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Nr. 196

Dienstag den 21. August 1928

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Futzball

Wichtige Privatspiele im Reich.

g § Dresden H. S. B. Hamburg 1:1; »âitzer B. C. H. S. V. Hamburg 4:2 (I); S w Viktoria Hamburg 3-1; Holstem S - 04 Düsseldorf 7:0; Phönix Lübeck 04 Selters 8:0; Eintracht Braunschweig Eintracht Sooet 12:0; Titania Stettin Tennls-Borussia Sjin 2:4; Viktoria Berlin 08 Breslau 4:0; Storia Berlin Nordon-Nordwest Berlin 2:4; Men-Nordwest Berlin Fortuna Leipzig 1:1;

ns Breslau Fortuna Leipzig 4:1; C. f. R. Köln . Sülz 07 2:2; Sp. V. Weiderich Duisburger soieioeretn 2:1; Turu Düsseldorf F. V. Bonn 7.0. Schwarz-Weiß Barmen B. f. B. Bielefel-d

i Preußen Berlin Minerva Berlin 2:5; ^nania Köln F. C. Roormond (Holland) 1:3.

Süddeutsche Gesellschaftsspiele.

M f. R. Mannheim Hast Agram 2:3; Sp. «j Rüla Blau-Weiß Bürgel 8:2; Kickers Achaffenburg B. f. L. Sachsenhausen 7:1; Sp. M Damm V. f. B. Großauheim 2:4; S. C. 6^(cn Sp. V. Somborn 2:3; Sp. V. Stockstadt , Germania Schwanheim 4:1; B. C. Sch wein - Kim Teutonia Hausen 1:2; Kickers-Viktoria Mülheim Kickers Obertshausen 0:4; Sp. Ba. SmANselbold Sp. Vg. 12 Offenbach 4:2; F. C. Rittelbuchen T. V. Hainstadt 1:3.

Turnen.

Betroffene volkstümliche Wettkämpfe der Turn­gemeinde 1837 am 25. und 26. August.

Die Deutsche Tumerschast ist nach dem Kriege dem Zug der Zeit gefolgt und hat dem reinen Volksturnen ein größeres Betätigungsfeld singe» räümt, indem sie außer den traditionellen Gau-, Kreis- und Deutschen Turnfesten volkstümliche Mitkämpfe und Meisterschaften innerhalb der Saue, Kreise und der Deutschen Turnerschaft aus« schrieb. Außerdem hat sie den großen Vereinen ge- [tatiet, selbständig Wettkämpfe, offen für Kreis und sch die gesamte Deutsche Turnerschaft zu veran- [faften. Die Turngemeinde 1837, die in anbetracht ihrer Größe zu denen gehört, für die Wettkämpfe offen für alle Vereine der D. T. in Betracht kom-

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Ob«rgericht»voll»i»h«r

®«b hat deshalb auch nicht gezögert, im Jahre den. ersten Wettkampf auszuschrsiben. Die ^wrngemeinde verfolgt den ideellen Zweck, für das Volksturnen diesen alten, schönen Zweig des deutschen Turnens immer mehr die dafür be- son^rs veranlagte Jugend zu begeistern. Ermutigt durch »e 1926 schon zufriedenstellend« Beteiligung kam ,1927 der zweite Wettkampf zustande, dessen Beschickung den ersten weit übertraf.

Der dritte Wettkampf, der am 25. und 26. August auf dem Sportplatz der Turngemeinde, Gneifenou- straße (hinter dem Kleinbahnhof), stattfindet, war deshalb eine Selbstverständlichkeit. Noch bevor die Ausschreibungen hinausgingen, lagen Anfragen von Vereinen, bk 1926 und 1927 sich beteiligt hat- ten, vor:Wann finden Cure volkstümlichen Wett­kämpfe statt".

Dor Meldeschluß haben von großen Vereinen bereits gemeldet: TV. 1846 Mannheim, T. u. Spv, Eintracht 1846 Wiesbaden, Schlagballversin Saar­brücken, St. Johanner Turnerschast, Tgs. Koblenz, TV. 1860 Frankfurt, TV. Vorwärts Vockenhsim, Bockenheimer Turngemeinde, TV. 1817 Mainz, Tgs. Sachsenhausen und viele kleinere Vereine. Die Turngemeinde steht außerdem in Unterhandlung zwecks Teilnahme mit dem D. T.-Meister über 100 Meter Lohmann-Darmen-R., dem D. T.-Meister über 400 Meter Danz-Kassel und der D. T.- Meisterin über 100 Meter Junkers-Kassel (Olympia- Kämpferin, die in Amsterdam als Schlußläuferin in der 4X1OO Meter Nationalstaffel dazu beigetragen hat, daß die Staffel einen beachtenswerter Platz belegen konnte.

Es besteht die berechtigte Hoffnung, daß die diesjährigen Wettkämpfe in Bezug auf Beteiligung nach Quantität und Qualität die beiden ersten Wett­kämpfe 1926 und 1927 weit übertreffen.

Radfahren.

