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sie. 191

1928

Mittwoch den

15. SlUSttft

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Stadt und Land

arfüKungtort und Gerichtsstand für beide Teile ist Hanau. ' Sei unverschuldetem Ausfall der Lieferung infolge höherer Gewalt, Streik usw. hat der Sezleh« keinen Anspruch auf Lieferun­oder Nachlieferung oder auf Rückzahlung des Bezugspreises. / Fürplatzvorschrist u.ârscheiaungstag» der Anzeige wird keine Gewähr geleistet.^Geschäftsstelle: Hammerstr.» / Fernspr. 3956,3957,3958

NüS MsNEKs.

- Zn einer offiziösen Erklärung wird die vor- gèschichle zur Bewilligung der ersten Rate für den Panzerkreuzer A und die Stellung der sozialdemo- iralischen Reichsminister hierzu behandelt.

- Der Reichsarbeitsminister Hal nunmehr die Lorarbeiken für eine Neuregelung der Krisenunler- Dhllng abgeschlossen. Die Neuregelung wird am 20. August in Kraft treten.

- Der Berliner Börsenvorskand hat am Diens­tag die Abschaffung des Mediolermins beschlossen.

Der unter dem NamenKlct bund" be­kannte Dichter Alfred Henschke ist an einer Lungen­entzündung in Davos gestorben.

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Sins ovsaEatoEche Ken oLdnung im Aeichs- mittiftevium des Luneven

13.

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Berlin, 14. Aug. Wie dasBerliner Tageblatt" netto, ist durch eine Verfügung des Reichsmini- ters Severing die bisher selbständige, dem Staats- etretär direkt unterstehendepolitische Abteilung" les Ministeriums wieder mit der VerfassMgs- Èteilang oereihigt worben. Damit ist der Zustand Mstellt worden, wie er bis zur Amtsübernahme »n Dr. Jarres im Jahre 1923 bestand. Nach Ler ewigen Neuordnung gliedert sich die Verfassungs- m1 ibteilung in drei Unterabteilungen, die politischg Ibteilung, die eigentliche verfassungsrechtliche Ab- eilung und die Abteilung für Beamtenfragen. |g leben den bisherigen drei Abteilungen des Reichs- nmiftermms des Innern wurde eine Abteilung lier völlig neu gegründet. Sie vereinigt in sich le mit . dem Polizei rügen.

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Nevuillche ^oVibttdrsnss SMOkeßien in Kvankvelch

Line deutsch-französische Vereinbarung.

Berlin, 14. Aug. In den letzten Tagen fanden in Reichsarbeitsministerium in Berlin Verhand­

lungen mit Vertretern des französischen Arbeits- inisteriums statt. Es handelte sich insbesondere um eine Vereinbarung, die es den deutschen nd französischen Arbeitnehmern er = "glichen soll, ihre beruflichen und prachlichen Kenntnisse im Nachbar- und zu vervollständigen. Diese Arbeit- Mhmer, deren Zahl im Jahre auf 500 festgesetzt A sollen zur Beschäftigung im anderen Lertrags- ohne Rücksicht auf die Lage des Arbeitsmark- 5 zugelassen werden. Die Verhandlungen haben Einen günstigen Verlauf genommen, so daß bie cheinbarung demnächst in Kraft treten wird. ?heres über die Durchführung der Vereinbarung sâmrd seinerzeit mitgeteilt werden.

' VEsirmsert MofEov äoetz-Ms kn Kmemka

Diliamslown (Massachusetts), 14. Aug. Vor B® diesigen Institute of Politics hielt gestern Professor Dr. Hoetzsch seinen Vortrag in den Vor- ^ogrreihe über die innere und äußere Politik Atschlands. Dem Vortrag wohnten zahlreiche Wissenschaftler und Diplomaten, darunter auch der Stiche Geschäftsträger Dr. Kiep bei. Professor L°M behandelte in seinem Vortag die Weimarer ârsassung, die Stellung des Reichspräsidenten und M Verhältnis des Reiches zu den Ländern. J3ro= War Hoetzsch, der bereits vor 21 Jahren in Ame- ma über Verfassungsfragen las, wird in weiteren .-ertragen das deutsche Parteiwesen, deutsche Ver- chlsungs- und Verwaliungsfragen, sowie deutsche "'nen- und außenpolitische Probleme behandeln.

