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Der schwarze Tag von Gens

VvLand aniwovteL dem KeZchskanzler mit Verdächtigungen - Bosheiten gegen den Reichskanzler nnd Deutschland Meine Abrüstung ohneSicherheit"

Frankreichs Außenminister Briaftd hat ge­stern auf die Abrüstungsforderungen des deut­schen Reichskanzlers geantwortet und zwar in einem Ton, wie ihn wohl niemand erwartet hat. Die Ausführungen Briands, seine Aus­flüchte, seine Entschuldigungen mit dem Kriegspotentiell" und was noch schlimmer ist, seine Ausfälle und Verdächtigungen gegen Deutschland, zeigen, daß auch Briand hoff­nungslos der Gefangene des französischen Militarismus und seiner Ideologie ist, ja, daß er in einer so entscheidenden Stunde sich nicht einmal von der Phraseologie der französischen Generalität zu lösen vermochte. Muß man schon nach der formalen Seite hin von der Schärfe betroffen sein, mit der Briand den ein­dringlichen Appell des Reichskanzlers an die Abrüstungspflicht des Völkerbundes und der ihm angegliederten Staaten abzutun versucht hat, so noch mehr von den Argumenten, mit Denen er seine kühle und schroffe Ablehnung zu stützen unternommen hat. Und noch tiefer betroffen wird man von dem Bild, das er sich und der Versammlung von dem abgerüsteten

vvm Mißtrauen verfärbt und jo aller tat­sächlichen Gegebenheiten widersprechend, daß man es im Jahre 1928 kaum für möglich halten könnte. Bei den Manövern, die gerade jetzt einzelne Teile der deutschen Reichswehr ab­halten, werden von Soldaten aus Pappe und Holz hergestellte Atrappen auf Karren gescho­ben, die die moderne Waffe des Nahkampfes, den Tank, darstellen sollen. Jede andere Armee der Welt verfügt über Hunderte und Tausende solcher Tanks. Deutschland nicht über einen. Das Deutsche Reich ist von Staaten umgeben, öle über Bomben-Flugzeug-Geschwader in riesigen Mengen verfügen. Der Aktionsradius eines modernen Bombenflugzeuges der Mili­tärstaaten beträgt 400 Kilometer. Die Wir­kungsbereiche der uns umgebenden Luftflotten überschneiden sich derartig, daß nur der äußerste Norden, die Provinz Schleswig außer­halb des Angriffsgebietes der fremden Luft­flotten liegt. Deutschland besitzt keine U-Boote, eine kleine nur für den Küstenschutz aus­reichende Flotte. Die Auffüllung unseres 100 000 Mann-Heeres ist von der Botschafter- konferenz bis aufs Kleinste, geregelt. Das alles weiß Briand, das weiß die ganze Welt, aber Herr Briand wagte es trotzdem, sich vor den Völkerbund hinzustellen und die Tatsache der restlosen Entwaffnung Deutschlands anzu­zweifeln, von einem Cadre-Heer zu sprechen, durch das das deutsche Volk leicht zum Kriege organisiert werden könnte. Die bewunderns­werten Leistungen des deutschen Volkes _ bei dem Wiederaufbau seiner vollkommen zerstör­ten Wirtschaft und seiner Handelsflotte, der Erfindergeist der deutschen Wissenschaftler und die Leistungen der deutschen Ingenieure müssen herhalten, um Briand fadenscheinige Gründe für die Nichtabrüstung Frankreichs und der an­deren Siegerstaaten zu geben.

Was will Briand denn eigentlich von Deutschland? Will er einem Sechzigmillionen­volk verwehren, daß es seine Kräfte regt, um seine Existenz zu fristen, daß es diese Kräfte auf den Gebieten betätigt, auf die es durch seine geographische und wirtschaftliche Lage gewiesen ist, will er in alle Ewigkeit jedes Erzeugnis deutscher Hände und deutschen Geistes nur daraufhin anschen, ob es nicht mit tückischem Uebelwollen in ein Instrument des Krieges umgewandelt werden könnte? Das Maß von Optimismus, mit dem Deutschland seine Delegation nach Genf begleitet hat, war gewiß gering, doch daß die Enttäuschung so gründlich werden sollte, hat man nicht erwartet. Briand hat mit seiner gestrigen Rede der nackten politischen Tatsache der Völkerbunds­idee den Todesstoß versetzt. Es war die schlimmste Rede, die je von der Tribüne des Völkerbundes gehalten worden ist. Es war der schwarze Tag von Genf.

