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AanaueMzeiger

EHUMeneral Svyriger^W^MVantm Giadt und Lund

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M 206

Samstag ^

Erfüllungsort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. ' Lei unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streik usw. hat der Lezieher keinen Anspruch auf Lieferung oder Nachlieferung oder auf Rückzahlung deS Bezugspreises. / Für Platzvorschrift u.<Lrscheinungstagr der Anzeige wird keine Gewähr geleistet.^Geschäftsstelle: Hammerstr.9 / Fernspr. 3956, 3952,3958

25. August

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I Das Neueste.

I _ sie gestrige Sitzung des Reichskabinetts Hal ichia entschiedet», daß Reichskanzler Müller als Der der deutschen Delegation nach Gens geht.

I _ Dr. Stresemann wird sich mit seinem Be- M, dem Legaklonsral Redlhammer, sowie Prof. sMk heute abend nach Paris begeben. Er wird Hots nur Sonntag und Montag verweilen, am lMrtag vormittag voraussichtlich Paris verlassen ; in» sich dann über Straßburg nach Baden-Baden i bigeben, wo er zur weiteren Kräftigung seiner Gesundheit sich längere Zeit aufhalten wird.

[ - Staatssekretär Kellogg ist gestern von Le khM« kommend, in Paris eingetroffen.

I - Zn der gestrigen Sitzung der Jnlerparlamen- ^Kklschen Union wurden neben Minderheiten- und Mchlnhsragen auch das parlamentarische System Mandell. "

I - Levines JunkersflugzeugM 33 ist gestern knichmittag nach London gestartet.

- Zn Rewyork hat sich ein schweres Unlergrund- »chnnnglück ereignet. Bis jetzt werden 22 Tode und ;10O Verletzte gemeldet.

Kellogg in Vavis

. Paris, 24. Aug. Staatssekretär Kellogg traf I stufe vormittag kurz nach 10 Uhr von Le Havre Dimmend, auf dem Bahnhof Saint Lazare in Paris »M Mit ihm zusammen kam der kanadische Premier- Minister Mackenzie King. Die Herren wurden auf pm Bahnhof vom Chef des Protokolls, dem Poli- | leprösesten, dem amerikanischen Botschafter und »dem Vertreter der kanadischen Regierung begrützt.

I Paris, 25. Aug. Der Vertreter desMatin" hat |Me Unterredung mit Kellogg gehabt, bei der Kellogg I"Härte: Ich habe in Le Havre absichtlich zum Aus- idmck gebracht, daß der Antikriegspakt dazu bestimmt k!ei, den Ausbruch des Krieges schwierig zu gestalten, f Diese Wendung enthält die Hoffnung, die er hegen [ f und von der man nicht behaupten kann, daß sie »nicht verwirklicht werden könne. Man darf aber nicht s Nskhr versprechen als man halten kann. Ich habe berechtigte Ueberzeugung, daß durch die Unter« I Zeichnung alle moralischen Kräfte, die in der Welt [Ren den Krieg arbeiten, gesammelt und gestärkt ; werden. Auf die Frage des Journalisten, daß es bedauerlich wäre, daß mehrere Länder, darunter ein i Frankreich benachbartes Land, nicht zu den Erst- ; Unterzeichnern gehören, sagte Kellogg, daß er das be- daure, aber die Erfordernisie der praktischen Arbeit hätten es empfohlen, die Zahl der Erstunterzeichner i iu beschränken. Wohin hätte es geführt, wenn man - E 52 Ländern unterhandelt hätte. Er hoffe aber, die anderen Länder ihre Unterschrift noch geben werden. Seine Freude über das Werk würde nicht vollständig sein, wenn die Unterschrift einer großen filifierten Nation fehlen würde.

Ein ameviS. ZNemovandum ms Svage dev slottenftavke?

Washington, 24. Aug. Die ZeitschriftForeign fat»' will erfahren haben, daß Staatssekretär ein vom Präsidenten Coolidge und dem des Admiralstabes, Hughes, ausgearbeitetes ," ^orandum mit auf die Reife gegeben worden sei, »vem Amerikas Mindestforderungen hinsichtlich der der Flottenstärke enthalten sein sollen, habe den Auftrag, dieses Memorandum der breiteä " Unb ber französischen Regierung zu unter«

