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Anzeiger für

won GLadt und Land

205

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Das HttttSt.

_ Bon Berliner zuständiger Stelle wird be- tigf> daß Stresemann Unterredungen mit Briand B poincaré als Vorverhandlungen für die offiziell kündigte Demarche in der Rüsiungssrage zu rechten find.

- Hugo Stinnes jr. ist im Zusammenhang mit sm Kriegsanleiheskandal verhaftet worden.

- Die Reichsbahn teilt heute einige Linzel- über die Erhöhung der Gütertarife mit.

- Vie Speyerer Besatzungszwischenfälle wurden

irffem vor dem französischen Kriegsgericht ndau verhandelt.

- Der Völkerbundsrat ist gestern vormittag s zu seiner 51. Tagung zusammengekreten.

- Die zweite Tagung der Völkerbundskom- ission zur Vorbereitung eines Konvenkionsent- tfes für die Kontrolle der privaten Waffen- brikalion ist gestern geschlossen worden. Das End- gebkis bestätigt in vollem Umfange den INiß- jrfolg, zu dem diese Tagung geführt hat.

Die japanische Regierung hat beschlossen, die Krderung der chinesischen nationalistischen Regie- ng anjuneijmen, wonach Verhandlungen über die wision des japanischen Vertrags zwischen den m Ländern eröffnet werden sollen.

Keitte $M®m$& ÄbE Ae fcmtolte dse SUMttttss- LmDttDeße

ßaii, 30 Der unter dem Vorsitz Bern« seyende Sonherdusschu für Äe ÄMUbK .. unsc Konvention über die Kontrolle der iPunMdustrie hat heute nachmittag seine zweite Srnq abgeschlossen, ohne den von der 'Mimiung verlangten Konventionstext dem VA- = rdunb 6 rat zwecks baldiger Ein- u,ung einer internationalen vorlegen zu können.

M Frühjahr 1927 auf der ersten Tagung fm.nu^e Vorentwurf hat zwar inbezua auf die u. Euung der Kontrolle durch die halbjähr- Ä£ "?" Regierungslizenzen nicht KwSn? $e Veränderungen erfahren. Zu diesen erungev wurden jedoch verschiedene Borbe« M, "Reibet, während die früheren Vorbehalte w Aogen wurden. Der ungewöhnlich «na k°s/?^ "ber die soeben abgeschlossene Ta­dle neri*^ ^igllch, daß der Ausschuß versuchte, drina», t e? Standpunkte einander näher zu «der?-' o^ °, r nach der neuen Tagung nichts «â "8 bleibe, als festzustellen, daß grund- nd ^nmngsverschiedenheiten weiterbestehen, Hat S bcm Ausschuß nicht möglich ist, dem Rüsters no^n^ den verlangten Em­

in ^ heutintn^^ ^legation gab Bernstorff E/gen Schlußsitzung eine Erklärung ab, benfan« "ic-)e Delegation die früheren Vorbehalte inAufrecht erhalte. Er stellte fest, daß ein "ng °ia°^°"^urf, der auf- -rt-, ? ^u und auf Angaben des U6« ».; r st ungsgegen stände b e - er ' 'r'neswegs für den Abschluß aJ'1 c n Abkommen dienen tiitDuri.rr deutsche Delegation könne nur einem tez hL3m-l^m®n- der in Ausführung des Man- W Wcillcn^ordundsversammlung eine vollstän- g sUdandels-Konvention bilde, und dem- ito. bes , Angabe der Rüstungsausgaben bi unh mau!^ Snaue Einzelheiten über die «es berqeftprn5 ^^.'^k der einzelnen Kategorien Kriegsmaterials vorsehe. In fei« t^ftorff 1 Präsident des Ausschusses fügte ^nfAf bz?/?âu, daß er ein besseres Ergebnis ge« U eine«, .-^rr fei es nicht möglich aewesen, ^er bi» Sntt^'E^utWurf zu kommen. Er gäbe -runden U'rht auf, daß bei der beoor-

? ^ölkersj,,^?Eung des jetzige Ergebnisses durch ^rde, durch °"sammlung eine Klärung erzielt Wguna der Sonderausschuß bei der neuen

U uir6Ln^ fukchen Ergebnis komme, daß freiten tonnte Einberufung der Konferenz iSä^ in® Wito I ?r Kellams . 9- Der amerikanische Staatssekrs-

