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14. A«S«st

1928

Das neueste.

Die offizielle deutsche Antwort auf die fran­zösische Einladung zur Unterzeichnung des Kellogg- jjaftes wird Ende der Woche nach Paris über- s mittels.

t Moch im Laufe dieses Jahres werden drei Expeditionen nach dem Südpol aufbrechen, um un- obhängig von einander die antarktischen Gebiete zu erforschen.

i Die Rheinlandkommission hat die in Berlin erscheinende ZeitschriftKladderadatsch" für unbe-

; stimmte Zeit vom besetzten Gebiet ausgeschlossen.

In der Kieler Fohrde kenterte ein mit 20 Moirosen besetztes Motorboot, wobei zwei Matro­sen ertranken.

I Der Vorstand der kroatischen Bauernpartei hielt eine Sitzung ab, in der der bisherige Vize­präsident der Partei, Dr. Wladko Macek, zum Kchfolger Stephan Radilschs in der Leitung der Partei gewählt wurde.

GlüMwttttßGteßesvamme an dm Kerchssvaftdettien an-

IW ÄesSevfMungstases

Berlin, 13. Aug. Anläßlich des Verfassungstages der Herr Reichspräsident Glückwünschtelegramme Mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, dem Schah von Persien, dem König von

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am 13.

. ReichZaußenminister Dr. Stresemann, der zur roeit in Oberhof (Thür.) weilt, konnte am 13. August auf eine fünfjährige Tätigkeit als Außen­minister zurückblicken. Aus der Menge her Glück­wunschschreiben an Dr. Stresemann sei das deck Meters Müller-Franken hervorgehoben, das lau- let;

»Es ist mir ein besonderes Bedürfnis. Ihnen "mählich des heutigen 5. Jahrestages des Beginns k Mr Tätigkeit als Leiter der deutschen auswärtigen «Politik aufrichtigste und herzlichste Glückwünsche IfWd) auch im Namen der Reichsregierung auszu- k sprechen. Ihre Tätigkeit im verlaus der fünf Jahre Deutschland in seiner Weltgelluna um ein gutes & Stutf vorwärts gebracht. Mit diesen Wünschen ver- brnde ich die Hoffnung, daß wir Sie alsbald in IM« Arbeitsfrische und Gesundheit im Reichs- I tabineft begrüßen können."

*

I DieD a z" schreibt, daß Dr. Stresemann sich diesen fünf Jahren im Dienste des Vaterlandes l^föehrt und außenpolitisch einen Grund gelegt I We, auf dem das Gebäude der deutschen Freiheit «und Macht aufgerichtet werden könne.

I, .DasV. T." stellt fest, daß die große und auf= I rerbenbe Wiederaufbauavbeit Dr. Stresemanns an I Gesundheit nicht spurlos vorübergegangen fet

gibt der Hoffnung Ausdruck, daß tue. Zwei «onate Erholung den Außenminister soweit her- Seiteltt haben, daß er wieder an die Lösung der »roßen aussenpolitischen Fragen herantreten könne, L DerV. B. C." weist auf das unbestrittene paatsmännische Ansehen hin, das Stresemann sich allen Völkern durch sein unbeirrbares Schaf. lon für den Weltfrieden errungen habe.

. Das8 Uhr-Abendblatt" erinnert oaron, daß dieses internationale Vertrauen, das . rtmann genieße, feinen höchsten Ausdruck in f Verleihung des Nobel-Preises gefunden habe.

Hünfeld vevkGettkt die ^Vvemen^

. Berlin, 13. Aug. Der Ozeanflieger Freiher von Stinkt' ^i'sen Gesundheitszustand sich nach der nüdarmoperation zusehends bessert, hat an amerikanischen Botschafter in Berlin, Schur-

Schreiben gerichtet, in dem er ^hm an- undrgt, daß er beabsichtige, das FlugzeugBre- L nach der Wiedechefttellung dem Newyorker seum zu schenken, das bereits den Propeller der âemen als Erinnerung erhalten habe. Ob- igL^ Schenkung ihm Opfer auferlegen werde, Ä^en sie ihm gering im Verhältnis zu dem a°®. die Vereinigten Staaten den OzeaNfliegern t hatten. Vor dem Flug hat Amerika den Vertrauen, nach dem Flug Freund-ast ? - - Freiherr von Hünefeld erinnert ^ran, m tiefer Ergriffenheit im Weißen Hause 1} kleinen Stube gestanden habe wo eritLinn^^L das erste Sternenbanner vor sich habe Jfr Die Symbole seien es, die dem belebe»^.«1 ^ rechten Wert geben. Es fei eme icheidene Gabe, die er mit Hilfe feines Freundes

