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Kelte (

> ^^Schlvager und beider Frauen hier in Ostheim '^Rückingen, 18. Aug. Preissingen. Der hie- | KelanaoereinSängerlust", Leiter Herr Karl L beteiligte sich am letzten Sonntag 12. August, Wsrtungssmgen in Nrederrfsigherm und ! mit dem besten Erfolge hermkehren. Er er- in der 2. Klasse den ersten und Ehrenpreis

! «»âen höchsten Ehrenpreis. _______________

LVeitevbevkGt.

n« skandinavische Tiefdruckwirbel füllt sich neuer- I L rasch auf, so daß seine Randstörungen bald I menisler Einfluß auf unser Wetter bekommen wer- den In der zunächst noch anhaltenden instabilen wordwestströmung werden allerdings, besonders : n.A dem Wirksamwerden der Sonneneinstrahlung, : n0* vorübergehend Schauer auftreten.

I Vorhersage bis Samstag abend: Zunächst viel- I fach ausheiternd, später wechselnde Bewölkung und > stellenweise noch Schauer, Temperatur vorerst ' Mnig geändert, später bei abflauenden westlichen : Winden langsam ansteigend.

Witterung-aussichten für Sonntag: Vorwiegend ; ^iter, wärmer, südwestliche Winde.

Aus «SterubeLm.

Groß-Sieinheim, 18. Aug. Herr Franz Pfeiffer ist als Kandidat für die Beigeordnete nwatzlen aus- gchellt worden.

Kreis Gelubmrie«.

)( Somborn, 17. Aug. Vergangenen Samstag l waren es 25 Jahre, daß der Männergesangverein sTiivilia" seinen Einzug in dieSchöne Aussicht" ; gehalten hat. Zu Ehren dieses Tages fand eine k Feier statt. Nach erfolgter Begrüßung durch den t zweiten Vorsitzenden A. Streb, gab die Musikkapelle zunächst einige Konzertstücke zum Besten. Hierauf i ergriff Herr Lorenz Trageser, der Vereinswirt, das | Wort, um zu weiterem Zusammenhalt im Verein zu I mahnen. Der Präsident des VereinsCäcilia" dankte »Herrn Trageser und überreichte ihm eine Ehren­kurkunde. Es folgten einige Liedervorträge. An- kschliehend entwarf der frühere Vorsitzende Herr «Karl Weigand einen ausführlichen Rückblick und er- k mahnte zu weiterem Zusammenarbeiten und immer tgrößerer Steigerung der Sängerzahl (186 Mann). ! Ein gemütlicher Teil beendete die Feier.

)( Horbach, 17. Aug. Wie sehr die hiesige Ge­meinde an ihrem scheidenden Seelsorger hängt, be= k wies die Abschiedsfeier am vergangenen Sonntag­sabend. Die einheimische Musikkapelle eröffnete den Abend mit einem Begrüßungsmarsch. Darauf ergriff ihm Bürgermeister Zwergel das Wort und dankte im Namen der politischen Gemeinde für all das Bute, das Herr Kaplan Säuerbier für das Wohl Iber Gemeinde geleistet habe. Der Gesangverein Eintracht" sang anschließend einen stimmungs­vollen Chor, nach dem Herr Pfarrer Ewald das sWort ergriff um Herrn Sauerbier für all das, was 7 in seiner 5^jährigen Tätigkeit in der Seelsorge l geleistet habe, zu danken. Der GesangvereinEdel­weiß" erfreute nun ebenfalls mit einem schönen Eher. Herr Pater Kr.chs richhetom. weiteren Ver- M, an den Scheidenden herzliche Worte des Ab­schieds. Auch die Schulkinder ließen es sich nicht nehmen, ihrem geistlichen Führer eine Huldigung torgubringen. Sie führten einen schönen Reigen ws. Der Kath. Kirchenchor trug im Anschluß hieran einen, dem Charakter des Tages angepaßten Chor W. Zum Schluß ergriff Herr Kaplan Sauerbier tos Wort, und dankte bewegt für die so schön arrangierte Feier, die ihm die Gemeinde geboten habe und betonte, daß er auch in der Ferne stets an den Ort, an dem er manch frohe Stunde verlebt habe, zurückdenken werde.