In Vegleitun« des irischen Präsi- WWn 60n '^ue am Donnerstag nachmittag im ^«troit" ein w^kown an Bord des Kreuzers L^« der Einfahrt in den Hafen wurde |Mufj bearHL.^ mit einem Kanonensalut von 18 Aderte , ^e -Detroit mit einem Schuß Ms ^^^'ilglieixr des Irischen Frei- , Milchenden q^^^^kl des Vizeprofidenten des ge- ^^ikaniZrh, ^schusies, Blyche, waren mit dem em Srcu J? sandten Sterling in siner Pinasse P^reiften1 L Entgegengefahren. Bei der Landung "^er. (r;^11?^®® ^s irischen Freistaates den beritten» Ebrenaavde hatte auf dem

1

Orfüfiungtort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. ' Set unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streik usw. hat der Bezieher keinen Anspruch auf Lieferung ober Nachlieferung oder aus Rückzahlung deS Bezugspreises. / Fürplahvorschrift u. Srscheinungstag« der Anzeige wird keine Gewähr geleistet., Geschäftsstelle: tzammerstr.s / Fernspr. 3956,3957,395»

Sreita» den

31. SlUgUsi

1928

Giresemamts Bericht in Vertin

Die RSum««gSfvase wird evSvtevt wsvden - vasr-es Abtttbte« suv ASumuns des -wette« Lone - Oie Kimmung dev Seiften Aone WM Vokneavè mit der endgültigen Regelnng des RevavationS- vvobSems vevbnnden Witten

Berlin, 30. Aug. Am Donnerstag ist in Berlin einer der Herren des Auswärtigen Amtes, der Dr. Stresemann nach Paris und B aden-Baden begleitete, von Baden-Baden kom­mend, eingetroffen und hat sofort dem Reichskanzler Müller teils in mündlicher, teils in schriftlicher Form über den Verlauf und die Ergebnisse der Pariser Besprechungen des Reichsaußenminislers mit poincaré und Bria nd informiert. Es handelt sich allerdings nur um einen vorläufigen Bericht, dessen ausführliche Ergänzung sich Dr. Stresemann selbst vor­behalten hat. Der Minister erwartet den Reich skanzler für Sonntag in Baden-Baden.

Ueber den Inhalt des in Berlin eingelaufenen Berichts kann, wie von zuständiger Seite betont wird, mit Rücksicht auf die Genfer Verhandlungen noch nichts gesagt werden. Soviel steht fest, daß die Unterredungen Stresemanns sich nicht auf Linzel­fragen beschränkten, sondern sich auf alle zwischen Deutschland und Frankreich schwebenden Fragen bezogen. Außerdem wird an hiesiger zustän­diger Stelle bemerkenswerterweise hinzugefügt, daß in diesen Unterhaltungen zwischen Stresemann und poincaré die Präliminarien der von der Reichs- regierung vor kurzem den alliierten Mächten ange- kündigten Demarche in der Räumungsfrage zu sehen sind.

Man will feie weite Zone vâttMStt

Zeichen anscheinend die Absicht, falls Frankreich der Behandlung des Problems nicht aus dem Wege gehen kann, die Behandlung des Probleins auf die zweite Zone zu beschränken. In gut unterrichteten französischen Kreisen verlautet nämlich, daß in der Frage der Rheinlandräumung viel­leichtin der allernächsten Zeit doch ein Schritt vorwärts getan werden könnte. Man versichert, daß falls Deutschland sich mit der Räumung der zweiten Zone vor­läufig begnügen sollte, die französische Regierung sich bereit erklären könnte, die Ange­legenheiten zu prüfen, doch wünsche die französische Regierung, daß die Initiative dazu von Deutschland

ausgehe. In französischen offiziellen Kreisen fühle man, daß es in der Welt einen guten moralischen Eindruck machen würde, wenn infolge der Unterzeichnung des Kellogg-Paktes Frankreich eine großherzige Geste machen würde. Da die zweite Zone bereits in 18 Monaten geräumt werden muß, so würde man die­ser Räumung wahrscheinlich zustimmen, ohne im Austausch von Deutschland irgendwelche Kompen­sationen zu fordern oder diese Kompensationen würden wahrscheinlich rein platonischer Natur sein. Man erklärt, daß in diesem Falle die Frage der Kompensationen in bezug auf die dritte Zone gleich­wohl offen bleiben würde.

BovSSttsts Seine Räumung des VvMsu Zous

Stresemann und dem französischen Ministerpräsi­denten poincaré bestätigt, wie dasB. T." er­fahren haben will, das poincaré die Räumung der dritten Zone mit der endgültigen Regelung des Reparationsproblemes verbunden wissen will, an die man jedoch der ameri­kanischen Präsidentschaftswahlen wegen schwer­lich vor Beginn des nächsten Jahres herantreten könne. In Bezug auf die zweite Ione sei die Auffassung poincarés jedoch weniger starr; doch müsse in dieser Teilfrage die Initiative der französischen Regierung überlassen werden. Es könne kaum bezweifelt werden, daß die Räumungs­frage in Genf eine Rolle spielen werde.

