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Orsons täglich mit Ausnahm« der Sonn- und Feiertag«. / LezugspreiS: Für den halben Manat NM.1.-, für den ganzen Monat NM. 2.- ohne Trägerlohn / Einzelnummer 10, Freitag 1S, Samstag 12 N-Pfg. / Anzeigenpreise: Für 1 mm Höhe im Anzeigenteil von 28 mm Breite » R-Kf».. im NeNameteil von 68 mm Breite M N-pfg. / Offertengebühr 50 N-Pfg.

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Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. ' Bei unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streik usw. hat der Bezieher keinen Anspruch aus Lieferung ober Nachlieferung oder auf Rückzahlung des Bezugspreises. / Für Platzvorschrift u. Erscheinung Stage der Anzeige wird feine Gewähr geleistet., Geschäftsstelle: Hammerstr. S / Fernspr. 3936,3951,395«

2. Sevtembsv 1^28

Das NeueKr.

Schwere Slugzeugißâtaftvophe

Lu Fvausvsßch

SSmtttche fünf Insassen, eintet ihnen dev fvanr. Handeisminifiev Bokanowski, geiStet

Paris, 2. Sept Das Verkehrsflugzeug, das den handelsminister Bokanowski, der zugleich Leiter der Handelsluftschiffahrt ist, heule vormittag von dem Flugplatz Toul zu einer Flugveranstaltungj des Luftfahrtverbandes der Auvergne nach Llormont-Ferrand führen sollte, ist um 9.15 Uhr, zwei Minuten, nachdem es den Flugplatz verlassen hatte, in 500 Meter Höhe über der Lroix de Meige in Brand geraten und abgestürzt. Sämtliche In­sassen haben den Tod gefunden, und Zwar außer Handelsminister Bokanowski der Direktor der Internationalen Luftfchiffahrtsgesellschaft, der Pilot, der Mechaniker und der Funken- telegraphist.

Der französische Handelsminister Bokanowski ist mit einem Flugzeug abgeftürzt. Der Apparat verbrannte. Sämtliche fünf Insassen konnten nur als verkohlte Leichen geborgen werden.

,3m französischen Sabinettsrat wurden die Verhandlungen mit Dr. Stresemann und Kellogg im Zusammenhang mit der Völkerbundslagung be­sprochen. Gegen die militärfeindliche kommunistische Propaganda soll mif Schärfe vorgegangen werden.

Rach dem Bericht des Reparationsagenken über das vierte Dawesjahr hat Deutschland seine Zahlungsverpflichtungen in der Höhe von 1746 Mil­lionen in vollem Umfang erfüllt.

Die albanische Nationalversammlung

hat nach Meldungen aus Tirana in ihrer Sams- lagssihung Achmed Zogu zum König von Albanien ausgerufen.

3n Konstantinopel eingegangene Mitteilungen aus Angora wollen wissen, daß Kemal Pascha beab- sichtige, dem Beispiel Achmed Zogu, zu folgen und sich zum König der Türkei proklamieren zu lassen.

Die

SSWevbundsvevsammlmrs

(Eintreffen der Delegationen zur Bölkerbundsver- sammlung.

Genf, 2. Sept. Im Verlaufe des heutigen Tages sind die Mitglieder der etwa 48 Delegationen zu 4 der am Montag vormittag beginnenden 9. Völker- f fndsverkammluna fast vollzählig in Genf einge- offen. Ler Führer Ler französischen Delegation, riand, kam fast gleichzeitig in Genf an, wie eichskanzler Müller, der übrigens zum ersten " Male an den Arbeiten des Völkerbundes und der Bundesversammlung teilnimmt. Die italienische Delegation erreichte Genf auf dem Luftwege, und das von ihr benutzte Wasserflugzeug Donier-Suver- wal legte die Strecke RomGenf in knapp sechs Stunden zurück.

China beantragt Srneuernna seines Ratsmandales.

