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M. 202

Dienstag den

28. Aus«»

Varsav Madi und Land

Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Telle ist Hanau. Sei unverschuldetem Ausfall der Liefemng infolge höherer Gewalt, Streik usw. hat der Bezieher keinen Anspruch auf Lieferun­ober Rachliesemng oder auf Rückzahlung deS Bezugspreises. / Für Platzvorschrift u-Srscheinungstag« der Anzeige wird keine Gewähr geleistet.>Geschäftsstelle: Hammerstr.9 / Fernspr. 3956,3937,3M«

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Der FreKogg-OaSt UKierzeichnet

- iM treues Datum in devGeschithte devLNeufchhett - Ium evftsuMale Wied in einem feievlichen Akt dev âieg

-Hue Vorbehalt als Lnstvmnent nationalev Politik vevuvteilt - Den Loten des gvotzen ^vieges zum Gedächtnis

$ Die Pariser Feierlichkeiten aus Anlaß der Unter» jii^mmg des Kellogg-Paktes sind vorüber. Der .Allgemeine Pakt über den Verzicht auf den Krieg" 1 unterzeichnet. Die Zukunft wird lehren, ob dieser I Satt ein wirkliches Friedensinstrument ist, ob er I das hält, was man sich von ihm verspricht. W heute gibt es noch zahlreiche Skeptiker, die dem LM jeden Wert absprechen. Wir gehören ander zu ihnen, noch zu den Optimisten, sind vielmehr W der Meinung, daß man die moralische Bedeutung Md« Paktes nicht unterschätzen darf. Wenn er auch m den Ausbruch eines Krieges erschwert und Mshit er zweifellos, dann bedeutet er doch M men wertvollen Schritt auf dem Wege zum M dauernden Frieden.

I Sie Unterzeichnung des Kellogg-Paktes in Paris Miß von der französischen Regierung sehr geschickt icheniert worden, um die ganze französische Politik, M die gewiß nicht die friedfertigste ist, in eine strah- I Friedensbeleuchtung zu tauchen. Diese Stim- MMgrmache hat auch ihre Wirkung auf die Pariser lmtkermig nicht verfehlt. Das öffentliche Interesse EN sich ein paar Tagelang auf Staatssekrerär M Mgg gerichtet und die Festesstimmung ist immer M Wmer geworden. In diesen Rahmen fügt es sich

Der LtntevzeichrmnKsaA

ÄllS Evfiev untevzeiGnet Givesemann EkndvuSsvotte -Ovaiionen

Paris, 27. Aug. Der feierliche Akt der Unterzeichnung des Anlikriegspaktes, den Briand in seiner Ansprache denPakt von Paris genannt hat, erfolgte 15.45 im Uhren- faale des französischen Außenministeriums für auswärtige Angelegenheiten. Als erster unterzeichnete Außenminister Dr. Stresemann unter dem Beifall der Anwesenden den Pakt.

Als Dr. Stresemann sich erhob, um sich zu dem Tisch, auf dem der Vertrag niederge­legt war, zu begeben, wurde er von den Anwesenden mit außerordentlich starkem, herz­lichem Beifall begrüßt. Während er mit der goldenen Feder die Unterzeichnung vollzog und auch bei seiner Rückkehr an seinen Platz, an der rechten Seite Briands, wiederholten sich diese Kundgebungen in verstärktem Maße. Roch eindrucksvoller gestalteten sich die Ovationen, die die vor dem Quai d'Orsay wartende Menge dem Reichsaußenminister dar­brachte, als er nach Schluß der Zeremonie zur deutschen Botschaft zurückfuhr. Ein Teil der vor dem Quai d'Orsay versammelten Menge klatschte in die Hände, andere riefen: Bravo! Die Symathiekundgebungen wirkten noch stärker als die bei der Ankunft Dr. Stresemanns am Rordbahnhofe.