Kreis Vüdinse«.

Bekanntmachung.

, , In unser Genossenschastsregister wurde heute "ei der landwirtschaftlichen Bezugs- und Absatz-

»Das möchte Ihnen wohl so passen, was? Und »ein Monogramm?"

Tatsächlich! Das ist doch ein fremdes Mono- ^nmm. Der Schupo trittt drohend näher.

Herr Z. wird verlegen. Herr Z schaut verzwcl- - um sich. Und entdeckt, daß ein paar Meter ent lernt sein Wagen steht.

Nun. muß er in die Brieftasche greifen, das uenster bezahlen.

Dann hebt er wieder den Stein auf und jchlm- An wütend gegen seinen Wagen und schlägt 0(15 ©enfter ein.

nm k^t Zieht er das Taschentuch aus der Tasche, , Stirn abzuwischen. Also er zieht das La- änd mit dem Taschentuch kommt etwas Vorschein.

Es war der Schlüssel.

«..° Das Hanauer Sladllheaker ruft alle kunst-

« Kreise der Bevölkerung für die neue Spiel- ftrLs 'hm Treue zu halten/bittet sie, ihm neue 77 SU gewinnen und sich innerlich verbunden ms.Ahlen mit dem Leben und Streben unserer auf ' Leitung des Stadttheaters wird mit der E Weisheit zu Werke gehen:Am guten - r$n Treue halten Am kräftigen Neuen stärken und freuen Wird niemand ge- kri!° Tann muß der Erfolg trotz aller Theater- Urfpil errungen werden, wenn ein jeder sich oor= be« OT einstellt, das gute Alte auch als Bürger bn6 V Jahrhunderts lieb behält und sich klar macht, kann AKunstschaffen nie inen Abschluß finden unterm ? es. dem ständigen Gehen und Vergehen Ewinp ist und nur das Erhabene und Große «ilher- erringt.Andre Zeiten Andre ®efühi 'âeh, daß ich ein Enkel bin" ein solches nid °"rd lebendigen, sprühenden Geist nicht ver- Bas L Ter deutschen Kultur wollen wir dienen, lernen daß wir die Fremden kennen der« lm Sinne einer Allerweltskultur, son- unser. ^ bildenden Ziele: des Stolzes auf »eutin,»» ^lâle Kultur und des Liebgewinnens des Denn K'slturideals. Das Alles kann nur werden, das Kreise und Schichten der Bevölkerung wird er unterstützen. Der Abonnement-Prospekt langen °'°^ Monats zur Verössentlichung ge- 3. September an.°""Ee"td-Annahme erfolgt vom

Samstag den 18. August 1928

genosfenfchaft, e .G. m. b. H. in Düdelsheim fol­gendes eingetragen:

Die Genossenschaft ist durch Beschluß der Gene­ralversammlung vom 29. 7. 27/5. 1. 28. aufgelöst.

Liquidatoren sind: Herr Otto Böttner und Herr Theodor Preußer, beide von Düdelsheim.

Büdingen, den 30. Juli 1928.

Hessisches Amtsgericht.

t Diebach a. H., 18. Aug. Sonntag, 19. und Montag, 20. August findet das Kirchweihfest statt.

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Aus Kva«Vf«vt a. M

kleine Frankfurter Rundschau.

: Auf dem Gute seines Freundes in Oberbayern wo er zur Erholung weilte, verstarb Mittwoch der bekannte Heldentenor Ejnar Forchhammer im Alter von 60 Jahren. Forchhammer war von 1902 bis 1912 erster Heldentenor an der Frankfurter Oper, ging dann nach Wiesbaden und fiedelte schließlich nach München über, wo er seit einigen Jahren als Lehrer tätig war. Forchhammer hat sich besonders als Wagnersänger einen bleibenden Na­men in der deutschen Theatergeschichte geschaffen. In der Donnerstagziehung der Preußisch-Süd­deutschen Klassenlotterie fiel ein Gewinn von 25 000 Mark in kleineren Anteilen nach Frankfurt a. M. und Stuttgart. Das Glückslos trägt die Nummer 10 323. An der Ortskrankenkasse wurde gestern eine Frau von einem Auto überfahren. Sie erlitt dabei schwere Verletzungen, daß sie bald darauf im Krankenhause verstorben ist. Nach einem Bericht des Magistrats hat die Stadt Frankfurt nach Abzug der Schulden ein Reinvermögen von rund 391 Mil­lionen Mark. Würde man das städtische Vermögen aufteilen, so kämen auf den Kopf der Bevölkerung etwa 700 Mark. Auf dem Wege von Enkheim nach Bischofsheim wurde der 20jährige Dreher Hieber von einem mit dem Revolver spielenden Ka­meraden schwer verletzt. Trotz sofort vorgenomener Operation starb Hiebèr bald darauf.