Die âontvolle dev pvivaten Wafkettfabvwaiwtt

| 24 Aug. Unter dem Vorsitz des G r a- usicknn" " ft ° r f f tritt am Montag der Sonder- eine ?ur Vorbereitung der Konvention über ^èuen ^"trolle der Rüstungsindustrien zu einer zusammen. Bei der letzten Tagung oerBiÄ origen Jahres hatten sich Meinungs- Staai.^vheiten ergeben, ob wie die Vereinigten inM ^ "erlangten - auch die staatliche Ruftungs- die vr » ^"^" die Kontrolle fallen sollte oder nur jnterstÄ Die letzte Völkerbundsversammlung wichen â worauf von neuem die Wichtigkeit einer ^nkralltT-^^^ 'vv> insbesondere in Bezug auf das Nfenh^ der vor vier Jahren abgeschlossenen iS NU? >^° «v^vention. In der Zwischenzeit ist âelunaen^? Bemühungen des Grafen Bernstorff näher9 "' & gegensätzlichen Auffassungen einander *aen ä0^n- 1° daß dem Wunsch der letzt- eines9 Knn^° ^^^sversammlung auf Vorlegung baldig»» U^ionsentwurfes Zwecks einer möglichst rety über js^^vfvag einer internationalen Koè im Cevtpna^ Rüstungskontrolle voraussichtlich noch

P mber wird entsprochen werden können,

Der Reichsranzlev Whrt die deutsche Delesaißsn

Berlin, 21. Aug. Das Reichskabinetl hat sich in seiner heutigen Sitzung dahin entschieden, daß für den durch seinen Gesundheitszustand bedauerlicherweise noch behinder­ten Reichsminister des Aeußern der Reichskanzler selbst die Führung der deutschen Abord­nung für die diesjährige Völkerbundversammlung in Genf übernehmen wird. Der Reichs­kanzler beabsichtigt zur Eröffnung der Bundesversammlung, die am 3. Sept, erfolgt, in Genf einzutresfeu. Die Dauer feines dortigen Aufenthalts wird von dem Verlauf der Tagung abhängen.

In politischen Kreisen wird Wert auf die Fest­stellung gelegt, daß die Entschließung des Reichs­kanzlers, selbst nach Genf zu fahren, nicht in erster Linie auf die Frage der Rheinlandräumung zurück­geht. Zwar wird Reichskanzler Müller den Außen­minister naturgeäß auch bei den Besprechungen ver- treten, die wie jedesmal, so auch zweifellos jetzt, neben den eigentlichen Völkerbundssitzungen statt­finden werden. Vor allem aber wird der Kanzler wegen des Völkerbundes selbst nach Genf gehen, weil das deutsche Volk in einer so großen und wich­tigen Versammlung, an der hervorragendste Führer des Auslandes teilnehmen, ebenfalls durch einen verantwortlichen Staatsmann vertreten sein muß.

Zu dem ^abinettsbeschluß über die Reise des Reichskanzlers nach Genf wird von den Blättern be­tont, daß der Reichskanzler nur für die Dollversamm lung des Völkerbundes die Führung der deutschen Delegation übernehmen werde. Für die vorher statt- sinoende Tagung des Rates werde dagegen, wie im Juni, der Staatssekretär im Auswärtigen Amt, Dr. v. Schubert, der Wortführer Deutschlands sein.

Deutschland will endlich klav sehe«

Berlin, 24. Aug. Zu dem wieder einmal in Frankreich aufgetauchten alten Vorwurf, als ob Deutschland nach Thoiry die Zügel habe schleifen lassen und vergessen habe, Entschädigungsvorschläge für die Räumung zu machen, bemerkt dieGer­

Gchrveves Llntevsvundbahn- nnslüB in -rewyork

22 Todesopfer - ICC Verletzte

Rewyork, 24. Aug. Heute abend entgleiste ein Zug der Newyorker llnkergrund- bahn Rack den ersten noch nicht bestätigten Meldungen sollen 25 bis 30 Personen getötet worden sein. Bisher wurden 12 Verletzte ans der Untergrundbahn herausgelragen und ins Krankenhaus gebracht. Polizei u. Fduerwehc arbeiten fieberhaft, die eingeschossenen Fahr­gäste zu befreien.

Rewyork, 24. Aug. Der letzte Vagen eines Untergrundbahnzuges entgleiste, als der Zug d e Station Times-Square verließ. Eine Seite des Wagens wurde roeggeriffen. Sofort wurden Pollzeireserven, Krankenwagen und Feuerwehr alarmiert, die schnellstens zur Unglücksstätte eilten. Der elektrische Strom wurde abgeflellt, wodurch der gesamte Unkergrundbahnverkehr im Westen Rew- yorks lahmgelegt »vurde. Da sich das Unglück in der

Aeine Gintguug bee Studenten

Die Vertretung der Deutschen Studentenschaft verläßt Paris.

