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Ke. 231
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1. Wtet
Das Neuefts
— Poincarè nahm gestern Gelegenheit zum ersten Male in einer präziseren Form als bisher -üblich die Einstellung Frankreichs zu dem Repa- ralions- und Räumungsproblem zu umschreiben.
i — Die verlautet, wird der 18er-Ausschutz der Lânderkonferen; am 22. Oktober in Berlin zu einer Tagung zusammentrelen.
— I« Berlin und Geesthacht kam es gestern zu schweren politischen Zusammenstößen.
— Der Generalrat der Deutschen Reichsbank hat den bisherigen Präsidenten Dr. Schacht einstimmig für vier Jahre wiedergewählt.
— Die Lage in Oesterreich spitzt sich immer mehr zu. Die Blätter schreiben, daß Oesterreich ein kritischer Tag (7. Oktober) bevorstehe.
— Spanien wurde von zwei neuen Unglücks- kakastrophen heimgesucht. Bei einem Zugzusammenstoß kamen 15 Personen ums Leben; ein Tunnel- einsturz forderte S Tote.
— Das Fußball- Länderspiel Schweden—Deutschland endete mit 2:0 für Schweden.
Ms «« sie Sabvt des »Gsake« Ievselln"
Friedrichshafen, 29. Sept. Die nächste Fahrt des Luftschiffes „Graf Zeppelin" wird voraussichtlich j Dienstag stattfinden; es kann allerdings auch och werden, wenn das Wetter sich verschlech- sollte. Von leitender Seite der Luftschiffwerke
age lanmüßige Fahrten aus- angebliche Bevölkerungszuwachs und die in:
ren, daß aber bei den beschränkten Platzver- dustrielle Entwicklung Deutschlands sind für Franko tnissen auf die Aufstiegs- und Landungsmöglich-
iten besonders Rücksicht genommen werden muß. nächste , fahrt wird die größte werden, die das ftschifs bisher gemacht hat. Der Kurs wird sein: m, Hof, Sachsen, wobei alle größeren Städte achsens nach Möglichkeit berücksichtigt werden ollen, Sa lesien, Berlin. Dann wird das Schiff über die Ostsee nach Ostpreußen fahren, Königsberg esuchen und von dort aus wahrscheinlich nach kandinavien hinübergehen. Dabei ist besonders an en Besuch von Stockholm gedacht. Der Reichshauptstadt wird der „Graf Zeppelin" bereits am ersten Tag seinen Besuch abstatten. Für diese Fahrt hat das Reichsverkehrsministerium sieben Plätze belegt. Es ist anzunehmen, daß auch Reichsminister von Guèrard an der Fahrt teilnehmen wird. Das Luftschiff wird bei dieser Fahrt hauptsächlich mit Blaugas betrieben. Es ist beabsichtigt, 5—6000 Kubikmeter an Bod zu nahmen. Die Füllung ist bereits im Gange. Ueber die Wetterlage wird bekannt, daß über Island ein starkes Hoch liegt, das, wenn es stabil bleibt, für die Amerikafahrt einen außerordentlich günstigen Wind mit sich bringen dürfte. Unter diesen Umständen wird Dr. Eckener die Abfahrt nach Amerika möglichst beschleunigen. Er hofft, bereits Ende nächster Woche das nötige Triebgas zu haben.
Trotz SiaaLsvaL am 2. Dezember Mommunal- mahlen
Berlin, 29. Sept. Der Preußische Staatsrat hat, wie berichtet, den Gesetzentwurf der Staatsregierung der die Zusammenlegung der einzelnen Kommunalwahlen (Provinziallandtag, Kreistags-, und Ge- weindevertreterwahlen) auf einen Tag vorschlägt und die Voraussetzung umfaßt, daß die jetzt fälligen Kommunalwahlen für Preußen jum ersten Male naâ dem neuen Gesetz am 2.