Aus ««d Ks««.

Drei Angestellte der 3. G. Farbenindustrie wegen Werkspionage verhaftet.

Ludwigshafen, 17. Aug. Wie die Blätter melden, wurden dieser Tage auf Anordnung der Staatsanwaltschaft drei Agenten der französischen Geheimpolizei, der sogenanntensureté" ver­haftet. Die Verhafteten sind drei Angestellte der I. G. Farbenindustrie in Ludwigshafen, und zwar der Laborant Fritz Hollmann, der Laborant Richard Müller, beide aus Ludwigshafen, und der Techniker Franz Schwarwälder aus Mannheim. Bei den gleichzeitig in den Wohnungen der Verhafteten vor­genommenen Haussuchungen soll erdrückendes Be­weismaterial in die Hände der Polizei gefallen sein, aus dem hervorgehe, daß die drei Angestellten Werkspionage in der deutschen chemischen Industrie getrieben haben. Die Spionage erstreckt sich nach den Meldungen in der Hauptsache auf das Werk Ludwigshafen und Oppau der I. G. Farben­industrie, und, wie es heißt, anscheinend auch auf das Leunawerk in Merseburg bei Halle. Die Be­ziehungen der Verbäte.,: zu .dein iraiizüfi scheu Spionagedienst sollen bis in das Jahr 1927 zuruck­reichen. Wie derLudwigshafener Generalanzeiger mitteilt, konnte leider nicht mehr verhindert wer­den, daß bereits einige Betriebsgeheimnisse in die Hände der Gegenseite gelangt sind. Die Unter­suchung in dieser Angelegenheit ist, wie wir erfah­ren, noch nicht abgeschlossen.

Französisches Kriegsgericht in Mainz.

Mainz, 17. Aug. In einem Hause zusammen­wohnende Frauen, eine Deutsche und eine Fran­zösin, hatten fortgesetzt Streitigkeiten. Die Beleidi­gungen flogen hinüber und herüber. Dabei kam es gegenseitig auf salonfähige Ausdrücke nicht an. Die deutsche Frau soll dabei die Würde der französischen Rheinarmee durch beleidigende Bemerkungen über die Anwesenheit der Franzosen am deutschen Rhein verletzt haben. Vor dem Kriegsgericht stellte die Angeklagte jede Schuld in Abrede. Die Französin habe die Unwahrheit gesagt um ihr Schaden zuzu­

* Staatliche Anerkennung. Dem Direktor des hiesigen Konservatoriums für Musik, Herrn Hein­rich Appunn, ist von der Regierung zu Kassel das Zeugnis alsstaatlich geprüfter Orchester­dirigent und Chorleiter" zuerkannt wor­den. Fr.au Liny Stübin g wurden vom Provinzialschu'lkollegium zu Kassel die mit dem Zeugnis über die staatliche Privatmusrk- lehrerprüfung verbundenen Rechte verliehen. Sie erhielt dadurch die Befugnis, sich als staatlich an­erkannte Musiklehrerin für Klavier und Gesang zu bezeichnen.