IUßÄMMSNiMi des OSWervundsrates

Genf. 30. Aug. Die 51. Tagung des Völkerbundsrales ist Heuke vormittag 11 , mit einer Geheimsitzung begonnen worden. Am 12 Uhr wurde die erste öffenllühe Rats­

sitzung eröffnet.

In der geheimen Sitzung des Völkerbundsrats hielt der Reichspräsident Procop e eine An­sprache, in der er mit Befriedigung feststellte, daß Briand, der an der letzten Tagung durch Krankheit verhndert gewesen war, nunmehr wiederhergestellt sei und bald in Genf erscheinen werde. Er be­dauerte das Fernbleiben Dr. Stresemanns und Chamberlains und bat den Rat um die Ermäch­tigung, an die beiden Minster Telegramme mit dem Wunsch zu ihrer baldigen Wiederherstellung zu senden. Staatssekretär v. Schubert dankte dem Präsidenten für die Anteilnahme und erklärte, daß Außenminister Stresemann es sehr bedauere, an den Völkerbundssitzungen nicht terlnehmen zu können. Lord Cushendun gab eine ähnliche Er- klärung ab. Der Rat beschloß dann die Ernennung des spanischen Ministerialdirektors Aguirre de Carces zum Direktor der Mmderhertenabterlung des Völkerbundsrates. Die Entscheidung über den ungarisch-rumänischen Optantsnstreitfall wurde hin- ausgeschoben. Die Petitionen des Oberschlesischen Volksbundes werden voraussichtlich am Montag auf die Tagesordnung kommen.

Oie StterrMrbe Raisfitzutts

Genf 30 Au«. Der italienische Ratsdelegierte Sei alo ja berichtete über die Vorschläge der Juristen für die zu schaffende internationale

Landungssteg Ausstellung genommen. Nach dem Empfang im Kgl. Irischen Jachtklub b^ab sich Kellogg im Kraftwagen zum Rathaus in D u b l j n, wo ihm das E h r e n b u r g e r r e ch t verlie­hen wurde. Auf dem Weg zum ^^âus w-urüe verschiedentlich Halt gemacht, um die Willkommens, grüße einzelner Stadtverordnungen entgegenzu-

Uhr

Konvention gegen die Falschmünzerei, eine Erbschaft der ungarischen Frankensälischungs- affäre. Scialoja berichtete auch über die Statuten­änderungen des internationalen Sniftüuts für Er­ziehung in Rom, die sich besonders auf die Vertre­tung des Völkerbundes und feiner verschiedenen Organe, sowie des internationalen Arbeitsamtes im Verwaltungsrat des von der italienischen Regierung gestifteten Instituts beziehen. Der Direktor des Arbeitsamtes Thomas brachte mit der an ihm gewohnten Beredtfamkeit Wünsche auf weiter- gehende Vertretung im Verwaltungsrat des neuen römischen Instituts vor, mußte sich aber, obwohl ihn Paul-Boncour unterstützte, mit der ihm zuge­sagten beratenden Rolle begnügen.

Der deutsche Ratsdelegierte von Schubert erstattete dann einen Bericht über die Genfer Tagung des Wirtschaftskommitees und ihre sehr be­deutsamen Beschlüsse zur Handelspolitik sowie zu den Resolutionen des Wirtschaftsrates, von Schubert berichtete auch über die zweite Konferenz gegen die Aus- und Einfuhrbeschränkungen und über die Kon­vention betreffend die Ausfuhr von Häuten und Knochen.

Die nächste Sitzung des VAkerbunidsrates findet Freitag vormittag 10 Uhr statt. Heute nachmittag tagen Die MinLerheitenkomitees des Völkerbunds­rates.

nehmen. Beim Eintritt in die Stadt selbst wurde Kellogg mit einem Trompetensalut empfangen. In der Dawson-Straße in Dublin bildeten Truppen mit aufgopftanztem Seitengewehr Spalier. Nach dem Empfang im Rathaus begab sich Kellogg auf die amerikanische Gesandtschaft. Kellogg wird bis Montag in Irland bleiben-

Wikedev deutsch - vuss.

