Sabvsans
^im Stadt und Land
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Montag den
Kv. 232
8. Sttobes
1928
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Das ilttttßt
— Dem Berliner Rundfunk haben am Samstag
’ hie Kommunisten ein Schnippchen geschlagen: der ; sozialdemokratische Redakteur Schwarz, der einen : Vortrag halten sollte, wurde von Kommunisten in einem Auto entführt und der kommunistische Abgeordnete Schulz hielt eine kcgnmunistische Propa- gandarede für das Volksbegehren.
— Jlaä) dem am Samstag gefahten Beschluß
♦es preußischen Landtages finden die Kommunalwahlen endgültig im Dezember 1929 statt.
/ — Der Aufmarsch der Heimwehren und des Arbeikerschuhbundes in Wiener-Reustadt ist vollkommen ruhig verlaufen.
— In Berlin wurde die „Ila" durch eine Rede
des Reichsverkehrsminislers eröffnet.
’ ^ Der Andreas hofer-verein erläßt anläßlich !wer Ilalienisierung der uralten deutschen Familiennamen in Südtirol einen Protest an das Welt- Wewissen. Der Aufruf wendet sich an alle Außen- »Minister und bittet sie, für das unantastbare Olameus-. und Familienrecht der Südtiroler ein- zu treten.
i, — 3m Gattenmordprozetz Treiber wurde der I Angeklagte freigesprochen.
MSMMtmaZwaWsN
EdHMM im Der. 1939
Der Vreußische Landtag erledigte am Samstag die zweite Lesung des Kommunatwahlenqefeßes Mrd verabschiedete die Vorlage anschließend auch patung. Das Gesetz fand
Linksvarwien und ein
nähme. Der erste kommunale Großwahltag wird Wnunmehr bis zum 31. Dezember 1929 durchgeführt Mein müssen. Listenverbindungen find verboten und MWahsicheine wieder aüsgefchaltet. Wie der 3nnen- Rwuifter erklärte, wird am 2. Dezember dieses M!ahres nur in einigen Kommunen, z. B. in den Wausgelösten Gutsbezirken, die selbständige Gemein- I den wurden, gewählt werden.
k ReMsNavießvsvstattd dss Zstsismms
Berlin, 7. Okt. Ueber die Sitzung des Partei-
des Zentrums, die am Samstag und W'Sonntag unter Vorsitz des Reichskanzlers a. D. Dr. £ Marx stattfand, wird folgender offizieller Be-
Micht ausgegeben:
In zweitägiger Aussprache hat sich her. Partei- ^norftanb des Zentrums mit Fragen der deutschen Politik und den besonderen Zielen der Zentrums- Partei beschäftigt. Ueber die grundsätzliche Haltung der Partei zu den nächsten innenpolitischen Aufsgaben herrschte Uebereinstimmung. Die Wege der Zentrumspartei sind ihr durch Programm, Ueber- flieferung und Verantwortlichkeitsbewußtsein gegenüber Volk und Volksstaat vorgezeichnet. In f diesem Sinne wird sie an die Lösung der bevorstehenden politisch-parlamentarischen' Aufgaben Herangehen.
Die Ansprache über die innere Lage der Partei und ihre Organisation soll auf dem Parteitag fortgesetzt werden, der am 8. und 9. Dezember in Düsseldorf stattfindet. Dem Parteitag vorauf geht eine Sitzung des Parteiausschusses und am 6. De« Zomber eine Sitzung des Partervorstandes.
Berlin, 7. Okt. Die Sozialdemokratie ist in der Bedrängnis, die ihr fast täglich durch das kommuni- stische Volksbegehren brre iet wird, als Abwehr- mittel m:eder einmal auf das „Waffenbündnis zwi- Wen Reichswehr und Sonyettußland" verfallen Der Abgeordnete Künfüer, der seinerzeit Mitter, langen über angebliche Grunatenlieferungen der Sowjets an die Reichswehr machte, suchte heute an Hand von Reichswehrakten die Zusammenarbeit Zwischen Sowjetrußland und deutscher Reichswehr Zu belegen. Zu dem Zweck wird ein Geheimvertrag vom März 1902 veröffentlicht, der nur durch einen betgefügten Ehiffrierschlüsiel zu verstehen ist. Nach Mem Dokument würde die Reichswehr für die illegale Tätigkeit in Sowjetrußland, die Künstler 'hr vorwirft, eine ganz besondere Abteilung abge- Zeigt haben, die unter dem Decknamen „Sonder- Sruppe" gearbeitet hätte.