o Ausstellung von Künsllerselbskbildmssen in Frankfurt a. M. Im Frankfurter Kunstoerein (Junghofstr. 8) wird Sonntag, 19. August eine Aus­stellung vonKünstlers!elbstbildnissen unserer Zeit eröffnet, welche gegen 140 Arbeiten umfaßt und in erster Linie die Maler und Bildhauer zeigt, die für unser oiegenmärtiges Schaffen bestimmend sind. So sind Beckmann, Corinth, DiK, Fiori, Heckel, Kirch­ner, Kokoschka, Kollwitz, Nolde, Pechstein u. v. a. m. mit charakteristischen Selbstporträts vertreten. Daneben ist ein Rückblick auf die vorausgegangene große Kunstepoche gegeben, aus der Namen wie Boecklin, Klinger, Leibl, Lenbach, Liebermann, Menzel, Slevogt, Thoma, Trübner, Uhde, Weis­gerber u. a. m. vorgeführt werden. Charakteristisch für die Ausstellung ist ihre Frische und die ab­wechslungsreiche, nie ermüdende Behandlung des gleichen Themas. Die Ausstellung wird bis 30. September dauern und bis dahin täglich geöffnet fein.

o Das Ende der Heidelberger Festspiele. Die diesjährigen Heidelberger Festspiele fanden am Montag abend mit der Aufführung von Shake­spearesSommernachtstraum" ihren Abschluß. Das dritte Jahr der Heidelberger Festspiele hat einen immer steigenden Zuspruch zu verzeichnen gehabt. Die 26 Vorstellungen in der Spielzeit 1928 waren von mehr als 30 000 Personen besucht. Bekannte Persönlichkeiten aus Literatur und Kunst, führende Staatsmänner und über 260 Vertreter der deutschen und ausländischen Presse haben den Aufführungen beigewohnt. Das finanzielle Ergebnis ist von Jahr zu Jahr günstiger geworden.

o Der Komponist Janatschek f. Der bekannte tschechische Komponist Leos Janatschek ist am Samstag an Lungenentzündung und Herzlähmung gestorben. Sein bedeutendstes Werk ist die Oper

fügen. Der Militärstaatsanwalt beantragte Be­strafung der deutschen Angeklagten. Der Verteidi­ger, Rechtsanwalt Naumann-Mainz, beantragte Freisprechung. Wenn, wie von der Angeklagten be­stritten werde, in dem Weiberstreit tatsächlich un­ziemliche Ausdrücke in Bezug auf die Franzosen ge­fallen seien, dann werde dadurch die Würde der französischen Rheinarmee nicht verletzt. Ueberdies stehe Aussage gegen Aussage. Es gehe nicht an, die deutsche Angeklagte zu bestrafen, und die Fran­zösin, die sich der fortgesetzten Beleidigung ebenfalls schuldig gemacht habe, straffrei zu lassen. Das Ge­richt erkannte dem Anträge des Verteidigers ent­sprechend auf Freisprechung.

Mädchenhäudler?

Mannheim, 17. Aug. In Friedrichsfeld er­hielt ein junges Mädchen wochenlang Liebesbriefe, die immer begeisterter, stürmischer und schmeicheln­der waren. In diesen Briefen wurde das Mädchen bald hier, bald dorthin zum Stelldichein gebeten. Jedesmal trugen die Briefe einen anderen Äufgabe- stempel. Da das Mädchen den Lockungen keine Folge leistete, wurde Geld den Briefen beigelegt. (!) Aber das Mädchen reagierte auch nicht hierauf. Da erschienen plötzlich zwei Männer in der elter­lichen Wohnung. Während ein Mann sich mit den Eltern des Mädchens aussprach und Geld für die Tochter bot (!!), wurde unbemerkt die Gendarmerie verständigt, die den Sprecher und den in der Nähe sich aufhaltenden Ausländer verhaftete. Es wird vermutet, daß es sich um Mädchenhändler handelt.

Zugunfall.

Langenaubach (Dollkreis), 17. Aug. Etwa 200 Meter vor der Haltestelle Langenaubach entgleiste die Maschine des Personenzuges der Nebenstrecke Haiger Rabenscheid. Die Maschine sprang mit den Vorderachse aus den Gleisen. Durch vorsichtiges Fahren des Führers war größeres Unglück ver- wieden worden.

Auf der Rheinwanderung ertrunken.

Oberlahnstein, 17. Aug. In Rhens badete ein Schüler namens Ernst Kriegel aus Cunewalde in Sachsen, der sich mit der Schule auf einer Rhein­wanderung befand, in erhitztem Zustand im Rhein. Er erlitt einen Herzschlag und ertrank. Die Leiche konnte noch nicht geborgen werden.

