weges, den Ruhm deutscher Arbeit, deut­schen Unternehmungsgeistes und deutscher Technik nach Amerika zu tragen. Und diesmal M es ein Zeppelin, der alle seine Vorgänger an Größe und Leistungsfähigkeit übertrifft, ein Zeppelin, der uns gehört, uns dem deut­schen Volke. Jeder in Deutschland, der das Glück hatte,Graf Zeppelin" bei seinen Fahr­ten, durch die Luft ziehen zu sehen, wird seines Erfolges sicher sein. Nicht wie ein Wagnis, ein Kampf auf Leben und Tod mit den Elementen der Luft und des Meeres erscheint uns der Transatlantikflug dieses Riesen der Luft, nicht überkommt uns bange Sorge um das Schick­sal kühner Piloten und Passagiere, sondern wir haben in unserm Innern feste Gewißheit, daßGraf Zeppelin" ohne alle Zwischenfälle sein Endziel erreichen wird. Wie waren doch die »i^age voll Aufregung und Sorge, als die deut- ,chcn Transozeanflieger zu ihrem kühnen Flug

Meiste mußte man sich schon an den Gedanken gewöhnen, daß die deutschen Ozeanflieger von dem Schicksale so mancher ihrer Vorgänger er­eilt worden sind. Wie ganz anders ist es jetzt bei dem Transozeanflug desGrafen Zeppe­lin". Der Luftriese gibt ein nicht zu zerstören­des Gefühl der Sicherheit und kein Gedanke an einen unglücklichen Ausgang der Fahrt kann uns streifen. Die ungeheure Ueberlegen- Heit des Luftschiffes über das Flugzeug tritt Bier deutlich zutage.

Der «Start des Ievvelin

liebevoll »toste Begeisterung - Die Mvckenglocken läuten

Friedrichshafen, 11. Off. Das LuftschiffGraf Zeppelin" ist heute gegen 7.50 Ahr bei wolkigem» aber windstillen Wetter zur Fahrt nach Amerika aufgestiegen. Als das Luft­schiff sich in die Höhe hob, brach die Zuschauer mengè in ungeheuren Jubel aqs. Dr. Lckener erklärte, daß das Schiff zuerst Kurs auf Basel nehmen werde, um dann die südliche Route

einzuschlagen.

Dev Giaet

Friedrichshafen, 11. Oft Schon um ^7 Uhr, während in der Dämmerung lange Reihen von Arbeitern zur Werft marschieren, stauen sich rings um den Platz die Menschen. Neugierig werden die Passagiere bestaunt. Neidische Blicke folgen den Autoführern, die das Glück haben, mit dem roten Ausweisstempel das Tor passieren zu dürfen. Niemand möchte den großen Augenblick versäumen, daGraf Zeppelin" die Reife über den Ozean antritt Aber noch weht eine kräftige Brise vom See her und es gibt viele Zweifler, die den Auf­stieg immer noch für unbestimmt halten. Aber Dr. Eckener lacht.W i r fahren!" sagte er.Ich bin

Wasser ergießt sich mit großen Strömen in die Halle.

Um %8 Uhr hört man das KommandoLuft­schiff marsch". Dr. Eckener, der bisher noch in der Halle auf und ab ging, ist als letzter eingestiegen. Dann gleitet das Lufffchiff ruhig aus der Halle. Alles geht auf den Platz. Es ist als ob plötzlich die Menge ein Taumel erfaßt habe. Unbewe^ich sieht man auf dem Kommandoplatz, ruhig wie immer, Dr. Eckener. Er scheint wirtlich der einzige zu sein, der nicht von der allgemeinen Erregung und Nervosität erfaßt ist. Das Schiff ist jetzt ganz draußen, mit dem Heck nur wenige Meter von der Halle entfernt, als das KommandoHoch" kommt. Wie ein Freiballon steigt das Schiff 10 Meter, 20 Meter, dann springt

kumentieren als so manche diplomatische Note. Ganz Deutschland weiß dies dankbar zu wür­digen und wird des Augerckkcks harren, wo es das stolze Luftschiff wieder über hâftkicher Erde begrüßen können.