Die Rede Nviands

Ä10. Sept. Nach dem irischen Finanzminrster i, ber a, g. für i^e Rate-wahlen die Eirrfüh-

Schweres Siseubahnunslülk tu der Tschechoslowakei

18 Lote - viele Verletzte

Prag, 10. Seps. In der Station Saih bei Lundenburg ist heute nachmittag um 14 Uhr ein Schnellzug in voller Fahrt auf einen Güterzug aufgefahren. Beide Maschinen würben schwer beschädigt. Drei Personenwagen des Schnellzuges wurde» zertrümmert, ein weiterer Wagen stellte sich quer über die Geleise. Die Zahl der Opfer läßt sich zur Stunde noch nicht genau festskellen.

Der Lokomotivführer und der Heizer des Schnell­zuges und der Heizer des Gülerzuges sind tot. Der Lokomotivführer des Güterzuger konnte im letzten Augenblick von der Maschine springen und wurde schwer verletzt. Die Identifizierung der Toten ist sehr schwierig, da sie teils stark verbrannt sind und bei vielen keine personaldokumenle vorhanden sind, viele Schwerverletzte wurden ohne Feststellung der Identität so rasch als möglich in die Brünner Kran­kenhäuser und nach Lundenburg gebracht. Die Pra­ger Abendblätter melden eine größere Anzahl von Toten.

ist dec fahrplanmäßig von Brünn um 13 Uhr an­gehende Wiener Schnellzug. 17 Personen wurden getötet, 25 schwer und 20 Personen leichter verletzt. Das Unglück dürfte wahrscheinlich durch unrichtige Lage der Einfahrtsweiche verursacht worden sein. Aus Lundenburg ging sofort ärztliche Hilfe an die Unglücksstelle. Auch aus Brünn ging ein Hilsszug ab. Einzelne schwerverletzte Personen mußten mit Beilen und Sägen aus ihrer schrecklichen Lage befreit werden. Auf der Strecke liegen zahl­reiche Trümmer und Gepäckstücke umher. Die Leichen wurden in das Heizhaus der Station ge­bracht und dort unlergebracht. Nach dem Zusam­menstoß herrschte in der Station eine schreckliche Panik. Frauen suchten ihre Männer und ihre Kin­der. Es spielten sich unbeschreibliche Szenen ab.

rung der Verhältniswahl vorschlug, erhielt der fran­zösische Außenminister Briand das Wort, der unter lebhaftem Beifall des vollbesetzten Hauses die Rednertribüne bestieg. Briand gab zunächst ein sehr starkes persönliches Bekenntnis zum Völkerbund ab, der einzigen Zufluchtsstätte gegen den Krieg. Jede Verringerung des Vertrauens in den Völkerbund sei ein Werk, das gegen den Frieden gerichtet sei, und niemals werde er sich deshalb dazu hergeben, Las Werk des Völkerbundes zu verkleinern. Eine intellektuelle Pilgerfahrt zu­rück in die Zeiten der Unruhe und Unbeständigkeit, in denen der Völkerbund gegründet wurde, zeige am besten, was durch den Völkerbund erreicht wurde, ohne dessen Bestehen sich der französische Außen­minister mit den deutschen Regierungsvertretern nicht regelmäßig treffen würde.

Briand wandte sich dann unter deutlichen An- spielungen auf das Rheinlandproblem, das er jedoch nicht nannte. direkt an den deutschen Reichskanzler, um auszuführen, daß die in ge­wissen Ländern vorhandene Ungeduld durchaus verständlich sei. hiergegen sei aber nicht Lie Internationale einer Partei, sondern die Internationale der Nationen und Völker an der Arbeit, und wenn sich Schwierig­keiten und Hindernisse entstellen, so sei das Wesent­liche, daß man Las gemeinsame Ziel vor Augen habe. Wenn man auf dem richtigen Wege sei, und der Völkerbund sei auf diesem Wege, so komme man zum Ziele.

Eine Gesellschaft von 50 Personen sei natur­gemäß gezwungen, langsam und vorsichtig vor­wärts zu gehen, um einen tödlichen Sturz zu ver­meiden. Wenn man ihm den Vorwurf gemacht habe,

daß er rascher mit den Worten als mit den Taten sei, und wenn auch der Reichskanzler eine solche Wendung in seiner Rede gebraucht habe, so glaube ~ rf nicht verdient zu haben. Lo- Kellogg-Pakt seien keine Worte,

er diesen Vorwurf nicht verdient zu haben. Lo- carno-Pakt und Kellogg-Pakt seien keine Worte, sondern Taten. Der ungeduldigen öffentlichen Mei­nung müsse man zu verstehen geben, daß die Er- silllung ihrer Wünsche auf dem Wege des Fort- schreitens ist. Wenn der Reichskanzler sage, daß Deutschland die Abrüstung vollzogen habe und frage warum unter diesen Umständen die Anderen und namentlich Frankreich nicht auch abrüsten, so sagen, daß der jetzige Zustand erst seit zwei bestehe und vorher die Dinge wesentlich anders gelegen haben. Wenn früher die Abrüstungs- arbeiten gehemmt waren, so nur deshalb.

müsse er

Jahren be

weil gewisse Staaten nicht die Eile gezeigt haben, die für die Erfüllung ihrer Verpslich- tung notwendig gewesen wäre.