Die Moral der Geschichte: Die Kommunisten, in Deutschland befehlsmöhig über den »Imperialismus" der deutschen Republik zetern, sind der anderen Seite die willfährigsten Diener im« p?ralistischer Bestrebungen, wenn es nur gilt, für «owietrußland dabei ein Geschäft zu machen.
». Das ist schon richtig. Aber mußte um solcher blipünwahrheit willen diese schon längst zu den getane Angelegenheit wieder ausgegraben
Ruhtsev teM in Wiener Neustadt Dev Aufmavsth der Heimwehes« und des GozlaldemokiraMchen Schutzbundes
Wiener-Neu st ad t, 7. Ott. Die Heu kigen Kundgebungen der Heimwehren und des sozialdemokratischen Schutzbundes sind entgegen den gehegten Befürchtungen vollkommen ruhig verlaufen. Der Aufmarsch der Heim wehren, der um 9 Ahr begann, war um %12 Uhr beendet. Von %1 Uhr ab erfolgte der Aufmarsch der sozialdemokratischen Verbände.
Wiener-Reustadl, 7. Okt. In voller Ruhe begann heute früh der Aufmarsch der Heimwehven, die in siebzehn Transporten angekommen waren. Nach den Meldungen der Heimwehren soll das Aufgebot rund 19 400 Heimwehrleute aus den verschiedenen Teilen Nieder-Oesterreichs und Steiermarks betragen haben. An der Spitze des Heim- wehrenzuges marschierte eine Kapelle in Bergmannstracht. Die ersten Gruppen gehörten dem steiermärkischen Heimwehrkreis an. Im Zuge marschierten Dr. Steidle und Dr. Pfriemer. Am Hauptplatz begrüßte die Spalier bildende Bevölkerung die Vorbeimarschierenden. Der Marsch des Heimwehrenzuges über den Hauptplatz verlief in großer Ordnung. Es gab keine Zwischenfälle. Es
nalisten verprügelt worden gegriffen. Nach dem Vorl
wurden bei den Heimwehren 11 Fahnen, 150 Wimpel und 12 Musikkapellen gezählt. Die sozialdemokratischen Sonderzüge sind sämtlich eingelaufen. Das Gerücht, daß am Bahnhof zwei bürgerliche Journalisten verprügelt worden seien, ist aus der Lust gegriffen. Nach dem Vorbeimarsch vor den Führern auf dem Hauptplatz vor der Militärakademie wurde auf dem großen Turnplatz der Appell abgehalten. Hierbei hielt Dr. Steidle eine Ansprache, in Ler er ausführte, der Tag von Wiener-Neustadt
En dp UNk^son dexn eint ^treuliche n ibem Befreiungskämpfe, den die unter- . " lang des Staates unorsibs Verständigung, solange nicht volle Gesinnungs- und Koalitionsfreiheit gesichert seien.
Die Zahl der im Laufe der Nacht von der Gendarmerie an der Südbahnstraße angehaltenen und unter starker Bedeckung nach Wien zurückgeschickten Kommunisten beträgt etwa 20.