Genf, 2. Sept. Nacht einer der Presse zugestell­ten Erklärung des chinesischen Ratsmitgliedes Wang King Ky beabsichtigt China, dessen Mandat als nichtständiges Ratsmitglied demnächst erlischt, in der Bundesversammlung den Antrag auf Wie­derwählbarkeit und Erneuerung seines Mandats für weitere drei Jahre zu stellen. Die Bundesver- sammlung wird also am 10. September über zwei Anträge über Wiederwählbarkeit abstimmen müs­sen, einmal über den von Deutschland, England und Frankreich zugunsten Spaniens eingebrachten Antrag, und dann über den nunmehr von China angemeldeten. In der Erklärung des chinesischen . Ratsmitgliedes wird gesagt, daß sich China der Schwierigkeiten wohl bewußt sei, daß es aber hoffe, die Völkerbundsversammlung werde dem ge­einigten China als zweiten Vertreter Asiens im Rat seinen Sitz im Rat belassen, umsomehr, als Lurch die Erfüllung seines Antrages die Ansprüche europäischer und südamerikanischer Staaten auf Vertretung im Rat nicht berührt werden.

G« Oèvtettbvkef übev die «Stellung d.elsM.^ath-Men zu Svankvekh

. Paris, 2. Sept. DerGaulois" veröffentlicht einen langen Auszug aus einem Hirtenbrief, . den oer Bischof von Straßburg an den Klerus und die Gläubigen feiner Diözese gerichtet hat, und der heute in allen ihm unterstehenden Kirchen verlesen wird. Der Bischof von Straßburg, Monsignore Ruch, behandelt darin die Stellung der elsässischen Katholiken zu Frankreich. Er erklärt: Selbst wenn die französischen Katholiken des Elfich überzeugteste und wärmste Anhänger einer umfassenden Auto­nomie sind, erkennen sie in dem Augenblick, in dem , ne hmzufügen, daß sie sich nicht von Frankreich trennen wollen, die Verpflichtung an, ihr Vater­land entsprechend einer religiösen Vorschrift eines göttlichen, natürlichen und christlichen Gesetzes zu lieben Ist nicht die richtige Formel die folgende: Llebe erzeuget Liebel" Frankreich hat doch Isogar von 1870 bis 1918 nicht aufgehört das Elsaß zu lieben. Der zweite Teil des Hirtenbriefes -Mißbilligt Wahlbündnisse zwischen Katholiken und Kommunisten.

Amerika leM deutsche Tüchtigkeit

Kewyork, 2. Sept. Klein, der Direktor es Außenhandelsbüros, bemerkte in einer Rund- £e> in der er die Fortschritte des deutschen im.h c ^^0^* die industriellen Erfolge Deutsch- EhI Cn hauptsächlich auf seine technisch roiffen- EHi. x?en Leistungen und auf fortwährende neue Erfindungen zurückzuführen.

Ueber Len Unfall des Flugzeuges, das den Han- Lelsminister Bokanowski von Toul nach Clermont- Ferrand bringen sollte, liegen nunmehr Einzel­heiten vor. Das Flugzeug legte nach Lem Aufstieg etwa 2 Kilometer zurück und befand sich in einer Höhe von 100 Meter, als der Motor Fehlzündungen hatte. Es stürzte plötzlich senkrecht ab, und als es den Boden berührte, geriet es sofort in Brand. Es handelt sich um einen Spad-Doppeldecker mit 420 PS. Nach Ansicht von Fachleuten soll die Tourenzahl Les Motors plötzlich nachgelasten haben, und Ler Führer soll zu einer Notlandung gezwun­gen worden sein. Ein Augenzeuge schildert den Vorgang folgendermaßen: Ich befand mich an der Grenze des Flugplatzes, als das Flugzeug in etwa 150 Meter Höhe vorbeiflog. Plötzlich machte der Apparat eine Rechtskurve, man hatte den Eindruck, als ob er landen wollte. Er stürzte jedoch steil ab und geriet etwa 100 Meter von der Straße, die den Flugplatz begrenzt, in Brand. Als kurz nachher Soldaten des dort stationierten Fliegerregiments herbei eilten, konnten sie nur noch einige Ueberreste des Flugzeugs feststellen. Sämtliche Insassen waren bereits verkohlt. Die Leiche Les Handelsministers konnte an der Platinarmbanduhr festgestellt werden, die er trug.