Im Uhrensaale hatten sämtliche Mitglie-

Paktes vor. Unmittelbar darauf forderte Briand --- 'mung auf.

der der französischen Regierung, das diplomatische die Bevollmächtigten der Erstunterzvichi Korps, der Kammer- und Senatspräsident, sowie in alphabetischer Reihenfolge ihrer ßänbi

zahlreiche Parlamentarier Platz genommen. Die Presse war in dem anschließenden Botschaftersaal

ir in Paris ein freundlicher Empfang bereitet ^^^

Men ist, Stresemann hat außerdem mit Poin- W mt zweimal längere Unterredungen gehabt. Ob aber alle Früchte gereift sind, darüber ist ein MUäeil zur Zeit noch garnicht möglich. Nach dieser Richtung beweisen jedenfalls die Kundgebungen der V vichr Bevölkerung nicht das mindeste. Hier ist z'11 ^e Haltung des französischen Kabinetts aus- .rologgebenb und erst der Verlauf der vertraulichen tnfer Besprechungen wird beweisen, ob die Pariser i Brechungen Stresemanns mit Briand und Poin- M " den erwünschten Einfluß auf die offiziellen I Handlungen Mischen den» Reichskanzler Müller dem französischen Außenminister ausüben M "EN. Die Stellungnahme des französischen Kabi- M Dor dem Eintreffen Stresemanns in Paris IJ e*ne Ziemlich deutliche Absage an ernsthafte I -^'-^Verhandlungen. Wenn Reichskanzler i j. " °us Genf zurückkommt, wird man sehen, ob I M?Eung sich verändert hat. Vorher sollte man H ln^^°°" ^^ Reitzen der Früchte und von Erfolgen sprechen.

Vvkauds Attivvarhe

I nehmet2?- A"g. Kurz vor 3 Uhr trafen die Teil- I der °,"er Feierlichkeit ein. Mehrere Mitglieder

Avlam?»Ächen Regierung, darunter Poincarâ, das I GiWah»Se Korps fast vollzählig, eine Menge I etwa l,Aer und schließlich in einem Nebensaal U gwphen " Vertreter der Presse sowie Photo- bie n; stilmoperateure. Als letzte erschienen I Vertreter " ^ Unterzeichnung bevollmächtigten I " dm?" Lord Cufhendun für England I großen zeichnete. Diese nahmen an einer I rotein In^^^fenform aufgestellten Tafel, die mit undkât spannt war, Platz. Briand erhob »Mein-« wigende Ansprache:

I eine ^lkM.rrenl 2ch bin mir vollauf bewußt, daß I Vinnen wie diese durch Schweigen ge- I Zu machen 8 k Ich möchte lieber, ohne viel Worte I Wirtes ünnhi, n,Don ihnen sich einfach im Namen I Utter bi« erheben sehen, um seine Unterschrift I ^Aektinä r "iendste aus dem Frieden geborene ' ^ich ne '.1^n zu sehen. Aber ich würde Frank- Ausgabe mich schlecht ent» ' $ W sagen, wie geehrt es sich

I Mng eine5*;' die Delegierten zwecks Unterzeich- I Fieges an ^gemeinen Paktes zur Aechtung des , Den» m Langen.

I n i'ch M*I die moralische Stellung I k" im Die^ich durch seine ständigen Bemühun- ö"nen tyjy des Friedens geschaffen Hal, aner- "Men her v "k^we ich eine derartige Ehrung im

I gebe «Ung der französischen Republik t W bag ncg^p Genugtuung meines Volkes Aus-

Shiner »n b F^' Äur3 vor 3 ^f-o^Fe-erlichkeit ein.

!,,"*> oas obi^s.Genugtuung meines Volke» Aus- endlich im Innersten

b Unter Ä Psyche verstanden zu fühlen.

/^hinter gleichen Saale sitzend, in dem fein °Ms aa den L??a°r,PrästdentWilson der Ä Fnedensarbeiten im hohen Bewußt- ^°rehrt° « >°'"es Landes teilnahm, kann der

" gonz... . duè ff-

mit "'"'echtfertigtem ""» r Mr i orinessen,

in alphabetischer Reihenfolge ihrer Länder in fran­zösischer Benennung den Pakt zu unterzeichnen.