Wiener-Neustadt, 7. Okt. Da nicht sämtliche 35 000 Teilnehmer an der sozialdemokratischen Kundgebung gleichzeitig am Hauptplatz anwesend sein konnten, mußte gewartet werden, bis der erste Teil des Zuges abmarschiert war, so daß sich der Hauptplatz ein zweites Mal füllte. Bei dieser zweiten Versammlung sprachst u. a. vom Balkon des Rathauses Nationalrat Deutsch, der frühere Bundeskanzler Renner und der belgssche Abgeordnete Vandermeulen. Die Versammlungsteilnehmer mar« chierten dann abteilungsweise vâm Hauptplatz ab, so daß um 4% Uhr der Hauptplatz geleert war. In seiner Rede erneuerte Abgeordneter Deutsch den Abrüstungsvorschlag und erklärte u. a.: Wir müssen auf dem Boden der Demokratie bleiben, denn nur
Die <&&fftt$m dev Sniev- ttaitonaSsn Luftfahvt-
Ättsstettsms
Berlin, 7. Okt. Unter außerordentlicher Beteiligung von prominenten Vertretern der Reichs- und Staatsverwaltung, der städtischen Körperschaften, der Diplomatie und der Presse ist heute vormittag die „I l a V e r l i n 1 9 2 8" der Oeffentlichkeit übergeben worden. Der Begrüßungsansprache des Oberbürgermeisters Böß folgte die Eröffnungsrede des Reichsverkehrsministers v. G u s r a r d, der die Grüße des Protektors der Ausstellung, Les Reichs- präftoenten v. Hindeburg, übermittelte und im Na-
men der deutschen Reichsregierung ganz besonders die zahlreichen ausländische Gäste willkommen hieß. Die stets wachsende Bewegung eines regelmäßig betriebenen Luftverkehrs, an dem wir wegen
stets wachsende Bewegung eines regelmäßig betriebenen Luftverkehrs, an dem wir wegen unserer zentralen Lage in Europa ein besonderes Interesse haben, so führte der Reichsoerkehrs- minifter aus, hat trotz aller Bedenken den Entschluß zu dieser Internationalen Luftsahrtausstellung ge-
zeitigt. Diese Ausstellung zeigt die gewaltigen Fortschritte, die seit der 1. Internationalen Luft- fahrtausstellung, die in dem Jahre 1909 ebenfalls unter dem Namen „Ila" in Frankfurt a. M. statt- and, erzielt worden sind. Die gegenwärtige Aus- tellung soll die Bedeutung der Luftfahrt als mo« fernes Verkehrsmittel dartun. Werke des Friedens, die friedlichen Zwecken dienen, find, neben einander gestellt, nicht fliegende Festungen. Flugzeug und Luftschiff können sich nicht an Völkergrenzen halten. Sie verbinden die Völker auch über das Meer hin. Es ist nicht vermessen, wenn ich sage, daß vielleicht die Zeit kommt, da unser Planet zu klein wird. Auf dem Gebiet der Verkehrsluftfahrt darf kein Platz sein für Einzelhemmungen. Sie kann i^r^ volle Bedeutung nur in der Welt gewinnen. Nur durch Zusammenarbeit aller Völker i st ihre große Zukunft gesichert. Der Wunsch der deutschen Reichsregierung geht dahin, daß das Werk des Friedens, das diese Ausstellung ist, dazu beitragen möge, die Entwicklung
so sichern wir Oesterreich das Vertrauen, das es braucht, um leben zu können. War schon der 7. Oktober ein schwerer Schaden, so würde jeder zweite Versuch, eine Diktatur von rechts oder von fints aufrichten zu wollen, nicht anders enden als im vollständigen Zusammenbruch. — Staatskanzler a. D. Renner erklärte in seiner Rede: Dieser Aufmarsch der Heimwehren sollte Vorspiel sein für den Marsch nach Wien, für die Heimwehren und für Steidle führe aber kein Weg nach Wien. Landeshaupt- mannsstellvertreter Helmer erklärte, das Land Niederösterreich habe zum letzten Mal geduldet, daß für Demonstration und Gegendemonstration staatliche Mittel in berartiger Menge aufgewendet würden.