Setchan-lungen

Berlin, 30. Aug. Reichsregierung und Regierung der Sowjel-Anion sind übereia- gekommen, im Oktober d. Jahres die monate­lang unterbrochenen Mrtfchafisverhaadluu- gen wieder aufzunehmen, und dieses Ueberein­kommen kann man nur nachdrücklich begrüßen. Man will sich erst im Oktober darüber schlüssig werden, welchen genauen Termin man für den Verhandlungsbegina wählen will und auch da­rüber, ob sie in Berlin, in Moskau oder ander­wärts geführt werden sollen; es spricht aber vorläufig alles dafür, daß die Russen sich wie im Frühjahr dieses Jahres wieder damit ein­verstanden erklären, daß alle Besprechungen in Berlin stattfindev.

Wenn man von deutsch-russischen Wirt« schaftsverhandlungen spricht, so muß man da­ran denken, daß es sich nicht wie etwa in den Verhandlungen mit Polen, von benen man überhaupt nichts mehr hört, um die grund­legenden Verhandlungen über die Gestaltung der gesamten Wirtschaftsbeziehungen zwischen beiden Ländern handelt. Es bestehen viel­mehr bekanntlich seit langer Zeit Verträge und Abmachungen, nachdem ja Deutschland als erster Staat überhaupt sich bereitge funden hatte, durch den Rapallo-Vertrag offizielle Wirtschaftsbeziehungen mit dem so ganz an­ders organisierten Sowjeftiaate aufzunehmen. Bei den jetzt wieder in Gang kommenden Ver­handlungen handelt es sich vielmehr um Ide Fortsetzung jener am 11. Februar dieses Jah­res begonnenen Besprechungen über die Aus- legung, Ausgestaltung und Erweiterung der bestehenden Lbtomnien. Die Cvkennntis, daß eine solche Ergänzung notwendig sei. Hatte sich bereits früher sowohl in Rußland wie in Deutschland durchgesetzt, aber es bedurfte seinerzeit doch deutscher Initiative, um die Konsequenz daraus zu ziehen und mit Ver­handlungen zu beginnen. Es handelte sich da­mals darum, die mannigfaltigen Mißhellig­keiten und Mißverständnisse, die auf Grurid der völlig verschieden gearteten Wirtschafts­systeme beider Länder nach den Verträgen, die ja nur erste Versuche von Beziehungen zwischen kapitalistischem und kommunistischem System darstellen, ja nur eine Selbstverständllchkett waren, zu beseitigen, und damit auch eine Mißstimmung auszumerzen, die besonders in den Kreisen der deutschen Wirtschaft dadurch

entstanden war, daß die Auswirkungen der bestehenden Verträge dank einer weitherzige» Auslegung durch die Russen keineswegs dem entsprachen, was Deutschland berechtigt war, zu erwarten. Die Verhandlungen zu Beginn dieses Jahres gestalteten sich recht schwierig, und man hatte nicht immer den Eindruck, als ob die Russen den deutschen Notwendigkeiten ausreichendes Verständnis entgegenbrächten. Immerhin konnte man die Hoffnung hegen, zu einem Abschluß zu kommen, wenn nicht die Russen durch ihr Verhalten aus einem nicht unmittelbar mit den Verhandlungen in Be­ziehung stehenden Gebiete plötzlich hie Aus­sichten auf ein gedeihliches wirtschaftliches Zu­sammenarbeiten außerordentlich verringert hätten. Es war die Zeit der Verhaftungen im Donez-Gebiet, wobei bekanntlich nicht nur mehrere deutsche Ingenieure und Techniker unter der grotesken Anschuldigung der gegen­revolutionären Sabotage in Haft genommen und vor Gericht gestellt wurden, sondern auch einige der angesehendsten und größten deut- chen Firmen aus rein innerpolitischen Mo- wen heraus unehrlicher Handlungen beschul- >igt wurden. Dies Vorgehen Sowjetrußlands gegen Vertreter der deutschen Wirtschaft ließ es so unwahrscheinlich werden, daß die laufen« len Verhandlungen zu einem einigermaßen be- riedigenden Abschluß führen würden, daß die Reichsregierung sich am 16. März dieses Jah­res genötigt sah, von sich aus die Verhandlun- ;en zu unterbrechen, bis die schweren Miß- zelligkeiten aus dem Donez-Prozeß beseitigt und der berechtigten Erregung der deutschen öffentlichen Meinung Genüge getan sei. Das ist seinerzeit durch das> freisprechende Urteil gegen die deutschen Angeklagetn im Donez- Prozeß geschehen, und es stand, nachdem auch fte Russen erneute Bereitwilligkeit zu Ver­handlungen erklärt hatten, nun nichts mehr im

Oie Senfise ttummev nmfa^t 16 Sette«