, -......... ÖV^y -... „. Dezember durchzu- üijren sind, im Prinzip begrüßt, aber sich für dieses Nal gegen die Anwendung jener Bestimmungen "stt der Begründung gewandt, daß in einigen ®e» Meten große 'technische Schwierigkeiten dagegen Iprachen. Wie das Nachrichtenbüro des DDZ. jedoch "an unterrichteter Stelle erfährt, hält die preußische «taatsregierung an ihrer Vorlage und an ihrem ânsche, am 2. Dezember zu wählen, fest. Da ziem- ttch sicher ist, daß eine Mehrheit im Landtag sich in Mem Falle für die Regierung finden wird, ist der gutachtliche Einspruch des Staatsrates als praktisch 'eveutungslos zu bezeichnen.
Gevevings Abba« dev Technischen Rothilfe
Berlin, 30. Sept. Der Reichsinnenminister Se- hatte, wie seinerzeit gemeldet, auf dem Ham- j“rger Gewerkschafts kongreß an gedeutet, daß er der ^Nischen Nothilse ein Ende zu bereiten gedenke, hat, wie das „Berliner Tagebl." zu be- weiß, Herr Seveving angeordnet, daß der ij1 seinem Ministerium ausgearbeitete Etatsvor- S® für das nächste Etatsjahr den für die Tech- JM Nothilfe angefetzten Betrag beträchtlich herab- ^!«gt wird. Es werden nur soweit Mittel angefor-
«ls 8« sur Qiauidatian der TsHrrilchen Not-
Ooinears über Genfer Kragen
Die StÄ«MttASsvevhandku«sen — AbsSfirrns und GZchevbett - Me «epavatkonSivase — Mus sunds GuischÄdisuns Mv SvankveiGs âvresSschüden
V a r i s, 30. Sepl. Die französische Regier ung Hal Heuke die erste öffentliche Erklärung über ihren Standpunkt in den in Genf angeb ahnten Verhandlungen über die Räumung abgegeben, und zwar durch den INinisierpräsid enten Poincarè. der die Frage bei der Einweihung eines Denkmals für die Gefallenen i n Chambery (Savoyen) berührte.
Der Ministerpräsident erklärte, daß Frankreich bei zukünftigen Reparationsverhandlungen von Deutschland den gleichen Betrag verlangen werde, den er seinen Gläubigern schulde, zuzüglich einer runden Entschädigung für seine Kriegsschäden. Damit ist also die in der letzten Zeit häufig ein der Presse skizziert Grundlage für die Richtung, in der Frankreich die Verhandlungen über die endgültige Festsetzung der deutschen Schulden führen will, amtlich bestätigt.
Auf die Frage der zu bildenden Feststellungsund Vergleichskommission geht Herr Poincarâ in seiner Rede mit keinem Wort ein, wie er denn auch den eigentlichen Räumungsvorgang überhaupt nicht berührt. Dafür behandelt er die französische Auf- fassung von der Sicherheit, was ja in diesen Tagen, wo Frankreich sich in einer förmlichen Nervenkrise der Sicherheit und Abrüstung windet, kein Wunder ist, und macht sich den Standpunkt, den Herr Briand in seiner großen Rede in der letzten Genfer Vollversammlung vertreten hat, fast wörtlich zu eigen. Das deut-
reichs Auffassung von der Möglichkeit einer Ab- rüstung in erster Linie maßgebend. Diesen Umstand wird Hrankreich auch bei den zukünftigen Verhandlungen nicht aus dem Auge verlieren; es erklärt jedoch durch den Mund seines Regierungschefs, daß es diese Verhandlungen bald eröffnet und bald zum
glücklichen Ende geführt sehen möchte.