Mr 308 aus dem
Wiener-Reusladt, 7. Okt. Der sozialdemokratische Aufmarsch, dessen Teilnehmerzahl 35 000 einschließlich 15 600 Mann des Republikanischen Schutzbundes betrug, hat um 12 Uhr programmäßig begonnen. Um diese Zeit wurde ihm der Hauptplatz von Wiener-Neustadt freigegeben, wo nach und nach etwa 15 000 Sozialdemokraten Aufstellung nahmen, âper ae,» âguâern bemerite man Bürgermeister Seitz, ferner den Führer des Schutzbundes Dn Deutsch, den Gewerkschaftsführer 'Tomschik und den General Körner. Diese Feier der ersten Hälfte der sozialdemokratischen Teilnehmer dauerte bis etwa 12.45 Uhr und begann mit dem Absingen des Liedes der Freiheit, worauf der Landeshauptmann-Stellvertreter von Nieder-Oesterreich Helmer eine Ansprache hielt. Um %1 Uhr war auf dem Turnplatz der Appell der Heimwehren beendet. Nach der Verpflegung im Freien erfolgte dann der Abmarsch zum Rangierbahnhof. Sämtliche Wiener Zeitungen berichten über den Heimwehrenaufmarsch in Extrablättern, in denen sie dessen ungestörten Verlauf und die bisher in Wiener-Neustadt herrschende vollkommene Ruhe mit großer Befriedigung feststellen. Auch in Wien, wo die Straßen das gewohnte Sanntagsbild bieten, hat sich kein Zwischenfall ereignet. Unter den an der Südbahn angehaltenen Kommunisten befinden sich deren Führer Dr. Köritschoner und der verantwortliche Schriftleiter der Roten Fahne Zucker. Beide wurden, den Extrablättern zufolge, verhaftet.
der Luftfahrt für die nahe und fernere Zukunft zu fördern, daß sie aber auch helfen möge, die Beziehungen der Völker zueinander herzlicher zu gestalten. Die großen Kulturaufgaben der Menschheit können, wie das die Luftfahrt besonders deullich zeigt, nur gelöst werden durch Zusammenarbeit der Nationen der Erde, nicht durch Gegeneinanderwirken. Die Schlußansprache hielt der Vorsitzende der Ausstellungsleitung Ler Ila. Direktor Dr. Huth, Vorsitzender des Reichsverbandes Ler Luftfahrtindustrie, der darauf hinwies, daß auf der Ausstellung die gesamte Flugzeugbauindusttie der Welt vertreten ist. Im Anschluß an die Eröffnungsfeier, die mit einem allgemeinen Hoch auf das deutsche Vaterland und in dem gemeinsamen Gesang des Deutschlandliedes ausklang, besichtigten die Ehrengäste Lie in allen Teilen fertige Ausstellung.
Nie Tagung des veenS. Mch-esveveins
Stettin, 7. Okt. Die Beratungen des Preußischen Richtervereins wurden heute durch ein ein« gehenLes Referat des Amtsgerichtsrates D r. Franke über die Arbeitsgerichtsbarkeit und den Arbeitsgerichtsverband fortgesetzt. Die Ausführungen gipfelten in einer Resolution, in der die Hoffnung ausgesprochen wird, daß das Arbeitsgerichtsgesetz dazu beitragen möge, einen erträglichen Ausgleich zwischen Arbeitgebertum und Ar- beitnehmerttim zu schaffen und dem Wirtschaftsfrieden zu dienen. Eine enge Verbindung der Ar- beiisgerichtsbarkeit mit der ordentlichen Gerichtsbarkeit unter Hineinwachsen des Arbeitsrechtes in das allgemeine Recht fei dringend nötig.
Die Erörterungen wandten sich dann der wichtigen Frage der G e r i ch t s h i l f e zu. In einer Resolution erachtet der Preußische Richtertag die Einrichtung öffentlicher Vermittlungsstellen " (Gerichtshilfsstellen) mit amtlichen Charakter und einheitlich geregelter Geschäftsordnung in räumlicher Verbindung mit den Justizbehörden für zweckdienlich und geboten.