Paris, 24. Aug. Auf der Internationalen ©tu« dentsn^L ist am Freitag nachmittag die Eillschei- dung in der deutschen Frage gefallen. Der französi­sche Antrag, nachdem sofort mit dem ^udentenver- band ein Abkommen getroffen werden sollte, wurde wegen des starken Gegendrruckes zurückgezogen. Gleichzeitig brachte eine den Franzosen nahestehende Gruppe einen Antrag ein, nach dem die Deutsche Studentenschaft,.sich binnen sechs Monaten mit dem Studentenverband zu einigen hatte, widrigenfalls de. iollzugsausfchuß beauftragt werden soll, mit dem Studentenverband ein Arbeit-abkommen wie mtt der Deutschen Studentenschaft abMschließen. Nach langer Aussprache wurde dieser Antrag mit 2 Stim­men Mhrheit angenommen.

Die Verkrelung der Deutschen ^tubenfenicbaft gab daraufhin die 6tf iS r u ag ab. daß sie» mit der nationalen wurde nicht für vereinbar halte, wenn zwei deutsche Verbände die Belange ber Deutschen Sludenkschafl vor einemintemaNo- Mvllew Formn verträten. Ein solcher Zustaudt

mania": Wie man sich erinnert, hat Dr. Strese­mann bereits anläßlich der letzten großen Kammer­rede Briands diesen Vorwurf zurückgewiesen; waren es doch in Wahrheit die Franzosen, die bei der bald nach Thoiry einsetzenden Verbesserung ihrer wirt­schaftlichen Lage das Interesse an der Kommerziali­sierung der Obligationen verloren. Im übrigen hat sich in den letzten drei Jahren die Lage grundlegend verschoben, und es kann gar keine Rede mehr davon [ein, daß Deutschland heute noch für eine Räumung zahlt, die in wenigen Monaten ohnehin fällig ist, und für die völlige Räumung ein ähnliches Anerbieten wie zu damaliger Zeit macht. Sehr bedauerlich ist es im Interesse einer deutsch-französischen Ueberein« tunst, daß es der französische Ministerrat für not­wendig hielt, gleichsam Vorsichtsmaßregeln für eine nicht mehr ganz zu vermeidende Räumungsdebatte zu treffen und dabei jene allgemein gehaltenen Ausführungen Briands zur Grundlage zu nehmen. Warum sollte die Abwesenheit Chamberlains in Paris und in Genf eine Räumungsoereinbarung unmöglich machen, über deren Voraussetzungen man sich inzwischen doch auf beiden Seiten ziemlich klar geworden sein muß. Deutschland hat nicht die Ab­sicht, Kellogg-Pakt und Räumungsfrage mit einan­der zu verbinden, aber eine Pariser Diskussion dessen, was uns Deutschen so sehr am Herzen liegt, wird auch ein Ministerrat nicht gut verhindern können. Deutschland will endlich klar sehen, was man auf der Gegenseite verlangt, und was es somit von der nächsten Zukunft erwar­ten darf.

verkehrsreichsten Rachmittagsstunde ereignete, ent­stand ein riesiges Gedränge auf allen anderen Sta­tionen. Diele verließen die stilliegenden Züge wegen dèr in der Untergrundbahn herrschenden ersttckevden Hitze und liefen an den Gleißen entlang zur näch­sten Station.

Rewyork, 24. Aug. Bei dem Unglück. auf der Untergrundbahn mürben nach einer amtlichen Meldung 22 Personen getötet und 100 verletzt.

müsse notgedrungen daM führen, daß innerpoll- ttsche Streitigkeiten auf einer internationalen Ta­gung zum Austrag kämen. Aus diesem Grunde verzichte sie, obwohl sie mit ihren 150 000 Mitgliedern der weitaus stärkste deutsche Studentenverband ge gnüber den 5000 Mitgliedern der linksstehenden Skudentengruppen sei, ihrerseits auf eine weitere Mitarbeit in der E. 3 -E. und kündige hiermit das Arbeitsabkon»- men. Die Vertretung der Deutschen Studenten­schaft verabschiede sich zugleich von den Vertretern der anderen Rationalverbände und werde noch im Lüfufe des Freitags Paris verlassen.

Gesetz gegen Kommunisten in Indien

Simla, 24. Aug. Die indische Regierung hat einen Gesetzentwurf vorbereitet, wonach ausländi- dische bolschewistische Sendboten sich verpflichten müssen, eilte Garantie für die Ruhehaltung zu geben. Das neue Gesetz sieht vor, Kommunisten, die sich schlecht führen, zu verhaften und mit Frei. Heitsstrafen bis zu 12 Monaten oder mit erheb- lichen Geldstrafen zu belegen.