Die Rede des Ministerpräsidenten behandelt hauptsächlich lokale Angelegenheiten und kommt erst gegen Schluß zu den internationalen Fragen. Nach einigen Worten über das Genfer Protokoll, den Vertrag von Locarno und die von Frankreich geleistete Arbeit für den allgemeinen Frieden heißt es:
„Wie Herr Paul-Boncour in diesen Tagen in Genf mit Tatsachen und Zahlen, welche seine Darlegungen unbestreitbar machten, wieder betont hat, haben wir als die ersten den Weg der A b- r ü st u n g betreten. Nicht nur in Washington und Genf, sondern auch in Paris haben wir durch die Verminderung unserer Effektivbestände und die Herabsetzung der militärischen Dienstzeit Beispiele gegeben, welche unseren guten Glauben hinreichend bezeugen. Man muß indessen verstehen, daß wir in der Bewertung unserer Verteidigungsmittel gezwungen sind, die Angriffsmittel, die andere Völker aus ihren Cardres, ihren Verbänden für dje militärische Vorbereitung, der Bedeutsamkeit ihrer Bevölkerung und der Leichtigkeit der Umstellung ihrer Industrie ziehen, in Rechnung zu setzen. Wenn man das Reparationsproblem von neuem ins Auge fassen will, so sind wir ebenso gezwungen, wieder zu betonen, daß eine wie auch immer beschaffene Regelung, um gleichgewichtig zu sein, außer dr vollständigen Bezahlung dessen, was wir unseren Gläubigern zahlen imüssen, eine runde Entschädigung für unsere Kriegsschäden garantieren muß. Aber wie beschaffen die Vorsicht in diesen beiden Punkten, nämlich der Sicherheit und der Reparationen, die uns auferlegt ist und die uns nicht gestattet, uns leichtfertig unserer Unterpfänder zu entkleiden, auch sein mag — wir haben die Eröffnung der Verhandlungen nicht mit dem Hintergedanken angenommen, sie in die Länge zu ziehen oder sie scheitern zu lassen. Das liegt uns fern. W i r werden sie im Gegenteil so bald als
Hilfe notwendig sind. Das Vorgehen Severings bedeutet also den etappenweisen Abbau der Technischen Nothilfe. Selbstverständli chwird der Reichstag noch ein Wort dabei mitzusprechen haben.
Lrachösagseiai zuv GeamiettbefoLdtttts
Nach einer Meldung der „Deutschen Beamten- bund-Korrespandenz" empfing Reichsfinanzminister Dr. Hilferding eine Vertretung des Deutschen Beamtenbundes, die die Wünsche der Beamtenschaft wegen der Durchführung der Reichstagsentschließungen zum Beamtenbesoldungsgesetz vortrug.
Der Reichsfinanzminister erklärte, daß er die Absicht habe, die Verabschiedung der Entschließungen durchzusühren. Wahrscheinlich werde noch ein Nachtragsetat zum Personaletat dem Reichstag unterbreitet "werden. Im Zusammenhang Hamit solle dann die Durchführung der Reichstagsentschließungen er- folge«. Die Entscheidung, ob nod) ein bisher Nacb-
möglich beginnen und wir werdensie bereitwillig st weiterführen mit vollem Vertrauen auf ein Endergeb» n i 5. Nichts wäre für den Erfolg des unternommenen Werkes so verhängnisvoll wie eine Zusammenarbeit, die durch schlechte Stimmung zugespitzt oder durch Skeptizismus abgekühlt wäre."
Eine Rede ÄliUevands
Paris, 30. Sept. In Clermont Ferrand hat heute Millerand bei dem Jahreskongreß der Bezirksvereinigung der Republikanischen Partei des Departements Ruy de Dome eine Rede gehalten. Er berührte dabei das elsaß-lothringische Problem. Er habe als Generalkommissar in Straßburg zu der Zeit, als der Friedensvertrag ausgearbeitet wurde, alle Tage die elsässischen und lothringischen Bedenken vernommen und pflichtgemäß nach Paris weitergeleitet. ElSmenceau habe ihm damals gesagt: Beruhigen Sie die Ihrer Verwaltung Unterstellten. Wenn unsere Grenzen auch nicht bis zum Rhein »eia ia imL_Wr_. dockLIch,er„ das, Rhsinlanü 15^ re lang"zu besetzen. Das fei, so fuhr Millerand fort, gewiß eine Frist gewesen, die nur allzu berechtigte Befürchtungen beruhigen konnte. . Aber jetzt habe sich Frankreich bereit erklärt, über den vorzeitigen Verzicht auf die letzte Garantie zu verhandeln. In Deutschland, ja sogar in Frankreich, werde aber mit einer überraschenden Hartnäckigkeit und Verwegenheit eine Kampagne geführt, die darauf abziele, den Art. 231, der Deutschland und' seine Verbündeten für den Krieg verantwortlich macht, aus oem Versailler Vertrag zu streichen. Zugleich werde eine Kamvagne für den Anschluß Oesterreichs an Deutschland geführt. Wenn der Locarnooertrag die neuerliche Zustimmung Deutschlands zu den Westgreußen enthalte, so enthalte er nichts Gleichartiges über seine Ostgrenzen. Täglich hallten Presse und Tribünen in Deutschland wider von der leidenschaftlichen Forderung nach dem Danziger Korridor und nach Oberschlesien.