Bokanowski war vor einiger Zeit aus An­laß des Fluges von Le Brix und Cochet beschul­digt worden, er habe diesen Fliegern bei ihrem Dauerfluge nicht die nötige amtliche Unterstützung zuteil werden lassen, und er mußte deshalb schwere Angriffe gegen sich ergehen lassen. Namentlich in Fliegerkreisen soll er auf gewisse Widerstände gestoßen sein. Wohl aus diesem Grunde erklärte er, wie Havas berichtet, scherz­hafterweise kurz vor dem heutigen Aufstieg zu einem anwesenden General:

»Die Journalisten behaupten, daß ich niemals ein Flugzeug besteige und daß sie, wenn ich mich einem Apparat nähere, sehr besorgt sind, mich gegen alle Gefahren zu sichern. Sie sehen, daß eine Luftreise mich keineswegs schreckt."

Maurice Bokanowski wurde am 31. Aug. 1879 in Le Havre geboren. Er besuchte die Han­delshochschule in Marsellle und wurde später An- walt am Appellationsgericht in Paris. Am 10. Mai 1914 wurde er als Abgeordneter des Seine-Departe­ments in die Kammer gewählt, wo er der republi­kanisch-demokratischen Linken angehörte. Bei

Dev Reichskanzler zur RSmmmgskvage

Berlin, 1. Sept. Vor seiner Abreise nach Genf hat der Reichskanzler dem Berliner Vertreter desInternational News Service" auf feine Frage, welches zurzeit das wichtigste politische Problem für Deutschland sei, geantwortet.

Der Reichskanzler führte aus:

Das ganze deut'che Volk ist sich ohne Rücksicht auf Parteizugehörig.nt im gegenwärtigen Zeitpunkt in nationaler Hinsicht in einem Wunsche einig. Es ist dies die Zurückziehung der auf deutschem Gebiet stehenden französischen, englischen und belgischen Beisatzungsarmeen in Stärke von rund 67 000 Mann. Man versteht nicht mehr in Deutschland, weshalb diese Tvuppen auf deutschem Boden be­lassen werden, nachdem sowohl auf dem Gebiete der Reparationszahlungen wie auf dem Gebiete der militärischen Abrüstung Beweis erbracht worden ist, daß man deutscherseits gewillt ist, den frühe- ren Gegnern gegenüber übernommenen Verpflich­tungen 'ganz und gar nachMkommen. Ich darf an die Annahme des Dames-Planes, an die Londoner Abmachungen von 1924 erinnern. Das Reparations­problem wurde feines politischen Charakters ent­kleidet, es ist zu einer Materie rein wirtschaftlicher und finanzieller Natur geworden, die als solche die Gewißheit zu natürlicher und organischer Entwick­lung in sich trägt, wie die jetzt vierjährige reibungs­lose Durchführung des Dawes-Planes beweist.

Kein Staat hat mehr für die allgemeine Sicher- heil getan als Deutschland.

Es bewegen dies Ne Vertrüge von Socamo, die

Kriegsausbruch trat Bokanowski als Freiwilliger in das Heer ein, wurde im Laufe des Krieges Offi­zier und machte den ganzen Feldzug in Frankreich und an der Saloniki-Front mit. Nach Kriegsende wurde Bokanowski Präsident der Zollkommiffion und beeinflußte in dieser Stellung die französische Wirtschaftspolitik der Nachkriegszeit. Auf seinen Anregungen beruhen große wirtschafts- und finanz­politische Gesetze Frankreichs.

Die IteMe des AnslütSs

Paris, 2. Sept. Die ersten Ergebnisse der sofort von der Staatsanwaltschaft und Flugsachoerstän­dig, en eingeleiteten Untersuchung über das Unglück zeigen einwandfrei, daß der Unfall auf G e - schwindigkeitsverlust zurückzuführen ist. Erst nach dem Aufschlagen auf den Boden geriet das Flugzeug in Brand. Es ist anzunehmen, daß die fünf Insassen bereits vor dem 2t aso rud) des Geuers ge starb e,n sind. Sämtliche Zeugenaussagen stimmen darin überein, daß das Flugzeug noch gestern nachmittag in Le Bourget besonders eingehend geprüft worden war. Es führte 700 Liter Brennstoff mit sich, die auf zwei Behälter verteilt waren. Es flog gegen den Wind in östlicher Richtung an und stieg schnell 150 Meter hoch. In diesem Augenblick befand es sich nicht mehr über dem Flugplatzgekände, sondern über einem Getreidefeld: wahrscheinlich wurde dann die Schwenkung ausgeführt, um südlichen Kurs einzu­schlagen. In diesem Augenblick setzte der Mo­tor aus und das Flugzeug stürzte senkrecht auf das Getreidefeld ab. Propeller uitb Motor schlugen mit großer Wucht auf den Boden, der infolge der Trockenheit besonders hart war, auf. Der Appa­rat legte sich vollkommen über die Insassen.