Ghttvmarr an Künefeld

Berlin, 14. Aug. In Beantwortung des Schrei- welchem Freiherr v. Hühnefeld dem Ber- m r Botschafter der Bereinigten Staaten, Shur- davon Mitteilung gemacht hat, daß, er das L-^eugBremen" einem Newyorker Museum zu Wen beabsichtige, hat der amerikanische Bot- L t r ein Schreiben an Herrn von Hunefeld ge- $ '"welchem es u. a. heißt:

mi. Erwiderung Ihres Schreibens gereicht es in L""' Vergnügen, Ihnen mitzuteilen, daß ich bin, den Inhalt ihres Briefes dem lu^Esdepartement zu übermitteln mit dem Se- Sinn.h' ??5 Museum von Ihrem liebenswürdigen 8 , ^.b"i in Kenntnis zu fetzen. Es freut mich sehr, MB daß Sie mein Land in angenehmer Er- hip ,r,un0 halten, und daß es ihr Wunsch ist,

I Ihrcr^^^ historischeBremen" als ein Zeichen I Freundschaft und als ein Symbol der Ü4 schöne "Freuden Bande unserer Eintracht zum Ge- I zu machen.

Die Lufimanöverr übev

. , London führn*^ " Aug. Die Blätter berichten aus- '"yrluh über die Luftangriffe auf London, die

Wes OameâLMLâßLg

Gitte hawamittGe SteUttngnahme

Berlin, 14. Aug. Der Beschluß de» Reichskabinetts, den Panzerkreuzerneubau in Angriff zu nehmen, hat in der gesamten presse eine ziemlich ausgiebige Lrörleruug gefun­den. Die Regierung hat sich daher heute entschlossen, in einer längeren Erklärung noch­mals ihren Standpunkt zur Panzerkreuzerfraage darzulegen. Offiziös wird der Presse mil- geteilt:3n einem Teile der Presse wird der Beschluß des Reichskabinetts hinsichtlich des Panzerschiffes dahin interpretiert, daß sich nunmehr sämtliche Kabinettsmitglieder, insbe­sondere die der sozialdemokratischen Fraktion, von der Notwendigkeit des Kriegsschiffs­baues überzeugt hätten, und daß der Auftrag zum Bau des PanzerschiffesA selbstver­ständlich auch die Bereitschaft zum Bau der SchiffeB,C undO in sich schließe. Diese Schlußfolgerungen sind falsch.

Richtig ist folgendes: Die Frage des Baues oder Nichtbaues des PanzerschiffesA war bereits mit der Verabschiedung des Reichs­haushaltes 1928 durch Reichstag und Reichsrat positiv erledigt. Der Reichsrot hätte es durchaus in der Hand gehabt, den pofitchen Beschluß zu ver­hindern. Hätte er nämlich Einspruch eingelegt, so wäre die dann erforderlich gewordene qualiftzierte Mehrheit im Reichstag mit ziemlicher Wahrschein­lichkeit nicht erzielt worden. Einen solchen Ein­spruch hat aber der Reichsrat bekanntlich nicht ein­gelegt, sondern lediglich eine von Preußen vorge­schlagene Entschließung angenommen, die die Bil­ligung des Reichswehrministers gefunden hatte. Diese Entschließung erstrebt lÄiglich eine noch­malige finanzielle Nachprüfung der Möglichkeit des Baues und sah deshalb ferner vor, daß bis nach Abschluß dieser Prüfung, allenfalls bis zum 1. September d. Js., der Bau nicht in Angriff ge­nommen werden solle. Auch sollten keine Liefe­rungsverträge abgeschlossen werden, um zu ver­hindern, daß infolge einer etwa notwendig wer- toti "vorläufig eingestellt werde. Dagegen sah die Entschließung ausdrücklich vor, daß die reinen Kon­struktionsarbeiten weitergeführt werden sollten.