Die Meute ftSvkev als Amerika
Ist das englisch-französische Flottenabkommen wirklich eine erledigte Sache, ein SchrlTr- stück, das als eine diplomatische Kuriosität in das Archiv der Geschichte gehört? Ist dieses Abkommen bereits nicht mehr als ein vertaner, mißglückter Versuch, der nur ein Versuch war und blieb? Noch vor einigen Tagen schien dies wahrscheinlich, besonders wenn man englische Zeitungen las. Heute aber muß festgestellt werden, daß das Abkommen eine existierende Tatsache ist, daß es lebt, unbekümmert des Krachs, der darum geschlagen wird, oder gerade dank diesem Krach. Denn man pflegt nicht, besonders in unseren so bewegten und an Ereignissen reichen Tagen, sich um eine Angelegenheit zu kümmern, die keinen Unmittelbar aktuellen Wert hat. Wäre das englisch-französische Flottenabkommen durch die negative Antwort Amerikas tödNch getroffen, so hätte man die Untersuchung über seine Entstehung und über die Begleitumstände die« jer Entstehung längst den Geschichtsforschern überlassen. Wir erleben dagegen, daß die Tagespresse sich immer noch um nichts kümmert, als um diese großartige und wirklich kühne Aktion Frankreichs und Englands. Es vergeht fast kein Tag, ohne daß neue EnthA, langen präsentiert werden, die diesmal kein«! freien Kombinationen phantasiereichen Joum nalisten sind, sondern in auffälligster Weise fast wortgenaue Abschriften vchffchiedener Oe, Heimdokumente darstellen, was von den betreffenden Regierungen gar nicht mehr demew tiert wird.
Das rechtsstehende „Echo de Paris', dessen außenpouüjchsr Redakteur Pertinax als da erbittertste Gegner Briands bekannt ist, solange es sich um ein auch noch so kleines Zugeständ» ms an Deuffchland handelt, der aber berifeiben Briand um alles in der Welt gepriesen hat, als das Flottenabkommen mit Englarck) untsfschrieben wurde, — dieses „Echo be Paris , das als durchaus ernstes und sehr Dort sichtiges Blatt bekannt ist, hat vor wenigen Tagen drei Noten veröffentlicht, die dem enge lisch-französischen Schriftwechs^ über das Flot- tenabkommen entnommen sind. Aus diesen Noten erhält man die Bestätigung der seit langem bekannten Tatsache, daß Englarch seine Zustimmung zu der von Frankreich ge, forderten NichteinbeZiehung der Reserven in die Abrüstung der Landstreitkräfte erteilt haß und somit die militärische Vormachtstellung Frankreichs auf dem Kontinent zu sichern geneigt ist. Ganz neu aber ist, in der Veröffentlichung des „Echo de Paris" ein äußerst wichtiger Passus in der Note Briands vom Atz Juli, in dem es heißt, daß Frankreich zwar annehme, die Vereinigten Staaten, Italien und Japan, würden der englisch-ftanzösischen Uebereinkunft beistimmen, daß jedoch im Falle des Gegenteils die Zusammenarbeit der beiden Regierungen fortdauern solle, sei es, um einen anderen Weg zu finden, sei es, um den Schwierigkeiten zu begegnen, die sich aus einem Mißerfolg ergeben würden!
Aus dieser Note folgt mit völliger Klarheit, daß Briand von vornherein damit gerechnet hat, daß die Amerikaner den englischfranzösischen Vorschlag ablehnen werden, und daß er bemüht war, die Verständigung mit England auch für diesen Fall aufrecht zu erhalten, um sich sowohl das englische Zugeständnis in der Frage der Abrüstung zu Lande wie die allgemeine politische Entente zu sichern Man weiß in der Tat, daß der Aufentbolt des französischen Staatssekretärs des Arlswurügen Berthelot in London, der Besuch des Präsidenten Doumergue bei König Georg und die Uebernahme des Pariser Botschafter- postens durch den englischen Staatssekretär Tyrell von äußerst wichtigen mündlichen Verpflichtungen begleitet waren. Man denke in diesem Zusammenhang daran, daß es im Geiste der englischen Politik liegt, mündliche Aussprachen vorzuziehen und sich möguchst wenig schriftlich festzulegen. Daß aber England sich an seine mündlichen Versprechungen hält, das hat schon der Eintritt Englands in den Weltkrieg bewiesen. Au chdie Vorkriegsentente war'mehr das Ergebnis mündlicher Besprechungen als eines reichhaltigen diplomatischen Schriftwechsels. Mit der neuen Entente steht es nicht anders. Die praktische Zusammenarbeit Englands und Frankreichs
Dke heutias Kr?mmev umfaßt . 10 Sette«