Meetmdot Erkenevs

stieg des Luftschiffes hatte der SooderbertchkerKâ des WTL. noch eine Unterredung mV den Führer» und einzelnen Passagieren des LvkstchWes. IMH

südlichen Surr halten müssen, d. h. zunächst Lee

Zwei Kontinente, die durch ein Weltmeer voneinander getrennt sind, werden in diesem 'Augenblick einander näher, ja nahegebracht. Welcher Weg wurde zurückgelegt dank dem Forscher- und Erfindergeist der Menschheit pon dem Tage an, an dem Columbus auf einen: heute wie eine Nußschale anmutenden Degelschiff nach Indien kreuzte, um Amerika -zu entdecken, bis zu den modernen Riesen- dampfern, die schwimmenden Hotels gleich in fünf Tagen das Weltmeer durchkreuzen, bis zu den Flugtaten eines Lindbergh, der 33 Stun­den zu dieser Strecke benötigte, bis zur Ueber- -guerung desZ. R. 3" in 81 Stunden und nun zur stolzen Fahrt des Riesenluftschiffes »Graf Zeppelin"! Wir alle ahnen es, daß mit .dem heutigen Tag eine neue Aera des Ver­kehrs, eine neue Aera der Beziehungen zwi- fchen Amerika und Europa anhebt. Eine neue Brücke ist geschlagen zwischen den beiden Erd­teilen, die die Welt bestimmen, geschlagen von - einem 23oIL, das man vergeblich versucht hat, luederzuhalten. Wir wissen, wie blitzschnell heute die Geschehnisse sich überstürzen, wie heute veraltet ist, was gestern noch kaum Wirk­lichkeit war und wie Wirklichkeit wird, was Sestern noch als Utopie galt. Noch ist die -ämerikafahrt eines Zeppelins eine einmalige Wüstung, ein Ereignis, das bestaunt und be­wundert wird. Wie lange aber wird es dauern, bis es zu einem Alltagserlebnis geworden, zu einem gebräuchlichen Verkehrsmittel, vielleicht sogar, wenn wir ganz kühn sein wollen, zu einem Verkehrsmittel, das bereits durch ein aeues, noch kühneres, noch schnelleres verdrängt zu werden droht. Heute aber wissen wir, daß unser Zeppelin das vollkommenste darstellt, was nach dem heutigen Stande der Technik und Flug- enschaft überhaupt gebaut und auf die uahrt geschickt werden kann.

Alle Herzen Deutschlands sind mit stluge desGrafen Zeppelin" über de Men Ozean. Aber nicht nur die Herzen aller Deutschen fragen hoch, auch in Amerika er« gartet man fieberhaft die Ankunft des Luft- I Jes. Alle Vorbereitungen sind getroffen, um das Luftschiff gut mster^zubringLU, und die.

einmal um das Schiff herum, ruhig, suchend, prü­fend, Währenddem wird das Gepäck'verladen und schon steigen die ersten Passagiere ein. Die Fahr­gäste belegen die Kabinen und kommen dann zu den Fenstern des Salons zurück, wo ihnen noch Postkarten zum Abwurf gereicht werden. Scherz­worte fliegen herüber und hinüber. Der Rund­funksprecher, der sein Mikrophon in der Halle auf­spricht mit ihnen ein paar ruhige Worte. Er ist nen Hörern ein Wort zu sagen. Dr. Eckener hat jetzt andere Dinge im Kopf. Er geht noch einmal hinaus zu seiner Frau und seinen Töchtern und spricht mit ihnen ein paar ruhige Worte. Es ist Friese und hat in Dingen des Gefühls nicht viel Worte zu machen. Etwas weiter abseits stehen die Frauen der übrigen Offiziere des Schiffs, sie kennen

hasten. Tücher werden geschwenkt. Mit Armen und Händen wird gewinkt, während das Luftschiff langsam den Blicken entschwindet. Die große Halle liegt einsam und ausgestorben da.Glückliche FahrtGraf Zeppelin"!

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Führer. Di^- Ingenieur Lehmann ctfBrf. n

bei dem

den Atlan-

diese Art Abschied. Langsam wird Alles muß an Bord sein und alles die Lady fehlt, dann kommt auch fällt noch ein, daß sie einen

es ^8 Uhr. steht da, nur sie, aber ihr Mantel oer- zum Hotel

Hessen hat. Jemand muß telephonieren. Atemlos kommt bald der Hotel-

boy angelaufen.. Allgemeines Gelächter, als der Mantel hineingereicht mirb; das klatschende Ge­räusch der Sandsäcke, die abgehängt werden, läßt es verstummen, mar merkt, jetzt wird es ernst. Das Kommandoalles los lassen" ertönt, aber noch ist das Schiff zu. Jemand ruftAchtung Wasserhose". Die um das Schiff Herumstehenden können 1, 2, 3 Platz machen, man weiß, sonst gibt es eine kalte Dusche und schon öffnet sich ein Ventil und das

Konstanz, 11. Okt.Graf Zeppelin" hat 810 Uhr die Stadt passiert. Sämtliche Kirchenglocken läuteten.