Es handelte sich in den letzten Wochen für die Reichsressorts und das Reichskabinett also lediglich um die Ausführung dieser Entschließung. Die finanziellen Möglichkeiten sind auf das sorgfältigste nachgeprüft worden. Die Nachprüfung hat ergeben, daß Schwierigkeiten für den laufenden Etat 1928 durch die erste Baurate für das Panzerschiff nicht entstehen. Bezüglich der künftigen Jahre ist auf­grund der Prüfungen und auf den eigenen Vor­schlag des Reichswehrministers vom Kabinett fest­gelegt worden, daß Ersatzbauten der Marine unter allen Umständen nur innerhalb der Höhe des jetzigen Marineetats ausgeführt werden dürfen. Es ist also erreicht worden, daß in Durchführung des Weiterbaues des PanzerschiffesA die weiteren Bauraten evtl, bei den An­sätzen für weiter Ersatz bauten in Ab­zug gebracht werden müssen. Dann aber ist schließlich worauf ganz besonderer Wert zu legen ist ausdrücklich festgelegt worden, daß der Beginn des Baues des PanzerschiffesA" in gar keiner Weise zukünftigen Entscheidungen über die etwaigen PanzerschiffeB",C" undD" vor- areife. Im Gegenteil war das Kabinett mit dem Reichswehrminister einstimmig der Auffassung, daß diese Fragen zukünftiger Reichsetats ihre ordnungs­mäßige Parlamentarische Erledigung finden müssen.

Nach all dem kann also gar keine Rede davon sein, daß irgend ein Kabinettsmitglied in die Not­

gestern abend begannen und bis in die Nachtstun­den hinein fortgesetzt wurden. 40 Bombenflugzeuge verließen ihre Flugplätze und flogen zur Küste, worauf sie umdrehten und auf London lossteuerten, als ob sie eine vom Kontinent her kommende Streit­macht wären. Unter dem Schutz dichter Wolken näherten sie sich London. Um 7 Uhr abends hatten vier Gruppen der angreifenden Flugzecktze London erreicht. Die herankommenden weiteren Gruppen wurden von der Küste von Essex her gemeldet. Eine Gruppe wurde von dem Geschwader der Verteidi- qungsstreitkräfte angegriffen und nach längerem Kampf in südwestlicher Richtung zurückgetrieben. Eine Anzahl Flugzeuge erreichte aber die City und markierte Bombenabwürfe auf das Luftfahrtmini­sterium und andere strategische Punkte durch Ab­schießen roter Leuchtkuaeln. Einem um 10 Uhr abends ausgegebenen amtlichen Kommunique zu­folge waren an dem Angriff auf London 70 Flug­zeuge beteiligt, während 72 Kampfflugzeuge die Verteidigungsstreitmacht bildeten. Große Menschen­mengen hatten sich an verschiedenen Punkten der City angesammelt, um die Luftkräfte zu beob­achten, die sich größtenteils in einer Höhe von 10000

Fuß abspielten.

Samoilotvitkck Über die nette ^vakKn-Exveditio«

Oslo 14 Slug. Professor Samoilowitsch, der von Stavanger hier eingetroffen ist, sagte Presse­vertretern gegenüber, als Zappi Munden wurde, war er wohlauf, aber sehr erstaunt, denfiraffm tu sehen Zappi war ein wenig verwirrt, aber das war nicht überraschend, da Zappi und Mariano schlechte» Wetter halten und mcht wußten. daß der

Wendigkeit versetzt worden sei, seinen materiellen Standpunkt in der Panzerschiffrage aufzugeben. Soviel wir unterrichtet sind, dürste von einem solchen Ausgeben seiner persönlichen Einstellung auch bei keinem einzigen Mitglieds die Rede sein. Nach dem ganzen Gang, den die Angelegenheit bei Er­ledigung des Reichshaushaltes 1928 genommen hat, erscheint die getroffene Entscheidung gerechtfertigt, da die in der genannten Entschließung aufgeworfe­nen Fragen eine zufriedenstellende Erledigung ge­funden haben.