Segelslug-Olympiade auf der Wasserkuppe?

Frankfurt a. M., 17. Aug. Wie der Vor­sitzende der Rhön-Rosittengesellschaft bei der Be­grüßungsansprache zur Preisverteilung mitteilte, hat die Gesellschaft beim Deutschen Luftrat den An­trag eingebracht, den Segelflugsport bei der nächsten Olympiade als besondere Sportart zuzulassen und die Olympiade des Segelslugs künftig auf der Wasserkuppe aus3utragen; Bei dem diesjährigen Wettbewerb sind im ganzen 34 000 Mark an Geld­preisen vergeben worden anstelle von 20 000 Mark, die in den Ausschreibungen vorgesehen waren.

Der Bürgermeister als Feuerschürer.

Kassel, 17. Aug. Seltsame Vorkommnisse bei einem Schadenfeuer stellte nach Monaten ein Kri­minalkommissar der Landeskriminalpolizei Kassel in dem Dorfe Lixfeld (Kreis Biedenkopf) fest. Dort war am Totensonntag 1927 das Anwesen einer Witwe niedergebrannt. Obwohl die Dorfgemeinde Lixfelh.mit Hilfe einer sehr an,sehnlichen Geldunter­stützung der Hessischen Brandoersicherungsanstalt in Kassel sich neue und leistungsfähige Löschgeräte an­geschafft hatte, konnte die Dorfwehr des Feuers nicht Herr werden, weil der mit der Witwe ver­schwägerte Ortsbürgermeister zwei Hydranten ab­drehen ließ, da man das Feuer doch nicht mehr meistern könnte. Die mit Vorräten gut gefüllte Scheune brannte denn auch bis auf den Grund nieder und der mächtige Feuerschein veranlaßte die Freiwillige Feuerwehr des benachbarten Dorfes Flecksdorf, das 2% Kilometer von Lixfeld entfernt liegt, eiligst mit ihrer gleichfalls neuen Feuerspritze zur Brandstelle zu eilen. Der Dorfbürgermeister von Flecksdorf ordnete sofort an, daß feine Leute die Schlauchleitungen in den Bach legen und von hier aus Wasser pumpen sollten, weil er glaubte, daß die Wasserleitungen versagt hätten, da die Lixfelder Schlauchleitungen nur ganz spärlich Wasser gaben. Gerade hatten die Flecksdorfer Feuerwehrleute an­gefangen, mit vollen, mächtigen Wasserstrahlen dem

Jenufa", das letzte vollendete Werk des Meisters ist die OperMemoiren aus einem Totenhaus", noch dem gleichnamigen Roman Dostojewskis. Janatschek wurde im Jahre 1854 in dem mährischen Dörfchen Hukvaly (Hochwald) geboren. Er hat in Prag, Leipzig und Wien studiert und das Doktorat der Philosophie erworben. In der Hauptstadt seiner mährischen Heimat, in Brünn, begründet er die Orgelschule (das jetzt staatliche Konservatorium) und trat als Konzertdirigent in die Öffentlichkeit. Zu seinem Freundeskreise gehörte der Komponist Dvorak. In dem Prager Schriftsteller Max Brod hat Janatschek einen begeisterten Herold gefunden.

o Die Tragfähigkeit des Kölner Domes. Der bekannte Statiker Professor Rüth Darmstadt ist gegenwärtig mit der Ausarbeitung eines Gutach­tens über die bauliche Tragfähigkeit des Kölner Domes beschäftigt. Es sollte neuerdings untersucht werden, ob die Konstruktion des Domes einwand­frei ist. Auf Grund eingehender Nachprüfungen ist nun, wie demLokalanzeiger" berichtet wird, festgestellt worden, daß die Konstruktion zu Be­denken keinen Anlaß gibt. Die inneren Schäden seien nur auf die Erschütterungen durch den Ver­kehr zurückzuführen. Die Dombauverwaltung will nun vorstellig werden, daß bei allen Verkehrs- maßnahmen um den Dom herum besondere Rück­sicht genommen wird.