Zuerst unterzeichnete der deutsche Außenminister

ichecen Verleugnung, der wahrscheinlichen Feiad- chaft aller seiner Mitkontrahenten aussetzt. Die Inao- pruchnahme eines Krieges als solche wird so un­mittelbar in ihrem eigenen Wesen angegriffen. Es handelt sich nicht mehr lediglich um eine Desensiv- organifation gegen diese Geißel, sondern um die Bekämpfung des Uebels an seiner Wurzel. Somit wird die Berechtigung der Inanspruchnahme des Krieges als Wittel willkürlicher und egoistischer Aktion aushören, mit ihrer latenten Drohung auf dem wirtschaftlichen, politischen und sozialen Leben der Völker zu lasten. Befreit von einer solchen Knechtschaft werden die Völker, die dem neuen Ver­trag beigelrelen sind, sich nach und nach daran ge­wöhnen, den Begriffnationales Prestige,natio­nales Interesse" nicht mehr mit dem der Gewalt zu verbinden. Und diese eine psychologische Tatsache wird nicht der geringste Gewinn in der notwen­digen Entwicklung zu einer wirklichen Stabilisierung des Friedens darstellen.

Dieser Pakt ist nicht realistisch? Fehlt ihm die Erzwingbarkeit? Aber ist es wirklich realistisch ge­dacht, aus dem Gebiet der Tatfachsn die moralischen Kräfte, darunter diejenigen der öffentlichen Mei­nung auszuschließen? In der Tat, der Staat, der sich über die MißbUligung aller seiner Mitkontra» henten Hinwegsetzen wollte, würde sich der positiven

[ eine Art en, deren

untergebracht, der durch drei offengelassene Flügel- Dr. Stresemann für Deutschland. Es folgten türen den Journalisten erlaubte, die Zeremonie zu Staatssekretär Kellogg für Amerika, Briand oerMuaem .,n . . reich Pru-h E u i h e n b u n für England.

Gefahr aussetzen, nach und nach freiwillig allgemeiner Solidarstät enfftehen zu seh, fürchterliche Wirkungen er bald verspüren würde. Und in welchem, dem Pakt angehörenden Lande

2 Uhr drei schlug, erschienen in feierlichem : Vorantritt von Briand die Delegierten.

Zur rechten Seite Briands nahm Reichsaußenmini, ster Dr. Stresemann, zu seiner Linken Staatsfekre» tär Kellogg Platz. Sofort erhob sich Briand und verlas feine Rede, die schweigend angehört wurde. Die Stellen seiner Ausführungen, in denen er die Tendenz des Paktes kennzeichnete, wurden mit be- snders feierlicher Betonung vorgetragen. Alsdann wurde eine englische Uebersetzung der Rede Briands von dem Dolmetscher des Quai d'Orsay, Camerlink, verlesen. Darauf erhob sich Briand nochmals, um den Text des Paktes in französischer Sprache zu verlesen. Hierauf trug ebenfalls Dol­metscher Camerlink die englische Uebersetzung bes |

seitdem wir beide die Möglichkeit dieses gewaltigen diplomatffchen Beginnens prüften. Niemand war mehr qualifiziert, an der heute zu gutem Ende ge­führten Verhandlung den hervorragenden Anteil, der ihm zukommt, und der ihm stets in der Er­innerung der Menschheit zu Ehren gereichen wird, zu übernehmen. Sein Optimismus und seine Zähig­keit haben über den menschlichen Skeptizismus den Sieg davongetragen. Seine Loyalität und fein ehr­licher Glaube und der gute Wille, mit dem er durch klare und deutliche Erklärungen berechtigte Besorg­nisse zu zerstreuen sich bemühte, haben ihm das Ver trauen aller Teilnehmer eingetragen. Sein Klarblick endlich hat ihm gezeigt, was man von den Regie­rungen erwarten kann, die durch eine aus der Tiefe kommende Sehnsucht der Völker geleitet werden.