Soweit die offiziöse Erklärung der Reichsre­gierung. Die Linkspresse ist von der Regierungs­erklärung keineswegs befriedigt. DerVor­wärts" begnügt sich damit, die Erklärung teil­weise wiederzugeben, was immerhin kennzeichnend ist, da ein Sozialdemokrat den Reichskanzlersitz ein- nimmt. In der demokratischen Presse wird erklärt, es sei ein matter Rechtfertigungsversuch. Im Berliner Tageblatt" wird ausgeführt, trotz dieser Erklärung werde es der breiten Oesserlllich- unverständlich fein, daß zu einem Zeitpunkt,

die .......

wertloses Panzerschiff gebaut werden = müsse. ie jetzige Regierung habe die Gelegenheit, diesen schweren Fehler der vorigen Regierung und Les vorigen Reichstages wieder gutzumachen, bedauer­licherweise versäumt. Auch sonstige Pressestimmen lassen erkennen, daß die sozialdemokratischen Mi­nister es weiter sehr schwer haben werden, ihre Zu­stimmung zu dem Bau des Panzerkreuzers gegen die Angriffx ihrer Presse und ihrer Partei zu ver­teidigen.

&dtt$ Dvohsms der Volks- pavtek

VerNn, 14. Aug. DieGermania" bezieht sich heute abend auf eine Aeußerung der sozialdemokra­tischenRheinischen Zeitung", wonach die Minister der Deutschen Volkspartei und des Zentrums rhit der Sprengung des Kabinetts gedroht hätten, wenn die sozialdemokratischen Reichsminister die Verant­wortung für den Bau des Schiffes nicht über­nähmen. Nach dem rheinischen Blatt solle dann diese Drohung zu dem einmütigen Beschluß des Kabinetts geführt haben. Hierzu erklärt dieGer­mania", daß diese Darstellunggänzlich unzu­treffend" sei. Die behauptete Drohung sei von keiner Seite ausgesprochen worden und habe daher auch auf die Entscheidung des Kabinetts keinen Einfluß ausüben können.

Krassin" in der Nähe war. Samoilowitsch hofft, daß derKrassin" am Samstag ausgebessert sei und sofort Kurs nach dem Norden von Spitzbergen nehmen wird. Samoilowitsch sagte weiter: Es wird eine Basis für die italienischen und russischen Flug­zeuge in der Hinlovenstraße am Lap Leigh Smith oder an einem anderen vorteilhaften Platz angelegt werden. Wenn die Erkundungsflüge erfolglos fein werden, wird derKrassin" seine Suche von Spitz­bergen nach Franz Iosephsland fortsehen, aber er kann Nachforschungen nicht länger als bis Ende September betreiben. Amundsen, sagte Samoilo- wiksch weiter, hatte immer seine eigenen Pläne ge­habt und es ist möglich, daß er direkt nach der Alessandri-Gruppe geflogen ist, da er wußte, daß die anderen sich mit der Rettung der Nobilegruppe befaßten. Nach meiner Meinung müssen wir Amundsen im Offen von Spitzbergen suchen. Was die Gruppe Alessandri anbelrifft, so ist es möglich, daß es ihr gelang, mit dem Luftschiff herunterzu­gehen und auf das Eis zu springen, und daß die Explosion, die von der Nobilegruppe beobachtet wurde, sich erst danach ereignete. Samoilowitsch fügte hinzu, daß Nobile die Erlaubnis erhallen habe, an der neuenKrassin'-Expedition teilzuneh- men, aber Nobile sei nach Italien gereist und seit­dem habe er nichts von ihm gehört.

LvotzM aus GMvken ettißlohen?