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Wert geben. Es fei eine mit Hilfe feines Freundes

Schwierigkeiten bei der Auf stelinn« des Reichsetats

Berlin, 13. Aug. Im Rerchsfinanzministerium haben jetzt die Vorarbeiten für den nächsten Etat begonnen. Die Aufstellung des Haushaltsplans für das Rechnungsjahr 1929 macht, wie dieVoff. Zkg." erfährt, deshalb besondere Schwierigkeiten, weil man zwangs­läufig mit einer Steigerung der Reparalionsverpflichtungen und gleichzeitig mit einer Ver­ringerung der Einnahmen rechnen muß.

Vorausgesetzt, daß es bis dahin nicht zu einer Neuregelung der Reparationen kommt, wird das Haushaltsjahr 1929 das erste sein, in dem dienor­malen Reparationsleistungen von 2,5 Milliarden Mark aufzubringen sind. Das Reich hat davon un­mittelbar 1540 Millionen Mark gegenüber 1247 Millionen Mark im laufenden Haushaltsjahr zu zahlen. Es ergibt sich also eine Mehrausgabe von rund 300 Millionen Mark. Daneben aber fallen zwei wichtige. Einnahmeposten fort Aus den Ueberschüssen des Jahres 1927 sind im laufenden

WM tzM Gntfcheiduns über die Vaetter Reife

Berlin, 13. Aug. Die offizielle deutsche Antwort auf die französische Einladung zur Unterzeichnung des Kellogg-Paktes wird Ende der Woche nach Paris übermittelt werden.

sich am Dienstag nach Oberhof, wo Dr. Stresemann zur Nachkur eingetroffen ist. Gegen­stand der Besprechungen sind alle mit der Pariser Reife und dem Kellegg-Pakk zusammen-

hängenden Fragen.

Mit der deutschen Antwort auf die Einladung nach Paris ist sehr wahrscheinlich noch in dieser Woche zu rechnen. Man kann annehmen, daß die Antwort eine Zusage sein wird. Der Weg nach Paris darf als gebahnt angesehen werden. Der Ge­sundheitszustand Stresemanns ist befriedigend, und auch politisch dürften keine Hindernisse vorhanden sein, da die Verhandlungen in der Ausliefe- rungsangelegenheit zu einem befrie­digenden Ergebnis geführt haben und es zur abschließenden Vereinigung der Affäre nur noch der Lösung gewisser formeller Fragen bedarf.

Die bvttrsch-ßvanzSMche Maf-ettvevbvüdevuns nuv eine LaASsfrsZett?

London, 13. Aug.. Zu der Meldung von der Teilnahme britischer Kavallerie an den französischen Rheinlandmannövern schreibtManchester Guar­dian" im Leitartikel:

handelt es sich hier um eine Taktlosi gkeik oder hat dieses Vorgehen politische Bedeu­tung? Wenn der Kriegssekretär auf eigene Initiative hin gehandelt hat, sollte ihm gesagt wer­den, daß er zu weit gegangen ist: wenn der Slaabs- sekrekär des Auswärtigen feine Genehmigung erteilt hat, so sollte er dem Lande seine Gründe nennen. Die Angelegenheit ist gegenwärtig besonders schwer begreiflich und zwar aus zwei Gründen: 1. Da die Rheinlandbefetzung bestimmt b e i der 3 u - fammenkunsl des Völkerbundsrales erörtert wird, ist es besonders erwünscht, alles zu vermeiden, was Erbitterung erzeugen kann. 2. In Locarno haben wir versprochen, Frankreich gegelt Deutschland zu Helsen, aber auch Deutsch­land gegen Frankreich zu schützen. Wenn jetzt britische Truppen an den Manövern einer vertragsschließenden Partei teilnehmen, so sollte klar ausgesprochen worden, daß sie genau so bereit sind, andenManöverndSranderen Partei teilzunehmen; andernfalls muß die Zusammenarbeit französischer und britischer Trup­pen bei den militärischen Hebungen den Eindruck er- wecken, daß wir wieder zum alten System zurück­kehren, von dem man glaubte, es sei durch Locarno beseitigt worden. 6s ist ein großes Unglück, daß das Parlament nicht tagt und daß Chamberlain krank ist und von einem Minister vertreten wird, dessen Urteilsfähigkeit kein vertrauen erwecken kann. Dieser Zwischenfall trägt dazu bei, den Eindruck zu verstärken, daß eine Aenderung in unserer Außen­politik eingekreken ist, und daß wir zu den allen Methoden und der allen Geheimpolilik zurückkehren.