Kann der zivilisierten Welt eine bessere Lehre geboten werden als dieses Schauspiel einer Zusam­menkunft, in der zur Unterzeichnung eines Paktes gegen den Krieg Deutschland aus freien Stücken und ohne Zögern zwischen sämtlichen anderen Signataren, sei- nen früheren Gegnern Platz nimmt? Gibt es noch eine schlagendere Illustration, wenn auf diese Weise dem Vertreter Frankreichs, der zum ersten Mal seit mehr als einem Jahrhuât einen deutschen Außenminister auf dem Boden Frankreichs empfängt, Gelegenheit gegeben wird ihm denglei­chen Empfang zu bereiten, wie all seinen ausiandi- Sen Kollegen? Ich füge hinzu, meine Herren da dieser Vertreter Deutschlands Strefe mann heißt, kann man glauben, daß ich besonders glücklich bin, dem ausgezeichneten Geist und Wut des vcrvor- raaenden Staatsmannes Anerkennung zu zollen, der w^rend dreier Jahre nicht gezögert hat, |iif),* seiner Verantwortung dem Werke der europäischen Zusammenarbeit für die Aufrechterhaltung des Frie- ^gth^Sbe^icfjt, meine Herren, über die Ansicht irgend eines von Ihnen hmauszugehen, wenn ich erkläre, daß das Ereignis dieses Tages

ein neues Datum in der Schichte der Mensch­heit darstelll.

ersten Male tut auf einem allgemeinen, sämt­lichen der Nationen der M°l"ugangiichen ^tue ein Friedenskongreß etmas anberes, ^^^^ unmittelbaren Bedingungen eines ^°è r °Ü«ns , rM«rn in mie sie sich aus den Entlche>dungen he/Saes ergeben Zum ersten Mal stellt auf »in^ ^ und absoluten Gebiet ein wirk­lich der Errichtung des Frieden» errichteter 2sertra& 11

Senator Mârchan' für Australien, Premierminister Mackenzie King für Canada, Oberkommissar^ Sir C. V. Parr für Neuseeland, Oberkommissar Smith für die füdaftikanische Union, Außenminister Hymans für Belgien, Boffchaftsrat Manzoni für Italien, Lord Cufhendun für Indien, Coscrove für Irland, Graf Uchida für Ja­pan, Außenminister Zaleski für Polen und Außenminister Benesch für die Tschechoslowakei. Bei jeder neuen Unterzeichnung wurde von den im Saale Anwesenden Beifall geklaffcht. Alsdann begaben sich die Unterzeichner in den Salon de la Rotonde, wo ihnen ein Tee serviert wurde.

Reichsaußenminister Dr. Stresemann traf um 16.20 Uhr wieder in der deutschen Botschaft ein.

möchten leitende 'Staatsmänner die Verantwortlich»

der ein neues Recht inauguriert und von allen poli­tischen Erwägungen befreit ist, Prämissen anstatt Konklusionen. Es handelt sich hier nicht um eine Liquidation des Krieges.

Der Pakt von Paris, gefroren aus dem Frieden und durchdrungen von einer freien juristischen Auffassung, kann und muß ein wirklicher Vertrag der Eintracht sein. Deshalb hat zweifellos Herr Kellogg, als er Wert darauf legte, der franzöfffchen Regierung das Vorrecht, sie zu empfangen, vorzubehalten, in zarter Weise dem Botschafter Frankreichs angedeutet, daß die Nach­barschaft des Place de la Concorde ihm für die Unter­zeichnung des Paktes angezeigt zu sein scheine. Die Abkommen von Locarno nach dem Dawes­plan hatten bereits von diesem neuen Geiste, der heute seinen Ausdruck findet, Zeugnis abgelegt. Denn, wie es in einer Botschaft vom 6. April 1927 an das amerikanische Volk hieß, war den Unter» Zeichnern dieser Abkommen der Gedanke des Ver­zichts auf den Krieg als Instrument nationaler Politik vertraut. Aber diese Sonderabkommen, die dazu bestimmt sind, politisch den Frieden in einem bestimmten Teil der europäischen Welt zu garantieren, konnten nicht auf den universellen Charakter Anspruch machen, der die Bedeutung des allgemeinen Paktes gegen den Krieg ausmacht.

verflechtung der Nationen macht es jedem Staats­mann zur Pflicht, sich die denkwürdigen Worte des Präsidenten Coolidge zu eigen zu machen:

Eine Kriegshandlung, wo immer in der Welt sie auch stattfindet, ist eine Handlung, die die

Interessen meines Landes schädigt."