Paris, 15. Aug. Einige Blätter geben eine Nach-

richt des Zentral-Radio wieder, die besagt, daß | Hinta&i

Trotzki aus Sibirien entflohen fei und sich in der I veUtkEV rSUMMSV WWHW

Nähe von Berlin aufhâ« * IC 6$lUU

Neues Wettrennen zum Südpol

Dezember 19101 DieSerra Nova" hat Port Chalmers auf Neuseeland verlassen, um nach Süden zu steuern. Expeditionsleiter ist Scott, der schon einmal um die Jahrhundert­wende mit einer englischen Expedttion den Südpol zu erreichen versucht hatte. Damals war er bis zum 82. Grad 17° vorgedrungen. Diesmal will er den Südpol erreichen. Wenig verheißungsvoll ist der Auftakt der Ex­pedition. Die ,LLrra Nova" hat mit schweren Stürmen zu kämpfen, Wasser dringt in den Maschinenraum ein. Zu allem Unglück kommt die Nachricht: ^Fenerl" Bange Mi­nuten für die Besatzung und den Expedi­tionsleiter. Die nähere Untersuchung ergibt jedoch, daß der Qualm in Wirklichkeit nur Dampf war von dem im Maschinenraum da­neben befindlichen Schlagwasser. Tagelang müßen alle Schiffsinsaffen, Besatzung wie wisienschaftliche Mitglieder. das eindringend« Wasser mit Eimern ausschöpfen. Die Wasier- pumpe ist verstopft. Wenn der furchchare Seegang, unter dem die Ponnys und Hund« schwer zu leiden haben, nicht nachläßt, ist das Schicksal der ganzen Expedition besiegelt. End­lich legt sich etwas der Sturm, und den ver­zweifelten Bemühungen der Expeditionsteil­nehmer gelingt es, die Wasierpumpe freizu- legen und sie zu reinigen. Jetzt kann auch das Schiff ausgepumpt werden. Die erste Etappe der Südpol-Expedition ist überwunden.

16. Januar 1912.' Das Furchtbare ist ein- getreten. Das Schlimmste, was den Pol- forschern zustoßen^konNte. Nur noch wenige

entfernt, entdeckten die fünf Menschen, die den letzten Marsch bis zum Südpol antraten, daß ihnen ein anderer zuvorgekommen ist: Amundsen. Und damit nahm die furchtbar« Tragödie in den Antarktis ihren Anfang, der alle fünf zum Opfer gefallen sind.

August 1928. Wieder beginnt ein großes Wettrennen nach dem Südpol, Zwei Ameri­kaner und ein Engländer haben Expeditionen ausgerüstet, die das fast völlig unerforschte Gebiet der Antarktis sich zum Ziel gesetzt haben. Nach den Nordpolflügen ist jetzt der Südpol die große Mode. Wilkins und Byrd sind die beiden Amerikaner, die sich durch ihre Flüge im Nordpolgebiet schon aus­gezeichnet haben, während der Führer der dritten Expedition der ehemalige englische Marineoffizier Douglas George Jeffrey ist, der schon an der zweiten Shackleton-Expedition teilgenommen hat. Ihm schließen sich an Dr. Douglas, Dr. Mackin und I. W. S. Mar, die sich schon an den verschiedensten antarktischen Expeditionen beteiligt haben. Das Programm der drei Expeditionen ist so festgelegt, daß sie einander nicht stören, sondern der eine dort mit seinen Forschungsarbeiten beginnt, wo der andere aufhört.

Alle drei Expeditionen werden in groß­artigster Weise ausgerüstet sein. Allerdings übertrifft Byrd die anderen bei weitem. Be­teiligen sich doch 60 Mann an seinem Unter­nehmen, und außerdem hat er für % Million Dollar alle nur erdenklichen Ausrüstungs­gegenstände zusammenstellen lassen. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, daß Byrd für seine Expedition mit einer Dauer von mindestens 1% Jahren rechnet. Er nimmt eine große dreimotorige Fordmaschine mit, und außer­dem noch zwei kleinere Apparate, um damit das antarktische Gebiet genau zu durchforschen und bis zum Pol mit Flugzeug vorzustoßen. Die Expedition bricht von Neuseeland aus auf. Der Startplatz soll auf der Eisbarriere des Roß-Meeres erfolgen. Da Bryd mit der Möglichkeit rechnet, daß der Flug nicht zwischenfallos beendet werden kann, werden von-den Mitgliedern seiner Expedition in Etappen von 100 bis 150 Km. Depots ange­legt, um den Fliegern auch die Rückkehr zu Fuß zu ermöglichen. Gelingt es Byrd bis zum Südpol vorzustoßen, so will er hier lan­den und sich zwei bis drei Tage aufhalten, um genaue geographische Forschungen durchzu­führen.

Die Byrd-Expedition führt nicht allein das für eine antarktische Expedition unbe­dingt erforderliche Material mit. sondern