Die Woche

Im festlich geschmückten Reichstag ist am Donnerstag die diesjährige Tagung der Inter­parlamentarischen Union eröffnet worden. Von 37 Staaten sind 517 Teilnehmer an­wesend, Mitglieder der verschiedensten Par­teien, mit Ausnahme der Extremrechten und Extremlinken. Es ist nicht zum ersten Male, daß Deutschland den Vorzug hat, die Jnterparla- mentarische Union in seinen Grenzen zu be­grüßen. Im Jahre 1908 bewillkommnete Reichskanzler Fürst Bülow die versammelten Mitglieder der Parlamente und versicherte sie der Sympathie, die ihre edle Sache verdiene. Darüber sind 20 Jahre vergangen. Der Ein­sturz einer Welt, verursacht durch den furcht­baren Krieg, liegt dazwischen. Die zwischen­staatliche Körperschaft der Union ist unbescha­det und gestärkt aus der Katastrophe hervor­gegangen. Man darf es ihr in Deutschland nicht vergessen, daß sie es war, die sich 1919 durch die allgemeine Haßverblendung nicht davon abhalten ließ, Vertreter Deutschlands zur Anteilnahme an ihrer Tagung einzuladsn. Das, was heute selbstverständlich erscheint, war es damals nicht. Die Interparlamentarische Union blieb sich chrer Ueberlieferung treu, da sie von Anfang an ihre Hauptaufgabe darin ah, eine Tribüne für die Verständigung unter den Völkern zu bilden. Vielleicht gerade in diesem ehrlichen Bestreben, das durch keine Geheimabmachungen gehemmt wird, wurzelt die unbestrittene hohe Achtung, die die Inter­parlamentarische Union in der Welt genießt. Reichskanzler Hermann Müller _ hat die Vollversammlung der Konferenz begrüßt, nach­dem der Präsidenl der deutschen Gruppe, Schücking, die Tagung eröffnet hatte. Wichtige Fragen der Kolomalpolrtik, der Minderheits­probleme, der Abrüstung usw. werden auf der Tagung behandelt werden. Sie bilden die Be­gleitmusik Mir Unterschrift des Kellogg-Paktes in Paris und zur Völkerbundstagung in Genf. Der schöne Traum vom ewigen Frieden und von Völkerverständigung soll auch hier in Ber. lin der Verwirklichung näher gebracht werden. Ob aber diese edlen Absichten, die schon Fürst Bülow anerkannte, einen Einfluß auf das Weltgeschehen haben werden, muß erst abge- wartet toerben.

Zum ersten Male seit Kriegsende wird morgen der Außenminister des Deutschen Reiches in Paris offiziell empfangen werden. Reichsaußenminister Dr. Stresemann reist heute abend nach Paris, um am Montag den Kellogg-Pakt, jenes Dokument, mit dem der Krieg in Acht und Bann erklärt nnvd, zu unterzeichnen. Ein merkwürdiger Zufall will es, daß Dr. Stresemann dabei als Außen­minister ein Kabinett vertritt, dessen Führer, Hermann Müller, vor neun Jahren, am 28. Juni 1919, gleichfalls als Außenminister in Paris weilte, um ein historisches Dokument, nämlich das Versailler Diktat, zu unterfertigen. Wenn Stresemann sich entschloßen hat, als erster deutscher Minister seit jenen für die deutsche Geschichte schwarzen Tagen und als offizieller Gast Paris aufzusuchen, so tut er es sicher in Erwartung, daß man es keinen Augènblick an Takt, Respekt und Rücksicht fehlen lassen wird. Vor neun Jahren war die Frage: Unterzeichnen oder nicht? in Deutsch- and heiß umstritten. Heute ist das Ob der Unterzeichnung des Kriegsächtungspaktes 'aum Gegenstand verschiedener Meinungen in Deutschland gewesen. Man hat sich eigentlich nur mit der Frage befaßt, ob der deutsche Außenminister selbst nach Paris fahren, oder ob er sich vertreten lasten sollte. Nun, Strese­mann hat sich dafür entschieden, trotzdem er gesundheitlich noch nicht auf der Höhe ist, selbst rach Paris zu reisen. Und das ist gut so. Denn )er Vertreter Deutschlands bei dem Unter« zeichnungsakt hat nicht nur die Mission, den Pakt zu unterzeichnen, sondern er hat noch eine ebenso wichtige zu erfüllen, nämlich eine Besprechung zwischen Poincarè und ihm wegen der RheinlandräumuNg herbeizusühren. 3b er damit Erfolg haben wiro, ist eine andere Frage. Das französische Kabinett hat am Donnerstag unter dem Vorsitz von Poincar« getagt und sich nicht nur mit der Unterzeich­nung des Kellogg-Paktes beschäftigt, sondern auch die schwebenden außenpolitischen Fragen erörtert. Wie Havas versichert, ist für das

Die heutige Stammet umfaßt 22 Seiten