Ge«usi«ttttg ht Svankveith
Paris, 1. Okt. Ein Teil der Morgen press« nimmt zu den gestrigen Reden Stellung, besonders zur Rede P o i n c a r è s. Die öffentliche Zustimmung zu der jetzt betriebenen Politik, die für Frankreich und den Frieden der Welt das fruchtbarste ist, ist geeignet, die Aufgabe des französischen Außenministers zu erleichtern. Das wird gewiß einen Teil der konservativen Mehrheit, die der Ministerpräsident im Parlament sich erhalten hat, nicht befriedigen, aber das ist unwesentlich. Hauptsache ist, daß Deutschland, England und Amerika wüßten, daß Frankreich nahezu entschlossen sei, rasch und loyal vorwärts zu schreiten auf einem Wege, der noch vor kurzem ungangbar erschien. — „H omme l i b r e" schreibt, die vollständige Uebereinstimmung der beiden Reden sei für die öffentliche Meinung der Welt ein wertvolles Zeichen. — Der rechtsstehende „Gauloi s" sagt, es sei angebracht gewesen, vor Beginn der Verhandlungen eine solche Sprache zu führen, welche Erregung sie auch jenseits des Rheines auslösen könne. Die Handlungen müßten aber mit den Worten übereinftimmen. Wird man bei den Verhandlungen dieselbe Sprache wiederfinden, die man jetzt mit Genugtuung in den Mi- nifterreden seftstellt?
tragsetat beim Wiederzusammentritt des Reichstages im November vorgelegt werde, unterliege zwar dem Reichskabinett, er hoffe jedoch, daß auch das Kabinett die Einbringung eines Nachtragsetats beschließen werde.
äXWise BektbtüKe des KeichSvost
Berlin, 30. Sept. Der Arbeitsausschuß des Verwaltungsrats der Deutschen Reichspost beriet in seiner Sitzung vom 28. bis 29. September weherer wichtige Vorlagen. Er stimmte insbesondere der Herabsetzung der Fernsprechgebühren zu, wonach die Zahlung einer Minde st za hl von Ortsgesprächen für jeden Hauptanschluß nicht mehr verlangt, der einmalige Apparatbeitrag für neue Haupt- und Nebenanschlüsse herabgesetzt wird und die Zahlung eines Zuschusses bei gemeindlichen öffentlichen SprechsteUen künftig wegsällt. Ver- jMedene Aenderungen der Postordnung fanden seine
Billigung. Danach soll ständige. Abholern f.ir jedes ab geholte Paket eine Vergütung von 10 M?« Pfennigen gezahlt und den Empfängern : - ch- nahmekarten vor der Einlösung die Einsichtnahme gestattet werden. Die Wertgrenze für unversirgeiir Wertpakete wird von 100 RM auf 500 RM hcrauf- und die Behandlungsgebühr von 25 Reichspfsnnigen auf 10 Reichspfennige herabgesetzt. Ferner erklärte sich der Arbeitsausschuß mit dem Nachtrag zum Voranschlag der Deutschen Reichspost für 1928 ein- verstanden, der die geldliche Auswirkung bwr Maßnahmen und außerdem Deckung für die am 1. April eingetreten« Erhöhung der Zuschläge sur Angestellte und Arbeiter sowie eme Verstärkung der Mittel für technische Einrichtungen enthält.