o Der Kaklus im Gehirn. Unerschöpflich ist die !ßl)antafie unserer Schlager-Librettisten und uner- schöpslich ist auch die Geduld ihres Publikums. Verse wieMein Papagei frißt keine harten Eier, nein harte Eier frißt er nicht" sind längst in den deutschen Literaturschatz eingegangen, und kein Vergnügungs­lokal hat es nötig das Publikum zu bitten, auf die Vortragenden gütigst nicht schießen zu wollen. Je blödsinniger, desto besser. Es gibt da keinen Rekord. Voraussichtlich wird auch noch der Stumpfsinn übertroffen werden, der in folgendem, gegenwärtig fleißig gesungenem Couplet konzentriert ist:

Auf einem Kaktus wächst doch keine Pflaume!

Nicht mal im Traume

fällt ihr sowas ein.

Sie wächst vielleicht auf einem andern Baume, doch aus dem Kaktus o nein1

So etwas tut die Pflaume nicht , denn sie hat Angst, daß sie sich sticht."

Das haben nun erwachsene Menschen geschrieben und vertont, und andere erwachsene Menschen hören

_____________________________ Nr. 194

Feuer zu Leibe zu rücken, als der Bürgermeister von Lixfeld ihnen die Hilfeleistung untersagte, weil sie auf feinem Gebiete nichts zu suchen hätten und überhaupt im Kreise Biedenkopf nicht zuständig seien. Als es darüber zwischen ihm und dem Nach­barbürgermeister sowie dem Brandmeister von Flecksdorf zu lebhaften Auseinandsetzungen kam, drehte der Bürgermeister von Lixfeld kurzerhand die beiden Hydranten wieder an und ließ den Feuer­wehrleuten von Flecksdorf so reichlich Wasser geben, daß diese schleunigst die Flucht ergriffen. Auch die Fliehenden wurden noch heftig mit Wasiergarben bedacht. Unterdessen war die Scheune vollends ab­gebrannt und das Feuer hatte das Wohnhaus der Witwe ergriffen. Der Bürgermeister war der An­sicht, daß man die alte Bude doch nicht mehr retten könnte und so ordnete er an, daß die Zimmerleute seiner Wehr die Fachwerkswände einschlugen, unter seiner tätigen Mithilfe wurden mit Spitzhacken und Feuerwehrbeilen die Türen- und Fensterrahmen herausgeschlagen und ins Feuer geworfen, ebenso Balken und Stützpfosten, so daß das ganze Haus zusammenstürzte und verhältnismäßig schnell ein Raub der Flammen wurde. Die Ortsfeuerwehr be­schränkte sich darauf, die Nachbarhäuser zu retten. Die Hessische Brandversicherungsanstalt in Kassel hatte drei ihrer Beamten nacheinander nach Lix­feld geschickt, weil auch ihr zu Ohren gekommen war, daß vorsätzliche Brandstiftung vorliegen sollte und daß der Bürgermeister nicht korrekt gehandelt habe: da aber niemand der Angeber sein wollte wurde nichts gesagt und die Verwaltung in Kassel wies die Auszahlung des ermittelten Sachschadens an, so daß ein neues Anwesen errichtet werden konnte. Inzwischen hatte es im Dorfe unter den Mitgliedern der Gemeinde Zank und Krach gegeben und die Folge war eine unterschristlose Anzeige an die Hessische Brandoersicherungsanstalt in Kassel mit Angabe von Namen und näheren Einzelheiten, die nunmehr der Anlaß wurde, einen Kriminalkom­missar der Landeskriminalpolizei Kassel nach Lix­feld abzusenden, der vorstehenden Tatbestand nach eingehender Vernehmung von einigen zwanzig Zeugen ermittelte, die nunmehr die Gerichte be­schäftigen wird, obwohl auch jetzt noch der Bürger- meister von Lixfeld erklärt,, daß er nur seine Pflicht getan habe, um die Nachbarschaft nicht zu gefährden wozu man keine fremde Wehr gebraucht habe.

Der Typhusherd in Caputh entdeckt.