Paris, 2. Sept. Zum Flugzeugunfall von Toul wird weiter bekannt: Als das Flugzeug abstürzte und in Brand geriet, eilten sofort mehrere Augen­zeugen zur Unglücksstelle, konnten aber nichts aus­richten, da infolge des Aufschlagens beide Brenn­stoffbehälter geborsten waren und der ausströmende Betriebsstoff den Flammen neue Nahrung gab. Man mußte dem Vernichtungsprozeß hilflos zu­sehen und erst nach einer Stunde, als die Flammen erloschen waren, war es möglich, näher zu treten. Die Körper der fünf Insassen waren beim Sturz aus dem Apparat geschleudert und auf diese Weise unter ihm begraben worden.

zahlreich abgeschlossenen Schiedsverträge, die An­nahme der FakultativNausel des Weltgerichtshofes, die aktive Mitarbeit im Genfer Sicherheitsaus- ischuß und letzthin die sofortige und vorbehaltlose Bereitwilligkeit zur Annahme des Kellogg-Paktes. Deutschland hat mehr als irgend ein anderes Land abyerüstet. Doch noch darüber hinaus sind wir be­reit, mit unserer ganzen nationalen Kraft an der Verwirklichung weiterer Vorschläge zur Sicherung und Organisation des Weltfriedens mitzuarbeiten. Das in der Vergangenheit von uns Geleistete, das Mr die Zukunft von uns Gewollte, gibt uns das Recht zu fordern, daß die Besatzungstruppen unser Land verlassen. Ihr Verbleib würde von allen Krei­sen in Deutschland als ungerechtfertigt und dem Geiste des Friedens zuwider empfunden werden.

Dev RerchsSauzlsv bei Dv. Gsvelemauu

Baden-Baden, 2. Sept. Wie beabchtigt, stattete der Reichskanzler auf feiner Fahrt nach Genf mit den ihn begleitenden Herren, Staatssekretär Pün­der und Ministerialdirektor Dr. Zechlin, dem Reichs- außemninister einen Besuch ab. Mich zweistündigem Aufenthalt setzte der ReichskanÄer vom Reichs­

außenminister auf die Bahn begleitet, die Reise nach Genf fort. Wie es heißt soll es bei der Be­sprechung zu einer vollen Verständigung zwischen dem Reichskanzler und Dr. Stresemann gekommen sein.

Dev ReLchsVattzlev in Genf

Genf, 2. Sept. Der Führer der deutschen Delega­tion für die 9. Völkerbundversammlung, Reichskanz, ter Hermann Müller, ist heute abend 8.30 Uhr mit dem fahrplanmäßigen Zuge in Genf eingetroffen. In seiner Begleitung befanden sich Staatssekretär Dr. Pünder von der Reichskanzlei, der Reichspresse­chef Ministerialdirektor Dr. Zechlin und verschiedene weitere Mitglieder der Delegation, darunter Reichs, tagsabgeordneter Dr. Breitscheid.

Der deutsche Rechskanzler wird in Genf mit dem hier eingetroffenen Führer der französischen Sozia­listischen Partei, Leon Blum, eine längere Aus- spräche haben, an der auch Paul-Boncour teilnehmen wird. In sozialistischen Kreisen mißt man dieser Zusammenkunft eine besondere Wichtig­keit bei Man nimmt an, daß Lëon Blum mit Außen­minister Briand Fühlung nehmen werde, um die deutsch-französischen Besprechungen zu fördern. Auch der deutsch-französische Deputierte Grumbach ist hier eingetroffen.