Halfen Sawall Weltmeister der Stehev

Dem vorjährigen deutschen Meister Walter Sa- wall war es vergönnt, sich am Montag im End­lauf der Berufsfahrer vor dem Franzosen Brèau und dem Belgier Linart den Weltmeistertitel zu sichern. Mit zu verdanken hat Sawall den glänzen­den, äußerst beifällig aufgenommenen Erfolg auch seinem Schrittmacher Pasquier jr., der ihn trefflich führte. Es gab einen äußerst harten Kampf zwi­

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schen den drei erstplazierten Fahrern, in besten Verlauf zunächst Sawall den Weltmeister Linart abschüttelte und dann im Endspurt auch den Fran­zosen Brèau einwandfrei zur Strecke brachte. Die beiden anderen Entlaufteilnehmer Läuppi-Schweiz und Snoek-Holland hatten wenig zu bestellen und endeten einige Runden zurück. Der siegreiche Deutsche fuhr Brennabor. Das Ergebnis der Steher-Weltmeisterschaft (100 Klm.): 1. Walter S a w a l l - Deutschland 1:26:46,6 Std., 2. Breau- Frankreich 550 Meter zurück, 3. Victor Linart- Belgien 660 Meter, 4. Läuppi-Schweiz 3 Runden, 5. Snoek-Holland 6 Runden zurück

Giassellaus dev LNüdtbenMulen

Anläßlich der Reichsjugendwettkämpfe wurde eine 8X50 Meter Stoffel der Mädchen bis zu 14 Jahren gelaufen. Im Endlauf lagen Dez.-Sch. II, III, V und Mädchen-Mittelschule. Da wurde eine Läuferin beim Stabwechsel gehindert, indem die Gegenmann- schaft durch die Bahn lief. Mädchen-Mittelschule blieb Sieger. Einem Protest mußte stattgegeben werden. Der 10. August sah die Mannschasten mit Ausnahme von Bez.-Sch. UI, welche freiwillig aus« schied, da die Läuferinnen nicht zur Stelle waren, wieder auf der Bahn. Auch in dem Laufe siegte Mittelschule vor Bez.-Sch. II und V. Damit waren die vonSportgeist" durchdrungenen Mädels nicht zufrieden, denn ein Wechsel wurde durch Bahnrich- ter gestört. Es folgte der dritte Lauf am letzten Freitag. Die Mädchen hielten sich wacker und zeigten verbesserte Stababnahmen. Die Lose fielen ein drit­tes Mal zugunsten der Mittelschule, die in 60,4 Sek. durchs Ziel ging. Es folgte Bez.-Sch. V in 60,6 Sek. und Bez.-Sch. II in 63,4 Sek. Hiermit erhält bk Mädchen-Mittelschule den Wanderpreis des Reichs­ausschusses endgültig, dreimal hintereinander, un­besiegt.

GElasball dev Kanauev Grbulen

Verflossenen Freitag herrschte auf den beiden Wilhelmsbader Sportplätzen reges Leben und Arbei­ten, wie es bk grüne Rasenfläche das ganze Jahr hindurch erwarten könnte. Die Hanauer Schulen, Männlein und Weiblein, standen sich in diesem Jahre ein erstes Mal wieder in den Schlagballspie­len gegenüber. Eine fiebernde Stimmung beherrschte das Jungvolk, denn vom Ausgang dieses 1. Treffens

hängt schon der Sieg ab. Di« Spiele, die geliefert wurden, standen deshaw auch zum großen Teil im Zeichen des Suchens und Sich-Kennenlernens. Wäh­rend einige Schulen sich sosort gesunden hatten und ein tadelloses Spiel vorführten, ließen andere ein langsameres Auffassen, ein nicht vollständiaes Be­herrschen der Technik, ein planloses Herumwerfen des Balles erkennen. Andere Schulen spielen sich den Ball noch zuviel zu, so daß günstige Gelegen­heiten verloren gehen. Es fehlt der Mut am frischen Draufwerfen, und wenn der Ball auch einmal schief geht. Läufer, besonders aber Läuferinnen, zeigten Angst vor dem roten Fleck, den evtl, ein Treffer zu- rückläßt. Solche Mannschaften verloren hierdurch. Im Laufe der nächsten Spiele werden diese Einzel­heiten sicher verschwinden und die Buben und Mädels werden gereifter aus der Veranstaltung herausgehen.

Diese ersten Spiele ergaben folgende Punktzahlen:

Schule Anz. d. Sp.

Schlagb.-Pkt.

Wert.-Pkt.

1. Knoben, A

Mannschaft.

Boz.-Sch. I

1

11

0

Bez.-Sch. III

1

45

0

Bez.-Sch. IV

1

72

0

Bez.-Sch. V

1

73

2

Kn.-Mittelsch.

1

102

2

Hohe Ldssch.

1

147

2

Ob.-Realsch.

Bez.-Sch. I

8-Mannschaft.

1

39

0

Bez.-Sch. III

1

44

2

Dez.-Sch. V

1

26

0

Kn.-Mittelsch.

1

53

2

Hohe Ldssch.

1

37

0

Ob.-Realsch.

1

50

2

2. Mädchen, ^-Mannschaft.

Bez.-Sch. II

1

25

0

Bez.-Sch. III

1

28

0

Bez.-Sch. IV

Bez.-Sch. V

1

78

2

Mädch.-Mittelsch.

1

71

2

L-Mannschask.

Bez.-Sch. II

1

77

2

Bez.-Sch. III

1

43

0

Bez.-Sch. V

1

74

2

Mädch.-Mittelsch.

1

28

0

Die nächsten Spiele finden Mittwoch den 22. Aug. statt.

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