Berlin, 17. Aug. Die Typhusfälle in Potsdam und der Umgebung haben sich im Laufe des gestri­gen Tages abermals vermehrt, und zwar ist die Zahl der Erkrankten von 16 auf 18 gestiegen Die neuen Fälle wurden in Caputh fèftg «stellt Dieser Ort ist auch, wie die Ermittlungen ergeben haben der Herd der Typhusfälle. Dort hat ein Händler Milch verkauf:, in der Typhusbazillen enthalten waren. Nie Nachforschungen nach der Quelle der Erkrankungen erstrecken sich gegenwärtig auf die Frage, auf welchem Wege und woher der betref­fende Kaufmann die verseuchte Milch erhalten hat. Die zuständigen Behörden sind der Auffassung, daß insbesondere im Hinblick auf die geringe Zahl der Neuerkrankungen ein Abflauen der Typhusfälle fest­zustellen ist. Sämtliche Erkrankungen sind leichterer Art, so daß auch heute bei keinem der Patienten Lebensgefahr besteht.

GsMâMWZs.

Der Volkswohl-Vund. Der Allgemeine Bestat- tungs- und Versicherungsverein a. G. Berlin Volkswohl-Bund" (gegr. 1914) steht unter Reichsaufsicht und zählt zurzeit über 800 000 Mit­glieder. Er hat sich zum Ziele gesetzt, seinen Mit- glicdrn die Sorge um eine standesgemäße Bestat­tung abzunehmen, ohne daß den Hinterbliebenen dadurch Unkosten entstehen. Sofort nach Erhalt der Mitgliedsurkunde haben die Mitglieder unbedingten Rechtsanspruch auf die vielseitigen Leistungen des Bundes, d. h. es steht jedem Mitglied« bzw. den Hinterbliebenen frei, die kostenfreie Erd- oder Feuerbestattung nach einer der acht Vestattungs- ilassen zu wählen oder aber sich den entsprechenden Vargeldbetrag auszahlen zu lassen. Siehe heutige« Inserat.

es ruhig an und fingen mit. Sie vermuten viel­leicht, daß etwas anderes dahinter steckt, womög­lich eine Schweinerei. Aber es steckt gar nichts da­hinter, es ist nur blöd«: Und das Publikum ist nur geduldig.

oHamlet" in Esperanto. In Antwerpen tagte der diesjährige große Esperanto-Kongreß und eine Hauptnummer dieser Tagung war die Aufführung desHamlet" in Esperanto-Sprache, die im flä­mischen Opernhaus vor sich ging. Die Gesamtheit der Abgeordneten auf fünfzig Ländern folgte den fünf Auszügen, die volle vier Stunden in Anspruch nahmen, mit regster Aufmerksamkeit, und die ganze internationale Zuhörerschaft, in der sich Japaner, Perser und andere Vertreter asiatischer Völker be­fanden, verstand jedes Wort, das auf der Bühne gesprochen wurde.

o DieFliegenden Blätter" gehen ein. Die Fliegenden Blätter" sollen demnächst ihr Erschei­nen entstellen und mit einem anderen Witzblatt vereinigt werden. Das wäre das Ende von Deutsch­lands volkstümlichsten Witzblatt, dessen gar zu harm­lose Art nicht mehr rechten Anklang fand und von dem die meisten kaum noch viel mehr als der Namen kannten.

aaeslei tVMenswevtes

Das Papiergeld sollen wir nach einer in bei Heidelberger Universitätsbibliothek aufgefunbenen Handschrift dem spanischen Grafen Tendilla zu ver­danken haben. Dieser verteilte nämlich 1484 unter seinen Kriegsleuten Zettel, die auf einen bestimmten Betrag lauteten. Die Münzen waren ihm aus- gegangen. Da diese Zettel von ihm pünktlich ein- gelöst wurden, so wurden diese gern genommen uni die Kausmannschaft bemächtigte sich bald darauf der Idee Tendillas, die die Staatsregierungen erst später aufnahmen.

England war das erste Land, in welchem für Er­findungen Patent« verliehen wurden. Jakob I. er­ließ dort 1623 das erste Patentgesetz. Deutschland folgte 1791 in Bayern und 1815 in Preußen diesem Beispiel.

Die ersten mit geregelten Studiengängen und Privilegien ausgestatteten Hochschulen entstanden in der Mitte bis 12. Jahrhunderts. Boiogna und Paris waren um diese Zeit Mittelpunkte der Ge­lehrsamkeit«