Star" beklagt in einem Leitartikel dendum­men Zwischenfall", der durch die Meldung von der

Amerika darzubringen im Begriff sei. Sie möge Nähe gerückt sein, wenn die Bereinigten Staaten dazu beitragen, die herzen beider Völker näher von Amerika und Deutschland einander verstehen aneinander zu bringen. Das Ziel, nach dem alle und lieben würden.

strebten, sei, einen Frieden der wirllichen Frecheit» ---

Etat 125 Millionen Mark eingestellt, weitere 175 Millionen sollen sich im Jahre 1927 aus der Prägung von Reichsmünzen ergeben. Diese ein­maligen Einnahmen sind für das nächste Etatjahr nicht zu erwarten. Im ganzen ist für 600 Millionen Mark neue Deckung zu beschaffen, wenn es nicht gelingt, die Ausgaben im stärkeren Maße herabzu­sehen. Die Frage der Deckung soll in Angriff ge­nommen werden, sobald die einzelnen Ressorts den Voranschlag ihrer Einzeletats fertig gestellt haben, was etwa am 15. September zu erwarten ist.

Teilnahme britischer Kavallerie an den französischen Manövern im besetzten Gebiet entstanden sei. Das Blatt sagt, hierin könne man nur einen Nadel­stich gegen Deutschland erblicken. Lolche 3m*' schenfälle seien an sich selbst vielleicht nicht wichtig, gäben aber jenen Leuten eine handhabe, die den Locarnoverträgen und Kellogg-Pakten gegenüber Mißtrauen spürten oder sie aus eigennützigen Grün- den zu zerstören wünschten.

Evening Slandarl" meint, das Ereignis werde in Frankreich und in Deutschland als ein Anzeichen für die neue ungeschriebene Allianz be­trachtet, die von der halbamtlichen französischen Presse als Ergebnis des Marinekompromisses be­zeichnet worden sei. In Paris sei großer Wert darauf gelegt worden, dem Vorfall eine politische Bedeutung zu geben. Die Einladung sei nicht von den militärischen französischen Stellen ausge­gangen, sondern sei dem Foreign Office vom Quai d'Orsay übermittelt worden.

DeutsMand als »Seht»*

London, 13. Aug. heute abend beginnen die großen englischen Luftmanöver über London, an denen 28 Luftgeschwader mit etwa 300 Flugzeugen

teilnehmen.

DieMorning-Poft" bringt dazu folgende immerhin etwas eigentümlich aninutende Einlei­tung: Es ist eine Kriegslage zwischen einem ange­

iegslage zwischen einem ange- nd Westland geschaffen wor-

nommenen Ostland und Westland geschaffen wor­den. Unser alter Freund Ostland wird unruhig» hält eine wirtschaftliche Ausdehnung für nötig und will sich für frühere Niederlo-gen rächen. Er will Schranken aus seinem Wege' zur Weltherrschaft wegräumen und sich von allen Einschränkungen befreien, die ihm der Völkerbund oder der Locarno-

geist auferlegt haben.

Man weiß nicht, ob man dieseErklärung" des konservativen englischen Blattes lächerlich oder kindisch nennen soll. Jedenfalls beweist sie, was eine angeseehne Zeitung in England heute noch ihren Lesern zuzumuten wagt.

Die Sintevlesuns des ^e«»a-Va«-S

Ne w y o r k, 13. Aug. United Preß meldet Washington: Staatssekretär Kellogg gab heute konnt, daß die Nationen, die an der Pariser Unter­zeichnung des Kriegsächtungspaktes teilnehmen werden, übereingekommen sind, den Vertrag und alle Rakisizierungs- und Beitrikksurkunden bei der

aus be­

Washingtoner Regierung zu hinterlegen. Der Ver­trag tritt erst nach Hinterlegung der Urkunden in Kraft. Nachdem der Vertrag in Kraft getreten ist, steht automatisch auch allen anderen Weltmächten der Beitritt zum Pakt offen.