Darin, meine Herren, liegt die ganze Bedeu­tung, die sich an die Ausdehnung dieses großen Stromes moralischer Solidarität knüpft, beffeu iedeales Ziel die Universalität des Paktes ist.

Meine Herren! Im nächsten Augenbsick wwd der Telegraph der Welt das Erwachen einet großen Hoffnung mitteilen. Es wird für uns eine heilige Pflicht sein, nunmehr alles zu tun, was möglich und notwendig sein wird, damit triefe Hoff- nun nicht enttäuscht werde. Den Frieden zu präpa­rieren ist gut, ist viel. Aber, man wird ihn o r g a> nisieren müssen. An die Stelle der Gswaltord- nungen wird man Rechtsordnungen setzen müssen. Das ist die Arbeit von morgen.

In dieser denkwürdigen Stunde schwingt sich das Gewissen der Völker, geläutert von jeder

nationalen Selbstsucht, in aufrichtigem Streben zu den reinen Gefilden auf, wo die menschliche Brüderlichkeit sich im Schlagen desselben Herzens ausdrückt. Suchen wir einen gemeinsamen Ge­danken, in dem wir unseren Eifer und unsere Hin­gabe vereinigen können. Es ist unter den hier ver- trelenen Rationen nicht eine, die nicht ihr Blut auf

den Schlachtfeldern des letzten Krieges vergossen hätte: Ich schlage vor, den Toten, allen Toten des großen Krieges, das Er- z u weihen, das wir durch

eignis unsere den.

Dieser Paktes.

Unterschriften besiegeln wer-

Rede folgte die Unterzeichnung des

Der Völkerbund, ganz durchdrungen vom gleichen Geist, hatte auch eine Formel befürwortet, die in der Tat auf das gleiche Endergebnis, wie bet neue Pakt, abzielt. Aber abgesehen davon, daß der Völkerbund die Vereinigten Staaten nicht mit ein» chloß, konnten feine Auffassung und seine Metho^ richt die gleichen sein wie diejenigen, zu denen wir ur einen so allgemeinen und so absoluten Pakt, nie den neuen Pakt, greifen können.

Zum ersten Male wird vor der Well in einem eierlichen Akt, dec die Ehre der großen Rationen, )ie alle eine schwere Vergangenheit politischer Kämpfe hinter sich haben, verpflichtet, den Krieg ohne Vorbehalt als Werkzeug nationaler Politik verurteilt, d. h. in seiner spezifischen und ürchterlichstcn Form, d. h. der egoistische, der ge-

!, deu, die Ehre der großen Rationen, e schwere Vergangenheit politischer

vollte Krieg. Ein olcher Krieg, der früher als èin Ausfluß gölllichen Rechts galt und in der inter­nationalen Ethik als ein Vorrecht der Souveränität fortlebte, wird endlich von Rechtswegen dessen ent­kleidet, was seine größte Gefahr dârstellle: seiner Legitimität. Von nun an als rechtswidrig gebrand- markt, unterliegt er dem vertraglichen Regime einer wahren Rechtlosigkeit, die den Rechtsprecher der

Stve-emann bei Pokneavv

Das Thema

dev RhetttlandsSttmuns

Paris, 27. Augst. Reichsaußenminister Dr Stresemann stattete heute vormittag gegen 11 Uhr dem französischen Ministerpräsidenten Poincarè im Finanzministerium einen Besuch ab. Die Unter- rebung beider Staatsmänner dauerte 1% Stunde Dr. Stresemann, der sich in Begleitung des Dol­metschers Dr. Schmidt befand, wurde bei seiner Am tunst und Abfahrt von einer beträchtlichen Merffchenmenge, die die Einfahrt zum Finanz­ministerium umlagerte, respektvoll begrüßt.

Reichsaußenminister Stresemann verließ um 1L15 Uhr das Finanzministerium, um in die deutsche Botschaft zurückzukehren. Beim Einsteige" in sein Auto wurde er von zahlreichen Photo­graphen ausgenommen. Den erschienenen Presse­vertretern drückte er in einer kurzen Erklärung seine Befriedigung über den bisherigen Verlauf seines Aufenthaltes in Paris aus. Bei der Abfahr'

Die heutige Kummev umfaßt IC Setten