Obsevvsv über âllossvatt und Adsiulnndväumutt^

London, 2. Sept. Der Berliner Berichterstatter des Observer schreibtVon neuem erwartet Deuffch- lanL von Amerika eine Lösung feiner Schwierig­keiten. Für Deutschland hat der Kelloggpakt eine praktische Bedoutung in feiner Beziehung zur Rhein, landräumung. Der deutsche Standpunkt, daß nach genügender Sicherstellung der Reparationen eine Nation, die durch Unterzeichnung des Paktes den Gedanken eines Revanchekrieges aufgegeben hat, nicht länger durch die Anwesenheit fremder Ein­dringlinge, die selber den Pakt unterzeichnet haben, bedroht werden darf, ist dem Geiste des Paktes nach logisch. Der Glaube an den Kelloggpakt und seine Ideale beruht für Deutschland auf dieser praktifchen Probe.

Dev fvauz. Mabkuestsvat

Paris, 2. Sept. Das französische Kabinett hielt gestern in Sampigny, dem Landsitz Poincarës, eine Sitzung ab. Während des Frühstücks, das PoincarS anläßlich seiner zweijährigen Ministertätigkeit gab, «warf ein Flieger über dem Wohnhaus Pomcaräs Blumen ab Als einziges Pariser Morgenblatt be­richtet derMatin" ausführlich über den Minister- rat und sagt dabei, daß die «Verhandlungen drei Stunden gedauert hätten. Zunächst hätten Poin- caré und Briand ihre Unterredungen wi»derge- geben, die sie mit Dr. Stresemann und Kellogg während des Pariser Aufenthaltes dieser Staats­männer gehabt haben. Hieran hätten sich Er­örterungen über die Genfer Völkerbundstagung ge­knüpft. Die Vollmachten Briands seien "erneuert worden. Der Ministerrat habe dann ferner über Maßnahmen gegen die militärfeindliche Propagan­da der Kommunisten beraten, wobei man befon- ders die Zeit während der Einberufung der Reser­visten im Auge gehabt habe. Obwohl die Minister im allgemeinen von der guten Stimmung der Reservisten überzeugt gemessen seien und nicht glaub­ten, daß diese der Moskauer Propaganda zum Opfer fallen würden, sei dennoch beschlossen wor­den, mit größter Strenge gegen die kommunistischen Wortführer vorzugehen und sie gerichtlich zur Ver­antwortung zu ziehen. Der am heutigen Sonntag einem Fbugzeugabsturz zum Opfer gefallene Han, delsminister Bokanowski schilderte dann de Pläne für die neuen Flugverbindungen zwischen Frank­reich und seinen überseeischen Kolonien, insbrson- bere zwischen Paris und Nordafrika. Wie der Temps" fsststellt, wurden aber noch keine bestimm­ten Beschlüsse gefaßt, da sich der Mmisterrat später erneut mit Messen Plänen befassen wird. Der el- sässische Unterstaatssekretär im Staatsministerjum, Dberfird), gab dann eine günstige Schilderung der Lage im Elsaß, von der er sich persönlich über­zeugt haben will.

Die Dawesiaste«

Der Reparationsagent über das vierte Annuitätsjahr

Berlin, 1. Sept. Der Generalagent für die Re­parationszahlungen teilt mit, daß in dem mit dem 31. August d. Js.abschließenden vierten Jahr des Sachverständigenplanes Deutschland alle Zahlungen in vollem Umfange und pünktlich zum Fälligkeits­termin gemacht hak. Die von deutscher Seite inner­halb des 4. Annuitätsjahres tatsächlich eingegange­nen Zahlungen beliefen sich auf 1746 Millionen Goldmark mit Einschluß zweier Zahlungen zur Vollendung der dritten Annuität, die erst im Sep. tember 1927 eingingen und sich auf 75 Millionen beliefen. Die vierte Annuität selbst beläuft sich aus 1750 Millionen Goldmark, und die beiden Zahlun, gen die zu ihrer Vollendung notwendig sind, insge samt rund 79 Millionen Golsdmark, werden in

Die dettèrse Arrmmev umfaßt 10 Setten