Schaffhausen, 11. Okt. Das Luftschiff hat 8^0 Uhr Schaffhausen passiert und 9.07 Waldshut über­flogen. Auch hier läuteten die Kirchenglocken und die Bevölkerung jubelte dem Luftschiff zu. Das Wetter war auf der Fahrt durch das obere Rhein- tal leicht neblig, doch kommt die Sonne mehr und mehr durch.

Lasel, 11. Okt. Das LufffchiffGraf Zeppelin" hat um 9.33 das Gebiet der Stadt Basel erreicht, es wurde von einem Flugzeug des Baseler Flug­platzes das ihm entgegen geflogen war. begrüßt Die Bevölkerung jubelteGraf Zeppelin" begeistert zu.

Lasel, 11. Okt. NachdemGraf Zeppelin" Basel überflogen hat, nimmt er scharf Kurs nach Westen, um die Burgunder Pforte zu überfliegen. Bon 2 Flugzeugen wird das Schiff begleitet. Um 9,40 Uhr war das Luftschiff über französischem Boden.

Belfort, 11. Okt.Graf Zeppelin" überflog 9.45 die Festung Belfort.

Amerika sind an Bord des .6 60 Personen, davon M Man« Passagiere. Die Liste der Fah

Leiter der

Dr. Denkendorf

^

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70

Zwei deutsche Ost-Westflüge über den Atlantik

haben die Welt schon zur Begeisterung gebracht. Zuerst flog Z. R. III., das schöne Luft- schiff von Dr. Eckener über den Ozean (1924), dann viel nördlicher dieBremen" mit Kohl, Fitzmaurice und Hünefeld. Nun sehen wir dem Flug desGraf Zeppelin" entgegen.

Empfangsfeierlichkeiten werden gigantische

Amerika hält heute das Schicksal der Welt in

Maße annehmen. Wir haben früher alle zu seiner Hand. Uns kann es nicht gleichgültig sei- wenig den Wert der Volksstimmung beachtet, wie man dort drüben über uns denkt. Die Groh aber heute wissen wir, wie entscheidend Sym- tat des Atlantikfluges desGrafen Zeppelin pathie oder Antipathie vpn Volk zu Volk ' " " ' '

auf die praktische Politik zurückwirken können.

ein,

-

wird den Lebenswillen und die friedliche Schaffensfreude des deutschen Volkes besser do-

ländischer Regierungen der spanische Oberst Herrera mA der FührerLos Angeles", Com­mander Rosendahl, ferner Graf Branden­stein-Zeppelin, der Schwiegersohn des Grafen Zeppelin, Herr v. Tyszka von der Der- sicherungsgesellschastFriedrich Wilhelm" sowie die Herren Gilfillan unb Dr. Robert Rei­ner. Wester werden sich unter den Passagieren zwei Ingenieure beftnden und zwar Bock von Telefunken und Schirlitz von den Zeißwerken, der optische Untersuchungen und Arbeiten zur Ent­wicklung neuer Instrumente ausführen wird. Es kommen dann noch die Vertreter der drei Verlage, die das Monopol für die Bordberichterstattung er- worben haben und zwar Mei Filmleute aus dem Scherl-Verlag, Rolf Brandt und der bekannte Maler Professor Dr. Ludwig Dettmann, für den Verlag Ullstein Redakteur Walter K l e f f e l und der Zeichner The Matejko, für den ameri­kanischen Hearst-Konzern Karl o. Wiegand und Lady Drummond-Hai; sie ist übrigens die erste Frau, die den Ozean in der Luft überqueren wird. Die Führung des Luftschiffes liegt natürlich in den Händen von Dr. Eckener, der von den bei« den stellvertretenden Führern, Diplomingenieur Lehmann und Kapitänleutnant Flemming unten stützt wird.

«Lmpfans der Sevveliu- mannkchatt kn Newvovk

Newyork, 10. Ost. Es verlautet, das stLattjch« Empfangskomitee in Newyork wirb, falls die «» funft des Zeppelins am Samstag oder am Sonn­tag erfolgt, die Mannschaft des Luftschiffes am Montag von Lakehurst nach Newyork bringen. Den

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