Prag, 10. Sept von den 17 Todesopfern der mährischen Zugkakastrophe sind bis jetzt vier Personen identifiziert worden. Es sind dies: Albert Karger, Eisenbahnsekretär aus Winsdorf; Elisabeth Lange, Postgehilfin aus Hönigsdorf; Hermann Urban aus Berlin; Anna Hibl-Luckau bei Berlin. Weiter wurde unter den Toten identifiziert: Iosef Röhrich, Reichsbahnsekretär aus Berlin. Unter den Verletzten, die in das St. Anna-Krankenhaus in Brünn übergeführt wurden, befinden sich Rei­sende aus Währen und Oesterreich. aber auch einige Reichsdeutsche, und zwar: Franz Wittich aus Bres­lau; Dr. Karl Otto-Kolberg; sowie Anlon Kahlert und Blane Kayien au- Neustadt m oberjchlejâ Der Lokomotivführer des S^ne^itges Jonne

Heizer waren ,.,... ....

waren an den Uniformen als Eisenbahner zu er- kennen. Der Heizer des angefahrenen Gülerzuges wurde in die Reiterung der Lokomotive hinein- gepreßk und erlitt furchtbare Brandwunden, denen er erlag.

18 Todesovkev

Wien, 10. Sept. Aus Brünn wird gemeldet: Nach den in später Nachtstunde von der Unglücks- stakte eingetrossenen Nachrichten ist ein Schwer- verletzter gestorben, so daß sich die Zahl der Todes­opfer auf 18 erhöht hat.

Die deutsche Regierung habe bekanntlich mit ver­schiedenen Strömungen Ler deutschen Oeffentlichkeit kämpfen müssen, und nicht immer folgten bekannt­lich die Völker ihren Regierungen.

Die deutsche Abrüstung sei jetzt eine Tatsache und Wahrheit. Könne man jedoch im gegenwärtigen Augenblick wirklich ernsthaft behaupten, daß Deutsch­land völlig abgerüstet sei? Es treffe zu, daß Deulfch- land eine Armee von nur 100 000 Wann besitze. Dies fei eine Armee eigenartiger Natur, die aus Offiziezien und Unteroffizieren bestünde und somit eine Kadre-Armee darsielle. Wenn hinter dieser Armee jedoch ein Volk von der Größe und von den uner­schütterlichen Kraftquellen und Witteln stände, wie das deutsche Volk, dann könnten noch unzählige Wenschen mobilisiert werden. Deutschland habe noch unerschöpfliche Wenschenkräfte hinter sich. Wenn man die Tatsache bedenke, daß Deutschland unmitlel- bar nach dem Kriege keine Handelsflotte besessen habe, jetzt aber durch seine Genialität, Beharrlichkeit und unbegrenzte Arbeitskraft und unerschöpflichen Mittel sich eine der ersten Handelsflotten der Well geschaffen habe, dann müsse man sich fragen, ob nicht auch die gleichen Fabriken, die heule für den Frieden arbeiteten, von einem Tag zum anderen für den Krieg umgestellt werden könnten. Ohne weiteres könnten diese Fabriken, die heute Friedens- erzcugnisse herstellten, die gefährlichsten Kriegs­rüstungen Herstellen.

Von entscheidender Bedeutung sei jedoch, daß das deutsche Volk den ehrlichen und ernsten Willen habe, diese unerschöpflichen Mittel und Kraftquellen niemals für Kriegszwecke zu verwenLen. Er be­zweifle nicht, daß

die Wehrheik des deutschen Volkes den Krieg nicht wünsche.

Aus diesem Grunde könne in gewissen Grenzen unter Berücksichtigung der nationalen Sicherheit eine Herabsetzung der Rüstungen vorgenommen wer­den. Es sei nicht wahr, daß die Rüstungen der Welt sich in den letzten Jahren vergrößert hätten. Für Frankreich könne er erklären, daß im Gegenteil die Dienstpflicht und die Zahl der aktiven Truppen herabgesetzt worden sei. Briand erwähnte sodann das englisch-französische Flottenabkommen. Frank­reich habe darin kein Glück gehabt. Das Abkommen sei beschlossen worden, um gewisse große Gegensätze, die zwischen England und Frankreich in der Frage der Flottenabrüstungsfrage bestänLen, zu überwin­den. Die Oeffentlichkeit habe jedoch nur gefragt, gegen wen dieses Abkommen gerichtet sei, und habe Geheimklauseln und Geheimabkommen vermutet, die hinter dem Abkommen stehen sollten. Morgen werde die Deffentfidjeeit sehen, daß es sich nur um eine

Vorbereitung und Vereinfachung der Abrüstungs- arbeit handele. Sich zu Reichskanzler Müller wen­dend rief Briand dann in den Saal:Wie Sie, so wollen auch wir die Abrüstung und die Durchfüh­rung des Artikels 8 des Völkerbundspaktes. Wir wollen eine

Mäßigung und Beschränkung der Rüstungen, die vereinbar ist mit der nationalen Sicher­heit."