Nv. S»a»t auf 4 Lohve
Berlin 30. Sept. In der am Samstag â gehaltenen Sitzung des Generalrates der Reic^- bank wurde Reichsbankpräsident Dr. Schach: fup eine neue Amtsdauer von vier Jahren einstimmig wiedergewShlt. Die gesetzlich vorgeschriebene DestL-. ligung durch den Reichspräsidenten ist namgesuchk,- i^oufevem d. LtnMmttMeo
Wie der „Demokratische Zeitungsdienst" mitte«, hat der Reichsminister der Justiz, Koch-Weser, d^ Iustizminister der deutschen Länder zu «m« D« Öung eingeladen, die am 24. Oktober m Berlin
nden soll. Auf dieser Konferenz soll u. m behandelt werden die Frage der einheitlichen T bildung der Referendare für das ganze Reich, weiterhin werden Frugen der zur Beratung stehen.
Vttndesveriammluug deS
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Bot-Gâ
bis zum 2. Oktober in Hannover tagens« z. «mx desgeneralverjammlung des Reichsbanners Schwarze Rot-Gold wurde hier eröffnet. Anwesend waren u. a.: Reichsminister des Innern Severing, Reich»« kanzler a. D. Scheidemann, Senatspräsident Groß« mann, Ministerialdirektor a. D. Dr. Spieker, Mini« sterpräsident a. D. Stelling und viele Varianten* tarier. Nach einer Degrützmrgsansprache des Dun« desvorsitzendn, Oberpräsident a. D. Hörsing-Magde- bürg, hielt Reichsminister des Innern, Seve- ring, eine Rede, in der er unter Bezugnahme auf den Kapp-Putsch das Reichsbanner als eine not-, wendige Einrichtung bezeichnete. Ministerialdirek« tor a. D. Dr. Spieker-Berlin überm
Grüße des Zentrumsmitgliedes des Reichsbanners Weitere Ansprachen hielten MinisterpräsDent a. D. Stelling und Reichskanzler a. D. Scheidsnann, der stürmisch begrüßt wurde. Der Versammlung schloß sich ein Umzug durch die Straßen und ein Vorbei, marsch vor dem Bundesvorstand an.
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mit «ationaliorialisten
Berlin. 30, Sept. Die Nationalsozialistisch« Deutsche Arbeiterpartei veranstaltete heute nachmittag im Sportpalast in der Potsdamer Straße eine Kundgebung gegen den Dawesplan, an der etwa 10000 Personen teilnahmen. Wahrend der Kundgebung sammelte sich in der Potsdamer Straße eine große Menge an, die in den Vorhof des Sportpalastes einzudringen suchte. Es kam zu schweren Zusammenstößen zwischen den National- sozialisten und der eindringenden Menge. Dre Po- lizei griff ein und mußte von ihren Gummiknüppeln und "auch von der Schußwaffe Gebrauch machen. Nach den bisherigen Feststellungen sind 22 Nationalsozialisten verletzt worden, von denen 16 in die Unfallstelle des Sportpalastes gebracht und sechs von der Polizei abtransportiert wurden. Zwei der Verunglückten haben ernstere Verletzungen erlftten. Nach den Zusammenstößen wurden die anliegenden Straßen durch die Polizei geräumt.
Sulamme«stSS« »tvtteb-« ReMsbaunes und Rotfront
Hamburg, 30. Sept. Anläßlich der Kommunalwahlen in Geesthacht hatten sich dort etwa 1000 Reichsbannerleute und ebensoviel« Rotfrontkampser eingesunden, zwischen denen es schon in den --iit= tagsstunden zu schweren Zusammenstößen gekom- men war. In den Nachmittagsstunden wiederholten sich diese Zusammenstöße, wobei auch von der Schußwaffe Gebrauch gemacht wurde. Eine Person wurde getötet. Außerdem sind eine ganze Reche Leute schwer und noch mehr leicht verletzt worden. Die Verletzten wurden nach den Krankenhäusern in Beraedors und Hamburg abtransportiert. Man spricht von etwa einem Dutzend Schwerverletzter und weit über 100 Leichtverletzten. Die Pol, zeit ist noch mit der Klärung der Schuldfrage beschäftigt.
Geesthacht, 30. Sept In einem ^polizelamt. lichen Bericht heißt es: Gegen 12Z- Uhr entstand
Nie heutige Kummes umfaßt 10 Serien