Das Ergebnis des klttevtta«on.So»iaMe«- kongvesfes

Der Kongreß der zweiten (sozialistischen) Internationale in Brüssel hat seine Tagung abgeschloren. Das Ergebnis besteht in einer Reihe von Entschließungen über die Ab­rüstung, die wirtschaftliche Weltlage und die Räumung des Rheinlandes. Auf diese Fragen hat sich auch die Debatte im Großen und Gan­zen beschränkt. Die sozialistischen Parteien der verschiedenen Länder haben bei dieser Ge­legenheit ihre besten Redner vorgeschickt. Es sprachen u. a. der Engländer Arthur Ander­son, der Amerikaner Morris Hillquit, die Franzosen Leon Blum und Paul Faure, der Italiener Torati und der Belgier Vandervelde. Die deutsche Sozialdemokratie war in der Hauptsache durch Breitscheid und Loebe ver­treten.

Die Arbeit des Kongresses ging fast voll­ständig in den Sitzungen zahreicher Ausschüsse und Unterausschüsse vor sich. Die Vollver­sammlungen dienten der Beschlußfassung über die in den Ausschüssen ausgearbeiteten Ent­schließungen und den Redekämpfen, die sich an die Entschließungen anknüpften. Schon im Laufe der Ausschußberatungen zeigte sich, daß die Meinungen zum Teil sehr weit ausein­andergingen, und daß im Weltsozialismus trotz des Wortes Internationale doch die nationalen Grenzen bei weitem noch nicht ver­wischt sind. Dies trat besonders scharf bei der verschiedene Gruppen, ow tpren nationalen Ursprung nicht zu verleugnen vermochten. Es ist nicht weiter überraschend, daß Deutschland dabei der Leidtragende war. Die Vertreter der deutschen Sozialdemokratie vertraten die For­derung der sofortigen und vorbehaltlosen Räumung. So selbstverständlich das ist, so sehr wird man es doch anerkennen können. Sie vermochten sich aber damit nicht durchzusetzen. Bei der eingehenden Erörterung dieser Frage ließen es die französischen Sozialisten an schwungvollen Beteuerungen nicht fehlen. Leon Blum erklärte, die französischen Sozia­listen seien stets Gegner der militärischen Be­setzung gewesen, sie duldeten èuch nicht die Verurteilung deutscher Bürger auf deutschem Boden durch französische Gerichte. Der Dawes- plan sei unterzeichnet und werde ausgeführt. Dasselbe gelte von dem Locarnovertrag, der durch den Völkerbundsvertrag garantiert werde. Deshalb müsse die zweite Internatio­nale ihren Protest gegen die immer noch währende Besetzungen des Rheinlandes er­neuern. Diesen Worten muß man Beifall zollen. Man hätte dazu noch mehr Veran­lassung gehabt, wenn der Protest der zweiten Internationale dementsprechend ausgefallen wäre, d. h. wenn der Kongreß dem Antrag der deutschen Sozialdemokratie Folge gegeben hätte. Tatsächlich wurde aber der Protest er­heblich abgeschwächt, da es den Franzosen ge­lang, die Sicherheitsfrage mit der Räumungs­frage zu verkoppeln. Sie beantragten zwar ebenfalls sofortige, bedingungslose Räumung des Reinlandes, aber nur in Verbindung mit einer gegenseitigen Kontrolle der entmili­tarisierten Rheinlandzone unter der Kontrolle des Völkerbundes. In dieser Form wurde die Entschließung dann von der Vollversammlung des Kongresses angenommen. Die Räumung kann also nach der Auffassung des internatio­nalen sozialistischen Kongresses erst dann er­folgen, wenn man sich über die Kontrolle der entmilitarisierten Rheinlandzone geeinigt hat. Diese Kontrolle ist selbstverständlich in der Form einer einseitigen Beaufsichtigung Deutschlands gedacht, denn daß Frankreich sich nicht kontrollieren lassen wird, ist wohl auch den französischen Soziali sten klar. Bis die Vereinbarung erzielt ist, kann also noch recht lange Zeit vergehen, da eine einseitige Kontrolle von Deutschland zurückgewiesen werden muß. Von einer raschen und bedingungslosen Räumung kann man also unter diesen Bedingungen kaum noch reden. Im übrigen wird man nicht übersehen dürfen, daß die französische Sozialisten in der Regierung ihres Landes nichts zu sagen

Bit beuttse Kummer umfaht