Briand betonte dann- noch einmal, daß Frankreich bereit sei, an der Lösung der Abrüstungsfr-^e mit- zuarbeiten. Die Tatsache der Unterzeichnung des Kellogg-Paktes berechtige zu dem Vertrauen, daß der Wille zum Frieden bei den Völkern bestehe.

Man dürfe jedoch nicht übertreiben, und müsse mit den bereits erzielten Erfolgen zufrieden sein. (!)

Der Völkerbund sei heute auch ein soziales Frie- densinstrument. Wenn dieses Instrument nicht wirk- lich sein würde, und die Völker ihr Vertrauen hier­zu verlieren würden, dann würden über Europa und die Welt Ereignisse hereinbrechen, die einem Zusammenbruch der gegenwärtigen Kultur und Zivi­lisation gleichkommen würden.

Schließlich ging Briand dann auf das

ein, um zu erklären, daß der Völkerbund Mefe heikle Frage bestimmt nicht in den Hintergrund treten lassen werde. Vor dem Kriege konnte man 100 Millionen Minderheiten zählen, um bereit Stimme sich aber niemand gekümmert hat, weil es keinen Völkerbund gab. heute aber zähle man nur 20 Millionen, und der Völkerbund beschäftige sich gewissenhaft mit ihnen. Auf keinen Fall dürfe dieses heikle Problem zu Erschütterungen der Re­gierungen führen und die Arbeiten des Völkerbun­des bedrohen. Es dürfe sich auch nicht zu einem neuen Faktor der Unsicherheit auswachsen; denn der Frieden müsse alles beherrschen, und wenn sich einzelne berechtigte Forderungen ergeben sollten, so würde er ihnen dennoch Schweigen gebieten, sobald sie den Frieden zu erschüttert geeignet wären. Die Abrüstung, so schloß Briand, muß geregelt werden, und was im gegenwärtigen Augenblick zu regeln ist, kann und muß geschehen, heute haben die Völ- ker die Rüstungskosten bereits nicht mehr zu fürch­ten; aber

die Almoschâre der Sicherheit und des Frie­dens darf, wenn auf diesem Wege weitere Fortschritte gemacht werden sollen, nicht durch irgendwelche unbedachten propagandistischen Aktionen gestört werden.

Die Rede Briands fand sehr lebhaften Beifall. Zahlreiche Delegierte beglückwünschten den franzö­sischen Außenminister. Bei der deutschen De­le g a t i o n regte sich nach dieser Rede oerständ- licherweise keine Ha>nd. Auch bei verschiedenen anderen Delegationen, besonders bei denen der nordischen Länder, war kein Zeichen des Beifalls zu entdecken.

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Genf, 10. Sept. Bei der deutschen Delegation ist das Befremden über die Rede Briands natürlich außerordentlich stark. Vor allen Dingen ist man darüber befremdet, daß der französische Außen, minister seinen Angriff gegen den Reichskanzler persönlich gerichtet hat. Das wird um so unliebsamer empfunden, als der Kanzler in seiner Rede vor der Bundesversammlung das Versagen der Abrustungs- aktion des Völkerbundes ganz allgemein und ob­jektiv dargestellt hat und sich dabei nicht etwa an-die Adresse Frankreichs, sondern an die des Volker- Hundes wandte. Auch hatte der Reichskanzkr keines- wegs von dem Doppelgesicht der franzossichen Poli- tik gesprochen, sondern davon, daß es nicht verwun­derlich wäre, wenn schließlich der Mann aus dem Volke dazu kommen würde, ein Doppelgesicht kur internationalen Politik der Regierungen zu kon- statieren. Man kann auch nicht verstehen daß sich der französische Außenminister an den Relchskanz er als Vertreter einer Partei wandte, da de. Reichs­kanzler zweifellos eine ganz andere Sprache g-fuhrt hätte, wenn er nicht in seiner Eigenschaft als Regie­rungschef gesprochen hätte. D.e Ausführungen Bri­ands werden übrigens nicht unwidersprochen bleiben Wie zuverlässig verlautet, wird ein Mitglied der deutschen Delegation, vielleicht ein Parlamentarier, bei passender Gelegenheit von der gleichen Stelle aus vor der Völkerbundsversammlung auf die Heu- tige Rede Briands antworten.

kanzler zweifellos eine ganz hätte, wenn er nicht in seine

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